Den Haag: Die elegante Stadt am Meer

Straßenbahn in der Innenstadt von Den Haag

Eine Woche Rundreise durch die Niederlande – da durfte die königliche Stadt Den Haag auf keinen Fall fehlen! Die Hauptstadt ist zwar das spektakuläre Amsterdam, doch die Geschicke des Landes werden in Den Haag gelenkt, wo sich der Sitz der Regierung und der königlichen Familie befindet. Neben eleganten, repräsentativen Gebäuden lockt die Stadt ihre Besucher aber noch mit einem riesigen Strand nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt.

Den Haag

FAKTEN

Reisezeit: Ende März 2018 (1 1/2 Tage, 1 Übernachtung)
Anreise: mit der Metro von Rotterdam Centraal nach Den Haag Centraal (0:33 h)
Unterkunft: Parkhotel Den Haag **** (Molenstraat 53, Webseite): gute Lage am westlichen Ende der Innenstadt, mit der Straßenbahnlinie 16 in 10 Minuten vom Hauptbahnhof zu erreichen (Station Noordwal). Ruhige Lage, historisches Gebäude von Anfang des 20. Jahrhunderts mit sehenswertem Treppenhaus, geräumiges stilvolles Zimmer, etwas weiche Betten, Dusche leider ohne Spritzschutz, etwas wenig Ablageflächen im Bad, Frühstück nicht gebucht. Kleine Bar an der Rezeption, nettes Personal, kleiner Minimarkt (Haagse Minisupermarkt) mit süßer Katze gegenüber des Hotels. Weiterempfehlung? JA.

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Den Haag habe ich während einer einwöchigen Rundreise durch die Niederlande besucht. Nachfolgend findet ihr die Links zu den Reiseberichten meiner anderen Ziele:

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Palast Noordeinde in Den Haag

Das königliche Den Haag

Den Haag war für meine Freundin und mich die zweite Station auf der Rundfahrt durch die Niederlande. Die Anreise war schon eine kleine Besonderheit, denn wir konnten von Rotterdam aus direkt und bequem mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof in Den Haag fahren. Für die rund 500.000 Einwohner zählende Stadt nahmen wir uns nur eineinhalb Tage mit einer Übernachtung vor, denn die auf dem Programm stehenden Punkte hätten sich eigentlich gut und stressfrei kombinieren lassen. Leider machte uns das Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung. Der erste Tag begann noch während der Straßenbahnfahrt zum Hotel mit Regentropfen und steigerte sich dann zu anhaltendem, intensiven Regen.

Museen als Rettung im Regen

Prinzipiell ist Regen in Den Haag kein allzu großer Spielverderber, denn es gibt genügend interessante Museen und andere Einrichtungen im Trockenen. Das durchgeplante Tagesprogramm erlaubte es uns allerdings nicht, den Stadtstrand in Scheveningen auf den nächsten Tag mit blauem Himmel zu verschieben – so mussten wir diesen in grauenhaftem Wetter und wenig Flair durchziehen. Das war aber auch schon der einzige störende Umstand in Den Haag, denn die anderen Programmpunkte haben uns mehr als entschädigt. Nachfolgend erzähle ich euch nun, was meine Freundin und ich alles angeschaut und erlebt haben. 🙂


Abendlich beleuchteter Binnenhof in Den Haag

Binnenhof und Ridderzaal

Der historische Binnenhof ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in Den Haag und muss unbedingt auf eurer To-do-Liste stehen. Meine Freundin und ich haben das Areal sowohl abends im stimmungsvollen Licht als auch untertags im Zuge einer Führung erkundet. Die Ursprünge des Gebäudekomplexes gehen auf das 12. oder 13. Jahrhundert zurück, exakt lässt es sich nicht mehr feststellen. Seit 1446 wird er jedenfalls vom niederländischen Parlament genutzt. Das Hauptaugenmerk im Binnenhof liegt auf dem alten Ridderzaal (Rittersaal), der im gotischen Stil erbaut ist und an eine Kirche erinnert. Im wunderschönen Inneren zelebriert der niederländische König oder die Königin die Thronrede oder es werden festliche Empfänge veranstaltet. Umgeben ist der Binnenhof vom Hofvijver (Hofteich), den ich euch im nächsten Punkt näherbringe.

Führung durch den Binnenhof

Den Innenhof des Binnenhofs kann man jederzeit durchschreiten und die Atmosphäre aufsaugen. Ich empfehle euch aber, auf jeden Fall eine Führung zu machen, die in drei verschiedenen Varianten angeboten wird. Wir haben uns für die ausführliche 90-minütige Tour entschieden (EUR 11,-), bei der man neben dem Rittersaal auch noch den Senat (Eerste Kamer) und das neue Parlamentsgebäude (Tweede Kamer) besichtigt. Treffpunkt ist die Adresse Hofweg 1 bei ProDemos schräg gegenüber des Zugangs zum Binnenhof. Alle Infos und den Link zu den Online-Tickets findet ihr auf der Webseite prodemos.nl – dort könnt ihr bei der Buchung auch Audioguides reservieren. Die Tour empfand ich als hochqualitativ mit einem kompetenten Führer und sehr interessanten Informationen. Im modernen Parlamentsgebäude konnten wir sogar 15 Minuten einer Debatte lauschen – auch ohne etwas zu verstehen war das sehr faszinierend.

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Hofvijver in Den Haag bei Nacht

Fotospots Hofvijver und Plein

Extra hervorheben muss ich unbedingt zwei Orte, an denen ihr perfekte Erinnerungsfotos schießen könnt. An den Binnenhof angrenzend liegt der Hofvijver (Hofteich), in dessen Mitte eine Miniinsel mit Bäumen und davor ein Springbrunnen herausstechen. Rund um diesen Teich ist die Stadt Den Haag entstanden. Das Entlangflanieren am Teich, auf einer Parkbank kurz entspannen und die Szenerie verfolgen gehört sowieso zu einem Besuch dazu – aber für Fotografen ist der Ort ein kleines Paradies. Sowohl untertags, aber vor allem abends nach Einbruch der Dunkelheit gelingen hier fantastische Aufnahmen des historischen Gebäudekomplexes des Binnenhofs mit modernen Wolkenkratzern im Hintergrund. Auch ohne Stativ finden sich Möglichkeiten, die Kamera aufzulegen und scharfe Bilder zu erstellen!

Moderne Skyline und historische Architektur

Ein Stück weiter bietet sich auf dem großen Platz Plein noch die Gelegenheit, nur die Hochhäuser der modernen Innenstadt mit einer Statue von Wilhelm von Oranien (Führer im Achtzigjährigen Krieg) zu kombinieren. Ich hoffe für euch, dass der Platz halbwegs leer ist und euer Foto nicht durch aufgestellte Zelte ruiniert wird. 😉 Ergänzend möchte ich noch das Mauritshuis erwähnen, das sich am östlichen Ausgang des Binnenhofs und nur wenige Schritte vom Plein entfernt befindet. Wir waren zwar nicht drinnen, aber die Kunstliebhaber unter euch müssen dort garantiert das weltberühmte Gemälde Mädchen mit dem Perlenohrring von Jan Vermeer ansehen. Infos zum Museum gibt es auf der Webseite mauritshuis.nl.

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Schöne Häuser auf dem Plaats in Den Haag

Die elegante Innenstadt

Das Spazierengehen in der Innenstadt von Den Haag war entscheidend für den Titel dieses Blogbeitrags. Die vielen schönen Gebäude, die engen Gassen mit stolz präsentierten niederländischen Flaggen, die als Kronen getarnten Lampen – all das empfanden wir als äußerst elegant! Die edel wirkenden, gold-schwarzen Wegweiser zu den Sehenswürdigkeiten und die Straßenlaternen trugen dazu ebenfalls bei, denn auch sie sind entweder mit einer kleinen Krone oder einem goldenen Storch, dem Wappentier Den Haags, verziert.

Den Haag, die Königsstadt

All das lässt keinen Zweifel aufkommen, dass man sich in einer königlichen Stadt befindet! Dementsprechend mussten wir natürlich auch beim Palast Noordeinde (Königlicher Palast) vorbeischauen, den man allerdings nur an einigen wenigen Tagen im Jahr auch von innen besichtigen kann. Hinter dem Palast ist übrigens der öffentlich zugängliche große Palastgarten (Paleistuin), den wir eigentlich besichtigen wollten – das eingangs erwähnte Schlechtwetter mit extremen Regen hat uns das aber zunichte gemacht. Für Shoppingfans gibt es in der gesamten Innenstadt, die teilweise Fußgängerzone ist, natürlich auch mehr als genügend Einkaufsmöglichkeiten.

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De Passage in Den Haag

De Passage

Die Passage (De Passage) ist von hoher architektonischer Bedeutung für Den Haag, denn es ist die einzige in dieser Art überdachte Einkaufszeile in den Niederlanden. Sie wurde in ursprünglich kleinerer Form 1885 eröffnet und erst 1929 um einen dritten Finger ergänzt. Vor dem Bau kannte man damals solche Passagen mit ihren Luxusgeschäften nur aus den großen europäischen sowie US-amerikanischen Metropolen – wollten betuchte Leute exquisite Waren kaufen, musste dies per Import aus Paris geschehen. Mit der Passage gehörte das Problem der Vergangenheit an und zahlreiche spezialisierte Geschäfte kamen endlich auch nach Den Haag.

Erweiterung der Passage

2014 erhielt die Passage mit der Nieuwe Haagse Passage erneut eine Erweiterung, die aber durch eine Straße getrennt ist und somit baulich nicht mit der historischen zusammenhängt. Optisch wurde darauf geachtet, den Stil der alten Passage beizubehalten und mit modernen Elementen zu ergänzen. Mir haben am besten das Portal an der Gravenstraat und die Rotunde in der Mitte der Passage gefallen, wo die drei Finger zusammentreffen. Viel Zeit benötigt ihr für eine Besichtigung nicht, außer ihr wollt jedes Geschäft ansehen. 😉

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ESSEN UND TRINKEN IN DEN HAAG

Obwohl wir nur eineinhalb Tage in Den Haag verbrachten, kann ich euch – wohl auch dem schlechten Wetter geschuldet – doch immerhin fünf Tipps bzw. Hinweise für das Essen und Trinken in der Stadt geben. Für den kleinen Hunger zwischendurch bietet sich der Fischstand Haringkraam Buitenhof (Buitenhof 30), der vor dem Zugang zum Binnenhof nahe des Wassers steht. Dort haben wir ein Broodje Haring (Heringsbrötchen) und fantastisches Kibbeling (frittierte Kabeljau-Stücke) genossen.

Richtig essen waren wir ausnahmsweise Chinesisch, weil es ein eigenes Chinatown in Den Haag gibt und wir Lust darauf hatten. Das Viertel ist nur ein paar Minuten Fußweg vom Zentrum entfernt und man hat die Qual der Wahl, so viele Lokale gibt es. Wir haben uns für das Restaurant Fat Kee (Gedempte Gracht 23) entschieden und hatten Glück, sofort einen kleinen Tisch zu ergattern (um ca. 17 Uhr, ab 18 Uhr war alles ausreserviert) – nach uns bildeten sich regelrechte Warteschlangen auf einen freien Platz. Gegessen haben wir eine Wan-Tan-Suppe, Hühnerfleisch mit Broccoli und Süß-Saures Hühnerfleisch. Die Speisen waren ganz gut, aber nicht weltbewegend. Es waren eher das Ambiente und die Atmosphäre, die mir gerne im Gedächtnis blieben.

Pommes Frites dürfen in den Niederlanden nie fehlen, deshalb haben wir uns in dem Mini-Lokal ’t Kleinste Winkeltje (Papestraat 1A) welche besorgt, was eine ausgezeichnete Wahl war!

Ein kleines Frühstück mit herrlichem Kaffee und einem frischen Croissant gönnten wir uns in der Coffee Company (Noordeinde 54), wo es sich auch schön mit einem Laptop arbeiten lassen würde – wenn man das wollte. 😉

Nicht empfehlen kann ich euch dagegen das Lokal De Pier Pannenkoeken am Ende des Piers in Scheveningen. Dort wollten wir uns – erschöpft und durchnässt vom strömenden Regen – mit authentischen Pannenkoeken (Palatschinken) wieder stärken. Leider schmeckten sie eher wie ein Fertigprodukt in altem Fett gebacken und haben keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

Kurhaus und Strand von Scheveningen in Den Haag

Der Strand in Scheveningen

Scheveningen ist ein Stadtteil von Den Haag und mit den Straßenbahn-Linien 1 und 9 (Station Kurhaus) vom Zentrum aus in nur rund 20 Minuten zu erreichen. Früher handelte es sich um ein kleines Fischerdorf (siehe auch nächster Absatz), heute kommen pro Jahr rund 18 Millionen Besucher an den 11 Kilometer langen Strandabschnitt. Über Scheveningen zu schreiben tut mir etwas weh, denn durch den anhaltenden Starkregen mit grau-weißem Himmel wollte bei meiner Freundin und mir vor Ort so gar keine Stimmung aufkommen. Es waren auch extrem wenige Menschen anwesend, wodurch alles wie ausgestorben wirkte. Dennoch haben wir uns für knapp zwei Stunden alles angesehen.

Kurhaus als Highlight

Das auffälligste Gebäude ist das denkmalgeschützte Kurhaus, in das ihr unbedingt hineinschauen müsst. Es wurde 1885 eröffnet und diente als Ort, an dem die betuchteren Menschen ihre Rheumaleiden mit Meerwasser behandeln lassen konnten. In den folgenden Jahrzehnten kam auch immer mehr bürgerliches Publikum, das unterhalten werden wollte. Dem begegnete man mit Konzerten und Themenshows. Seit 1979 wird das Haus als Hotel genutzt, in dessen Café ihr auch als Nicht-Hotelgast gehen könnt. Das Highlight ist ganz klar der riesige Kursaal, der unglaublich schön ist – dort ist es sogar möglich, auf einem bereitsgestellten Klavier zu spielen, was ein begabter junger Gast aus Asien uns eindrücklich vorführte!

Ausgestorbener Pier

Vom Kurhaus gingen wir Richtung Strand und folgten dem Pier bis an das Ende zum Riesenrad. Zum Glück was dies in einer überdachten Passage möglich, in der Dutzende noch geschlossene Lokale und Bars zu finden waren – optisch wirkte sie aber wahnsinnig in die Jahre gekommen und gefiel mir überhaupt nicht. Im Lokal am Ende des Piers folgte kulinarisch die nächste Enttäuschung des Tages (siehe blauer Infokasten über das Essen und Trinken in Den Haag weiter oben), bevor wir dann an der Oberfläche und im strömenden Regen wieder flott zurückgingen. Eine Fahrt mit dem Riesenrad stand prinzipiell auf meiner Liste, aber ohne Fernsicht wäre das ein sinnloses Unterfangen gewesen.

Innehalten am Meer

Einen Lichtblick gab es für meine Freundin und mich dann aber doch noch, der unsere Stimmung wieder aufhellte. Durch den nassen Sand stapften wir zum Meer und suchten unter dem Pier Schutz vor dem Regen. Dort lauschten wir den Wellen und fanden auf dem Boden unzählige schöne kleine Muscheln, die sich ideal als Souvenir eigneten. Durch die bunt bemalten Pfeiler des Piers ergab sich an diesem Ort sogar noch ein halbwegs gutes Erinnerungsfoto, bevor wir mit der Straßenbahn Richtung Panorama Mesdag (siehe nächster Absatz) weiterfuhren.

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Panorama Mesdag in Den Haag

Panorama Mesdag

Gemälde interessieren uns eigentlich nicht so sehr, dass wir oft in Museen gehen würden. In Den Haag gibt es aber mit dem Panorama Mesdag eine Ausstellung, wie ich sie noch nirgendwo sonst erlebt habe (Straßenbahn 1/Bus 22, 24 bis Station Mauritskade). Von einer Plattform aus kann man einen 360-Grad-Blick auf ein 120×14 Meter großes Panoramagemälde werfen. Das Kunstwerk stammt von Hendrik Willem Mesdag aus dem Jahr 1881 und zeigt in fast schon fotorealistischer Art und Weise das ursprüngliche Fischerdorf Scheveningen, bevor es zu einem Touristenmagneten wurde.

Außergewöhnliches Kunstwerk

Im Zwischenraum des Gemäldes und der Besucherplattform wurde mit Sand, einigen typischen Sträuchern sowie Fischerutensilien die Strandlandschaft nachgebildet. Je nach Lichteinfall von außen verändert sich so der Eindruck des Gemäldes. Im Erdgeschoss beim Eingang sind noch weitere Gemälde ausgestellt, aber insgesamt benötigt man in der Ausstellung nicht sehr viel Zeit. Der Eintrittspreis ist mit EUR 10,- nicht ganz günstig, es gibt aber Kombitickets mit anderen Museen in Den Haag. Alle Infos zu diesen Ticketoptionen und Öffnungszeiten findet ihr auf der Webseite panorama-mesdag.nl.

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Escher in Het Paleis in Den Haag

Escher-Museum

Den niederländischen Grafiker M. C. Escher kennen wohl die meisten von euch. Er ist einer der wenigen Künstler, die mich wirklich voll und ganz ansprechen. Seine surrealen Werke bringen mich zum ungläubigen Staunen, egal wie oft ich sie ansehe. Wenn euch Escher noch kein Begriff ist, dann schaut euch auf der Seite escherinhetpaleis.nl seine bekanntesten Malereien und Zeichnungen an. Im historischen königlichen Winterpalast, der früher auch als Arbeitspalast für die Königsfamilie genutzt wurde, ist seit 2002 eine Daueraustellung über Escher untergebracht – so kann man mit einem Besuch gleich zwei geschichtlich relevante Aspekte abhandeln (Straßenbahn 1/Bus 22, 24 bis Station Kneuterdijk, dann kurzer schöner Spaziergang durch die Allee Lange Voorhout).

Surreales und optische Täuschungen

Für EUR 9,50 (Kombitickets mit anderen Museen erhältlich) erhält man einerseits einen Einblick in das Schaffen M. C. Eschers und andererseits eine Besichtigung der historischen Räume des Palasts. Nicht umsonst heißt das Museum offiziell Escher in Het Paleis (Escher im Palast). Auch wenn ihr euch für Kultur nicht so interessiert, bin ich überzeugt, dass ihr aus dieser Ausstellung absolut begeistert wieder herausgeht. Die Werke von Escher sind eine Quelle der Inspiration! Ein ums andere Mal ist es absolut faszinierend, was das menschliche Gehirn für surreale Szenen sowie optische Illusionen hervorbringen kann! Alle relevanten Infos gibt es auf der Seite escherinhetpaleis.nl.

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Friedenspalast in Den Haag

Friedenspalast

Den Haag ist weltbekannt für seinen Internationalen Gerichtshof, den Ständigen Schiedshof sowie bedeutende Bibliotheken für Völkerrecht. All diese Institutionen sind im Friedenspalast (Vredespaleis) untergebracht, der eine echte Augenweide ist (Straßenbahn 1/Bus 24 bis Station Vredespaleis). Gebaut wurde das Gebäude im Stil der Neorenaissance 1913 als Geschenk des US-Großindustriellen Andrew Carnegies. Zusätzlich waren zahlreiche weitere Staaten am Bau beteiligt, sodass der Palast ein internationales Gemeinschaftswerk darstellt – genau die richtigen Umstände für den Internationalen Gerichtshof.

Besichtigung ist Glückssache

Im Besucherzentrum des Friedenspalasts kann man sich kostenlos mit einem Audioguide eine rund 45-minütige Präsentation über die Geschichte und die Funktionen des Palasts anschauen. In den Friedenspalast selbst gelangt man nur mittels Führung, welche aber nur an einigen wenigen Wochenenden und besonderen Anlässen angeboten wird. Tickets erhält man ausschließlich auf der Webseite vredespaleis.nl und nicht vor Ort. Wenn ihr nach Den Haag reist, dann überprüft regelmäßig diese Webseite auf verfügbare Termine! Wir hatten leider keine Möglichkeit, das Innenleben zu sehen – offizielle Fotos im Internet zeigen aber die enorm detaillierte Schönheit der Räume.

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ALLGEMEINE TIPPS

Wenn ihr es so angeht wie wir, dass ihr von Rotterdam nach Den Haag (oder umgekehrt) reist, dann zahlt sich das Tourist Day Ticket um EUR 13,50 voll aus. Darin sind alle öffentlichen Verkehrsmittel und einige private Busunternehmen in ganz Südholland inkludiert. Aber Achtung, das Ticket gilt nicht für die niederländische Bahn und einige andere Verkehrsmittel. Alle Details dazu gibt es auf der Webseite touristdayticket.de. Jedenfalls konnten wir so von Rotterdam mit der Metro E direkt nach Den Haag fahren und brauchten dort keinen weiteren Fahrschein mehr für die Straßenbahn zu kaufen.

Die Straßenbahn ist das beste Fortbewegungsmittel in Den Haag – die Linie 1 beispielsweise hat viele Stationen in der Nähe von Sehenswürdigkeiten. Alle Infos zu Fahrpreisen und Netzplänen findet ihr auf der Webseite htm.nl. Es gibt sogar eine eigene Touristenstraßenbahn, die so ziemlich alle für Besucher interessanten Orte und Plätze anfährt. Für mehr Informationen dazu besucht ihr am besten die Webseite denhaag.com.

Für das autolose Reisen innerhalb der Niederlande kann ich euch die Bahn wärmstens empfehlen. Meine Freundin und ich sind eine Woche lang nur mit dem Zug durch die Gegend gedüst und waren begeistert. Die Züge fahren regelmäßig in relativ kurzen Abständen, sind pünktlich sowie recht preisgünstig und benötigen für die Strecken dank des Flachlands nicht lange. Eine ausgezeichnete Fahrplanauskunft (auch auf dem Smartphone), welche ich sehr oft benutzt habe, findet ihr auf der Webseite ns.nl.

Wenn ihr euch für moderne Architektur interessiert, dann streift ein bisschen durch den Hauptbahnhof. Dort findet ihr übrigens auch außerhalb der Sperrzone, die nur mit Ticket zugänglich ist, allerhand Stände mit Verpflegung oder Sonstigem. Ich erwähne das, weil es in Rotterdem genau umgekehrt ist.

Was ich noch gerne gesehen hätte, ist die Aussicht vom Hochhaus Haagse Toren / The Hague Tower (Rijswijkseplein 786) auf die Stadt. Durch das schlechte Wetter am ersten Besuchstag strichen wir diesen Punkt allerdings, da es schlichtweg keine Aussicht gab. Am zweiten Tag war zwar blauer Himmel, aber die Aussichtsplattform öffnete erst um 12 Uhr, als wir uns schon im Zug auf der Weiterreise befanden. Wenn ihr hinauffahren wollt, kostet es EUR 9,- inklusive einem Freigetränk in der Sky Bar, alle Infos dazu gibt es auf der Webseite haagsetoren.nl.

 

FAZIT

Den Haag hielt für meine Freundin und mich Zuckerbrot und Peitsche bereit. 😉 Der erste Tag stand ganz im Zeichen von sintflutartigem Regen, der unseren Spaziergang am Strand von Scheveningen zu einem wenig freudigen Ereignis machte. Zum Glück bietet Den Haag mit äußerst interessanten Museen ein tolles Alternativprogramm, wenn das Wetter einmal nicht mitspielen will. Der zweite Tag war dafür von strahlendem Sonnenschein geprägt, wodurch wir die schöne Innenstadt noch voll genießen konnten. Ein besonderes Erlebnis war auch die Führung durch den Binnenhof und die weiteren historischen sowie modernen Räume der niederländischen Politik. Nützt also die Gelegenheit und macht einmal einen Abstecher nach Den Haag, es zahlt sich aus!

 

Den Haag: Reisebericht mit allen Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.Den Haag: Reisebericht mit allen Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.

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