Stockholm: Das Glanzstück an der Ostsee

Blick auf die Altstadt Stockholms (Gamla Stan) in der blauen Stunde

Wenn ich an Skandinavien denke, kommen mir spontan nur schöne Gedanken in den Kopf. Riesige Naturlandschaften, sehenswerte Städte und kulinarische Genüsse. Für mich – wie sicherlich auch für viele andere – war Stockholm der erste Kontakt mit dem Norden Europas. Die schwedische Hauptstadt punktet mit seinen kulturellen sowie architektonischen Highlights und ermöglicht Besuchern einfach herrliche Momente, von denen ich euch in diesem Beitrag berichten möchte.

Stockholm

FAKTEN

Reisezeit: September 2015 (6 Tage/5 Nächte)
Anreise: Mit Austrian Airlines von Flughafen Wien-Schwechat nach Stockholm Arlanda Airport (2:15 h). Mehr Infos bzgl. An- und Abreise zum Flughafen am Ende des Beitrags in den Allgemeinen Tipps.
Unterkunft: First Hotel Reisen **** (Skeppsbron 12; sehr gute Lage am Rande der Altstadt am Wasser, nützliche Busstation direkt vor der Tür, etwas altmodische aber geräumige Zimmer, kostenloses WLAN, ausgezeichnetes Frühstück, Sauna und Pool nicht genutzt)

Nach Stockholm bin ich im Herbst geflogen, wenn noch angenehme Temperaturen vorherrschen und man untertags mit etwas Glück sogar ohne Jacke spazierengehen kann. Ich habe mit zwei Freunden gleich sechs Tage die Stadt an der Ostsee unsicher gemacht, wodurch wir genügend Spielraum für entspanntes Sightseeing hatten. Das Alltagstreiben auf den Straßen wirkte unaufgeregt, selbst bei den touristisch begehrten Sehenswürdigkeiten hatte ich trotz vieler Menschen nie das unangenehme Gefühl von Enge und Stress, das ich aus anderen Städten kenne. Ganz Skandinavien gilt generell als teures Pflaster, was sich vor allem beim Essen und Trinken bemerkbar macht. Dennoch haben mich die Preise allgemein nicht extrem schockiert – wohl auch ein schlechtes Zeichen dafür, wie teuer meine Heimatstadt Wien eigentlich ist. 😉


Der Platz Stortorget in der Stockholmer Altstadt Gamla Stan

Gamla Stan: Eine Altstadt zum Verlieben

Durch die ausgezeichnet zentrale Lage meines Hotels war der erste Besichtigungspunkt eigentlich schon vorgegeben. Nur wenige Schritte von der Unterkunft entfernt konnte ich bereits in die magischen engen Gassen der Altstadt Gamla Stan eintauchen. Sie ist der Ursprung des Stockholms, wie man es heute kennt. Während rund um Gamla Stan noch Brachland vorherrschte, wurden im 13. Jahrhundert in der Altstadt die ersten Häuser errichtet. Bei einem Spaziergang fallen einem sofort die in Pastellfarben gestrichenen Häuserfassaden auf, die wunderschön anzusehen sind und gut miteinander harmonieren. Nicht verpassen dürft ihr den alten Marktplatz Stortorget, der sowohl untertags, aber vor allem nachts ein tolles Fotomotiv abgibt und geradezu zum Verweilen einlädt. Auf dem Platz befindet sich übrigens auch das Nobel-Museum. Etwas südlich liegt die Tyska kyrkan (Deutsche Kirche), in die ich leider nicht hineingekommen bin, da ich immer zu den falschen Öffnungszeiten anwesend war. Damit es euch nicht genauso ergeht, seht euch besser im Vorhinein die Öffnungszeiten auf der Webseite svenskakyrkan.se an. Dafür habe ich aber zumindest die Storkyrkan (Nikolaikirche) genauer erkunden können. Die Kirche wurde im Stil der Backsteingotik im 13. Jahrhundert erbaut und wirkt innen durch ihre Ziegelsteinpfeiler und das sehenswerte Gewölbe äußerst mächtig. Für Interessierte: 2010 haben hier Kronprinzessin Victoria von Schweden und Daniel Westling geheiratet. Wenn ihr auf der Suche nach Mitbringseln seid, dann geht am besten durch die Straße Västerlånggatan, dort reihen sich die Geschäfte aneinander. Am nördlichen Ende der Altstadt steht ein historisches Gebäude, dessen Besichtigung zu einem Stockholm-Besuch unbedingt dazugehört: das Königliche Schloss (Kungliga slottet). Zugegeben, von außen betrachtet lädt das siebenstöckige Schloss nicht gerade zu einem Besuch ein. Das war nicht immer so, denn auf dem Grund stand bis 1697 das alte Schloss Tre Kronor, das von der Bauweise höchst spannend war und leider niederbrannte. Im Inneren des heutigen Schlosses kann man anhand eines Modells dem historischen Bau nachweinen. 😉 Ein Rundgang offenbart aber architektonisch hochwertige Räume! Schaut euch vorher unbedingt auf der Seite kungahuset.se die Öffnungszeiten an. Dort findet ihr auch die Tage, an denen bestimmte Räume nicht zugänglich sind. Der Entritt kostet SEK 160,- (EUR 17,-) und umfasst mehrere Bereiche des Schlosses. Sehr empfehlen kann ich beispielsweise noch einen Blick in die Slottskyrkan (Königliche Kapelle) und das Gustav III:s Antikmuseum. Und noch ein Tipp: Täglich um 12.15 Uhr (am Sonntag um 13.15 Uhr) findet im Innenhof eine Wachablösung statt, die ganz nett anzusehen ist.

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Der Goldene Saal im Stockholmer Rathaus

Das musst du unbedingt machen

Mit Stockholm wird sofort ein ganz bestimmtes Museum in Verbindung gebracht: das Vasa-Museum (Vasa Museet). Bei meinem erstmaligen Besuch vor Ort konnte ich nicht glauben, was sich in der Haupthalle des Museums vor mir auftat. Das 52 Meter hohe, 69 Meter lange und im Jahr 1628 gesunkene Schiff Vasa erschlägt einen beim Anblick förmlich durch seine Maße. Das Kriegsschiff wurde 1961 gehoben, konserviert und ist heute zu 95 Prozent erhalten geblieben. Die Vasa macht den optischen Eindruck, als könnte sie jeden Moment wieder auslaufen. Man kann das Wrack von außen von allen Seiten sehr gut begutachten, zusätzlich sind in den Nebenräumen weitere Exponate aus der damaligen Zeit ausgestellt. Das Museum liegt auf der Insel Djurgården und ist am besten mit der Straßenbahnlinie 7 (Station Nordiska Museet/Vasamuseet) zu erreichen. Der Eintritt kostet SEK 130,- (EUR 14,-), mehr Infos auf vasamuseet.se. Nach dem Vasa-Museum geht man am besten gleich ein paar Minuten zu Fuß weiter zum naheliegenden Freilichtmuseum Skansen, das zu den Top-Attraktionen Stockholms zählt. Je nach Jahreszeit bezahlt man an der Kassa zwischen SEK 120,- und SEK 180,- (EUR 13,- bis EUR 19,-), bekommt dafür aber auch etwas geboten. Die Öffnungszeiten findet ihr auf der Seite skansen.se (PDF-Datei). Das Museum ist im Grunde eine riesige Parkanlage, in der es verschiedene Stationen zu erkunden gibt. So sind etwa zahlreiche historische Gebäude wie Wohnhäuser oder Bauernhöfe aus der Vergangenheit Schwedens aufgebaut und mit etwas Glück findet man Schauhandwerker vor, die Gegenstände der vergangenen Zeit anfertigen. Weiter hinten im Freilichtmuseum Skansen gibt es als Draufgabe noch einen Zoo mit Elchen, Wölfen, Braunbären, Robben und anderen Tieren. Alles in allem lassen sich hier locker einige Stunden verbringen! Es gibt übrigens eine kleine Standseilbahn (Skansens bergbana), welche ich aber nicht benutzt habe. Die Einstiegsstelle im Tal befindet sich hier.

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Kommen wir nun wieder zurück in das Zentrum der Stadt und begeben uns zum nächsten Highlight. Das Stadshuset (Rathaus) ist für Touristen aus zwei Gründen absolut wichtig. Einerseits ist das von außen wie eine Fabrik anmutende rote Gebäude von innen großartig anzusehen, außerdem erhält man von der Spitze des Turms eine grandiose Ansicht der Altstadt Gamla Stan – ohne dieses Foto fehlt euch etwas im Album. 😉 Ein Rundgang im Rathaus ist nur mit einer Führung möglich, die in englischer Sprache sechsmal täglich durchgeführt wird. In den Sommermonaten von Juni bis August werden auch deutsche Touren angeboten. Die Tickets muss man vor Ort für denselben Tag erwerben, sie kosten je nach Jahreszeit SEK 90,- oder SEK 110,- (EUR 9,- oder EUR 11,-). Infos zu den Führungszeiten gibt es auf der Seite stockholm.se. Wenn man am Vormittag vor Ort ist, gibt es eigentlich kein Problem eine Karte zu bekommen. Während der Führung sieht man gleich zu Beginn den imposanten Blauen Saal (der nicht blau ist, sondern nur in blauer Farbe geplant war), in dem die Nobelpreise vergeben werden. Weitere Höhepunkte sind der Sitzungssaal der Stadtregierung und der Goldene Saal mit dem imposanten Mosaik „Königin des Mälarsees“. Die Tour endet im Shop des Rathauses, der so klein ist, dass man gleich wieder aus dem Gemenge flüchten will. Um sofort danach auf den Turm aufzusteigen und die Aussicht zu genießen, benötigt man etwas Glück oder Planung. Geöffnet ist die Aussichtsterrasse nur von Mai bis September (2017 ab Juni) und es dürfen alle 40 Minuten nur jeweils 30 Personen gleichzeitig auf den Turm, wodurch die Tickets vor allem bei Schönwetter ab Mittag schon knapp werden können. Am besten kauft man gleich in der Früh zur Öffnungszeit um 9.00 Uhr ein Ticket um SEK 50,- (EUR 5,-) für eine Zeit seiner Wahl am selben Tag. Die möglichen Zugangszeiten entnehmt ihr bitte der Seite stockholm.se. Ist man einmal oben, bietet sich jedenfalls ein fantastisches Panorama auf die Altstadt! Einen weiteren tollen und kostenlosen Aussichtspunkt zeige ich euch übrigens im nächsten Absatz.

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Schloss Drottningholm in Stockholm

Weitere sehenswerte Punkte

Wenn ihr bei eurem Stockholm-Aufenthalt noch etwas mehr Zeit übrig habt, empfehle ich euch eine Fahrt zum Schloss Drottningholm (Drottningholms slott) – seit 1981 der Wohnsitz der königlichen schwedischen Familie. Das auch als „schwedisches Versailles“ bezeichnete prachtvolle Gebäude ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und liegt rund zehn Kilometer von der Innenstadt entfernt. Man kann entweder mit der U-Bahn bis zur Station Brommaplan fahren und dann mit einem von zahlreichen Bussen weiter zum Schloss. Diese Methode hat mir aber nicht gefallen, da es noch eine weitaus attraktivere Anfahrtsmöglichkeit gibt. Mit dem Schiff gelangt man in 50 Minuten ebenfalls nach Drottningholm, genießt dabei aber ungewöhnliche Perspektiven auf Stockholm und kann gleichzeitig die harmonische Landschaft vor den Toren der Stadt richtiggehend aufsaugen. Die Boote legen von der Anlegestation Stadshusbron/Klara Mälarstrand gegenüber des Rathauses und nahe des Hauptbahnhofs ab. Tickets erhält man direkt vor Ort, ich präferiere aber immer eine Vorausbuchung über das Internet. Auf der Webseite stromma.se wählt ihr euer gewünschtes Datum und die Abfahrtszeit. Der Preis für eine Hin- und Rückfahrt kostet SEK 210,- (EUR 22,-). An Bord habe ich es mir nicht nehmen lassen, das köstliche schwedische Bier Mariestads zu probieren (0,33l SEK 50,-/EUR 5,20). Die Fahrt mit dem Schiff hat noch den weiteren positiven Nebeneffekt, dass man das Schloss vom Wasser aus richtig gut fotografieren kann. Die prunkvollen Innenräume des Schlosses Drottningholm habe ich dann ohne Führung besichtigt und beim Kartenkauf auch gleich ein Kombiticket gelöst, das das herausragende China-Schlösschen (Kina slott) beinhaltet, das über den weitläufigen Schlossgarten erreichbar ist (SEK 190,- / EUR 20,-). Infos zu den Öffnunsgzeiten und Preisen gibt es auf der Seite kungahuset.se.

Wieder zurück in der Stockholmer Innenstadt zahlt sich ein kurzer Blick in die Stadtbibliothek (Stockholms Stadsbibliotek, Sveavägen 73 gegenüber des Hard Rock Cafes) aus. Auch wenn man kein Schwedisch kann, spricht die Architektur des Gebäudes für sich selbst. Von außen wirkt der rote Backsteinbau mit seiner auffälligen Rotunde wie ein wissenschaftlicher Palast. Innen ist man im wunderschönen Hauptsaal überrascht von der Menge an natürlichem Licht, das den Raum durchflutet und äußerst mächtig wirken lässt. Der Zugang ist für Jedermann problemlos möglich, auch Fotografieren war kein Problem. Kommen wir zu einem weiteren fotografischen Höhepunkt: wenn ihr während eures Stockholm-Aufenthalts einen herrlichen Sonnenuntergang mit Blick auf die Innenstadt erleben wollt, dann fahrt zum Aussichtspunkt Monteliusvägen. Dieser kleine Weg befindet sich unweit der U-Bahn-Station Slussen (T-Bana 13, 14, 17, 18, 19) und ist nach rund 10 Minuten Fußmarsch leicht erreicht, seht euch für die exakte Position am besten die Aufnahmekoordinaten in meinen Fotos an. Ein letzter Tipp: auch wenn ihr am liebsten alles zu Fuß erkunden wollt, solltet ihr zumindest einmal mit der U-Bahn fahren, um die teils unwirklich anmutenden, kunstvollen Stationen zu betrachten. Herausstechend sind beispielsweise die Tunnelbana-Stationen Kungsträdgården, T-Centralen und Rådhuset (alle Teil der Linien 10 und 11). Vor allem bei den beiden letztgenannten fühlt man sich durch die starken Farben Blau und Rot wie in einem Gesamtkunstwerk im Untergrund.

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Sonnenuntergang in Stockholm

Magischer Spaziergang im Abendlicht

Eines habe ich mit der Zeit aus den vergangenen Urlauben gelernt: egal wie schlecht das Wetter auch ist, halte dich allzeit bereit für ein plötzliches Auftauchen der Sonne! In Stockholm hat sich das an einem Tag ganz drastisch gezeigt. Von frühmorgens an war die Stadt in eine graue Wolkensuppe gehüllt, begleitet von starkem Regen, der es einem so richtig schwer macht, das Hotel verlassen zu wollen. Ich bin an einem fremden neuen Ort, habe viel Geld für die Anreise und die Unterkunft bezahlt und will natürlich das Meiste aus dem Urlaub herausholen. So wird eben mit Unterstützung eines Regenschirms das Sightseeing-Programm abgespult – zumindest die Punkte, die sich innerhalb von Gebäuden befinden. Am späten Nachmittag schwinden dann die Kräfte von Museumsbesuchen und es bietet sich an, eine Verschnaufpause im Hotel einzulegen, um am Abend dann wieder mit mehr Energie nochmals ein gutes Restaurant zu besuchen. Gesagt, getan und einmal im Bett liegend ist die Lust gering, bald wieder aufzustehen. Und dann ganz plötzlich! Die Regentropfen prasseln immer noch stark an die Fensterscheiben, aber das graue und düstere Licht verändert sich zu einem helleren rosa Schein. Nun heißt es schnell sein! Ich habe mich schlussendlich in Rekordzeit wieder in meine Schlechtwetterkleidung gepackt und bin mit der Kamera losgezogen. Was soll ich sagen … die nächsten 45 Minuten haben mich für den gesamtem verregneten Tag entschädigt. Schrittweise hat sich die Sonne am Horizont zwar nicht komplett durch die Wolkenschicht gekämpft, aber es hat gereicht, um ein traumhaftes und wahrhaftig magisches Licht zu erzeugen. In den Fotos seht ihr meinen Streifzug durch die Altstadt Gamla Stan in Richtung Södermalm. Fazit: nicht vom Wetter täuschen lassen, immer die Augen offen halten sowie die Sinne geschärft lassen. 😉

Fotospots

 

ALLGEMEINE TIPPS

Um vom Stockholmer Flughafen Arlanda in das Zentrum zu gelangen, gibt es zwei interessante Möglichkeiten. Für die schnelle Variante nehmt ihr den Zug Arlanda Express, der in 20 Minuten die Distanz von 42 Kilometern bewältigt. Hier solltet ihr aber unbedingt schon so früh wie möglich die Tickets online kaufen, um Geld zu sparen. Auf der Webseite arlandaexpress.com seht ihr die verschiedenen Preisoptionen: 90 Tage vor der Fahrt bezahlt man für eine Hin- und Rückfahrt etwa nur SEK 308,- (EUR 32,-). Die Preise werden mit der Zeit immer höher und eine Hin- und Rückfahrt zum Tagespreis kostet satte SEK 540,- (EUR 56,-). Mir ist das alles zu teuer gewesen, weswegen ich auf den Bus Flygbussarna zurückgegriffen habe, der alle zehn Minuten zwischen dem Busbahnhof Cityterminalen (gleich beim Hauptbahnhof) und dem Flughafen pendelt und bei normalem Verkehr rund 45 Minuten benötigt. Hier bezahlt man für eine Hin- und Rückfahrt nur SEK 198,- (EUR 21,-), Tickets könnt ihr auf der Seite flygbussarna.se kaufen.

Nach dem Start oder kurz vor der Landung in Stockholm lohnt ein Blick aus dem Fenster. Wenige Minuten vor der Ankunft bzw. einige Minuten nach dem Abheben sieht man aus luftiger Höhe den Schärengarten, der sich aus rund 30.000 Inseln zusammensetzt und ein fantastisches Bild ergibt.

Öffentliche Verkehrsmittel benötigt man zwar in der Stockholmer Altstadt nicht, allerdings für einige andere Punkte in der Stadt. Tickets aus Papier gibt es seit 2013 nicht mehr, man muss beim erstmaligen Besuch an einem Schalter in einer beliebigen Station eine blaue SL Access Card um SEK 20,- (EUR 2,10) kaufen. Auf diese werden dann die eigentlichen Fahrkarten am Schalter oder am Automaten aufgebucht. Ich habe ein 72-Stunden-Ticket um SEK 240,- (EUR 25,-) gewählt, das ich während meines Aufenthalts auch gut ausnutzen konnte. Die blaue Karte muss dann bei jeder Fahrt (auch im Bus) an den Entwerter gehalten werden, worauf ein grünes Licht aufleuchten sollte (ein gelbes Licht zeigt an, dass die Karte kurz vor dem Ablaufen ist). Nehmt die Karte am besten auch wieder mit nach Hause, denn sie kann beim nächsten Stockholm-Besuch von euch oder euren Freunden erneut verwendet werden. Alle Infos zu Tarifen, Linienplänen und einer echt guten Fahrplanauskunft gibt es auf der Seite sl.se.

Zum Fortgehen und Spaß haben fährt man am besten in das ehemalige Arbeiterviertel Södermalm, das mit der Tunnelbana (Station Slussen) und vielen Bussen ideal erreichbar ist. Vor allem entlang der Straße Götgatan, aber natürlich auch in den zahlreichen kleinen Gassen rundherum findet ihr eine Vielzahl an Cafés, Bars und interessanten Geschäften. Mein Tipp: Verbindet das Viertel am besten mit dem zuvor erwähnten Aussichtspunkt Monteliusvägen! Zuerst in der untergehenden Sonne den Blick auf die Altstadt genießen und danach auf einen Drink gleich in das Partyviertel wechseln, was gibt es Besseres? 😉

Schweden ist zwar in der EU, hat aber nicht den Euro eingeführt. Deshalb müsst ihr entweder daheim Schwedische Kronen wechseln oder macht es wie ich und hebt einfach in Stockholm an einem Bankomat die lokale Währung ab.

Englisch spricht in Stockholm wirklich jeder – und das sogar ausgezeichnet. Das liegt unter anderem daran, dass im schwedischen Fernsehen englischsprachige Filme nicht synchronisiert, sondern nur untertitelt werden. Der Lerneffekt ist spürbar! Meiner Meinung nach sollte dieses Konzept auch im deutschsprachigen Raum angeboten werden.

Essen gehen ist in Stockholm generell ein teurer Spaß! Dennoch musste der Hunger meiner Gruppe gestillt werden, was in den nachfolgenden Restaurants gelungen ist. Unser Favorit war das Agaton Restaurang (Västerlånggatan 72, italienisch, großartige Spaghetti Frutti di Mare), in dem wir gleich dreimal einkehrten und jedes Mal begeistert waren. Vom Essen und der Einrichtung recht ansprechend ist das Lokal Texas Longhorn (Svartmangatan 11, super Steaks und Ribs, Craftbeer). Um auf einer großen Leinwand ein Fußballspiel anzusehen, haben wir auch dem Hard Rock Cafe (Sveavägen 75) einen Besuch abgestattet, wo ich gerne den Legendary Burger esse.

 

FAZIT

Stockholm ist eine superschöne Stadt, die man jederzeit wieder besuchen und erleben kann. Die schwedische Hauptstadt bietet Besuchern eine bunte Vielfalt an architektonischen Schätzen, herrliche Schiffstouren mit tollen Aussichten, eine riesige Parkanlage mit integriertem Tiergarten, jede Menge kleine Inseln und dementsprechend viele Brücken sowie ausgezeichnete Restaurants in der Altstadt Gamla Stan. Stockholm bekommt von mir eine klare Weiterempfehlung und sollte auf keiner Reiseliste fehlen!

 

2 Kommentare

  1. Sehr toller Bericht! Die Tipps sind direkt notiert, da ich nämlich im Juni das erste Mal nach Stockholm reise 🙂

    1. Danke Christine! Bin schon auf deinen Artikel gespannt, was du in Stockholm Schönes entdeckt hast! 🙂

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