Eine Bilderreise durch Sylt

Leuchtturm Hörnum auf der Insel Sylt

Kleine Inseln üben auf mich eine besondere Faszination aus: alles ist überschaubar und einfach zu erkunden, meist ist die Natur noch relativ unberührt und man ist nah am Wasser. Mit diesen Erwartungen bin ich auf die nordfriesische Insel Sylt gefahren und wurde auch nicht enttäuscht!

Sylt

FAKTEN

Reisezeit: Mai 2009 (2 Tage, 2 Übernachtungen)
Anreise: Mit der Fähre von Havneby (Rømø) nach List (ca 0:40 h). Alle Infos zu weiteren Anreisemöglichkeiten und der Mobilität vor Ort weiter unten.
Unterkunft: Lindner Strand Hotel Windrose **** (Strandstraße 19, 25996 Wenningstedt-Braderup, Webseite): Sehr schönes Hotel in Strandnähe, geräumige Zimmer, leider keine echten Doppelbetten, angenehme Matratzen, kostenloses WLAN, Wellnessbereich mit Pool und Sauna nicht genutzt, Frühstück durchschnittlich. Weiterempfehlung? JA

HINWEIS

Meine Reise auf die Insel Sylt 2009 liegt nun schon mehrere Jahre in der Vergangenheit. Ich habe jedoch 2018 für diesen Blogartikel meine damaligen Erfahrungen sowie Fotos mit aktuellen Daten abgeglichen bzw. aktualisiert.

 

Strand und Meer auf Sylt

Eine Insel zum Runterkommen

Wie ihr vielleicht schon aus meinem Blogartikel zu Hamburg wisst, habe ich die norddeutsche Hansestadt schon sehr oft besucht. Während einem der Aufenthalte wollte ich die Nähe zur Nordsee nützen und die Insel Sylt besichtigen. Viel wusste ich nicht über die größte der Nordfriesischen Inseln und so ließ ich mich einfach überraschen, was der Ort für mich bereithalten sollte. Für die Anreise habe ich in Hamburg einen Mietwagen genommen und die Syltfähre gewählt – eine etwas umständliche Art, weil man dazu einen Umweg nach Havneby auf der Insel Rømø in Dänemark machen muss, wo die Fähre ablegt. Bei einem neuerlichen Besuch auf Sylt würde ich wohl eher eine andere Art wählen, mehr dazu in der blauen Infobox weiter unten.

Per Fähre Richtung Sylt

Die Fähre legt in List im Norden der Insel an – von dort fuhr ich mit dem Auto zur Unterkunft in Wenningstedt-Braderup. Als Ausgangspunkt für Ausflüge ist der Ort sehr gut geeignet, da er fast in der Inselmitte liegt. Ich war bereits vor der Anreise darauf eingestellt, dass dieser Kurztrip eher etwas für die Seele ist und wenig Abenteuer verspricht. So war es dann auch tatsächlich, aber genau das wollte ich auch. Sylt hält eine außergewöhnliche Landschaft bereit, lässt einen durch Wind und Wetter die Nähe zum Meer ziemlich intensiv spüren und ist ideal, um auf langen Strandspaziergängen seine Gedanken schweifen zu lassen.

Von Tourismus geprägte Insel

Allerdings möchte ich auch die negativen Seiten der Insel nicht verschweigen. Man merkt schon stark den Tourismus, vor allem durch die Anzahl an Autos (ich selbst trage da natürlich auch eine Mitschuld durch die Anreise per Mietwagen). Das Preisniveau der Hotels, aber vor allem der Restaurants, empfand ich als ziemlich überteuert – das liegt wohl daran, dass Sylt lange als reiner Kurort bekannt war. Ich war zwar mit meinem Besuch im Mai nicht in der richtigen Hochsaison vor Ort, dennoch wuselten bereits mehr als genügend Menschen umher. Wenn euch das also stören sollte, bleibt nur eine Reise in der Nebensaison mit wahrscheinlich eher kühlerem Wetter. Nun aber zu meinen Eindrücken vor Ort in einer Bilderreise!

Syltfähre im Hafen von Havneby (Rømø)
Per Fähre begann meine Reise zuerst im dänischen Havneby auf der Insel Rømø. Die Überfahrt in die Ortschaft List auf Sylt beträgt nur rund 40 Minuten.
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Leuchtturm List-West auf Sylt
In der Ortschaft List stehen gleich zwei Leuchttürme (auf Sylt gibt es insgesamt fünf). Im Bild seht ihr den 19 Meter hohen Leuchtturm List-West aus dem Jahr 1857. Er sticht nicht nur durch die ihn umgebende flache Landschaft hervor, sondern ist auch noch dazu der nördlichste Leuchtturm Deutschlands.
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Das Wattenmeer bei Flut auf Sylt
Das Wattenmeer ist eine besondere Landschaft, die sich von Dänemark über die Ostküste Sylts bis in die Niederlande zieht. Die Gezeiten sind hier extrem stark zu beobachten. Das Wasser zieht sich bei Ebbe kilometerweit ins Meer zurück – und kommt bei Flut dann gefährlich schnell wieder zurück (siehe Bild). Seit 2009 gehört das Wattenmeer sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe. Wenn ihr an einer Wattführung interessiert seid, findet ihr auf der Webseite sylt.de alle nötigen Infos dazu.
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Küstenlandschaft auf Sylt
Bilder wie diese lassen mich so gerne an Sylt zurückdenken. Es zeigt eine typische Landschaft entlang der Küste mit Sträuchern, die wie von Zauberhand aus dem Sand sprießen.
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Strandpromenade in Hörnum auf Sylt
Die Strandpromenade in der südlichen Ortschaft Hörnum. Der traumhafte Sand lädt sofort zum Sonnenbaden ein – allerdings war das Wetter zum Zeitpunkt meines Besuchs etwas zu frisch dafür.
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Strandkörbe in Hörnum auf Sylt
Normalerweise tummel sich hier in der Hauptsaison oder bei warmen Temperaturen die Massen. Mir hat das relativ kühle Wetter allerdings ein tolles Fotomotiv gebracht – außerdem konnte ich danach einige Momente in den Strandkörben genießen.
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Leuchtturm von Hörnum auf Sylt
Der Leuchtturm von Hörnum markiert gleichzeitig das Ortsende. Dort beginnen wunderschöne kleine Pfade inmitten der hügeligen Landschaft.
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MOBILITÄT AUF SYLT

Wenn ihr mit dem eigenen oder einem Mietauto nach Sylt wollt, müsst ihr aufgrund einer fehlenden Straßenverbindung entweder per Autoreisezug oder mit der Syltfähre anreisen. Die Fähre verkehrt vom nahe gelegenen dänischen Havneby (Rømø) in die Ortschaft List auf Sylt. Das Übersetzen dauert rund 40 Minuten, alle Infos dazu gibt es auf der Webseite syltfaehre.de.

Für die Anreise mit dem Autozug stehen euch gleich zwei Anbieter zur Verfügung: die Deutsche Bahn und das Privatunternehmen RDC. Die jeweiligen Fahrpläne und Fahrzeiten findet ihr auf den Webseiten syltshuttle.de (DB) und autozug-sylt.de (RDC).

Wenn ihr Sylt mit dem Zug ohne Auto besuchen wollt, dann ist die Seite sylt.de die richtige für euch.

Um nach der öffentlichen Anreise per Zug auch vor Ort auf Sylt mobil zu sein, gibt es folgende Möglichkeiten: Mietwagen, Fahrräder und öffentliche Busse, die alle Orte der Insel ansteuern. Eine schöne Zusammenfassung der verschiedenen Fortbewegungsoptionen bietet die Webseite sylt.de.

Nicht unterschlagen möchte ich euch auch noch die Anreise per Flugzeug. Auch dazu sind auf der zuvor genannten Webseite sylt.de alle aktuellen Direktverbindungen sowie Verbindungen mit Umstieg (zum Beispiel ab Wien) aufgelistet.

Ich persönlich würde bei einem erneuten Besuch am ehesten die Anreise per Zug nutzen und für die Fortbewegung auf Sylt eine Mischung aus öffentlichen Bussen und Fahrrädern wählen. Diese Variante unterstützt meiner Meinung nach am ehesten den Gedanken, Sylt in Ruhe und (halbwegs) umweltfreundlich zu spüren sowie zu erleben.

 

Wald auf Sylt
Ein Motiv, das man auf Sylt wohl eher nicht erwarten würde – Wald! Doch tatsächlich gibt es einige wenige Bereiche auf der Insel, die von dichten Bäumen bedeckt sind.
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Reetdachhäuser auf Sylt
Wie kleine Pilze ragen die liebevollen Häuser aus der hügeligen Landschaft hervor. Eine Besonderheit und typisch für Sylt sind die aus getrocknetem Schilfrohr hergestellten Reetdächer.
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Strand und Meer auf Sylt
Einige wenige Hartgesottene trotzen der frischen Luft sowie dem spürbaren Wind und wagen trotzdem den Gang ins Meer.
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Sonnenuntergang auf Sylt
Sanfte Pastellfarben nach Sonnenuntergang am Meer.
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Böenwalze (Roll Cloud) auf Sylt
Verabschiedet wurde ich am Morgen meiner Abreise beim Blick aus dem Hotelfenster mit diesem spektakulären Wetterphänomen: eine Böenwalze (Roll Cloud) zieht mit enormer Geschwindigkeit auf Sylt zu. Die Konsequenzen waren aber harmlos und ich konnte problemlos die Insel verlassen. 😉
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FAZIT

Eine Reise nach Sylt kann ich nur jedem weiterempfehlen, der Ruhe und Entspannung sucht. Mein Besuch war mit zwei Tagen zwar recht kurz, dennoch konnte ich viele Stellen der Insel erkunden und einen Eindruck der beeindruckenden Landschaft erhalten. Besonders angetan haben es mir die Leuchttürme, deren Anblick immer ein optischer Genuss ist. Die langen Spaziergänge am Meer sowie zwischen den Sanddünen bleiben mein Highlight und eine grandiose Erinnerung an Sylt.

 

Sylt: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps.Sylt: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps.

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