Amsterdam: Die Stadt der schiefen Häuser

Wenn ich in Europa unterwegs bin und diverse Städte besuche, bekomme ich immer wieder unterschiedlichste architektonische Baustile zu Gesicht. Die niederländische Hauptstadt Amsterdam sticht dabei aber ganz besonders hervor. In die Häuserzeilen entlang der Grachten mit ihren engen, teils bizarr schiefen und wunderschön anzusehenden Gebäuden habe ich mich auf Anhieb verliebt. In diesem Reisebericht erzähle ich euch von diesen und weiteren Highlights während meiner vergangenen zwei Aufenthalte im zauberhaften Amsterdam.

Amsterdam

FAKTEN

Reisezeit: September 2013 / Mai 2017 (jeweils 3 Tage, 2 Übernachtungen)
Anreise: Mit KLM vom Flughafen Wien-Schwechat nach Flughafen Amsterdam Schiphol (1:30 h).
Unterkunft 2013: Hotel Clemens Amsterdam ** (Raadhuisstraat 39, gute Lage zwischen dem Grachtengürtel, Straßenbahn-Stationen Westermarkt und Dam in unmittelbarer Nähe, Hotel innerhalb eines wunderschönen historischen Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert, typisch enge Treppe, sehr kleine aber stilvoll eingerichtete Zimmer, angenehme Betten, gutes Frühstück, Hauskatze, kostenloses WLAN)
Unterkunft 2017: Conscious Hotel Museum Square *** (De Lairessestraat 7, sehr gute Lage nahe Museumplein, Straßenbahn-Station Van Baerlestraat in unmittelbarer Nähe, für die Niederlande überdurchschnittlich große Zimmer, schöne Einrichtung, Betten etwas weich, ausgezeichnetes Frühstück (!!), kostenloses WLAN, sehr freundliches und hilfsbereites Personal)

Meine beiden Besuche in Amsterdam habe ich in den vergangenen Jahren einmal als Pärchenurlaub und einmal gemeinsam mit drei Freunden durchgeführt – unterschiedliche Interessen waren hier beim Tagesprogramm also ausschlaggebend. Für diesen Artikel habe ich alle meine Erfahrungen zusammengelegt, sodass für jede Zielgruppe etwas Interessantes dabei ist. 🙂 Wenn man das erste Mal nach Amsterdam kommt, wird man aus dem Staunen nicht herauskommen. Die architektonisch absolut faszinierenden Häuser entlang der Grachten bleiben sicherlich sehr lange im Gedächtnis, vor allem wenn man die interessante Geschichte dahinter kennt. Durch den feuchten und sandigen Untergrund mussten für den Häuserbau zur Verstärkung und Sicherung Holzpfähle in das Erdreich getrieben werden – Amsterdam steht heute auf ca. fünf Millionen davon, kaum vorstellbar! Mit dem Bau des berühmten Grachtengürtels wurde 1612 begonnen und nach 40 Jahren vollendet. Die Kanäle hatten den Zweck als Haupttransportwege für Güter und je nach Breite der an den Grachten liegenden Häuser wurden höhere oder niedrigere Steuern berechnet. Das erklärt, warum die Einwohner sehr schmale, dafür aber hohe und nach hinten ausladende Gebäude errichteten. Die sehenswerten Giebel der Häuser sind mit vorstehenden Balken versehen, über die Güter durch die großen Fenster in das Innere gehievt werden konnten. Über die extrem engen Treppenhäuser wäre das ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. In den folgenden Absätzen gebe ich euch noch weitere Informationen dazu und stelle euch meine weiteren persönlichen Favoriten Amsterdams vor.


Häuserzeile entlang der Grachten in Amsterdam

Grachten als Amsterdams Aushängeschild

Egal ob man nur ein paar Stunden oder einige Tage in Amsterdam verbringt, eine Sache muss man unbedingt gesehen haben: den Grachtengürtel! Nachdem die Wirtschaft florierte und immer mehr Menschen nach Amsterdam strömten, wurde Anfang des 17. Jahrhunderts mit dem Bau des Grachtengürtels begonnen. Dieser setzt sich zusammen aus der Prinsengracht, Keizersgracht, Herengracht und Singelgracht. Eine fünfte Gracht möchte ich extra hervorheben – die Reguliersgracht. Sie kreuzt drei andere Grachten und bietet besonders harmonische Fotomotive. Die Gebäude entlang der Kanäle hatten in der damaligen Zeit die Funktion von Lager- und Kaufhäusern sowie als Wohngebäude für betuchte Menschen. Durch die schmale Bauweise und die verspielten Fassaden wirken die Häuser ohnehin schon wie eine Spielzeuglandschaft, aber es geht auch noch bizarrer: durch den sandigen Untergrund haben sich mit der Zeit einige Mauern etwas gesenkt. Die Fenster sind einfach an die verschobenen Gegebenheiten angepasst, wodurch der Eindruck einer schiefen Häuserwelt entsteht. Mir persönlich gefällt das wirklich extrem gut, sodass Amsterdam in meiner persönlichen Hitliste der schönsten Städte ganz vorne rangiert. 🙂 Ich empfehle euch, sowohl zu Fuß zumindest einen Teil der insgesamt sehr langen Strecke abzugehen, als auch eine Bootsfahrt durch die Kanäle zu machen (EUR 17,-) – diese werden an mehreren Stellen in der Stadt angeboten, sodass man garantiert einmal auf einen Anbieter stößt. Während der einstündigen Grachtenrundfahrt bekommt man neben den berühmten vier Grachten auch andere und das moderne Viertel rund um den Hauptbahnhof zu Gesicht.

Fotospots

Einer meiner Lieblingsorte für ein Erinnerungsfoto ist die Ecke Keizersgracht/Reguliersgracht, da sich dort die Kanäle und Häuser herrlich ergänzen.

 


Beleuchtete Walter-Süskindbrug in Amsterdam

Die Top Spots von Amsterdam

An Museen ist Amsterdam wahrlich nicht arm, für jeden Geschmack gibt es genügend Auswahl. Für die großen Ausstellungen ist es leider so gut wie unmöglich, spontan einen Besuch einplanen zu können – zu lange sind die Warteschlangen. Darum gilt: kauft euch unbedingt schon (lange) vor der Anreise zuhause die Eintrittskarten im Internet! Das gilt vor allem für das Anne-Frank-Museum (Anne Frank Huis, annefrank.org), das Rijksmuseum (rijksmuseum.nl) und das Van Gogh Museum (vangoghmuseum.nl), die ich alle auslassen musste bzw. nur einen kurzen Blick  in den Eingangsbereich werfen konnte. Das Rijksmuseum ist aber auch von außen prachtvoll anzusehen und ein beliebter Treffpunkt für Touristen und Einheimische. Direkt vor dem riesigen Gebäude stehen die „I amsterdam“-Buchstaben, vor denen sich gefühlt wirklich jeder Besucher ablichten lassen möchte. 😉 Wem der Trubel zu viel wird und einmal kurz durchatmen will, sollte in den Vondelpark gehen. Dieser Park glänzt durch schöne Wege mit vielen Wasserflächen und ist auch Lebensraum für Tiere wie den Graureiher, der sich ganz zahm aus der Nähe betrachten lässt. Ich habe es hier sehr genossen, mit einem Kaffee aus dem ’t Blauwe Theehuis (Vondelpark 5) auf einer Bank zu sitzen und einfach die gute Luft aufzusaugen. Wenn es langsam dämmert, bietet sich ein Spaziergang durch das stimmungsvolle Rotlichtviertel an, das nicht nur liebeshungrige Männer anzieht, sondern ein genereller Touristenmagnet ist – neben Bordellen reihen sich hier auch Dutzende Bars und Restaurant aneinander. Im Kanal schwimmen witzigerweise Schwäne, die offensichtlich gut gefüttert werden. Zwei weitere sehenswerte Orte möchte ich euch noch ans Herz legen. Die Magere Brug („Magere Brücke“) ist eine von nur noch wenigen erhaltenen hölzernen Klappbrücken (auch Holländerbrücken genannt) über die Amstel, die typisch für die Niederlande und einfach sehr nett anzusehen sind. Am Abend erstrahlt die Brücke mit 1.200 Glühbirnen, was sensationell wirkt. Optisch sehr ähnlich ist übrigens auch die nur 150 Meter entfernte Walter Süskindbrug. Den zweiten ansehnlichen Ortstipp sehen die meisten Besucher ohnehin automatisch: der Hauptbahnhof (Amsterdam Centraal) ist nicht nur der zentrale Umsteigeknoten zwischen Fern- und Nahverkehr, sondern auch ein architektonischer Prachtbau. Das rote Backsteingebäude im Stil der holländischen Renaissance stammt aus dem Jahr 1889, steht auf 9.000 Holzpfählen und soll durch seine zwei Türme ein Stadttor symbolisieren, durch das man Amsterdam betritt.

Fotospots

Geht man vom Eingang des Hauptbahnhofs geradeaus, stößt man nach wenigen Metern an die Straße Damrak. Dort bietet sich gleich nach der Ankunft in Amsterdam ein erster genialer Blick auf die typischen Häuser der Stadt.

 

ESSEN UND TRINKEN IN AMSTERDAM

In Amsterdam war ich eigentlich nur einmal in einem richtigen Restaurant, und zwar im Agabi Santa Maria (Waterlooplein 361). Dort kann man gut im Freien sitzen und das rege Treiben rundherum beobachten. Aufgetischt werden argentinische Steaks und mexikanische Spezialitäten. Ich habe mich für Spareribs entschieden, die sehr zart und vorzüglich im Geschmack waren (Achtung, keine Beilage). Zu erwähnen ist noch der dauerhaft süßliche Duft, der vom benachbarten Coffeeshop herüberzieht. 😉

Während des Tages ernährt man sich als Besucher am besten spontan, wann immer sich die Chance bietet – und das tut sie ständig. 😉 Unbedingt hungrig sein solltet ihr, wenn ein Besuch des Albert Cuypmarkt (Albert Cuypstraat) am Programm steht. Dort werden an 250 Marktständen alle möglichen und unmöglichen Produkte verkauft, sodass man dort einige Zeit mit Sehen und Staunen hängenbleibt. Kulinarisch interessant sind die typisch niederländischen Stroopwafels. Dabei handelt es sich um zwei dünne Waffeln, die mit Karamellsirup zusammengehalten werden. Auf dem Markt erhält man sie frisch und warm aus dem Waffeleisen oder als Mitbringsel schön verpackt. Etwas deftiger sind die Fischspezialitäten: Roher Hering (Haring) mit gehackten Zwiebeln und Essiggurken, wahlweise mit oder ohne Brötchen schmeckt vorzüglich, ebenso empfehlen kann ich Kibbeling – frittierte Fischstücke mit Sauce und Brötchen.

Zu einem Amsterdam-Urlaub gehört auf jeden Fall auch mindestens einmal das Essen von Pommes Frites (Vlaamse Frites) an einem von zahlreichen Ständen. Sie schmecken außen knusprig und innen zart, einfach perfekt! Zur Auswahl stehen allerlei Saucen, die ich aber nicht probiert habe.

Die vorherrschenden Biere in Amsterdam sind Heineken und Amstel. Es gibt aber Dutzende Kleinstbrauereien, die teils ausgezeichnete Biere brauen und sich einen Besuch verdienen. Eine absolute Empfehlung gibt es von mir für die Brauerei mit dem unausprechlichen Namen Brouwerij ’t IJ (Funenkade 7, Straßenbahn-Station Hoogte Kadijk, Linie 10), die in einer alten Windmühle stationiert ist. Mit diesem Setting schmeckt das Bier gleich nochmals besser. 🙂 Ich habe eine Probierpalette mit fünf kleinen Kostproben genommen, um einen Eindruck des Angebots zu gewinnen. Mein Fazit: am besten gemundet haben die Sorten Plzen und Ijwit.

An manchen Stellen in Amsterdam fühlt man sich fast wie in Paris, wenn man sich auf die kleinen Tische vor einem Lokal setzt, seinen Kaffee oder ein Bier trinkt und dabei die Leute beobachtet.

Abschließend ein Geheimtipp für süße Feinschmecker: Wenn ihr zum Albert Cuypmarkt geht, plant auch die Bäckerei Bakken met Passie (Albert Cuypstraat 53) mit ein! Das Angebot lässt einem sprichwörtlich das Wasser im Mund zusammenlaufen und man möchte am liebsten alles probieren. Durch den Duft frischer Backwaren angetrieben habe ich mich für ein Croissant entschieden, das besser als so manches in Paris war. Beachten müsst ihr, dass man dort nur mit Bankomat- oder Kreditkarte bezahlen kann.

 


Ein Maler in der Westerkerk in Amsterdam

Meine Entdeckungen in der Stadt

Optisch stechen in Amsterdam nicht nur die schmalen und bunten Häuserzeilen hervor, sondern auch zahlreiche andere Gebäude. Auf einige davon empfehle ich euch zumindest einen Blick von außen zu werfen. Das Stadsschouwburg Amsterdam (Stadttheater Amsterdam) auf dem belebten Platz Leidseplein erinnert stark an das Gebäude des Hauptbahnhofs, was auch kein Wunder ist – das Stadttheater wurde ebenfalls im Renaissancestil und mit 1894 nur fünf Jahre später gebaut. Eher zufällig vorbeigekommen bin ich bei einem nächtlichen Streifzug am Rembrandthuis, in dem der berühmte Maler 20 Jahre gelebt hat. Es ist auch ein Museum im Haus untergebracht, falls jemand von euch Interesse daran hat (rembrandthuis.nl). Die Nieuwe Kerk (Neue Kirche) spielt ein große Rolle, da sie die Krönungskirche der niederländischen Monarchen ist. Daneben wird sie heute als große Ausstellungsfläche genutzt, während meines Besuchs im Mai 2017 wurden beispielsweise die ausgezeichneten Fotos des World Press Photo Awards präsentiert. Nicht weit davon entfernt befindet sich auf dem zentralen Platz Dam der Königliche Palast (Paleis op de Dam / Koninklijk Paleis), der von außen betrachtet wirklich mächtig wirkt. Leider habe ich es nicht geschafft, die Innenräume zu besichtigen – das steht dann wohl bei meinem dritten Besuch auf der Liste. 😉 Wenn ihr es besser als ich machen wollt: auf der Webseite paleisamsterdam.nl gibt es Infos zu Besichtigungsmöglichkeiten. Auf dem Platz Nieuwmarkt steht mit De Waag (Die Waage) ein sehr altes und gut erhaltenes Bauwerk. Errichtet wurde es im 15. Jahrhundert als Stadttor, über die Jahre hinaus wurde das schlossähnliche Gebäude dann als Stadtwaage, Feuerwache, Museum und für andere Zwecke genutzt – heute ist im Inneren das Restaurant Café in de Waag zu finden. Ebenfalls historisch wichtig ist der Begijnhof (Beginenhof), einer der bekanntesten Höfe Amsterdams. Er stammt aus dem 14. Jahrhundert, auch wenn die Hausfassaden im Hof im 17. und 18. Jahrhundert ersetzt wurden. Ich fand den Ort angenehm ruhig und ideal zum Ansehen sowie kurz Entspannen. Amsterdam ist natürlich nicht nur für seine besondere Architektur bekannt, sondern auch als Heimat der Biermarke Heineken. Passend dazu gibt es mit der Heineken Experience eine Erlebniswelt, in der man die Geschichte der Brauerei mit multimedialen Elementen und spannend aufbereitet erleben kann. Selbstverständlich steht auch eine Bierverkostung an – und soll ich euch etwas verraten? Mir hat vor Ort ein frisch gezapftes Heineken sogar geschmeckt, obwohl ich kein Freund dieses Biers bin. 😉 Wie bei den Museen gilt leider auch hier: unbedingt vorab Tickets auf der Seite heineken.com kaufen oder aber vor Ort unendlich lang anstehen und verdursten. 😀 Abschließend noch ein Hinweis für Sportfreunde. Wenn ihr die Chance habt, ein Heimspiel des Fußballclubs Ajax Amsterdam zu besuchen, dann schlagt zu! Während meiner Besuche waren leider nie Heimspiele, aber ich habe das Stadion Amsterdam ArenA zumindest schon zweimal von innen bestaunt. Für eine Stadiontour kauft ihr euch auf der Webseite amsterdamarena.nl um EUR 14,50 Tickets und genießt dann die Atmosphäre in diesem grandiosen Stadion (auch wenn es leer ist). Außerdem konnte ich im Mai 2017 mit 40.000 begeisterten Musikfans beim Konzert der niederländischen DJ-Legende Armin van Buuren live dabei sein.

Fotospots

 


Aussichtspunkt in Amsterdam

Amsterdam von oben entdecken

Die Innenstadt von Amsterdam ist sehr flach gebaut mit nur wenigen Gebäuden, die aus der Masse hervorstechen und in die Höhe ragen. Dennoch zahlt es sich aus, einmal einen Blick von oben auf die Stadt zu werfen. Dazu stelle ich euch zwei Möglichkeiten vor, die unterschiedliche Ansichten erlauben. Gleich neben dem Hauptbahnhof befindet sich das Hotel DoubleTree by Hilton Amsterdam Centraal Station (Oosterdoksstraat 4), in dem ihr einfach in den 11. Stock fahrt und dort die Dachterrasse betretet. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich hier sehr viele Menschen tummeln, aber die Sicht auf die Stadt ist trotzdem problemlos möglich und wird nur an einer Stelle durch einen Fensterputzwagen beeinträchtigt. Übrigens: wenn ihr einen Kaffee trinken wollt, lasst euch nicht vom Preis abschrecken. Um 7,50 Euro erhält man nämlich einen beliebigen Kaffee mit der Option auf einen zweiten (einfach einen „Refill“ bestellen). Aus fotografischer Sicht bekommt man von der Terrasse eine ausgezeichnete Stadtansicht mit der schönen Kirche Sint-Nicolaaskerk im Vordergrund. Was man nicht so gut festhalten oder aus der Nähe ansehen kann, sind Detailaufnahmen der Häuser. Diese Möglichkeit gibt es aber in der Kirche Westerkerk (Prinsengracht 279) unmittelbar neben dem Anne-Frank-Haus. Während die Kirche selbst das ganze Jahr über besichtigt werden kann, ist der Kirchturm Westertoren nur von April bis Oktober für Besucher geöffnet. Jede halbe Stunde wird wenigen Personen der Zutritt auf den Turm mit einem Führer gestattet. Am besten kommt ihr in der Früh hin und versucht Karten für einen bestimmten Zeitpunkt zu bekommen (EUR 8,-). Der Aufwand lohnt sich, denn die Sicht ist phänomenal und die schmalen Häuserzeilen entlang des Grachtengürtels lassen sich genau von oben studieren.

Fotospots

 

ALLGEMEINE TIPPS

Der Transfer vom Flughafen in die Stadt geht sehr schnell: in der Ankunftshalle kauft ihr euch an einem der zahlreichen gelben Ticketautomaten einen Fahrschein zum Hauptbahnhof Amsterdam Centraal (EUR 5,20 inkl. Aufschlag). Dann nehmt ihr einfach den nächstbesten Zug Richtung Amsterdam und seid in 15 Minuten in der Stadt. Beachtet dabei eine (nervige) Besonderheit, siehe nächster Punkt.

Am Hauptbahnhof Amsterdam Centraal angekommen könnt ihr gleich an den Automaten Tagestickets für die öffentlichen Verkehrsmittel kaufen. Ich habe mir jeweils ein 3-Tagesticket um EUR 17,- genommen, das ich auch sehr intensiv nutzen konnte. In den Fotos unten seht ihr, welche Buttons gedrückt werden müssen, um zum gewünschten Produkt zu gelangen – damit will ich euch eine längere Suche wie mir ersparen. 😉 Einen Linienplan zum Ausdrucken findet ihr auf der Webseite gvb.nl („Rail map“). Achtung! In Amsterdam herrscht ein meiner Ansicht nach seltsames System, wenn es um Fahrscheine geht. Ihr müsst bei jeder Fahrt (Zug, U-Bahn, Straßenbahn, Bus) euer Ticket (egal welcher Art) zu Fahrtbeginn einchecken und am Fahrtende auschecken. Welchen Sinn das Auschecken hat, konnte ich mir einfach nicht erklären. Wenn das jemand von euch weiß, bitte in die Kommentare schreiben! Zur Beruhigung: ich habe das Auschecken zweimal vergessen und konnte mein Ticket dennoch bei der nächsten Fahrt wieder ganz normal einchecken.

Als Fußgänger muss man in Amsterdam wahnsinnig aufpassen! Die zahlreichen Radfahrer kennen kein Pardon und bremsen nur im absoluten Notfall. Nicht nur einmal habe ich Situationen erlebt, wo ein Zusammenstoß nur mit Glück vermieden wurde. Haltet euch am besten von den Radwegen fern und vergewissert euch wirklich bei JEDER Kreuzung, ob kein Radfahrer kommt – auch wenn ihr eine grüne Ampel habt!

Amsterdam ist für seine Coffeeshops bekannt, wo man legal Cannabis konsumieren darf. Achtet darauf, dass das Rauchen eines Joints in der Öffentlichkeit verboten ist und dass in den Coffeeshops selbst aus verständlichen Gründen keine Zigaretten erlaubt sind.

Freunde des Käses kommen in der Stadt garantiert auf ihre Kosten. Ich selbst bin zwar kein großer Käsefan, aber mir sind genügend Shops mit einer riesigen Auswahl untergekommen. Das Selbe gilt für Souvenirs wie etwa „Klompen“, die traditionellen Holzschuhe.

Spaziert ihr bei Schönwetter entlang des Grachtengürtels, werdet ihr vor den Häusern immer wieder auf Hunde und sogar Katzen stoßen. Diese streunen nicht umher, sondern werden von den Besitzern frei gehalten.

Wer für den Garten daheim gerne Blumensamen oder -zwiebel mitnehmen möchte, sucht am besten den schwimmenden Bloemenmarkt (Singel zwischen Koningsplein und Muntplein) auf.

Abends etwas trinken zu gehen gestaltet sich in Amsterdam wirklich leicht. Auf nahezu jedem größeren Platz sind eine Vielzahl an Restaurants und Bars versammelt. Als Beispiel seien hier nur die Plätze Leidseplein, Rembrandtplein und alles rund um das Rotlichtviertel genannt.

 

FAZIT

Zweimal war ich in Amsterdam und ich möchte sofort wieder ein drittes Mal hin. Die Stadt hat mich von Anfang an mit ihren schmalen, schiefen und bunten Häusern in den Bann gezogen. Das Entlangflanieren am Grachtengürtel ist Balsam für die Seele und man fühlt sich wie in einer Spielzeugwelt. Auch abseits der Häuserzeilen bietet Amsterdam ein unglaublich dichtes Programm an Kultur und Unterhaltung. Kulinarisch kommt man mit den zahlreichen Spezialitäten auf jeden Fall auf seine Kosten, probiert diese auch unbedingt auf dem Albert Cuypmarkt aus. Wie war euer Aufenthalt in Amsterdam? Ich freue mich über weitere Anregungen per Kommentar! 🙂

 

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