Kurzbericht: Zu Gast beim Kaiser in Bad Ischl

Trinkhalle und das ehemalige Post- und Telegrafenamt

Wann immer ich in Westösterreich auf Urlaub bin, bietet sich auf der Heimfahrt nach Wien ein Zwischenstopp in Bad Ischl an. Die Kleinstadt etablierte sich ab 1822 als Kurort mit Solebädern und ab Mitte des 19. Jahrhunderts durch die kaiserliche Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph I. und Elisabeth (Sisi). Ich zeige euch die Highlights der Stadt mit schönen historischen Gebäuden, tollen Ausblicken und einem süßen Ende.

BAD ISCHL

FAKTEN

Reisezeit: August 2016 (Rundgang über drei Stunden)
Anreise: Mit dem Auto von Wien über die A1 und B145
Hotel: Hotel Oase (Kreuterer Straße 72, 4820 Bad Ischl – kleines familiengeführtes Hotel von der österreichischen Fußballlegende Friedl Koncilia, mittelmäßige aber dennoch ruhige Lage nahe der Hauptstraße, Fußweg ins Zentrum von Bad Ischl 2,8 Kilometer/35 Minuten, geräumige Zimmer, sauber, sehr gutes Frühstücksbuffet, gratis WLAN)

Die Kaiservilla

Die Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph I. und Sisi kann mittels Führung besichtigt werden, fotografieren ist allerdings in den Innenräumen verboten. Nicht nur aus diesem Grund, sondern auch wegen eines Besucheransturms und einer Wartezeit von einer Stunde habe ich mich dagegen entschieden und die Außenansicht bewundert, die auch im strömenden Regen Eleganz versprüht. Die angrenzende, riesige Gartenanlage war leider aufgrund schwerer Unwetterschäden zum Zeitpunkt meines Besuchs gesperrt.

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Spaziergang durch die Innenstadt

Die Innenstadt ist von der Größe überschaubar und es lohnt sich, einfach mal im Kreis und im Zickzack ohne konkretes Ziel umherzulaufen. Man kommt an einer Vielzahl von prachtvoll verzierten Häusern aus der Gründerzeit vorbei. Besonders hervorzuheben sind die Stadtpfarrkirche, die Trinkhalle (ehemalige Kuranlage für Trinkkuren mit Molke, heute Veranstaltungsgebäude), das ehemalige Post- und Telegrafenamt, die Kalvarienbergkirche von Anfang des 18. Jahrhunderts, die Lehar-Villa, das Kurhaus, die Villa Schodterer, der Franz-Carl-Brunnen und die Villa von Operettenkomponist Oscar Straus.

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Tolle Blicke vom Siriuskogl

Man könnte ihn fast übersehen, den Aussichtsturm auf dem Siriuskogl. Er versteckt sich etwas zwischen jeder Menge Bäumen auf dem 599m hohen Berg bei Bad Ischl. Von der Innenstadt geht man rund 30 Minuten teils steil bergauf durch einen Wald. Der Weg ist von Geschicklichkeitsspielen und Erlebnisstationen gesäumt, die den Aufstieg unterhaltsam machen. In der Mitte des Waldes liegt der riesige Einsiedlerstein, ein Naturdenkmal. Auf dem Gipfel angekommen steigt man entweder gleich auf den Aussichtsturm und genießt die Aussicht oder gönnt sich im darunter liegenden Restaurant eine Stärkung.

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Besuch beim Zauner

Sie ist für viele Leute überhaupt erst der Grund, nach Bad Ischl zu kommen: die Konditorei Zauner. Auch ich habe es bisher noch nicht geschafft, die Stadt ohne Einkehr in eines der zwei Lokale zu besuchen. Das Stammhaus liegt an der Esplanade mit schönem Garten, das zweite Lokal nur wenige Meter entfernt in der Pfarrgasse. In beiden Konditoreien findet man den Klassiker schlechthin – den Zaunerstollen. Ursprünglich eigentlich als Resteverwertung von zerbrochenen Oblaten gedacht, hat sich der aus zerkleinerten Oblaten, nougatartiger Haselnussschokolade und mit Schokolade überzogene Stollen als absoluter Verkaufshit seit 1905 herausgestellt. Wer ihn kostet, kommt immer wieder zurück, garantiert. 😉 Aber auch neben dem Zaunerstollen gibt es noch jede Menge anderer leckerer Süßspeisen zu probieren.

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FAZIT

Bad Ischl ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Es liegt verkehrstechnisch sehr günstig und bietet sich für einen Zwischenstopp immer an, wenn man von Wien aus Richtung Westösterreich oder retour fährt. Ein Stadtspaziergang lässt alte kaiserliche Zeiten hochleben – abgerundet mit einer Kaffepause in der Konditorei Zauner.

 

1 Kommentar

  1. […] der Umgebung förmlich eingesaugt habe. Mit der Schafbergbahn zum besten Seenblick (Reisebericht) Kurzbericht: Zu Gast beim Kaiser in Bad Ischl […]

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