Zagreb: Hauptstadt der roten Herzen

Nachtaufnahme des Hauptplatz von Zagreb

Denkt ihr bei Kroatien sofort an Sonne, Strand und Meer? Dann wird es Zeit, euren Blick auch einmal auf die Hauptstadt zu lenken! Zagreb verbindet mit viel Charme kontinentale sowie südländische Atmosphäre und präsentiert sich als wirklich attraktives Ziel für einen Städtetrip. Ich habe mich mit meiner Freundin während der Adventzeit zwei Tage lang in den Trubel geworfen und zeige euch in diesem Beitrag die schönsten Seiten der Stadt!

Zagreb

FAKTEN

Reisezeit: Dezember 2018 (2 Tage, 2 Übernachtungen)
Anreise: Mit Austrian Airlines von Flughafen Wien-Schwechat nach Flughafen Franjo Tuđman Zagreb (ca. 0:40 h), dann mit dem Airport Bus in die Stadt (Details siehe allgemeine Tipps am Ende des Beitrags)
Unterkunft: Hotel Main Square Residence **** (Trg bana Josipa Jelačića 5, Hotel buchen*): Relativ günstiges Hotel mit leichtem Hostel-Feeling in absolut perfekter Lage mitten auf dem Hauptplatz Zagrebs. Historisches Gebäude von 1905 im Sezessionsstil mit wunderschönem Treppenhaus, kein Aufzug. Die Rezeption sieht katastrophal einfach aus, davon darf man sich aber nicht abschrecken lassen. Sehr stilvoll, edel sowie geräumig eingerichtete Zimmer, bequeme Betten, Decken sind selbst zu überziehen, nur ein Badetuch (kein kleines Handtuch), modernes Bad mit super Dusche, kostenloses WLAN mit schnellem Up- und Download. Im Zimmer befindet sich noch eine Küchenzeile mit Kühlschrank sowie ein Minisafe. Weiterempfehlung? Klares JA.
Weitere schöne Hotels in Zagreb könnt ihr hier* suchen und buchen.

TRANSPARENZHINWEIS

*Die mit Stern gekennzeichneten Verweise in diesem Blogartikel sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn ihr über diese Links etwas bucht, unterstützt ihr meine Arbeit und ich erhalte eine kleine Provision. Für euch entstehen dabei keine Nachteile.

 

Rote Herzen von Zagreb

Zagreb als Einstiegstor zu Kroatien

Während es in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kaum jemanden gibt, der noch nie in Kroatien war, durfte ich mich bis Ende 2018 zu dieser fragwürdigen Gruppe zählen. 😉 Mit meiner Freundin sollte dieser Umstand dann aber endlich beendet werden und wir schlugen zwei Fliegen mit einer Klappe: einerseits nutzten wir die Chance, den preisgekrönten Weihnachtszauber von Zagreb hautnah mitzuerleben (siehe mein Beitrag Zagreb: Europas Liebling im Advent) und andererseits fanden wir genügend Zeit vor, um uns auch die Sehenswürdigkeiten der kroatischen Hauptstadt in Ruhe anzusehen.

Rote Herzen als Wahrzeichen der Stadt

Dabei fiel uns beim Umherflanieren eines sofort auf: an gefühlt jeder Ecke stechen den Besucherinnen und Besuchern rote Herzen aus Lebkuchen und anderen Materialien ins Auge. Die Tradition der Herzen geht bis in das 16. Jahrhundert zurück und ist ein Zeichen der Treue. In der ursprünglichen Form wurde in der Mitte der Herzen noch ein Spiegel angebracht und der oder dem Beschenkten mit den Worten „Schau, wer in meinem Herzen wohnt“ übergeben. Heute sind diese beliebten Souvenirs aber in allen möglichen Varianten zu finden – ein perfektes Mitbringsel!

Zagreb – flach und hügelig zugleich

Der charakteristische Stadtkern entwickelte sich aus zwei Siedlungen im Mittelalter, die jeweils auf einem Hügel lagen: Gornji Grad (Oberstadt, auch Gradec genannt) und Kaptol. Erstmals erwähnt wurde der Name Zagreb 1094, als der ungarische König Ladislaus die Zagreber Diözese gründete, deren Kathedrale bis zum aktuellen Zeitpunkt das stadtbestimmende Gebäude ist. Anfangs gab es zwischen den Siedlungen, die durch einen Fluss (heute die sehr beliebte Fortgehmeile Tkalčićeva) getrennt waren, noch Spannungen. Als diese dann im Laufe der Zeit abnahmen, vergrößerte sich die Stadt auch in den flachen Bereichen, wo man einen Markplatz schuf – den Ban-Jelačić-Platz, das Zentrum der Gegenwart.

Eine Stadt voller Sehenswürdigkeiten

Mit meiner Freundin hatte ich zwar eine Menge Punkte auf einer Liste notiert, die wir ansehen wollten – wirklich stressig wurde es aber in den zwei Tagen unseres Aufenthaltes zum Glück nicht. Das liegt vor allem daran, dass in Zagreb fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten im Umkreis von ca. einem Kilometer rund um den zentralen Ban-Jelačić-Platz angeordnet sind. Es war also kein Zufall, dass wir unsere Unterkunft (siehe Fakten oben) genau an diesem Ort wählten. In den nächsten Absätzen erzähle ich euch nun im Detail, was wir angesehen und erlebt haben. Viel Spaß dabei! 🙂

Übrigens: wenn ihr euch über eine Stadt gerne mittels professioneller Führung einen ersten Eindruck verschaffen wollt, dann ist vielleicht dieser zweistündige Rundgang durch Zagreb* etwas für euch.


Ban-Jelačić-Platz und Straßenbahn in Zagreb

Ban-Jelačić-Platz

Der zentrale Ban-Jelačić-Platz (Trg bana Josipa Jelačića) ist zweifelsohne der ideale Startpunkt, um Zagreb zu erkunden. In der Mitte steht das Reiterstandbild des Volkshelden Joseph Jelačić von Bužim. Der Platz existiert seit dem 17. Jahrhundert, das heutige Aussehen erinnert aber an die Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie. Prachtvolle Bauwerke aus dem Klassizismus, der Wiener Sezession und der Moderne schmücken den Ban-Jelačić-Platz – seht euch in den Fakten oben beispielsweise unsere Unterkunft an, die in einem fantastischen Gebäude des Sezessionsstils untergebracht ist.

Viel los auf dem Hauptplatz

Meine Freundin und ich waren zur Weihnachtszeit vor Ort, wenn sowieso viel Trubel herrscht. Ich stelle mir aber vor, dass es sich hier auch in den warmen Monaten herrlich flanieren und in einem der Cafés entspannen lässt. Einen Lokaltipp dazu findet ihr weiter unten im blauen Infokasten über das Essen und Trinken in Zagreb. Obwohl gleich acht Straßen in den Platz münden, ist alles vorbildhaft eine autofreie Zone. Nur auf die zehn Straßenbahn-Linien (sieben bei Tag, drei bei Nacht) muss man Acht geben, denn diese sausen teilweise im Sekundentakt an einem vorbei. Aufgefallen sind mir noch die nicht nur auf dem Hauptplatz aufgestellten Würfeluhren, die sehr stark an Wien erinnern.

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Aussicht vom Hochhaus Zagreb 360°

Zagreb 360°: Feinste Aussicht vom Hochhaus

Wenn möglich gleich am Vormittag solltet ihr unbedingt mit dem Aufzug in den 16. Stock des unübersehbaren Hochhauses auf dem Ban-Jelačić-Platz fahren. Dort gibt es unter dem Namen Zagreb 360° (zagreb360.hr) ein gemütliches Café und die Möglichkeit, auf eine schmale Terrasse zu gehen. Diese ist zwar eingegittert, man kann aber problemlos zwischen den Metallstäben durchfotografieren. Die Aussicht ist absolut atemberaubend und sorgt garantiert für perfekte Erinnerungsfotos!

Einmal zahlen, mehrmals kommen

Der Eintritt ist mit HRK 60,- (EUR 8,10) vielleicht auf den ersten Blick etwas happig, er relativiert sich aber sofort. Erstens sind die Getränkepreise im Café sehr günstig (guter Cappucchino HRK 14,- / EUR 1,90) und zweitens ist es möglich, den gesamten Tag beliebig oft auf den Turm zurückzukehren. Dazu müsst ihr euch beim Eingang einfach nur einen Stempel mit unsichtbarer Tinte geben lassen. Dadurch konnte ich zur Dämmerung nochmals Fotos machen und die leuchtende Stadt einfangen. Ab dem späten Nachmittag werden übrigens auch verschiedene kostenlose Events angeboten. So kamen meine Freundin und ich etwa in den Genuss einer Schinken- und Salamiverkostung.

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Innenansicht der Kathedrale von Zagreb

Kathedrale von Zagreb

Die Kathedrale von Zagreb (Katedrala Uznesenja Blažene Djevice Marije i svetih Stjepana i Ladislava) ist neben den roten Herzen das Wahrzeichen der Stadt. Das gotische Bauwerk steht im Stadtteil Kaptol unweit des Ban-Jelačić-Platzes und ist das höchste Kroatiens. Schon im 10. Jahrhundert befand sich an der Stelle eine Kirche, für die Kathedrale selbst begannen die Bauarbeiten Ende des 13. Jahrhunderts. Ein verheerendes Erdbeben 1880 verursachte schwere Schäden und die Kirche wurde im neugotischen Stil so wiederaufgebaut, wie man sie heute kennt.

Schönheit kommt langsam zurück

Während der kommunistischen Zeit vernachlässigte man die Pflege des Bauwerks und die Kathedrale verfiel zusehends. Seit 1990 wird an der Restaurierung gearbeitet, die auch 2018 mit der teilweisen Verhüllung des rechten Turms – noch deutlich sichtbar – nicht abgeschlossen ist. Wenn ihr vor der Kirche steht, fallen euch sicher die sehr gut erhaltenen Reste einer historischen Befestigungsmauer zum Schutz des Bauwerks auf. An der Mauer links ist die alte Kirchturmuhr befestigt, die um 7.03 Uhr am Tag des großen Bebens 1880 stehenblieb. Davor seht ihr eine verfallene und eine restaurierte Turmspitze, die zeigt, welcher Aufwand für die Wiederherstellung betrieben wird.

Sehenswertes Inneres

Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos (für Besucher Mo-Sa 10-17 Uhr und So 13-17 Uhr geöffnet) und die Kirche wird dank ihrer Bekanntheit wirklich nahezu von Touristengruppen gestürmt – das empfand ich schon als etwas nervig. Die Innenausstattung ist prunkvoll, aber nicht überladen. Besonders schön in Erinnerung blieben meiner Freundin und mir der Chor mit dem Schrein des 1998 seliggesprochenen Zagreber Erzbischofs und Kardinals Alojzije Stepinac, die bunten Fenster und die Kanzel. Wichtig ist auch die Walcker-Orgel aus dem Jahr 1855, in deren Hörgenuss wir leider nicht kamen. Vor der Kirche ist weiters der Brunnen aus dem Jahr 1873 mit vier goldenen Engelsfiguren und einer Mariensäule sehenswert.

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Sehr gute Blicke auf die Kathedrale erhält man vom Dolac-Markt und von der östlichen Seite des Ban-Jelačić-Platzes.

 


Der Dolac-Markt in Zagreb

Der Dolac-Markt

Der Dolac ist ein echtes Highlight in Zagreb und ein Besuch darf auf keinen Fall fehlen! Seit 1926 bauen auf der Fläche nördlich des Ban-Jelačić-Platzes jeden Tag ab 7 Uhr die Bauern aus der Stadt und den umliegenden Dörfern ihre Stände auf. Charakteristisch sind dabei die roten Schirme, die sowohl vor Sonne als auch vor Regen schützen und ein echtes Markenzeichen sind. An der Oberfläche geht man am besten kreuz und quer durch die Stände und lässt sich von Obst, Gemüse, Blumen und sonstigen Waren beeindrucken.

Der „Bauch von Zagreb“

Unterhalb des Dolac befindet sich übrigens eine zweite Ebene in Form einer Markthalle. Dort ist das Ambiente aus meiner Sicht zwar etwas düster und muffig, das Angebot an Fleisch, Fisch, Käse, Backwaren und weiteren Köstlichkeiten macht das aber wieder wett. Die Einheimischen jedenfalls zelebrieren ihren liebevoll nur „Bauch von Zagreb“ genannten Markt – das wird deutlich, wenn man einmal ein paar Momente ruhig das Geschehen beobachtet. Übrigens: kommt nicht zu spät zum Dolac-Markt, denn ab der Mittagszeit leeren sich die Stände der Bauern relativ schnell wieder.

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Zwei schöne Fotomotive sind die Statue einer Bäuerin an den Stufen und der Blick vom Dolac-Markt in Richtung der Kathedrale.

 

ESSEN UND TRINKEN IN ZAGREB

In zwei Tagen Zagreb haben meine Freundin und ich nur zwei Restaurants und zwei Cafés besucht, da wir auch auf den Weihnachtsmärkten die lokalen Spezialitäten probierten. Was es dort alles zu kosten gibt, könnt ihr im Artikel Zagreb: Europas Liebling im Advent nachlesen.

In der stark frequentierten Fortgehmeile Tkalčićeva waren wir durch einen Tipp eines Freundes im Restaurant Pivnica Medvedgrad (Ul. Ivana Tkalčića 36). Wir aßen beide ein herzhaftes Gulasch, das Highlight im sehr touristisch angehauchten Lokal (wie auch alle anderen auf der Tkalčića-Straße) ist aber klar das hausgemachte Craft-Bier. Man kann einen „Beer Tester“ bestellen, der aus sieben Kostproben zu je 0,1 l besteht und ideal ist, um die verschiedenen Sorten kennenzulernen. Zur Orientierung für euch hier meine süffigen Favoriten: Crna Kraljica (Schwarzbier), Grička vještica (Bockbier) und Zlatni Medvjed (Pils). Anstrengend zu trinken waren die Sorten Fakin IPA, DVA Klasa (Weizenbier), das Saisonbier und Mrki Medvjed (Dunkles Lager).

Mit viel Hunger im Bauch entschieden wir uns nach der Ankunft für das nahe unseres Hotels gelegene Bistro „Na Dolcu“ (Ul. Pod zidom 1A). Das Lokal befindet sich in der Zwischenebene des Dolac-Marktes und ist einfach, aber modern eingerichtet. Angeboten werden Grill- und andere Spezialitäten, zu Gast waren hauptsächlich Einheimische, was ich immer als gutes Zeichen werte. Meine Freundin und ich bestellten Ćevapi (Ćevapčići) und bekamen eine große Portion. Geschmack und Qualität waren ausgezeichnet, klare Empfehlung!

Direkt im Haus unseres Hotels lachte uns das Café Mala kavana (Trg bana Josipa Jelačića 5) an, das immer voll zu sein schien. Wir probierten trotzdem, einen Platz zu bekommen und wurden vom Personal sehr gut unterstützt. Kroatien ist in der Gastronomie eigentlich nicht für seine Servicequalität bekannt – zumindest hier war das aber nicht der Fall und alles vorbildlich. Der Capucchino war schön stark und die von uns bestellten Croissants (einmal Schoko, einmal ohne Füllung) frisch gebacken, herrlich!

In der Oberstadt machten wir Pause im Café Kavana Lav (Opatička ul. 2) direkt neben dem Steintor. Das von außen unscheinbare Lokal ist innen in drei Bereiche gegliedert, die alle einen leicht unterschiedlichen Charakter aufweisen und mit angenehmer Musik untermalt werden. Wir blieben im hintersten Bereich, wo bequeme Fauteuils zum Entspannen einladen. Der Cappucchino war auch hier genial, zusätzlich stärkten meine Freundin und ich uns mit einem hausgemachten sowie glutenfreien Bananen- und Karottenkuchen.

 

Blick auf die Oberstadt (Gornji Grad) von Zagreb

Oberstadt (Gornji Grad)

Wie ihr bereits weiter oben lesen konntet, war in vergangenen Zeiten die Oberstadt (Gornji Grad) die „Konkurrenzsiedlung“ zu Kaptol. Heute ist die auf einem Hügel liegende Oberstadt eine einzige große Sehenswürdigkeit, die zahlreiche interessante Bauwerke, Museen und Plätze beherbergt. Nachfolgend findet ihr die wichtigsten, über die ich euch einige Worte berichten möchte.

Standseilbahn

Die Standseilbahn (Uspinjača) ist aufgrund ihres Alters eine echte Sehenswürdigkeit in Zagreb, obwohl sie mit nur 66 Metern Länge und einer Fahrzeit von 55 Sekunden zu den kürzesten Standseilbahnen der Welt zählt. Sie verbindet die Unterstadt (in der Sackgasse Tomićeva ulica) mit der Oberstadt (Strossmayer-Promenade, siehe nächster Absatz). Wenn ihr keine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel habt, kostet eine Fahrt leistbare HRK 5,- (EUR 0,70). Aufgrund der kurzen Distanz hat eine Fahrt für Touristen aber mehr symbolischen Charakter – die ältere Bevölkerung Zagrebs ist allerdings sicherlich froh über diese Aufstiegshilfe.

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Strossmayer-Promenade

Die Strossmayer-Promenade (Strossmayerovo šetalište) hat mich nicht nur wegen des schönen Weihnachtsmarktes (siehe mein Beitrag Zagreb: Europas Liebling im Advent), sondern vor allem wegen der fantastischen Ausblicke auf Zagreb beeindruckt. Die Promenade wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut und später nach dem Bischof Josip Juraj Strossmayer benannt. Eine lange Reihe an Kastanienbäumen und Parkbänken laden so richtig ein, sich einfach einmal ein paar Minuten hinzusetzen und die Blicke über die Stadt schweifen zu lassen. Früher befand sich auf der Promenade ein Café, in das zahlreiche Prominente und Künstler gingen. Heute erinnert an der Stelle des nicht mehr existenten Cafés eine silberne Statue des Dichters und Schriftstellers Antun Gustav Matoš an die damalige Zeit.

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Tkalčićeva ulica

Das Zentrum des Nachtlebens in Zagreb ist die autofreie Straße Tkalčićeva (von den Einwohnern kurz Tkalča genannt), erreichbar ist sie unmittelbar vom Ban-Jelačić-Platz. Früher gab es entlang der Straße einen Fluss, der die beiden Siedlungen Gradec (heute Gornji Grad bzw. Oberstadt) und Kaptol voneinander trennte. Mehrere Wassermühlen sorgten nicht nur für die wirtschaftliche Entwicklung Zagrebs, sondern auch für Kämpfe zwischen den Siedlungen. Dieser Konflikt entspannte sich dann und Zagreb wuchs auch in den flacheren Gegenden.

Früher Rotlicht-, heute Ausgehviertel

Der Fluss auf der Tkalčićeva-Straße wurde überdeckt und verband schließlich die zuvor getrennten Siedlungen. Als Prostitution legal wurde, kamen zahlreiche Bordelle in der Straße zum Vorschein. Von außen zeigen durften sie das aber nicht, weswegen nur mit einer farbigen Laterne das verruchte Innenleben angedeutet wurde. Heute ist die Straßenbeleuchtung mit roten Lampen ausgestattet und erinnert an diesen früheren Umstand.

Viel Trubel, wenig Nachhaltiges

Meine Freundin und ich schlenderten die Straße zwischen schönen Häusern einmal auf und ab – auf der Suche nach einem guten Lokal. Auswahl gibt es wahrlich genug und es sind auch entsprechend viele Touristen unterwegs. Welches Restaurant wir schließlich auswählten, könnt ihr im blauen Infokasten weiter oben erfahren. Mein Fazit zur Tkalčićeva-Straße: einmal durchgehen und eine Pause in einem Lokal machen zahlt sich aus, einen wirklich bleibenden Eindruck hat der Ort aber irgendwie bei mir nicht hinterlassen.

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Museum of broken relationships

Ein Museum der besonderen Art und wie ich es noch nie zuvor erlebt habe, ist das Museum of broken relationships (Museum der zerbrochenen Beziehungen) (HRK 40,- / EUR 5,40). Es liegt in der Oberstadt (Gornji Grad) zwischen vielen anderen Sehenswürdigkeiten und sollte auf eurer Liste unbedingt stehen, auch wenn es nicht der lustigste Besuch werden wird. Kombinieren könnt ihr den Museumsbesuch bei Interesse auch mit einer Stadtführung durch Zagreb*. Beworben und in Artikeln beschrieben wird die Ausstellung als witzig: es geht um gescheiterte Beziehungen, die anhand von zurückgelassenen Alltagsgegenständen und einer kurzen persönlichen Beschreibung der verlassenen Person symbolisiert werden. In der Realität verlässt man das Museum allerdings mit einem mulmigen Gefühl im Bauch.

Ein Museum der Tragik

Die Exponate und dazugehörigen Geschichten handeln nämlich nicht nur von in die Brüche gegangenen Liebesbeziehungen, sondern generell von Trennungen. So liest man neben bizarr anmutenden Erzählungen auch von Schicksalsschlägen durch Krankheit oder Unfälle, die einen einfach nur traurig zurücklassen. Sehr gut bemerkt hat man diesen Umstand daran, dass während unseres Besuchs eigentlich recht viele Menschen umherwuselten, es allerdings mucksmäuschenstill war – alle gingen sichtbar in sich und wurden zum Nachdenken angeregt. Infos zu den Öffnungszeiten und anderen Details findet ihr auf der Webseite brokenships.com).

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St.-Markus-Kirche

Die St.-Markus-Kirche (Crkva sv. Marka) ist die katholische Pfarrkirche der Oberstadt und durch ihr buntes Dach ein echter Blickfang. Nicht umsonst zählt die Kirche auch zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Ursprünge der Kirche gehen auf das 13. Jahrhundert zurück, ihr heutiges Aussehen in neugotischem Stil erhielt das Gebäude nach mehreren Umbauten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die beiden riesigen Wappen auf dem Dach zeigen das heutige Wappen Zagrebs (weiße Burg auf rotem Hintergrund) und das historische Wappen des dreieinigen Königreiches Kroatien, Slawonien und Dalmatien.

Wie du die Kirche besichtigen kannst

Von außen ist die St.-Markus-Kirche wirklich schon wunderschön anzusehen (unbedingt auch den Blick auf die Kirche vom Lotrščak-Turm genießen, siehe weiter unten!), aber das Innere bekommen viele Touristen leider nie zu Gesicht, weil die Tore verschlossen sind. Das widerum ist wirklich schade, denn die St.-Markus-Kirche ist innen ein echtes Prachtstück! Wie kommt ihr nun also so wie meine Freundin und ich hinein? Ganz einfach: seid ca. 15-20 Minuten vor einer Messe vor Ort, dann ist die Kirche geöffnet und ihr könnt entweder vor der Messe noch fotografieren oder die Messe einfach besuchen (dann aber bitte nicht fotografieren). Messen finden von Montag bis Freitag um 18 Uhr, am Samstag um 7.30 Uhr sowie am Sonntag um 10.30 Uhr und 18 Uhr statt.

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Parlament und Banuspalais

Die vorhin von mir vorgestellte St.-Markus-Kirche steht auf dem großen Platz Trg svetog Marka, der weitere repräsentative Gebäude Zagrebs beherbergt. Auf der Ostseite findet ihr das Parlamentsgebäude (Sabor) und auf der Westseite das Banuspalais (Banski dvori), welches eine gewichtige Rolle in der Geschichte Kroatiens einnimmt. Anfang der 1990er-Jahre hatte der kroatische Präsident Franjo Tuđman seinen Sitz im Banuspalais. Am 7. Oktober 1991 wurde das Gebäude von der serbisch geführten Jugoslawischen Volksarmee mit Kampfflugzeugen angegriffen. Tuđman überlebte den Anschlag – als Reaktion erklärte sich die Republik Kroatien einen Tag später am 8. Oktober 1991 für unabhängig und brach alle diplomatischen Beziehungen mit Jugoslawien ab.

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Steintor

Mit dem Steintor (Kamenita vrata) hat es eine ganz besondere Geschichte auf sich. Die Ursprünge des Stadttors gehen auf das Spätmittelalter im 13. Jahrhundert zurück, doch wirklich interessant ist die Zeit Mitte des 18. Jahrhunderts. 1731 zerstörte ein Großbrand so gut wie alle Holzgebäude in der Oberstadt und wie durch ein Wunder blieb im Steintor ein Bildnis der Jungfrau Maria heil. Seit diesem Ereignis strömen Gläubige an diese Stelle, um vor der Statue zu beten und eine Kerze anzuzünden. Durch das Steintor zu gehen empfand ich als etwas seltsam, wenn ich an das Gesamtbild aus betenden Menschen und Touristen zurückdenke. 😉

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Lotrščak-Turm

Der Lotrščak-Turm (Kula Lotrščak) an der Bergstation der Standseilbahn ist das am besten erhaltene Bauwerk des ehemaligen Verteidigungssystems der Stadt und heute ein Wahrzeichen Zagrebs. Der Name stammt vom lateinischen „Campana latrunculorum“ („Glocke der Diebe“), die damals jeden Abend vor dem Schließen der Stadttore läutete. Im Inneren befindet sich eine Touristeninformation, an der ihr für HRK 20,- (EUR 2,70) Tickets für eine Turmbesteigung kaufen könnt (Mo-Fr 9-20 Uhr und Sa/So/Ftg. 10-19 Uhr). Diese müsst ihr unbedingt machen! Der Aufstieg ist nicht beschwerlich und von der Spitze aus habt ihr einen Wahnsinnsblick auf die gesamte Stadt.

Der tägliche Kanonenschuss

Eine Legende sorgt dafür, dass jeden Tag um Punkt 12 Uhr Touristen aufschrecken, wenn ein Kanonenschuss durch die Stadt hallt. Als einst die Türken vor den Stadttoren lagerten und auf eine Chance zur Eroberung warteten, soll ein Kanonenschuss aus dem Lotrščak-Turm das Grillhendl des Sultans getroffen haben. Dieses Ereignis ließ die Türken abziehen – was nun genau daran wahr ist und was erfunden? Naja, egal. 😉 Jedenfalls erinnert seit der Anschaffung der Kanone 1876 täglich ein Schuss zur Mittagszeit an diese Legende. Bei der Besteigung des Turms könnt ihr sogar durch eine Glaswand einen Blick auf die heute verwendete amerikanische Kanone von 1943 werfen. Und wenn ihr das ganze am Nachmittag macht, werdet ihr sogar noch den grauenhaften Geruch des Schießpulvers riechen.

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Kirche Sveti Franjo

Die bekanntesten Kirchen in Zagreb sind ohne Zweifel die Kathedrale und die St.-Markus-Kirche. Meine Freundin und ich haben aber noch per Zufall eine dritte entdeckt, die uns sprachlos werden ließ. In der Oberstadt unweit der Kathedrale bzw. der berühmten Straße Tkalčićeva steht die Kirche des heiligen Franz (Crkva svetog Franje). Von außen recht unspektakulär, sind innen ein stilvoller Torbogen, goldenes Licht, prachtvoll detaillierte Fenster und die blaue Decke ein echt guter Grund, um einen kurzen Abstecher in die Kirche zu machen! Vielleicht habt ihr auch wie wir das Glück, einer Orgelprobe zuhören zu können. 🙂

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Street Art in Zagreb

Zagreb weist eine hohe Dichte an sogenannten Murals auf – und seit Lyon (siehe Lyon: Zwischen Tradition und Moderne) bin ich ganz verrückt danach! Dabei handelt es sich um grandiose Werke der Street-Art-Szene, die auf Hausfassaden ausdrucksstarke Motive mit Sprühdosen und anderen Materialien auftragen. Die bunten Werke bringen nicht nur eine Verschönerung der Stadt mit sich, sondern auch gleichzeitig Kunst auf die Straße und somit für jeden zugänglich. Außerdem finde ich es toll, wie sich die Künstlerinnen und Künstler kritisch mit aktuellen und vergangenen Ereignissen befassen (zum Beispiel dem Kroatienkrieg). Leider sind die Murals teilweise sehr versteckt oder auch gar nicht mehr existent, sodass ich euch nur wenige Fotos zeigen kann. Auf dem Blog travelhonestly.com findet ihr aber einen langen Beitrag (englisch) mit vielen Bildern und auch einer Karte.

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Tunnel Grič

Mitten durch den Hügel der Oberstadt führt der Grič-Tunnel, der 1943 während des Zweiten Weltkriegs als Schutzraum gebaut wurde. Die Haupteingänge findet ihr an den Straßen Mesnićka ulica und Radićeva ulica, die auf 350 Metern Länge unterirdisch miteinander verbunden sind. Dazwischen gibt es einige weitere kleine Ausgänge, die aber nicht alle für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Der Tunnel weist großteils eine Breite von 3,2 Metern auf, nur in der Mitte ist ein größerer Raum angelegt.

Bewegte Geschichte

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nutzte man den Grič-Tunnel als Lagerfläche und er verfiel zusehends. Im Kroatienkrieg 1991-1995 folgte erneut die Nutzung als Schutzraum. Genau in dieser Zeit feierten 1993 den Kriegswirren zum Trotz Tausende Menschen innerhalb und außerhalb des Tunnels eine riesige Technoparty namens „The Undercity Ravec“. In den letzten Jahrzehnten konnten Einheimische und Besucher zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen bewundern. Und während des Besuchs meiner Freundin und mir gab es eine weihnachtliche Fotoschau zu sehen, mehr dazu im Artikel Zagreb: Europas Liebling im Advent.

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Der Kunstpavillon auf dem Grünen Hufeisen in Zagreb

Das Grüne Hufeisen

Eine Besonderheit in Zagreb und deshalb einen eigenen Punkt wert ist das sogenannte Grüne Hufeisen (Zelena potkova). Es beschreibt eine hufeisenförmige Form südlich der Altstadt, auf der acht Parkanlagen und eine Menge an repräsentativen Gebäuden liegen. Geplant wurde das alles vom Architekten Milan Lenucci in Anlehnung an die Ringstraße in Wien, auf der ebenfalls ein Prachtbau neben dem anderen steht. Im Zuge des Besuchs der Weihnachtsmärkte spazierten meine Freundin und ich auch entlang des Grünen Hufeisens.

Ein Prunkbau neben dem anderen

Auf einem Stadtplan erkennt man die Hufeisenform sofort. Wir haben unseren ruhigen Spaziergang am nordöstlichen Ende im Zrinjevac-Park begonnen, wo zwischen über Hundert Jahre alten Platanen aus Triest ein schöner Pavillon sowie prunkvolle Brunnen stehen. Danach folgen die Kroatische Akademie der Wissenschaften und Künste, der Kunstpavillon, der Hauptbahnhof, das Luxushotel Esplanade*, der botanische Garten (von November bis April geschlossen), das Staatsarchiv in einem Jugendstilgebäude und das Kroatische Nationaltheater. Wie ihr seht, wird euch innerhalb des Grünen Hufeisens sicher nicht langweilig. 😉

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Der Mirogoj-Friedhof in Zagreb

Mirogoj-Friedhof

Der Zentralfriedhof Mirogoj ist die größte Ruhestätte Kroatiens und mit Sicherheit auch die stilvollste. Aufgrund der scheinbar etwas exponierten Lage außerhalb des Zentrums haben ihn wahrscheinlich viele Besucher nicht auf dem Radar. Das ist aber ein großer Fehler: erstens versäumt ihr einen absolut beeindruckenden Ort und zweitens ist man mit dem Bus wirklich schnell dort. Wenn ihr die Kathedrale angeschaut habt, dann steigt einfach einige Meter entfernt an der Busstation Kaptol in den Bus 106 oder 226 und fahrt bist zur Station Mirogoj direkt vor das Hauptportal des Friedhofs. Infos zu den Fahrscheinoptionen könnt ihr im blauen Infokasten am Ende des Beitrags nachlesen.

Architektonisches Highlight

Ein Friedhof als Sehenswürdigkeit ist für manche vielleicht seltsam. Ich empfinde es aber immer als positiv, den Verstorbenen einen Besuch abzustatten und solch einen Ort auch zum Nachdenken zu nutzen. Beerdigt sind auf dem Mirogoj-Friedhof jedenfalls sehr viele bekannte kroatische Persönlichkeiten, von denen ich zugegebenerweise aber niemanden kannte. Sehr faszinierend ist es, durch die Arkaden des Hauptgebäudes – vom deutsch-französischen Architekten Hermann Bollé entworfen – zu gehen und sich die liebevoll sowie prachtvoll gestalteten Grabstätten anzusehen.

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ALLGEMEINE TIPPS

Wenn ihr mit dem Flugzeug über den vom Stadtzentrum zehn Kilometer entfernten Flughafen Franjo Tuđman anreist (übrigens seit März 2017 mit supermoderner Architektur!), dann findet ihr außerhalb der Ankunftshalle gleich rechts eine kleine Bushaltestelle. Dort fährt der Airport Bus zu jeder vollen und halben Stunde in rund 30 Minuten zum Autobusbahnhof in Zagreb (Autobusni kolodvor Zagreb), wo euch eine Menge Straßenbahnen ins Zentrum bringen. Zu denselben Zeiten erfolgt auch wieder die Rückfahrt. Tickets kauft ihr direkt im Bus, eine Fahrt kostet HRK 30,- (EUR 4,10). Es gibt zwar auch ein Hin- und Rückfahrticket um HRK 40,- (EUR 5,40), dieses gilt aber leider nur am selben Tag und ist für Touristen somit ziemlich sicher nutzlos.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind während der Advent- und Weihnachtszeit an allen Wochenenden kostenlos nutzbar (Stand 2018), was eine super Sache ist! Überprüft diese Information aber bitte unbedingt, wenn ihr 2019 und später nach Zagreb reist, da sich das natürlich immer ändern kann. Einen Plan der Straßenbahnen findet ihr auf der Webseite zet.hr beim Link „Network of daytime tram lines“.

Wenn ihr nicht zur Weihnachtszeit in Zagreb seid und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen wollt, dann könnt ihr Papiertickets entweder an offiziellen Schaltern des Betreibers ZET oder in ausgewählten Kiosken kaufen. Alternativ gibt es auch in den Straßenbahnen die Möglichkeit, beim Fahrer 90-Minuten-Tickets um HRK 15,- (EUR 2,-) und Tagestickets um HRK 30,- (EUR 4,10) zu erwerben. Alle Tarife seht ihr auf der Webseite zet.hr übersichtlich aufgelistet.

In Zagreb sind die Preise allgemein deutlich unter dem Niveau Westeuropas, aber auch nicht wirklich extrem niedrig.

Achtet in der Oberstadt (Gornji Grad) bewusst auf die Straßenbeleuchtung. Die Gaslaternen werden nämlich immer noch jeden Tag von zwei Mitarbeitern püntklich zum Einbruch der Dunkelheit per Hand angezündet.

Charakteristisch sind in der Zagreber Innenstadt die zahlreichen Würfeluhren, die es fast baugleich auch in Wien zu finden gibt.

 

FAZIT

Mein Wochenend-Kurztrip nach Zagreb hat bei mir wundervolle Gefühle hinterlassen! Gemeinsam mit meiner Freundin konnte ich nicht nur die zauberhaften Adventmärkte, sondern auch die Sehenswürdigkeiten der kroatischen Hauptstadt kennenlernen. Zwei volle Tage habe ich dabei als idealen Zeitraum empfunden, um alle wichtigen Attraktionen in Ruhe ansehen und genießen zu können. Die historischen Stätten sind abwechslungsreich und erzählen die faszinierende Geschichte Zagrebs perfekt nach. Auch kulinarisch kamen wir mit den lokalen Grillspezialitäten und charmanten Cafés genau auf unsere Kosten. Wenn ihr also das nächste Mal an einen Kroatien-Urlaub am Meer denkt, dann plant unbedingt auch die Hauptstadt Zagreb mit ein! Oder ihr kommt einfach im Winter zum Advent in Zagreb. 🙂

 

Zagreb: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.

Zagreb: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.

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