Dune du Pilat: Aufstieg auf Europas höchste Wanderdüne

Ein Pärchen liegt auf der Wanderdüne Dune du Pilat

Bis zu fünf Meter pro Jahr dehnt sich die rund 110 Meter hohe Wanderdüne Dune du Pilat an der französischen Atlantikküste in das Landesinnere aus. Ein Besuch vor Ort bietet unglaubliche Anblicke wie in der Wüste – mit dem Unterschied, dass man von jeder Menge Wald und Meer umgeben ist.

DUNE DU PILAT

FAKTEN

Reisezeit: Juni 2016 (Halbtagesausflug)
Anreise: Mit dem Auto von Bordeaux über die A63 und A660 Richtung Arcachon und kurz vor dem Ziel den Schildern nach Dune du Pilat folgen (je nach Verkehr ca. 1:00 h oder mehr)

Die weiteren Stationen meiner Frankreich-Reise

Teil 1 // Bordeaux: Wo der Genuss Zuhause ist

Teil 2 // Dune du Pilat: Aufstieg auf Europas höchste Wanderdüne

Teil 3 // La Rochelle und die „weiße Insel“

Teil 4 // Nantes: Eine Stadt erfindet sich neu

Teil 5 // Paris: Zu Gast in Frankreichs Herz

Reiseverlauf (13 Tage): Wien –> Paris Charles de Gaulle (Flug Austrian Airlines) // Paris Charles de Gaulle –> Bordeaux (Zug TGV) // Bordeaux –> Dune du Pilat (Mietauto) // Dune du Pilat –> La Rochelle (Mietauto) // La Rochelle –> Nantes (Mietauto) // Nantes –> Paris Montparnasse (Zug TGV) // Paris Gare de l’Est –> Frankfurt/Main (Zug TGV) // Frankfurt/Main –> Wien (Flug Lufthansa)

 

Barfuß auf die Dune du Pilat

Die Dune du Pilat bietet sich hervorragend als Tages- oder Halbtagesausflug an, wenn man in Bordeaux ist. Ich habe mich für einen rund vierstündigen Besuch an einem Nachmittag entschieden, da ich anschließend noch weiter Richtung La Rochelle fahren musste. Vom kostenpflichtigen, aber nicht sehr teuren Parkplatz geht man rund fünf Minuten durch eine Reihe von Souvenirständen und danach ein kurzes Stück durch einen Kiefernwald. Schon hier wird der Weg immer sandiger und es empfiehlt sich, die Schuhe auszuziehen und barfuß weiterzulaufen. Dann steht man direkt vor der imposanten Düne und hat die Qual der Wahl, über eine Treppe oder ohne Hilfsmittel aufzusteigen. Ich habe mich für die anstrengende Variante entschieden: einen Schritt nach oben steigen, zwei Schritte zurückrutschen. Die Mühe lohnt sich aber, man spürt die Kraft des Sandes einfach stark – es ist ein intensives, naturverbundenes Gefühl.

Am Fuß der Wanderdüne Dune du Pilat, Aufstieg über die Treppe oder rechts davon ohne Hilfsmittel
Am Fuß der Wanderdüne Dune du Pilat, Aufstieg über die Treppe oder rechts davon ohne Hilfsmittel
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Rund 110 Meter gilt es bergauf zu steigen
Rund 110 Meter gilt es bergauf zu steigen
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Zäune sollen die Ausbreitung der Wanderdüne in das Landesinnere verlangsamen
Zäune sollen die Ausbreitung der Wanderdüne in das Landesinnere verlangsamen
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Die oberen Treppenstufen versinken teilweise bereits komplett im Sand
Die oberen Treppenstufen versinken teilweise bereits komplett im Sand
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Prägendes Panorama

Oben angelangt war ich erst einmal sprachlos. Ringsherum bieten sich in jeder Himmelsrichtung andere fantastische Ausblicke an. Man schaut auf die gefühlt unendlichen drei Kilometer Länge der Düne und auf die Schönheit des Atlantik mit den vorgelagerten Sandbänken. Auf der anderen Seite wartet die nächste Unendlichkeit: das Ende des riesigen Kiefernwaldes ist visuell einfach nicht abschätzbar.

Der warme Sand auf der Wanderdüne lädt zum Verweilen ein
Der warme Sand auf der Wanderdüne lädt zum Verweilen ein
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DIe Aussicht ist überwältigend und wird von zahlreichen Menschen genossen
DIe Aussicht ist überwältigend und wird von zahlreichen Menschen genossen
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Vorgelagerte Sandbänke im Atlantik
Vorgelagerte Sandbänke im Atlantik
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Blick in das Landesinnere auf einen schier unendlich großen Kiefernwald
Blick in das Landesinnere auf einen schier unendlich großen Kiefernwald
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Ein großer Haufen Sand

Die Dune du Pilat hat sich über Jahrtausende aufgetürmt und wird durch eine große Sandbank, deren feine Körner der starke Wind auf die Düne trägt, gespeist. Im Wasser finden sich immer wieder Teile einer schwarzen Schicht, die aus früheren Waldböden (Paléosols) besteht und Wissenschaftlern Aufschluss über die Entstehung gibt. In den Sommermonaten ist der Ansturm an Touristen und französischen Urlaubern enorm und man sollte eher die Randzeiten für einen Besuch nutzen oder sich auf der Düne etwas weiter weg bewegen, um Ruhe zu finden.

Ein Paléosol, Teil einer schwarzen Schicht aus früheren Waldböden
Ein Paléosol, Teil einer schwarzen Schicht aus früheren Waldböden
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In den Sommermonaten kann es auf der Düne schon einmal eng werden
In den Sommermonaten kann es auf der Düne schon einmal eng werden
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Je weiter man sich vom Treppenaufgang entfernt, desto ruhiger wird es auf der Düne
Je weiter man sich vom Treppenaufgang entfernt, desto ruhiger wird es auf der Düne
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Auf zum Strand

Der ca. 600 Meter lange Weg zum Strand führt an der Düne bergab und man ist schnell am Meer, wo sich ein Spaziergang halb im Wasser und halb an Land anbietet. Man sollte seine Energiereserven aber gut einteilen, denn der Rückweg zum Auto muss natürlich auch wieder bergauf gegangen werden, was im Sand ein wirklich mühsames und kräftezehrendes Unterfangen darstellt.

Die Düne ist wunderschön umrahmt von Kiefernwäldern
Die Düne ist wunderschön umrahmt von Kiefernwäldern
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Ein Spaziergang am Strand ist weit weniger anstrengend
Ein Spaziergang am Strand ist weit weniger anstrengend
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Der Rückweg bergauf gestaltet sich durch das Einsinken im Sand als Herausforderung
Der Rückweg bergauf gestaltet sich durch das Einsinken im Sand als Herausforderung
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Pflanzenvielfalt im Sand

Faszinierend ist am nördlichen Ende der Düne die Vegetation. Zahlreiche Sträucher und Bäume schauen aus dem Sand heraus und bieten einen schön anzusehenden Kontrast. Wenn man hier umher geht, fällt einem in der Nase auch der angenehme Geruch nach Nadelwald auf.

Zahlreiche Bäume, Sträucher und andere Pflanzen wachsen auch auf Sandboden
Zahlreiche Bäume, Sträucher und andere Pflanzen wachsen auch auf Sandboden
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Die Vegetation am Rand der Wanderdüne, von hier aus wirken die Menschen auf der Spitze wie Ameisen
Die Vegetation am Rand der Wanderdüne, von hier aus wirken die Menschen auf der Spitze wie Ameisen
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Die Sanddistel bahnt sich ihren Weg an die Oberfläche
Die Sanddistel bahnt sich ihren Weg an die Oberfläche
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Die Vegetation macht sich auch geruchstechnisch angenehm bemerkbar
Die Vegetation macht sich auch geruchstechnisch angenehm bemerkbar
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Die zahlreichen langen Gräser erinnern an die Landschaft der deutschen Insel Sylt
Die zahlreichen langen Gräser erinnern an die Landschaft der deutschen Insel Sylt
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ALLGEMEINE HINWEISE

Der Parkplatz ist zwar kostenpflichtig, die Düne selbst ist aber ganzjährig kostenlos und ohne Zeitbeschränkung (auf eigene Gefahr) zu begehen.

Man sollte unbedingt etwas zu trinken mitnehmen, da der Aufstieg sehr kräfteraubend ist und sich im Umkreis der Düne keine Stände befinden. Die nächste Möglichkeit, um Getränke zu kaufen, sind die zahlreichen Souvenirläden auf dem Weg vom Parkplatz zur Düne.

 

FAZIT

Ein Besuch der Dune du Pilat ist ein wahrlich außergewöhnliches Unterfangen. Der Aufstieg im Sand ist zwar körperlich sehr anstregend, oben angekommen wird man aber mit einem sensationellen Kontrast zwischen dem riesigen Kiefernwald, der kilometerlangen Sanddüne und dem herrlichen Atlantik belohnt – der Anblick macht einen einfach nur sprachlos und dankbar für die Schönheit der Welt.

 

7 Kommentare

  1. […] Teil 2 // Dune du Pilat: Aufstieg auf Europas höchste Wanderdüne […]

  2. […] ist da fast schon zur Nebensache verkommen. Bordeaux: Wo der Genuss Zuhause ist (Reisebericht) Dune du Pilat: Aufstieg auf Europas höchste Wanderdüne […]

  3. Wow, hab noch nie davon gehört, aber die Fotos sind sensationell – es muss total beeindruckend gewesen sein 😉

  4. […] Teil 2 // Dune du Pilat: Aufstieg auf Europas höchste Wanderdüne […]

  5. […] Teil 2 // Dune du Pilat: Aufstieg auf Europas höchste Wanderdüne […]

  6. […] Dune du Pilat: Aufstieg auf Europas höchste Wanderdüne […]

  7. […] Teil 2 // Dune du Pilat: Aufstieg auf Europas höchste Wanderdüne […]

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