Die Entstehung meines Reiseblogs

Aufmacherbild meines Blogs

Kaum zu glauben, aber dieser Beitrag ist ein Grund zum Feiern! Seit einem Jahr blogge ich jede Woche einmal über meine besuchten Reiseziele in der Welt und meine Heimatstadt Wien. Im Jubiläumsartikel dazu gebe ich euch Einblicke hinter die Kulissen. Wie erstellt man einen Blog? Wie kommt man auf die Idee, was steht zwischen der Planung und Umsetzung, woher nimmt man die wöchentliche Motivation? Wenn ihr selbst überlegt, einen Blog zu starten, dann ist dieser Beitrag genau richtig für euch!

Reiseblog fern & nah

FAKTEN

Content Management System: WordPress
Designvorlage (Theme): Activello von Colorlib
Umsetzung und Testphase: 51 Tage
Erster Beitrag:
14. September 2016 (Hitzige Tage in Budapest)
Statistik 2016 (14. September – 31. Dezember):
21 Artikel, 633 Besucher, 1.251 Seitenaufrufe
Vlg. Statistik 2017 (01. Jänner – 18. September):
36 Artikel, 4.507 Besucher, 7.537 Seitenaufrufe
Meistgelesener Artikel:
10 Dinge, die man in Bratislava sehen muss (965 Aufrufe, Stand 18. September 2017)

Ein Jahr lang bloggen ist viel Arbeit, keine Frage. Aber Arbeit ist nicht immer mühsam, ganz im Gegenteil. Ich schreibe mit viel Motivation an meinen Beiträgen und freue mich jede Woche, euch mit Reiseberichten, Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, persönlichen Tipps und Hinweisen zu den besten Fotospots zu versorgen. Was alles dahinter steckt, beantworte ich euch mit folgenden Fragen und Antworten.

Screenshot des Aufmachers des Reiseblogs fern und nah

Warum habe ich diesen Blog gegründet?

Es gibt gleich mehrere Gründe, warum ich diesen Reiseblog ins Leben gerufen habe. Der wichtigste ist sicherlich, dass ich von meinen zahlreichen Touren in der Welt eine bleibende Erinnerung für mich selbst schaffen wollte – quasi eine Art Tagebuch. Außerdem entstehen auf den Reisen jedes Mal große Mengen an Fotos, die dann auf der Festplatte vor sich hinschlummern. Als ambitionierter Fotograf möchte man aber natürlich gerne, dass die Bilder von möglichst vielen Menschen gesehen werden. Dieser Punkt war mir ein großes Anliegen, da ich mich selbst von den Bildern anderer Fotografen dazu verleiten lasse, einen neuen Ort zu besuchen.

Ich wollte auch auf jeden Fall Artikel schreiben, die den Leser weiterbringen – sei es durch Inspiration, Insidertipps oder etwa Fragen zum Orientieren in einer fremden Stadt. Nachdem ich mich selbst vor dem Besuch einer Stadt auf diversen Reiseblogs informiere, ist es für mich selbstverständlich, meine eigenen Erfahrungen ebenfalls mit anderen zu teilen. Der letzte Grund ist ebenfalls nicht unwichtig: ich schreibe sehr gerne, was die Sache mit dem regelmäßigen Erstellen von Beiträgen etwas leichter macht. 😉

Zusammenfassung

Ich schreibe gerne

Ich wollte eine Art Reisetagebuch für mich selbst

Ich wollte meine zahlreichen Fotos öffentlich zeigen

Ich wollte anderen Reisebloggern etwas zurückgeben, da ich selbst schon von ihren Insiderinfos profitiert habe

 

Screenshot eines Ordners mit meinen Fotos
Ein kleiner Ausschnitt aus einem meiner zahlreichen Ordner mit Tausenden Fotos. Die besten und interessantesten davon schaffen es in meinen Blog und müssen nicht mehr in der elektronischen Dunkelheit der Festplatte vor sich hinschlummern. 😉

Warum habe ich erst 2017 begonnen?

Die Idee, einen Reiseblog zu starten, brodelte in mir schon sehr viele Jahre. Es war geradezu ein inneres Verlangen, das mir öfters schlaflose Nächte bereitet hat. Man hat die Idee, man hat die Vision, man sieht ein nebulöses Design vor sich – aber man beginnt nicht mit der Umsetzung. Es war wohl immer die Stimme der Vernunft, die mich abgehalten hat, denn es gibt zwei wichtige Umstände zu bedenken.

Erstens wollte ich keinesfalls den Blog anfangen, ohne ein exaktes Konzept ausgearbeitet zu haben. Zweitens sollen auf einem Blog in regelmäßigen Abständen neue Beiträge veröffentlicht werden, was wiederum die Frage aufwirft: Habe ich genügend Content zur Verfügung, um über eine lange Zeitdauer Artikel schreiben zu können? Durch meine intensive Reiselust seit 2007 konnte ich diesen Punkt schon einmal mit Ja beantworten.

Die wichtigste Sache an dem ganzen Projekt ist mir aber, Spaß an der Erstellung zu haben und den Blog nicht als lästige Verpflichtung zu sehen. Ich denke, dass an diesem Umstand viele Blogger nach einiger Zeit scheitern und schließlich keine neuen Beiträge mehr schreiben.

Zusammenfassung

Ein Thema suchen, über das man viel zu erzählen hat

Sich vorher gut überlegen, ob man auf lange Sicht regelmäßig darüber schreiben kann

 

Fotograf Christian Öser erstellt eine Aufnahme in Prag
Auf meinen Reisen ist es mir immer ein großes Anliegen, sehenswerte Fotos in hoher Qualität zu erstellen, die meine Blogbeiträge ausschmücken und Eindrücke von Städten und Orten dieser Welt sichtbar sowie spürbar machen.

Was war der Auslöser für den Blog?

Drei Umstände haben den zündenden Funken ausgelöst und mich dazu getrieben, es mit dem Bloggen nun ernst werden zu lassen. Während meines zweiwöchigen Aufenthalts in Frankreich anlässlich der Fußballeuropameisterschaft 2016 habe ich auf Facebook täglich einen Kurzbericht geliefert. In diesen habe ich in knackiger Form die Highlights des Tages beschrieben und einige Handyfotos dazu online gestellt. Das Feedback war enorm, was ich von Facebook gar nicht gewöhnt war. Das liegt sicherlich daran, dass mein Facebook-Freundeskreis eine gute Mischung aus Fußballfans und reiseinteressierten Menschen darstellt, die mit meinen Berichten beide als ideale Zielgruppe angesehen werden konnten.

Jedenfalls hat eine Umfrage nach der Rückkehr von der EURO 2016 ergeben, dass sehr viele Leute an Reiseberichten von mir Interesse hätten. Angespornt davon habe ich zahlreiche Reiseblogs angesehen und gelesen, um Anregungen für meine eigene Seite zu finden. Ich war auf der Suche nach einem zu mir passenden einfachen Design und nach Inhalten, die nicht auf jedem Blog zu finden sind – schließlich soll ein Blog ja auch Neues für den Leser liefern. Eine Webpräsenz hat es mir dabei ganz besonders angetan, hat sie doch so gut wie alles vereint, was ich gesucht habe. Der Reiseblog TRAVELITA von Anita Brechbühl sieht vom Design fantastisch aus, bietet viel nützlichen Content und punktet mit großen und qualitativ starken Bildern – genau mein Geschmack!

Durch diese Inspiration war ich geistig auf dem richtigen Weg und wusste nach Jahren endlich, wie meine Seite ungefähr aufgebaut sein soll. Erst wenn man weiß, was man will, kann man schauen, wie man es erreicht. Im Sommer 2016 erzählte ich meiner Freundin während unseres Städteurlaubs in Budapest von den Entdeckungen der letzten Tage. Gemeinsam haben wir dann Brainstorming betrieben und ein Rohkonzept für meinen Blog kreiert. Von diesem Zeitpunkt an ging alles recht schnell und nach knapp zwei Monaten Einrichtung sowie Testphase erblickte fern & nah das Licht der Internetwelt. Den Namen habe ich übrigens so ausgewählt: zuerst erstellte ich eine Liste mit allen möglichen Bezeichnungen, die mir gefallen. Danach überprüfte ich im Internet, ob diese Namen bereits von anderen Bloggern benutzt wurden. Schlussendlich gefiel mir „nah & fern“ am besten, doch dieser Titel war bereits vergeben. Die umgedrehte Form allerdings nicht – und so war fern & nah beschlossene Sache.

Zusammenfassung

Nach Möglichkeit eine Art Testblog probieren, z.B. über Social Media

Inspiration suchen und sich überlegen, was einem gefällt und was nicht

Auf einem Stück Papier seine Ideen skizzieren und schrittweise weiter ausarbeiten

 

Screenshot meiner Facebook-Zeitleiste
Links seht ihr einen Screenshot meiner Facebook-Zeitleiste von 20. Juni 2016. Ich habe während der Fußballeuropameisterschaft jeden Tag aus Frankreich berichtet und einige Schnappschüsse gepostet – der Vorläufer meines Reiseblogs! Rechts ist eine schnelle Skizze des geplanten Layouts zu bewundern, die ich gemeinsam mit meiner Freundin während eines Urlaubs in Oberbayern im August 2016 erstellt habe.

Wie erzeugt man Interesse beim Leser?

Diese Frage klingt schwierig, dabei ist sie es meiner Meinung nach gar nicht! Um herauszufinden, wie man beim Leser Interesse erzeugt, muss man sich einfach selbst in die Lage des Lesers versetzen. Was bedeutet das? Ich habe mir im Vorfeld über Monate hinweg viele Reiseblogs angesehen und dabei sehr oft den Gedanken gehabt: „Prinzipiell gut und interessant, aber das könnte man doch noch besser und spannender umsetzen!“ Sobald man auf fremden Seiten Schwächen entdeckt, kann man sie auf der eigenen Seite zu Stärken umwandeln.

Ein häufiges Problem bei Reiseblogs ist beispielsweise die fehlende Tiefe. Potentielle Leser sind meistens nicht nur auf der Suche nach Inspiration, sondern nach gezielten Informationen über die gewünschte Destination. Für mich als Autor hieß diese Analyse, dass ich auf meinem Blog unter anderem detaillierte Hilfe zum Orientieren und Fortbewegen an fremden Orten und zusätzlich meine persönlichen Erfahrungswerte sowie Bewertungen zu diversen Erlebnissen weitergeben wollte – also was sollte man unbedingt gesehen haben und was kann man sich sparen. Das ist ein durchaus aufwendiges Unterfangen, da ich für jeden Beitrag eine Menge Informationen zusammentragen muss. Für den Leser bedeutet das aber eine große Zeitersparnis, da ich beispielsweise die Links zu Netzplänen und diversen Fahrkartenoptionen für den öffentlichen Verkehr anbiete. Das ist aus meiner Sicht ein echter Mehrwert, den ich auf anderen Seiten auch schätzen würde.

Zusätzlich ist mir aufgefallen, dass fast nirgendwo GPS-Koordinaten zu den gezeigten Fotos verfügbar sind. Deshalb habe ich beschlossen – soweit möglich und legal – alle meine Bilder mit Positionsdaten zu versehen, sodass Leser schnell die Orte finden, an denen die Fotos entstanden sind. Denn oft war ich selbst schon in der Situation, in einer Stadt nur wenig Zeit zu haben und dann verzweifelt nach den besten Plätzen für tolle Fotos zu suchen.

Zusammenfassung

Ähnliche Blogs lesen und die Stärken sowie Schwächen analysieren

Fokus auf die Schwächen anderer Seiten legen und sie auf der eigenen Seite zu Stärken umwandeln

Dem Leser Informationen bieten, mit denen er sofort etwas anfangen kann

 

Screenshot meines Blogs
Mit diesem Feature versuche ich mich von anderen Reiseblogs abzuheben: Unter jedem Foto findet ihr einen orange gekennzeichneten Link mit dem Text „Aufnahmeort anzeigen“. Ein Klick darauf führt auf Google Maps und zeigt euch den exakten Standort an, von dem aus ich das Bild erstellt habe.

Wie sieht die technische Umsetzung der Idee aus?

Wer regelmäßig schreiben will, braucht eine technische Plattform – ein sogenanntes Content Management System (CMS). Der Vorteil eines solchen CMS ist es, ohne Programmierkenntnisse eine Webseite zu betreiben und Beiträge einfach wie etwa in Microsoft Word zu schreiben. Nach einiger Recherche habe ich mich für WordPress entschieden, da es die größte Plattform und viele Erweiterungsmöglichkeiten bietet. Dazu habe ich gleich nach der Anmeldung das Theme „Activello“ von Colorlib geladen und installiert, auf dessen Design mein Blog aufbauen sollte. Ich habe bewusst ein Theme ohne große Effekte gewählt, da ich ein einfaches und übersichtliches Layout bevorzuge.

Ein wichtiger Schritt ist übrigens noch vor WordPress zu bedenken: man benötigt einen Webspace-Anbieter, auf dessen Servern die eigene Seite gehostet werden soll. Dieser muss zwingend PHP und MySQL-Datenbanken unterstützen, um WordPress verwenden zu können. Ich bin bereits seit vielen Jahren zufriedener Kunde bei ALL-INKL.COM und habe dort beides im kleinsten Paket „Privat“ inkludiert.

Zusammenfassung

Ein passendes CMS wie WordPress suchen

Eine Designvorlage (Theme) auswählen, die zum geplanten Inhalt passt

Einen Webspace-Anbieter auswählen, der PHP und MySQL unterstützt

 

Screenshot der WordPress-Oberfläche
Hier seht ihr die Oberfläche des WordPress-Editors, in dem ich meine Beiträge schreibe. Im Grunde ist es eine stark abgespeckte Version eines Textverarbeitungsprogramm wie Microsoft Word. Das Design meines Blogs ist hier noch nicht erkennbar.

Wie geht es nach der Einrichtung weiter?

Sofern technisch alles funktioniert, geht es in die Testphase und Designanpassungen. Dazu habe ich meinen ersten Artikel, Hitzige Tage in Budapest, zuerst komplett vorgeschrieben und Fotos ausgewählt – erst danach ging es an das Design. Für die einzelnen Bereiche des Textes, der etwa aus Einleitung, Überschriften, Faktenbox, Absätzen, Fotos, Hinweisen, Tipps usw. besteht, musste ich dann mittels CSS (Cascading Style Sheets) exakt definieren, wie diese Elemente auf der Webseite dargestellt werden sollen.

Dazu muss ich euch sagen, dass ich bereits jahrelange Erfahrung mit CSS gesammelt habe und Neueinsteigern dringend empfehle, sich kompetente Hilfe zu suchen – das Erlernen von CSS ist zwar relativ simpel, aber sehr umfangreich und gerade für Anfänger mit einigen Stolperfallen verbunden. Jedenfalls tastet man sich so in kleinen Schritten an das finale Design heran, in meinem Fall hat das ca. zwei Wochen gedauert bis ich endlich zufrieden war. Es gibt eben immer wieder Momente, wo ein Element nicht so aussehen will wie man es definiert – hier heißt es dann auf mühsame Fehlersuche gehen.

Alles kann man aber sowieso nie bedenken und viele Dinge ergeben sich auch erst später, wenn der Betrieb gestartet wurde. So habe ich zuerst nicht bedacht, eine Designvorlage für reine Bildartikel zu erstellen, die aus wenig Text und großen Bildern besteht. Dies hat mich dann auch wieder einige Stunden Designanpassung gekostet. Ein spontanes Ändern von bestehenden oder neuen Elementen kommt übrigens auch heute noch ab und zu vor.

Zusammenfassung

Zuerst einen Text schreiben, der möglichst viele Elemente beinhaltet, die im Laufe der Zeit verwendet werden sollen (Überschriften, Absätze, Infoboxen, etc.)

Anschließend mit CSS das Design der Elemente beschreiben und aufeinander abstimmen

 

Texteditor von WordPress und CSS-Stylesheet
Im Texteditor von WordPress wird kein Design angezeigt, sondern es werden nur Elemente wie Überschriften, Absätze oder sonstige Spezialbereiche definiert. Über ein CSS-Stylesheet gibt man dann an, wie diese Elemente auf der Webseite optisch dargestellt werden sollen.

Der Blog ist öffentlich, was nun?

Den öffentlichen Startschuss habe ich am 14. September 2016 gewagt, als ich bereits mehrere Artikel im Hintergrund vorbereitet hatte. Das ist immens wichtig, um nicht gleich zu Beginn entweder zu lange Zeiten zwischen den Beiträgen vergehen zu lassen oder mit dem Schreiben in Stressmomente zu gelangen – es soll ja alles Spaß machen! Mit der Gewissheit, für die nächste Zeit schon Content auf Abruf zu haben, schreibt es sich gleich viel entspannter und vor allem gewissenhafter. 😉

In den ersten drei Wochen ging alle drei Tage ein neuer Beitrag online, um die Seite schnell mit Inhalten zu befüllen. Seit 4. Oktober veröffentliche ich im Abstand von sieben Tagen, was ich als ideal empfinde. Sobald ein Artikel online geht, poste ich den Link auf meinem Facebook- und Google+-Profil, um auf den neuen Content aufmerksam zu machen. Auch auf Instagram bewerbe ich mit zusätzlichen Fotos meinen Blog. Was ich bis jetzt noch nicht berücksichtigt habe ist Pinterest, das soll aber demnächst folgen.

Übrigens, zu Beginn des Bloggens gibt es naturgemäß ein großes Problem: die Zugriffszahlen liegen im Keller. Mit diesem Umstand sollte man sich unbedingt schon lange vor dem Einrichten eines Blogs im Kopf beschäftigen, denn diese Sache kann ziemlich demotivierend sein. Ich kann euch aber garantieren, dass die Zugriffe mit regelmäßigem Content steigen. Bei mir hat es ein halbes Jahr gedauert, bis die Besucherzahlen stark nach oben gingen und mittlerweile jeden Monat kontinuierlich steigen.

Das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist dabei ein heißes Stichwort. Wichtig ist es hier beispielsweise, jedes einzelne Foto mit aussagekräftigem Dateinamen und einer passenden Bildbeschreibung in WordPress zu versehen – ansonsten werden die Bilder von Suchmaschinen nicht gefunden. Und selbstverständlich sollte auch der Artikel selbst nützlichen Inhalt aufweisen. 😉

Zusammenfassung

Vor dem Starten des Blogs bereits einige Beiträge im Hintergrund vorbereiten, um zeitnah Content auf den Blog zu bringen

Neue Beiträge über Social Media bewerben

Sich nicht von Zugriffszahlen beeinflussen und entmutigen lassen, diese steigen in den ersten Monaten nur sehr langsam

Sich schon vor dem Starten des Blogs mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung intensiv auseinandersetzen

 

Statistik in WordPress
Im Screenshot oben sieht man die zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Blogbeitrags vorbereiteten Artikel. Unten könnt ihr die Zugriffsstatistik seit Erscheinen meines Blogs Mitte September 2016 begutachten. Wie man erkennt, ist Ausdauer gefragt, bis die Zahlen in die Höhe schnellen.

Wie entstehen meine Artikel nun im Detail?

Ein neuer Artikel beginnt immer mit einer Reise, einem spannenden Ausflug oder einer interessanten Veranstaltung (z.B. Linzer Höhenrausch oder OPEN HOUSE WIEN). Sofern dies schon in der Vergangenheit liegt, muss ich auf meine Erinnerungen und die damals erstellten Bilder zurückgreifen. Ist es eine aktuelle Reise, fotografiere ich bereits bewusster und nehme zusätzlich Bilder auf, die für den Blogbeitrag sehr nützlich sein können. Ergänzend schreibe ich mir am Ende eines Tages immer auf, was am Programm stand, wie die besuchten Lokale hießen und welche Speisen ich gegessen habe.

Zurück daheim wird das alles in Text verpackt und parallel dazu werden die Fotos mit Adobe Lightroom aufbereitet. In einem Word-Dokument habe ich das Grundgerüst eines Artikels gespeichert, in das ich meinen Text dann nur noch an die passenden Stellen einfügen muss. Aus meinem Fotopool suche ich dann die Bilder aus, die den Text ideal unterstützen – außerdem wähle ich mit Sorgfalt das Aufmacherbild aus, das beim potentiellen Leser sofort Interesse erzeugen muss. Sind Text und Fließtext in WordPress eingefügt, geht es noch um das Schreiben einer Einleitung und eines Fazit. Die einzelnen Bilder benötigen dann noch eine Bildbeschreibung und die GPS-Koordinaten. Abschließend vergebe ich dem Artikel noch Stichworte, eine Landeskategorie und Zusatzinformationen für Suchmaschinen mit Hilfe des Plug-ins Yoast SEO.

In der Regel lasse ich den Blogbeitrag dann mindestens einen Tag ruhen, bevor das finale Korrekturlesen startet – dabei fallen mir immer noch Tippfehler und verbesserungswürdige Formulierungen der Textpassagen auf. Wie lange ich an einem Artikel sitze ist ganz unterschiedlich. Reine Bildartikel sind in 4-6 Stunden fertiggestellt, Städtereisen mit langem Besuchsprogramm dauern aber schon auch einmal mehrere Tage. Umso wichtiger ist es, wie anfangs erwähnt, Beiträge für mindestens eine Woche im Voraus vorzubereiten, um in Ruhe an einem aufwendigeren Text arbeiten zu können.

Zusammenfassung

Alles beginnt mit einer Reise, einem Ausflug oder einer interessanten Veranstaltung

Die Notizen und Erinnerungen werden in Textform gebracht

Auswahl der Fotos

Einfügen des Contents in WordPress

Bildbeschreibungen vergeben

Den Artikel einige Stunden oder Tage ruhen lassen und danach die finale Korrektur vornehmen

 

Reiseblog fern & nah in ausgedruckter Form
Nach dem Schreiben eines Blogbeitrags gebe ich ihn meiner Freundin zur Durchsicht. Ihre Anmerkungen verarbeite ich dann in einer ersten Korrektur, bevor ich selbst die finale Abnahme durchführe und den Beitrag online stelle.

FAZIT

In diesem Jubiläumsbeitrag habe ich euch im Detail erklärt, wie ich meinen Traum eines eigenen Reiseblogs von der Idee bis zur Umsetzung realisiert habe. Wenn ihr selbst das Verlangen danach spürt, dann ermutige ich euch zur Umsetzung – allerdings mit einer realistischen Einschätzung, was auf euch zukommt. Neben den technischen Aspekten ist vor allem wichtig, auf lange Zeit genügend Content produzieren zu können. Aber probieren geht über studieren, also startet euer Herzensprojekt am besten JETZT! 🙂

 

Wie erstellt man einen Blog? Wie kommt man auf die Idee, was steht zwischen der Planung und Umsetzung, woher nimmt man die wöchentliche Motivation?

2 Kommentare

  1. Hallo Christian,
    ich habe erst diese Woche dein Blog entdeckt und wünsche nachträglich alles gute zum 1. Geburtstag 😉
    Deine Artikel sind schön strukturiert, die wichtigsten Informationen gut dargestellt.
    Es wundert mich, daß der meistgelesene Artikel der über Bratislava ist. Auf jeden Fall lohnt es sich einmal den Weihnachtsmarkt in Bratislava zu besuchen. Der ist zwar nicht der schönste, aber es ist trotzdem eine schöne Atmosphäre und man kann vieeeel essen. Der Nachteil, es sind extrem viele Leute dort.
    Schöne Grüsse aus (der fast Nachbarstadt) Hainburg/Donau,
    Andrea

    1. Liebe Andrea,

      vielen Dank für deinen netten Kommentar! Den Weihnachtsmarkt in Bratislava habe ich diesen Advent sogar auf meiner Liste, bin gespannt. 🙂

      Viele Grüße
      Christian

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