¡Valencia! Barcelona war gestern

Plaza de la Virgen in Valencia

Wenn es um die erstmalige Reise nach Spanien geht, steht für viele Urlauber wohl Barcelona an oberster Stelle. Die Metropole ist die mit Abstand meistbesuchte Stadt und quellt in der Hochsaison vor Menschenmassen geradezu über. Wer fast dasselbe Angebot genießen möchte, dabei aber mehr Ruhe bevorzugt, ist im rund 350 Kilometer entfernten Valencia bestens aufgehoben.

Valencia

FAKTEN

Reisezeit: Anfang März 2012 (3 Tage, 2 Nächte)
Anreise: Mit flyniki von Flughafen Wien-Schwechat nach Aeroport de València (2:20 h). Anmerkung: Zum Erscheinungszeitpunkt dieses Artikels (Sommer 2017) gibt es zwischen Wien und Valencia keine direkte Flugverbindung mehr.
Unterkunft: Hotel Conqueridor **** (Calle Cervantes 9-11, zentrale Lage unweit der Metro-Station Pl. Espanya, schöne Zimmer, große angenehme Betten, Marmorbad, Frühstück nicht gebucht, gratis WLAN)

Valencia hatte ich lange Zeit nicht auf meinem Urlaubsradar. Als ich dann aber im Internet auf Fotos des modernen Komplexes Ciutat de les Arts i les Ciències (Stadt der Künste und der Wissenschaften) des spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava stieß, war für mich schnell klar: ich MUSS nach Valencia! Meine weitere Recherche, was es denn in der spanischen Küstenstadt neben der außergewöhnlichen Architektur noch zu entdecken gibt, machte mein Verlangen nach einem Besuch nur noch stärker. Ich war zuvor bereits zweimal in Barcelona und kenne die wichtigsten Orte und Sehenswürdigkeiten – Valencia bietet ein sehr ähnliches Angebot, nur eben kleiner, ruhiger und angenehmer. In diesem Beitrag möchte ich euch die Höhepunkte der Stadt vorstellen und euch überzeugen, dass es nicht immer Barcelona sein muss.


Die Altstadt von Valencia

Valencias zauberhafte Innenstadt

Historische Orte, magische Momente

Wenn man zuvor in Barcelona war und die dortige Altstadt genossen hat, wird man im Vergleich dazu die Innenstadt Valencias geradezu lieben. Prachtvolle Gebäude – vielfach im Gründerzeit- und Jugendstil – säumen die Gassen und machen ein schnelles Vorankommen unmöglich. Immer wieder muss man einfach stehenbleiben und die ausgeschmückten Fassaden aus der Nähe bewundern. Ein besonders schönes Beispiel dafür ist der Palacio del Marques de Dos Aguas, in dem das Keramikmuseum untergebracht ist. Aus Zeitgründen habe ich das Museum leider nicht besuchen können, aber das unglaublich verspielte Haupttor zumindest im Vorbeigehen anzusehen ist ein unbedingtes Muss! Nicht weit davon entfernt liegt der Plaça de la Reina, auf dem sich viele Restaurants und Bars sowie die markante Kathedrale von Valencia (Catedral de Santa María de Valencia, Eintritt EUR 3,-) befinden. Ihr Inneres wirkt mächtig, aber von der Ausschmückung bescheiden. Spannender empfand ich den nebenan liegenden achteckigen Glockenturm El Micalet, auf den man aufsteigen kann (EUR 2,-). Nach 207 Stufen bekommt man auf der flachen Spitze des Turms aus dem 13. Jahrhundert eine fantastische Aussicht serviert.

Weitaus pompöser als die Kathedrale präsentiert sich die nur einige Schritte entfernte Basílica de la Mare de Déu dels Desemparats, die zwar recht klein erscheint, dafür innen mit fast schon zu viel Glanz auf einen wirkt. Der Platz vor der Kirche, Plaza de la Virgen, lädt zum Verweilen ein – besonders der Brunnen hat es mir angetan, da er mit der Basilika und der Kathedrale im Hintergrund ein tolles Fotomotiv abgibt. Zwei weitere Fixpunkte in der Altstadt von Valencia will ich euch nicht vorenthalten. Die Seidenbörse (Lonja de la Seda) wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut, um den durch den Seidenhandel erzielten Reichtum zu demonstrieren. Die Säulenhalle ist das Highlight und erinnert an eine Kirche. Gleich daneben wurde ein Hofgarten (Patio) mit Orangen- und Zitronenbäumen angelegt, in dem es sich herrlich entspannen lässt. Ebenfalls sehenswert: der Saal Sala Consulado del Mar mit seiner vergoldeten Decke – dort wurden damals alle Streitfragen zum Seehandel geklärt. Verlässt man die Seidenbörse, steht man gegenüber auch schon vor der Jugenstilfassade der Markthalle Mercado Central, in der es von geschäftstüchtigen Kaufleuten und Käufern nur so wimmelt. Hier kommt man besser mit Hungergefühl her, denn das Angebot lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen!

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Weitere sehenswerte Plätze in Valencia

Während eines Rundgangs durch die Altstadt stößt man fast automatisch auch noch auf viele weitere interessante Gebäude und Plätze. Empfehlen möchte ich euch den Plaça de l’Ajuntament, auf dem das von der Fassade her schlossartig wirkende Rathaus (Ayuntamiento de Valencia) steht und wo man sich in der Hitze vom gegenüber liegenden Springbrunnen ansprühen und abkühlen lassen kann. Nur wenige Gassen weiter zahlt sich der Blick auf das unter Denkmalschutz stehende Jugendstilgebäude des Hauptbahnhofs (Estació del Nord) aus. Interessant ist dabei der Umstand, dass der Bahnhof entgegen seines Namens im Süden der Stadt liegt. Ein riesiges Bauwerk neben dem Bahnhof habe ich übrigens ignoriert. Die Stierkampfarena mag zwar schön anzusehen sein, dem Zweck kann ich aber absolut nichts abgewinnen – ganz im Gegenteil, ich verabscheue diesen „Sport“ geradezu. Um wieder zu positiven Gedanken zu kommen, wechsle ich den Ort zu den Türmen Torres de Quart, die Teil der alten Stadtmauer waren. Heute kann man die Türme für EUR 2,- besteigen und die Aussicht genießen. Den Aufstieg empfehle ich übrigens auch dann, wenn ihr schon auf dem Glockenturm El Micalet neben der Kathedrale gewesen seid – der Ausblick ist doch ganz anders und wirklich sehenswert! Um gleich bei historischen Türmen zu bleiben: mit den Torres de Serranos gibt es im Norden der Altstadt noch einen weiteren erhaltenen Festungsbau der alten Stadtmauer. Diesen kann man zwar nicht erklimmen, aber der Blick auf das „Monster aus Stein“ ist schon sehr imposant.

Einen Tipp gebe ich euch, wenn das Wetter wirklich heiß und schön ist. Fahrt doch mit der Straßenbahnlinie 8 zur Endstation Marina Reial Joan Carles I, seht euch dort im Hafen um und geht von dort entlang des Strandes spazieren. Ihr könnt dort nicht nur das Meer genießen, sondern auch in einem der zahlreichen Strandrestaurants sehr gut essen (siehe meine Tipps am Ende des Beitrags). Abschließend noch jeweils spannende Orte für Fußballfans und Freunde der modernen Architektur. Das 55.000 Zuschauer fassende Estadio Mestalla aus dem Jahr 1923 wirkt vielleicht schon etwas abgenutzt, aber seine Wirkung verfehlen die extrem steil aufsteigenden Tribünen inmitten der Stadt nicht. Ich habe eine Stadiontour um EUR 10,60 gemacht und jede Sekunde in der beeindruckenden Arena genossen (Anmerkung: mittlerweile ist die Bestuhlung des Stadions in den Farben des ansässigen Clubs Valencia CF gehalten). Alle Infos zur Anreise und Tour-Zeiten findet ihr auf der Seite valenciacf.com. Wenn ihr mit der grünen Metro-Linie 5 zum Stadion fährt, könntet ihr einen Zwischenstopp in der U-Bahn-Station Alameda einlegen. Diese ist vom spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen worden und besticht durch symmetrische, klare Formen und viel natürlichem Licht. Für mich als Architekturfan war dieser Punkt etwas Besonderes, anderen wird diese Thematik naturgemäß vollkommen egal sein. 😉

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Ciutat de les Arts i les Ciències (Stadt der Künste und der Wissenschaften) in Valencia

Die Stadt der Künste und Wissenschaften

Kommen wir nun zum Teil Valencias, der überhaupt der Grund für mein Verlangen nach einem Besuch war. Die Stadt der Künste und Wissenschaften (Ciutat de les Arts i les Ciències) ist ein riesiger kultureller sowie naturwissenschaftlicher Gebäudekomplex und besteht aus mehreren imposanten Bauwerken, die allesamt architektonische Meisterwerke sind. Geplant wurden sie bis auf ein Gebäude allesamt vom Stararchitekten Santiago Calatrava, der in Valencia studierte und somit an seiner Lernstätte sein Können unter Beweis stellen konnte. Der Komplex wurde 1998 teilweise eröffnet und befindet sich im trockengelegten Flussbett des Turia, der in den Jahrzehnten davor immer wieder für Überschwemmungen in der Altstadt sorgte und schließlich umgeleitet wurde. Von der Innenstadt aus fahren die Buslinien 1, 13, 14,15, 19, 35, 95 und 40 zu mehreren Punkten entlang des Komplexes – am besten steigt man aus, wenn man die gigantischen Gebäude vor sich entdeckt. 😉 Ich war übrigens gleich dreimal für jeweils mehrere Stunden vor Ort, um alles zu besichtigen und zusätzlich auch Aufnahmen während der Dämmerung zu erstellen – eine Sache, die ich jedem Fotografen ganz stark ans Herz lege! Im Folgenden seht ihr einige allgemeine Aufnahmen des Komplexes, danach stelle ich euch die einzelnen Gebäude und ihre Funktion vor.

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Palau de les Arts Reina Sofía

Opernhäuser stechen oftmals durch ihre alte historische Architektur hervor – nicht so das Opernhaus von Valencia, Palau de les Arts Reina Sofía! Selten habe ich ein derart futuristisches Bauwerk gesehen, das von außen an ein riesiges geschwungenes Raumschiff erinnert. Das Gebäude nimmt sagenhafte 37.000 m² Fläche ein, ist damit das größte Opernhaus Europas und bietet im Inneren vier Säle für insgesamt rund 4.000 Zuschauer. Wenn ihr Zeit habt, solltet ihr an einer Führung teilnehmen, welche von Montag bis Sonntag zwischen 10.30h und 14.30h sowie zusätzlich von Montag bis Samstag zwischen 15.30h und 18.30h stattfinden (EUR 10,60). Wann eine Tour genau beginnt habe ich nicht durchschaut – geht am besten gleich zu Beginn zum Ticketschalter und erkundigt euch nach der nächsten freien Führung. Es zahlt sich auf jeden Fall aus, denn das Opernhaus ist auch von innen eine wahre Pracht! Mehr Infos zu den Führungen gibt es auf der Seite lesarts.com.

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L’Hemisfèric

Das Gebäude L’Hemisfèric beherbergt ein Planetarium und das IMAX-3D-Kino. Es ist das erste Bauwerk des gesamten Komplexes und wurde 1998 eröffnet. Die architektonische Form ist einem Auge nachempfunden, was vor allem in der Dunkelheit ersichtlich wird, wenn man an der Längsseite des Gebäudes steht und die Spiegelung im Teich betrachtet, der rundherum angelegt ist. Eine Filmvorführung mit 3D-Brille auf der 900 Meter langen konkaven Leinwand ist fast Pflicht, das Programm und die Spielzeiten findet ihr auf der Seite cac.es (ein Ticket kostet EUR 8,80).

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Museu de les Ciències Príncipe Felip

Im Bauwerk Museu de les Ciències Príncipe Felip ist ein Wissenschaftsmuseum mit interaktiven Ausstellungen untergebracht, der Eintritt kostet EUR 8,-. Ich habe auf den Besuch aus Zeitgründen verzichtet, da das Gebäude wirklich riesig ist und mit Sicherheit eine Menge Zeit verschlingt. Alle Infos zum Museum gibt es auf der Seite cac.es. Das Erdgeschoss ist dennoch für die Öffentlichkeit frei zugänglich (falls ihr dringend ein WC sucht!) und ermöglicht auch schon tolle Blicke auf die Architektur. Entlang der Außenfassade macht es auch Spaß, sich einfach hinzusetzen und all die Formen auf sich wirken zu lassen.

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L’Àgora

Das Gebäude L’Àgora ist das 2009 zuletzt fertiggestellte des gesamten Komplexes und auch das einzige, das ausschließlich im Rahmen von Veranstaltungen besichtigt werden kann. Im Inneren werden diverse Events wie beispielsweise das Tennisturnier Valencia Open, Kongresse und Ausstellungen durchgeführt. Von der Form her sieht es aus wie ein überdimensionaler Helm.

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Oceanogràfic

Für mich persönlich das imposanteste und interessanteste Bauwerk liegt am Ende der Stadt der Künste und Wissenschaften. Das Oceanogràfic ist das einzige Gebäude, das nicht von Santiago Calatrava, sondern vom Architekten Félix Candela geplant wurde. Es handelt sich um das größte Aquarium Europas und ist wahrhaftig in allen Belangen sensationell! Hier alleine habe ich über vier Stunden Zeit verbracht, ohne dass mir langweilig wurde. Neben den Tausenden Fischen gilt es noch faszinierende Tierarten wie Weißwale, Haie, Walrosse, Seelöwen, Robben und Pinguine zu erleben. Im Delfinarium findet jeden Tag eine Delfin-Show statt, die ich auch bedingungslos empfehlen kann. Das dortige Becken fasst unglaubliche 24 Millionen Liter Wasser und ist über zehn Meter tief! Aus fotografischer Sicht zahlt sich ein Rundgang im Gelände aus, da sich das Hauptgebäude wieder in künstlichen Teichen spiegelt und zusätzlich Schwäne für tolle Fotomotive sorgen. Der Eintritt ist mit EUR 29,10 zwar sehr happig, aber es handelt sich beim Oceanogràfic um einen echten Höhepunkt Valencias. Wenn ihr auch andere Gebäude der Stadt der Künste und Wissenschaften besichtigen wollt, dann seht euch zum Geldsparen die Kombitickets auf der Seite oceanografic.org an.

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L’Umbracle und Pont de l’Assut de l’Or

Die letzten beiden Bauwerke der Stadt der Künste und Wissenschaften sind schnell erwähnt. Bei L’Umbracle handelt es sich um ein überdimensionales Eingangsportal mit weißen, offenen Bögen. Dazwischen verläuft ein Weg zwischen Palmen und anderen Pflanzen – einmal kurz durchlaufen sollte man auf jeden Fall! 😉 Die Brücke Pont de l’Assut de l’Or erinnert an eine gigantische Harfe und kommt auf Fotos vor allem in Verbindung mit anderen Bauwerken oder alleine in der Abendsonne zur Geltung.

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Gorilla im Bioparc von Valencia

Bioparc: Tier und Mensch auf einer Ebene

Tiergärten habe ich in den letzten Jahren schon viele gesehen, es ist für mich fast schon ein Fixpunkt in fremden Städten geworden. Wirklich schlimme Erlebnisse musste ich dabei zum Glück nie erleben, aber nur wenige Zooanlagen konnten mich tatsächlich vollends überzeugen. Der Tiergarten Bioparc in Valencia ist dabei die große positive Ausnahme: erst seit 2008 in Betrieb, empfinde ich ihn als einen der besten und tierfreundlichsten Tiergärten, die ich je persönlich erlebt habe. Das Besondere ist der Umstand, dass bewusst darauf geachtet wurde, dass zwischen den Tieren und den Besuchern keine störend sichtbaren Barrieren vorhanden sind. Man hat also das Gefühl, direkt im Gehege zu stehen, ohne Gefahr zu empfinden. Beispielsweise lässt es sich in einem der Restaurants im Zoo (halbwegs) gut speisen, während man fast direkt in Kontakt mit den angrenzend lebenden Giraffen steht – so nahe war ich diesen imposanten Tieren noch nie. Besonders beeindruckend habe ich weiters die Gorillas und Nilpferde empfunden. Plant auf jeden Fall zumindest drei Stunden für einen Aufenthalt im Bioparc ein, bereuen werdet ihr es sicher nicht! Der Eintrittspreis ist mit EUR 23,80 dem Gebotenen entsprechend hoch, aber es zahlt sich wirklich aus. Zum Tierpark gelangt ihr am besten über einen rund zehnminütigen Fußmarsch von der Station Nou d’Octubre (Metro-Linien 3 und 5). Alle weiteren Infos zum Bioparc gibt es auf deren Webseite bioparcvalencia.es.

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ALLGEMEINE TIPPS

Vom Flughafen Valencia könnt ihr mit den beiden Metro-Linien 3 und 5 schnell in die Innenstadt gelangen. Das Ticket kostet EUR 4,90 inklusive Ticketkarte, auf die ihr weitere Fahrkarten aufladen könnt. Ich habe für meinen dreitägigen Aufenthalt nach der Ankunft in der Innenstadt das Ticket T3 um EUR 9,70 (für drei Tage, alternativ T1 für einen Tag um EUR 4,- bzw. T2 für zwei Tage um EUR 6,70) gekauft, mit dem auch die Busse und Straßenbahnen inkludiert sind. Einen Plan für die Metro und Straßenbahn gibt es auf der Seite metrovalencia.es zum Download (oben im weißen Kasten unter General docs „Network map“ auswählen), einen Busplan gibt es direkt unter dem Link emtvalencia.es (PDF-Datei).

Valencia ist berühmt für das spanische Frühlingsfest Fallas, bei dem jährlich von 15. bis 19. März riesige Skulpturen aus Pappe am letzten Tag des Festes feierlich angezündet werden. Ich habe das Spektakel leider um zwei Wochen verpasst, dennoch konnte ich zumindest einen mir unbekannten Straßenumzug bewundern (siehe Fotos). Wenn jemand von euch weiß, was es damit auf sich hat, bitte in den Kommentaren erwähnen!

Von der kulinarischen Seite müsst ihr in Valencia selbstverständlich mindestens einmal eine ordentliche Pfanne Paella essen, immerhin handelt es sich um die Herkunftsstadt dieser schmackhaften Reisspeise! Ich habe sie am Hafen im Restaurant El Coso (Paseo Neptuno 12) mit Huhn und Meeresfrüchten probiert und kann euch das Lokal nur weiterempfehlen – wobei sich dort ein Restaurant an das nächste reiht und alle sehr verlockend ausgesehen haben. Dazu bestellt ihr euch am besten einen Liter Sangria und die Welt sieht gleich viel besser aus. 😉 Wer lieber Tapas probiert, findet direkt in der Innenstadt im Lokal La Taberna de La Reina (Plaça de la Reina 1) sein Glück. Als süße Nachspeise bieten Händler an sehr vielen Ecken die berühmten Churros con Chocolate an. Die Einheimischen dürften auf dieses Gebäck mit Schokolade wirklich stehen, so sehr waren die Stände belagert. Mir persönlich waren sie geschmacklich allerdings zu heftig, was Fett und Zucker anbelangt.

 

FAZIT

Valencia hat mir auf Anhieb so viel besser als Barcelona gefallen, dass ich selbst schon überrascht war. Die Innenstadt ist überschaubar, aber dennoch gespickt mit sehenswerten Plätzen und historischen Gebäuden. Besonders beeindruckend empfinde ich die Mischung aus alter und ultramoderner Architektur, wie sie in der Stadt der Künste und Wissenschaften vorzufinden ist. Auch der Tiergarten stellt sich als einer der besten heraus, die ich jemals erlebt habe. Wenn man schlussendlich auch noch bedenkt, dass Valencia wie Barcelona einen großen Stadtstrand aufweisen kann, insgesamt aber die deutlich ruhigere und weniger überlaufene Stadt ist, spricht alles für einen Besuch dieses großartigen Ortes!

 

2 Kommentare

  1. Von Spanien kenne ich bisher nur Barcelona, dass mir ehrlich gesagt nicht so gefallen hat. Im Herbst geht es dann nach Madrid und danach kommt definitiv Valencia auf die Liste! Deine Fotos laden wirklich zum Träumen ein 🙂

  2. Sehr schöner und vor allem auch detaillierter Bericht mit tollen Bildern. Die Stadt kommt jetzt unbedingt auch auf meine to-do Liste.

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