Meeru: Traumurlaub mit Schönheitsfehler

Frau zwischen Palmen am Strand von Meeru (Malediven)

Die Malediven zählen allgemein sicherlich zu den absoluten Traumzielen, wenn es um Strandurlaub geht. Auf Dutzenden kleineren und größeren Inseln wird in eigenen Resorts jeder Luxus geboten, den man sich wünschen kann. Auf Empfehlung einer Schulfreundin habe ich mich für die Insel Meerufenfushi (kurz Meeru) entschieden und dort eine Woche verbracht. So sehr ich es auch genossen habe, die Umstände waren nicht immer perfekt – hier ein Erfahrungsbericht.

Meerufenfushi (Malediven)

FAKTEN

Reisezeit: Ende November 2011 (8 Tage, 7 Übernachtungen)
Empfohlene Reisezeit: Dezember bis April
Anreise: mit Air Berlin von Flughafen Wien-Schwechat nach Flughafen Düsseldorf (1:20h), dann erneut mit Air Berlin Weiterflug nach Malé International Airport (ca. 11:30h). Anmerkung: diese Flugverbindung exisitiert nicht mehr.
Unterkunft: Meeru Island Resort & Spa *** (Hotel buchen*, detaillierte Beschreibung mit Fotos siehe unten). Weiterempfehlung? JA
Weitere schöne Hotels auf anderen Inseln der Malediven könnt ihr hier* suchen und buchen.

TRANSPARENZHINWEIS

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HINWEIS

Meine Reise auf die Malediven Ende 2011 ist schon mehrere Jahre her, wodurch einige Details in meinem Artikel mittlerweile nicht mehr existieren oder verfügbar sind. Ich habe jedoch Anfang 2018 meine damaligen Erfahrungen sowie Fotos mit aktuellen Daten und anderen Reiseberichten abgeglichen und gehe auf die wenigen Unterschiede in diesem Reisebericht explizit ein.

 

Ein Segelschiff zwischen Palmen auf Meeru (Malediven)

Ab auf die Malediven

Als ich mit meiner Freundin beschloss, endlich einmal die Malediven in den Fokus zu nehmen, war am Anfang der Planungen ein großes Fragezeichen in unseren Köpfen. Es gibt Dutzende Inselgruppen mit ebensovielen verschiedenen Hotels in allen Preislagen, wodurch es sehr schwierig war, die Entscheidung zu treffen, wo es denn schlussendlich hingehen soll. Das Internet ist dabei auch heute (Stand 2018) noch keine schnelle Hilfe, denn diese Frage haben sich schon Tausende andere Menschen gestellt und auch dementsprechend viele verschiedene Antworten erhalten. 😉 Meine Empfehlung: lest euch meinen Bericht durch und macht dasselbe dann noch auf mehreren anderen Blogs, um eine Einschätzung der Unterschiede auf den einzelnen Inseln zu erhalten.

Die Wahl zugunsten Meeru fiel dann aufgrund der Empfehlung einer Schulfreundin, die schon mehrere Male im dort ansässigen Meeru Island Resort & Spa zu Gast und jedes Mal begeistert war. Obwohl wir wussten, dass die beste Reisezeit von Dezember bis April ist, haben wir uns aus Kostengründen für eine Anreise Ende November entschieden – wofür uns das Wetter vor Ort einige Male heftig abstrafte. Fast die gesamte Urlaubswoche war von gedämpften Temperaturen, starkem Wind und teils heftigen Regenschauern geprägt. Doch Jammern hilft nichts: meine Freundin und ich haben das Beste daraus gemacht und die Zeit dennoch genossen. Nun gehe ich die Reise aber von Anfang an im Detail durch.

Ein Flugzeug der Air Berlin auf dem Flughafen Malé (Malediven)

Die Anreise

Die Hauptstadt der Malediven ist Malé, dessen Flughafen für die Urlauber den zentralen Verteiler auf die umliegenden Inseln darstellt. Der Anflug macht schon Lust auf Mehr (und natürlich das Meer), denn aus dem Flugzeug sieht man so richtig schön die traumhaften Umrisse der Malediven. Nach der Ankunft beginnt leider das mühsame Warten auf den Transfer, was sich nach meiner Lektüre von zahlreichen aktuellen Reiseberichten noch immer nicht wesentlich gebessert haben dürfte. Man bekommt je nach Zieldestination einen Wartebereich zugewiesen, wo man sich unter Ventilatoren schon einmal langsam an das feuchte Klima gewöhnen kann.

Nichts für einen schwachen Magen

Wir mussten rund eine Stunde warten, um dann endlich mit dem Schnellboot in Richtung Meeru aufzubrechen – es gibt aber prinzipiell auch die (teure) Möglichkeit, per Wasserflugzeug ans Ziel zu kommen. Die Fahrt dauerte ca. 50 Minuten und war leider kein angenehmer Beginn des angedachten Traumurlaubs. Während das Meer zu Beginn noch ein ruhiges Gleiten zuließ, steuerten wir mit Fortdauer sichtbar direkt auf ein Gewitter zu, das wir mit Vollgas durchquerten – nichts, was ich nochmal erleben muss. 😉 Rechtzeitig zum Anlegen an den Bootssteg von Meeru war das Unwetter dann wieder vorbei, dafür allerdings die gesamte Insel eingenässt und der Rezeptionsbereich mit großen Wasserlacken eingedeckt.

Fotospots

 

Jacuzzi Water Villa auf Meeru (Malediven)

Unsere Jacuzzi Water Villa

Der Empfang hat uns das schlechte Willkommenswetter gleich wieder vergessen lassen. Uns wurde herzlich eine Blumenkette umgelegt und Kokosmilch direkt aus einer Kokosnuss angeboten. Nach einer kurzen Unterweisung, was wo auf der Insel zu finden sei, begleitete man uns zur gebuchten Jacuzzi Water Villa. Die 44 Wasservillen an der Ostseite (im Norden gibt es weitere 33) liegen entlang eines Stegs über dem Meer, was schon ein besonderes Gefühl und spektakulär zum Ansehen ist.

Luxuriöse Unterkunft

Die Größe und Ausstattung war grandios: neben einem großzügigen Vorraum mit Garderobe gibt es ein Wohnschlafzimmer mit direktem Blick auf das Meer sowie Zugang zur Terrasse. Von dieser führt eine Holzleiter in das Wasser und ermöglicht den sofortigen Einstieg in das seichte, türkisblaue Nass. Das Badezimmer punktet mit seiner riesigen offenen Dusche, daneben befindet sich der Whirlpool im Freien. Eine Tür nach draußen gibt es nicht – sehr ungewohnt, aber auch spannend. Was mich gestört hat, war die nüchterne und lieblose Verkleidung des Bereichs rund um den Jacuzzi, weshalb wir dort eigentlich nur einmal abends tatsächlich entspannten. Außerdem habe ich den Whirlpool als wenig attraktiv im Gedächtnis: ein lautes, brummendes Betriebsgeräusch und vom Aussehen her mehr an eine Plastikschüssel erinnernd.

Wetter als Spielverderber

Prinzipiell sind die Wasservillen ein fantastischer Ort, um Entspannung zu finden. Dennoch haben mir zwei Umstände die Laune etwas vermiest, wobei hier aber das Resort selbst nichts dafür kann. Ein weit vorgelagertes Riff verhindert eigentlich richtigen Wellengang – bis auf einen Abend hatten wir die gesamte Woche allerdings immer starken Wind, der das Meerwasser gegen die Stützen des Stegs peitschte und für ein beunruhigendes Gurgeln, Glucksen und unangenehmes Pfeifen sorgte. Zum Anderen mussten wir mehrmals einen lautstarken Streit eines jungen Paares in der nebenan liegenden Villa ertragen, wo man das Gefühl hatte, es passiert gleich ein Mord. Dementsprechend unruhig schlief ich die Nächte und war dadurch tagsüber geschlaucht. Dass sich in zwei Nächten auch noch der Whirlpool von selbst aktivierte und mich unsanft weckte, war dann auch schon egal.

Fotospots

 

Panorama mit Strand und Palmen auf Meeru (Malediven)

Die Insel Meerufenfushi

Groß ist sie wirklich nicht, aber dafür ein grandioses Fleckchen: Die Fläche von Meeru erstreckt sich über eine Länge von 1,2 Kilometern und einer Breite von 350 Metern. Einmal rundherum spazieren dauert nur rund 45 Minuten, was bei einem längeren Aufenthalt eventuell etwas langweilig werden könnte – in der Woche meines Besuchs war es aber ein angenehmer Umstand und ein gutes Gefühl, die Insel vollständig erkunden zu können.

Traumhafter Sandstrand

Der Strand ist eigentlich überall so wie man ihn sich vorstellt: weiß, glatt und flach ins Meer abfallend. Auf der ganzen Insel sind die Unterkünfte für die Gäste verteilt, wobei es für jede Preisklasse Kategorien gibt. Die günstigsten Zimmer befinden sich im Inselinneren, gefolgt von den Villen in Strandnähe, direkt am Strand und über dem Wasser. Bei einem Spaziergang hat man trotzdem nie das Gefühl, andere Gäste zu stören oder selbst gestört zu werden. Die Unterkünfte in der Inselmitte würde ich übrigens auf keinen Fall buchen, da dort in der Nähe das für die Stromerzeugung benötigte Dieselaggregat steht, was sowohl hörbar als auch stark riechbar ist.

Überall auf dem Strand stehen Liegen sowie Hängematten zur Verfügung und wir hatten niemals ein Problem, schnell ein ruhiges Plätzchen unter Palmen direkt am Wasser zu finden. An der Ostseite der Insel konnte ich jeden Tag vor Sonnenuntergang eine unglaubliche Vielzahl an sehenswerten Muscheln einsammeln, während auf der Westseite so gut wie gar keine angespült wurden. Wer übrigens nicht gerne im Salzwasser schwimmt, kann alternativ zwei Süßwasserpools nutzen.

Keine Langeweile

Untertags gibt es einige Möglichkeiten, um sich zu unterhalten – sofern man nicht die ganze Zeit am Strand entspannen will. Schnorcheln ist ein Pflichtpunkt! Wenn ihr keine eigene Ausrüstung habt, könnt ihr euch vor Ort eine ausborgen. Schon im relativ seichten Wasser entdeckt man viele spannende Fische und je mehr man sich hinaus in Richtung Riff traut, desto bunter wird die Tierwelt. Mir sind aber auch in Strandnähe Rochen, ein Babyhai und eine Moräne vor die Kamera geschwommen. Kostenpflichtig angeboten werden weiters Tauchkurse- und gänge, Wassersport und Exkursionen. All das haben meine Freundin und ich aber nicht genutzt, uns haben die Spaziergänge auf der Insel genügt. Dabei kommt es auch zu vielen interessanten Begegnungen mit Reihern, Eidechsen und vor allem Krabben. Letztere tauchen in kleiner und großer Form überall am Strand aus dem Sand auf, sobald die Sonne untergeht. Ich muss zugeben, diese Tiere sehen schon zum Fürchten aus, sind aber total harmlos und haben vor Menschen viel mehr Angst.

Empfehlen kann ich euch übrigens noch eine Massage im Duniye Spa Over Water im Norden der Insel. Wir hatten als Begrüßungsgutschein eine 15-minütige Willkommensmassage inklusive und haben diese gegen Aufpreis gleich auf 30 Minuten verlängert. Nicht nur war die Qualität der Nacken- und Rückenmassage ausgezeichnet, sondern auch das Umfeld. Auf der Liege blickt man nämlich durch einen Glasboden direkt auf die bunte Fischwelt, was schon sehr speziell und eine tolle Sache ist!

Fotospots

 

Ein Koch im Restaurant auf Meeru (Malediven)

Die Restaurants

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss, weswegen ich mir die Besprechung der Restaurants bis hierhin aufgehoben habe. 🙂 Auf der Insel Meerufenfushi gibt es zwei Buffetrestaurants und zwei À-La-Carte-Restaurants. Zur Zeit meines Besuchs Ende 2011 gab es noch ein fünftes Lokal auf einem verankerten Segelschiff, wo ich ein herrliches Steak genoss – diese Möglichkeit ist aber nicht mehr verfügbar. Ergänzt werden die Restaurants noch durch Cocktailbars direkt am Strand.

Die Buffetrestaurants

Normalerweise isst man nur in einem der beiden Buffetrestaurants Farivalhu und Maalan, da man je nach gebuchter Zimmerart zum nächstgelegenen zugewiesen wird, um dort auch das Frühstück und optional einen Mittagssnack einzunehmen. Im gebuchten Arrangement hatten meine Freundin und ich das Buffetrestaurant Farivalhu im Zentrum der Insel inkludiert, dennoch nutzten wir es nicht täglich (mehr dazu gleich). Die angebotenen Speisen waren jedenfalls vielfältig, schmackhaft und wirklich gut! Sehr „gefährlich“ mutete vor allem auch das Nachspeisenbuffet an, wo es eine riesige Auswahl an süßen Sünden zu finden gab.

Das Hot Rock Restaurant

Nachdem meine Freundin und ich gerne gut essen, wollten wir natürlich auch unbedingt die anderen Lokale testen, auch wenn man das Essen dort extra bezahlen muss. Das Hot Rock Restaurant & Bar hat uns dabei einen außergewöhnlichen Abend beschert, denn das Konzept kannte ich damals noch nicht. Wir bestellten ein Steak, das uns roh serviert wurde. Zusätzlich stellte man uns eine brennheiße Steinfläche dazu, auf der wir das Steak nach unseren Wünschen selbst anbraten konnten. Dasselbe kann man übrigens ebenfalls mit Fisch und Meeresfrüchten machen. So spannend diese Art der Zubereitung auch ist, wir haben es bei einem einmaligen Besuch belassen, weil ein richtiger Koch eben doch besser grillen kann als ein Amateur wie ich – was man schlussendlich auch schmeckt. 😉

Das Asian Wok Restaurant

Unser Favorit in der Urlaubswoche war ganz eindeutig das Asian Wok Restaurant am südlichen Ende der Insel. Allein die Aufmachung hat uns schon begeistert, denn das Lokal ist in einem stilvoll beleuchteten Pavillon auf dem Wasser untergebracht und über einen Steg erreichbar. Wir wurden hervorragend bedient, tranken jeweils eine Flasche grandiosen südafrikanischen Roséwein und dinierten wie die Götter. Neben dem frischen Sushi hat uns die Meeresfrüchteplatte extrem begeistert: diese wird in einer geschlossenen Eisenform serviert und brutzelt dann fröhlich vor einem weiter – geschmacklich ein absoluter Traum und das Geld vollkommen wert.

Fotospots

 

Frau zwischen Palmen am Strand von Meeru (Malediven)

Die schönsten Eindrücke

Abschließend möchte ich euch noch meine acht schönsten Fotos vom einwöchigen Aufenthalt auf Meeru in voller Größe zeigen. Diese erinnern mich immer wieder gerne an diesen Urlaub und machen euch eventuell auch Lust auf eine der Malediven-Inseln! 🙂

Sonnenaufgang auf der Insel Meeru (Malediven)
Um 5 Uhr morgens habe ich mir vom Strand aus den Sonnenaufgang angesehen
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Strand und Palmen auf der Insel Meeru (Malediven)
Hängematten laden am Strand zum Verweilen und Entspannen ein
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Sonnenaufgang auf der Insel Meeru (Malediven)
Eine Joggerin läuft der aufgehenden Sonne entgegen
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Sonnenuntergang auf der Insel Meeru (Malediven)
Ein farbenfroher Sonnenuntergang auf der Insel Meeru (Malediven)
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Sonnenuntergang auf der Insel Meeru (Malediven)
Nach Sonnenuntergang kommen die Reiher zur Futtersuche an den Strand
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Schiefe Palme und türkisblaues Wasser auf der Insel Meeru (Malediven)
Ein typisches Motiv der Malediven: Eine schief wachsende Palme und türkisblaues Wasser
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Palmen am Strand auf der Insel Meeru (Malediven)
Besonders fasziniert hat mich die dichte Vegetation gleich hinter dem Strand
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Palmen am Strand auf der Insel Meeru (Malediven)
Bei solchen Anblicken fühlt man sich einfach wie im Himmel auf Erden!
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FAZIT

Meine Reise auf die Malediven – genauer gesagt auf die Insel Meerufenfushi – ist nun schon etliche Jahre her. Und dennoch denke ich sehr gerne an diesen entspannenden und trotzdem erlebnisreichen Urlaub zurück. Angefangen vom traumhaften Sandstrand über die schönen Villen bis hin zu den sensationellen Restaurants hat mich das Resort fast vollkommen überzeugt. Leider schwirren mir im Hinterkopf auch die etwas ernüchternden Momente mit dem teils schlechten Wetter, dem streitenden Paar und dem manchmal penetranten Dieselgeruch umher. Mein Fazit deshalb: ich empfehle euch den Aufenthalt auf Meeru bedenkenlos, aber achtet auf die beste Reisezeit und überlegt euch eventuell eine Villa am Strand, wenn ihr wie ich empfindlich auf gurgelnde Wassergeräusche seid. 😉

 

Malediven: Reisebericht über das Meeru Island Resort and Spa mit Erfahrungen zum Strandurlaub, Sehenswertem, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.Malediven: Reisebericht über das Meeru Island Resort and Spa mit Erfahrungen zum Strandurlaub, Sehenswertem, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.

2 Kommentare

  1. […] Mauritius verhält es sich etwas anders als beispielsweise auf den Malediven, wo jede Insel rundherum mit einem Traumstrand aufwartet. Auf Mauritius gibt es natürlich auch […]

  2. Traumhaft schöne Bilder! ♥

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