Flandern: Sechs Tage Genuss und Kultur

Nach meinem vorangegangenen Trip in die Hauptstadt Brüssel war die Lust riesig, mehr von Belgien kennenzulernen. Das Land ist in drei große Regionen aufgeteilt und ich entschied mich mit meiner Freundin, mit dem Zug eine Woche lang durch Flandern zu reisen. Mit den Städten Antwerpen, Gent, Brügge und Ostende bietet die Gegend mehr als genügend sehenswerte Orte. Außerdem kann man in Belgien ohnehin schwer etwas falsch machen, wenn man von Schokolade, Pommes Frites, Bier, Muscheln und Waffeln geradezu umzingelt ist. 😉 In diesem ersten von fünf Blogartikeln zeige ich euch, wie unsere Reise durch Flandern ablief!

Dieser Artikel wurde zuletzt am 2. Juli 2019 aktualisiert.

Flandern

FAKTEN

Reisezeit: April 2019 (6 Tage, 5 Übernachtungen)
Anreise: Mit Brussels Airlines von Flughafen Wien-Schwechat nach Flughafen Brüssel-Zaventem (ca. 1:40 h), danach Weiterfahrt mit dem Zug (Details dazu jeweils bei den einzelnen Städten unten)
Gesamtkosten Zugtickets: EUR 57,- pro Person (sechs Teilstrecken: Brüssel Flughafen –> Antwerpen –> Brügge –> Ostende –> Brügge –> Gent –> Brüssel Flughafen)
Unterkünfte: Übernachtet haben wir in Antwerpen, Brügge und Gent. Meine Bewertung der Hotels findet ihr weiter unten zu jeder Stadt. Wenn ihr allgemein in der Region Flandern ein Hotel sucht und euch inspirieren lassen wollt, dann empfehle ich euch die Buchungsplattform booking.com*, über die ich so gut wie alle Hotels suche und buche.

TRANSPARENZHINWEIS

*Die mit Stern gekennzeichneten Verweise in diesem Blogartikel sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn euch mein Blogartikel bei der Planung eurer Reise geholfen hat, freue ich mich, wenn ihr über diese Links eure Unterkunft oder Freizeitaktivitäten bucht. Ich erhalte dadurch eine kleine Provision und ihr unterstützt den Erhalt dieses Blogs. Für euch entstehen dabei selbstverständlich keine Nachteile. Vielen Dank! 🙂

 

Gibelhäuser auf dem Hauptplatz in Brügge

Trip in Flanderns malerische Städte

Flandern ist gemeinsam mit Wallonien und Brüssel-Hauptstadt eine der drei großen Regionen Belgiens. Brüssel hatte ich schon intensiv bei einem vorherigen Besuch erkundet, meine Tipps und Erfahrungen dazu erfahrt ihr im Blogbeitrag Brüssel: Schönheit im grauen Mantel. Für einen Frühjahrsurlaub im April suchten meine Freundin und ich nach einer romantischen Stadt – und geworden sind es gleich vier. Eine kurze Recherche genügte nämlich und die malerische Schönheit der flämischen Städte Antwerpen, Brügge (mit Ostende) sowie Gent hatte uns vollkommen in den Bann gezogen.

Belgien – ein Land für Genießer

Egal ob Natur, Kultur oder Kulinarik – meine Freundin und ich genießen auf Reisen einfach gerne! Dafür ist Belgien geradezu prädestiniert, wie ihr euch vorstellen könnt. Das Land ist weltweit bekannt für seine ausgezeichnete Schokolade, die schmackhafte Küche und die knusprig-leckeren Pommes Frites (oft auch mit Muscheln). Nicht zu vergessen das belgische Bier, das seit 2016 sogar auf der UNESCO-Liste des Immateriellen Weltkulturerbes geführt wird. Davon träumen viele andere Länder wohl wehmütig. 😉

Die Niederlande in Belgien

In Flandern sind hauptsächlich niederländischsprachige Belgier zu Hause. Dieser Umstand war auch ein starker Grund, warum wir uns für eine Reise dorthin entschieden. Im Jahr davor unternahmen wir nämlich ebenfalls eine einwöchige Tour durch die Niederlande und waren davon vollauf begeistert. Nachdem sich die beiden Länder sehr stark ähneln und quasi einen Kulturmix aus Belgien sowie den Niederlanden bieten, war für meine Freundin und mich klar, dass wir uns in Flandern garantiert wohlfühlen werden. Auf meinem Blog findet ihr bei Interesse eine Menge Artikel zu unseren Städtetrips und Ausflügen in den Niederlanden.

Mit dem Zug durch Flandern

Wo immer es möglich ist, verzichten meine Freundin und ich auf die Nutzung eines Autos. In Flandern geht das sogar hervorragend einfach! Aufgrund der hügellosen Landschaft und der überschaubaren Größe der Region kommt man mit dem Zug wirklich extrem schnell von einer Seite auf die andere. So benötigten wir beispielsweise für die Fahrt von Antwerpen im Osten nach Brügge im Westen des Landes nur rund 90 Minuten. Großartig fanden wir auch die Intervalle, denn im Schnitt verkehrten unsere benötigten Züge alle 20-30 Minuten.Um flexibel zu bleiben, kauften wir die Tickets immer erst kurz vor der Fahrt am Ticketautomaten in den Bahnhöfen. Diese sind wirklich selbsterklärend und sehr einfach zu bedienen! Um schon im Voraus herauszufinden, wann die Züge fahren, empfehle ich euch die Fahrplanauskunft auf der Webseite belgiantrain.be, die vor allem auf dem Smartphone superschnell zu bedienen ist.

Die Reise im Kurzporträt

Nachfolgend stelle ich euch unsere Route auf einer Übersichtskarte und die einzelnen Städte in einem Kurzporträt mit einigen fotografischen Eindrücken vor. Die ausführlichen Artikel zu unseren Erlebnissen, allen Sehenswürdigkeiten, den gewählten Unterkünften und den kulinarischen Genüssen werden dann in den nächsten Wochen veröffentlicht und bei den entsprechenden Städten verlinkt.

Karte mit einem Routenvorschlag für eine Zugreise durch Flandern
Die sechs Etappen unserer Zugreise durch Flandern: Vom Flughafen Brüssel nach Antwerpen, weiter nach Brügge, ein kurzer Trip nach Ostende und retour, Weiterfahrt nach Gent und schließlich die Rückfahrt zum Brüsseler Flughafen

Nächtliche Ansicht (Cityscape) von Antwerpen

Antwerpen

FAKTEN

Reisezeit: April 2019 (2 Tage, 2 Übernachtungen)
Anreise: Mit dem Zug von Brussels Airport – Zaventem nach Antwerpen-Centraal (0:31 h, Einzelfahrt EUR 11,60)
Unterkunft: Hotel Indigo Antwerp – City Centre *** (Koningin Astridplein 43, Zimmer buchen*): Hotel direkt am Platz vor dem Hauptbahnhof, Fußweg ins Zentrum 10-15 Minuten, alternativ mit der Straßenbahn fünf Minuten. Modernes und stylishes Boutiquehotel mit sehr heimelig eingerichteten Zimmer, wir haben uns extrem wohlgefühlt! Supermarkt nebenan, ausgezeichnete Betten, super Dusche, schnelles WLAN, guter Ausblick. Verzichtet man auf das tägliche Reinigen der Zimmer, erhält man einen Fünf-Euro-Gutschein für die Hotelbar. Frühstück haben wir nicht gebucht. Weiterempfehlung? Klares JA!
Ist das Hotel schon voll? Dann findest du auf meiner bevorzugten Buchungsplattform booking.com weitere Unterkünfte und Hotels in Antwerpen*.

Die Stadt der Diamanten

Nach der Ankunft auf dem Flughafen von Brüssel ging es direkt vom unterirdischen Flughafenbahnhof mit dem Zug in das nur rund 30 Minuten entfernte Antwerpen. Unser Hotel wählten wir in Sichtweite zum Hauptbahnhof, der durch seine Mischung aus historischer und moderner Architektur bereits eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ist. Antwerpen ist seit dem 16. Jahrhundert als Diamantenstadt bekannt und in den unscheinbaren Gassen rund um den Bahnhof spielt sich der weltweite Handel mit den Edelsteinen ab.

Zwischen Glanz und Verfall

Man könnte nun meinen, dass durch diesen Umstand Antwerpen eigentlich voller Glanz sein müsste, doch das ist nicht an jeder Ecke so. Ehrlich gesagt tat ich mir etwas schwer, mit der Stadt warm zu werden. Der Wechsel zwischen unglaublich prunkvollen sowie pompösen Gebäuden und doch deutlich heruntergekommenen Wohnhäusern ließ mich etwas ratlos zurück. Eines ist Antwerpen aber ganz sicher, nämlich eine lebendige und authentische Stadt, in der tatsächlich auch das Alltagsleben spürbar ist. Wie es anders aussehen kann, erfahrt ihr im Text zu Brügge.

Kultur, Shoppen, Bier trinken

Beeindruckt hat mich Antwerpen durch seine Museen, das Wohnhaus des weltberühmten Malers Peter Paul Rubens und vor allem durch seinen Mut zur modernen Architektur. Wer gerne shoppen geht, wird durch die großen und kleinen Einkaufsstraßen ebenfalls mehr als fündig werden. Zahlreiche Bars und Kneipen laden ein, sich kurz (oder lang) den belgischen Bieren zu widmen, während man das Stadttreiben rundherum beobachtet. Antwerpen ist einfach eine spannende Stadt, in der es viel zu entdecken gibt und die für Besucher vielleicht etwas herausfordender ist. Meinen detaillierten Reisebericht könnt ihr jedenfalls hier lesen: Antwerpen – Die Stadt der Kontraste.

Rubens-Statue vor dem Turm der Liebfrauenkathedrale in Antwerpen
Ehre, wem Ehre gebührt: Die Statue von Rubens vor dem markanten Turm der Liebfrauenkathedrale in Antwerpen
Aufnahmeort anzeigen
Großer Markt von Antwerpen und eine belgische Waffel
Auf dem Großen Markt laden nicht nur die schönen Giebelhäuser zum Verweilen ein, sondern auch der Duft von frischen Waffeln
Aufnahmeort anzeigen
Street Art wird in Antwerpen
Street Art wird in Antwerpen an sehr vielen Stellen groß geschrieben und verleiht der Stadt ein buntes Aussehen
Aufnahmeort anzeigen
Halle des Hauptbahnhofs Antwerpen-Centraal
Die Halle des Hauptbahnhofs Antwerpen-Centraal ist ein absoluter Blickfang und eine echte Sehenswürdigkeit
Aufnahmeort anzeigen

Panorama des Gotischern Saals im Stadhuis Brügge

Brügge (Brugge)

FAKTEN

Reisezeit: April 2019 (2 Tage, 2 Übernachtungen)
Anreise: Mit dem Zug von Antwerpen-Centraal nach Brugge (1:29 h, Einzelfahrt EUR 14,80)
Unterkunft: Hotel Monsieur Ernest *** (Wulfhagestraat 43, Zimmer buchen*): Sehr nettes Hotel in ruhiger Lage an einer Gracht unweit der Innenstadt, Fußweg ins Zentrum 5-10 Minuten, Zimmer geräumig aber unglaublich nüchtern eingerichtet – Bilder oder Dekoration wären echt angebracht. Super Bett, modernes Bad mit sehr guter Dusche, schnelles WLAN. Toller Bar- bzw. Frühstücksbereich mit stimmungsvoller Terrasse an der Gracht. Das Frühstücksbuffet war überschaubar, aber mit hochwertigen und ausgezeichnet schmeckenden Produkten bestückt, dazu mit einer Nespresso-Maschine endlich einmal ein guter Kaffee in einem Hotel. Am Abend gibt es an der Bar bis 22 Uhr belgisches Bier oder Wein zur Auswahl, wir haben uns eine Flasche französischen Rosé (EUR 20,-) mit aufs Zimmer genommen. Weiterempfehlung? JA!
Ist das Hotel schon voll? Dann findest du auf meiner bevorzugten Buchungsplattform booking.com weitere Unterkünfte und Hotels in Brügge*.

Brügge: Wahrlich kein „Scheißkaff“

In Brügge war ich vor einigen Jahren schon einmal, allerdings nur für rund vier Stunden. In dieser kurzen Zeitspanne konnte ich natürlich nur einen minimalen Bruchteil der Stadt kennenlernen und so richtig Stimmung wollte bei mir nicht aufkommen. Fast könnte man sagen, mir ging es wie Colin Farrell im Film „Brügge sehen… und sterben?“, der als mürrischer Gangster Brügge als „Scheißkaff“ bezeichnete. 😉 Das ist natürlich maßlos übertrieben, denn Brügge ist ein sensationeller Ort – nicht nur, aber vor allem für einen romantischen Städtetrip als Paar.

Zwischen Kitsch und Märchenwelt

Mit dem Zug ging es vom Antwerpener Hauptbahnhof also nach Brügge, um der Stadt eine zweite Chance zu geben. Und diese nutzte sie tatsächlich, denn meine Freundin und ich waren restlos begeistert von unseren zwei Tagen Aufenthalt. Die Innenstadt ist von einer malerischen Perfektion geprägt, die schon stark am Rande des Kitsches steht. Aber uns gefiel diese Märchenwelt enorm und es machte so richtig Spaß, durch die engen Gassen zu flanieren, zu schauen, zu entdecken und vor allem zu probieren.

Genuss pur in Brügge

Neben den kulturell faszinierenden Sehenswürdigkeiten ließen wir es uns auf einem Wochenmarkt, bei kleinen Chocolatiers und in zwei lokalen Brauereien wirklich gut gehen. Nicht verpassen darf man das Groeningemuseum, in dem einige weltbekannte Meisterwerke der flämischen Meister ausgestellt sind. Ein weiterer Fixpunkt in Brügge – und gleichzeitig ein Grund, warum ich in einer Stadt immer mindestens eine Nacht bleiben möchte – ist ein Spaziergang nach Sonnenuntergang. Die Touristenmassen verschwinden dann und die Stadt präsentiert sich in magischem Licht. Mehr Details findest du in meinem Reisebericht Brügge – ein Ort zum Träumen (Artikel erscheint demnächst).

Giebelhäuser in Brügge vom Glockenturm Belfried aus gesehen
Vom Glockenturm Belfried ergeben sich fantastische Ausblicke in die Ferne, aber auch auf den darunter liegenden Marktplatz
Aufnahmeort anzeigen
Belgisches Bier in der Brauerei Bourgogne des Flandres in Brügge
Brauereien bieten oftmals ein Probierpaket an, um die Vielfalt der belgischen Biere austesten zu können – hier in der Brauerei Bourgogne des Flandres
Aufnahmeort anzeigen
Abendaufnahme vom Rozenhoedkaai in Brügge mit Belfried und Liebfrauenkirche
Abends nach Sonnenuntergang fahren keine Boote mehr in den Kanälen und ermöglichen solch eine perfekte Aufnahme von Brügge
Aufnahmeort anzeigen
Schokolade in Brügge
An gefühlt jeder Ecke findet man einen Chocolatier, an dessen Auslagen man nur sehr schwer vorbeigehen kann
Aufnahmeort anzeigen

Der Strand von Ostende

Ostende (Oostende)

FAKTEN

Reisezeit: April 2019 (3-stündiger Ausflug von Brügge aus)
Anreise: Mit dem Zug von Brugge nach Oostende (0:14 h, Einzelfahrt EUR 4,20)

Drei intensive Stunden in Ostende

Der ursprüngliche Plan sah eigentlich vor, mindestens einen halben Tag in Brügge zu opfern und an das Meer nach Ostende zu fahren. Meine Freundin und ich fühlten uns allerdings in Brügge derart wohl, dass die Zeit einfach wie im Flug verging. Wir entschieden uns deshalb spontan, nur zum Muschelessen und zum Spazierengehen am Strand nach Ostende zu fahren. Mit dem Zug geht das in nur 14 Minuten, sodass wir noch bei strahlendem Sonnenschein gegen 18 Uhr ankamen.

Viel Trubel inmitten von Plattenbauten

Der erste Eindruck war wirklich fein, denn das Bahnhofsgebäude, der daneben liegende Jachthafen und die Kathedrale begrüßen die Gäste gebührend. Der rund 20-minütige Spaziergang durch die Stadt zum Strand hat diesen Eindruck dann etwas relativiert, denn die Wohnhäuser sehen allesamt schon deutlich in die Jahren gekommen aus. Am Meer selbst sind plattenbauähnliche Apartmentbauten sowie Hotels aufgereiht und versprühen das Flair der 70er-Jahre. Das Meer selbst und der tolle Sandstrand entschädigten uns aber vollkommen für die wenig berauschende Optik. Auch die Menschen schien das Umfeld nicht zu stören, denn das Getümmel auf der Promenade und am Strand selbst war beachtlich.

Perfekte Muscheln, romantischer Ausklang

Ostende ist berühmt für seine Meeresfrüchte – einen Platz in einem Lokal zu bekommen, ist aber ohne Reservierung gar nicht so einfach. Wir fanden glücklicherweise direkt an der Strandpromenade noch ein Plätzchen in einem Lokal und aßen dort unfassbar gute Moules-frites (Miesmuscheln mit Pommes Frites), dazu ein köstlicher Hauswein. Anschließend genossen meine Freundin und ich in der mittlerweile kühlen Abendluft den Sonnenuntergang direkt am Wasser und fast völlig ungestört, ein echt romantischer Moment! 🙂 Mehr Eindrücke und Details zum Muschel-Lokal an der Strandpromenade kannst du in meinem Reisebericht Ostende – Romantischer Kurztrip ans Meer lesen (Artikel erscheint demnächst).

Sonnenuntergang am Meer in Ostende
Kurz vor Sonnenuntergang am Meer entlangflanieren – das geht perfekt in Ostende
Aufnahmeort anzeigen
Belgische Nationalspeise Moules-frites in Ostende
Moules-frites ist eine der Nationalspeisen Belgiens und schmeckt absolut köstlich in Ostende
Aufnahmeort anzeigen
Plattenbauähnliche Gebäude an der Strandpromenade von Ostende
Die plattenbauähnlichen Gebäude an der Strandpromenade von Ostende versprühen das Flair der 70er-Jahre
Aufnahmeort anzeigen
Ein Liebespaar steht mit den Füßen im Meer
Trotz eines kühlen Apriltages wollten meine Freundin und ich unbedingt das Meer spüren
Aufnahmeort anzeigen

Panorama von Korenlei und Graslei in Gent

Gent

FAKTEN

Reisezeit: April 2019 (2 Tage, 1 Übernachtung)
Anreise: Mit dem Zug von Brugge nach Gent-Sint-Pieters (je nach Zug 22-41 Minuten, Einzelfahrt EUR 6,60)
Unterkunft: Hotel NH Gent Belfort **** (Hoogpoort 63, Zimmer buchen*): Klassisches, großes Hotel der Kette NH, absolut perfekte Lage inmitten des Zentrums, alle Sehenswürdigkeiten in Gehweite. Äußerst geräumige Zimmer in zeitlosem Design, großes bequemes Bett, schönes Bad. Klimaanlage an-/ausschaltbar, Minibar mit nervigem Motor. Saunabereich nicht genutzt, Frühstück nicht gebucht. Weiterempfehlung? Aufgrund der nicht zu schlagenden Lage ein klares JA!
Ist das Hotel schon voll? Dann findest du auf meiner bevorzugten Buchungsplattform booking.com weitere Unterkünfte und Hotels in Gent*.

Ein großes Wow für Gent

Gent hatte ich vor der Reise nicht wirklich im Hinterkopf und ich bin erst im Zuge der Recherche für unseren einwöchigen Trip durch Flandern darauf gestoßen. Aber soll ich euch etwas sagen? Gent war völlig überraschend das absolute Highlight der Reise! Meine Freundin und ich waren beide extrem begeistert von dieser Stadt, in der das Alltagsleben förmlich pulsiert, ohne dass Stressgefühle aufkommen. Die Innenstadt ist eine einzige Sehenswürdigkeit mit historisch faszinierenden Gebäuden an gefühlt jeder Ecke.

Eine Innenstadt zum Verlieben

Das schon in der Einleitung erwähnte niederländische Flair ist durch die vielen Grachten in Gent besonders stark zu spüren. Inmitten des Zentrums steht mit der Burg Gravensteen ein imposantes Bauwerk mit einer jahrhundertealten Geschichte. Rundherum entspannen die Menschen auf der Wiese vor dem Wassergraben oder blicken von den angrenzenden Lokalen auf die Burg – echt ein außergewöhnliches Setting! Am meisten imponiert haben mir aber die Kaianlagen Graslei und Korenlei. Dieser Ort mitten am Wasser, rundherum eingerahmt von den typischen Giebelhäusern, ist ein wahrer Anziehungspunkt für Jung und Alt, Einheimische wie Touristen. Zu jeder Tageszeit haben wir hier viele Menschen erlebt, die gemeinsam die Zeit verbringen und entspannt die Atmosphäre genießen.

Kulturschätze und kulinarische Leckerbissen

Gent ist geprägt von zahlreichen Türmen der eng aneinanderliegenden Kirchen. Die St.-Bavo-Kathedrale sticht dabei speziell hervor, denn in ihrem ohnehin bereits äußerst sehenswerten Inneren befindet sich mit dem Genter Altar ein absolutes Meisterwerk der Malerei. Nicht fehlen darf bei einem Besuch in Gent der Aufstieg auf den Glockenturm Belfried, um die Stadt von oben zu überblicken. Und falls ihr euch fragt: ja, auch in Gent haben meine Freundin und ich allerlei an Schokolade, Pommes Frites und Bier probiert – nicht zu vergessen die süße Spezialität Genter Nasen. Alle Details zu Sehenswertem und Kulinarischem könnt ihr in meinem Reisebericht Gent – Das Highlight von Flandern nachlesen (Artikel erscheint demnächst).

Abendaufnahme von Korenlei und Graslei in Gent
Korenlei und Graslei – diese beiden Kais sind ein absoluter Hotspot im Leben von Einheimischen und Touristen in Gent
Aufnahmeort anzeigen
Typisch flämische Speisen Vlaamse Stoverij (eine Art Rindergulasch) und Waterzooi (Eintopf mit Hühnerkeule und Gemüse)
Zwei typisch flämische Speisen: links Vlaamse Stoverij (eine Art Rindergulasch) und rechts Waterzooi (Eintopf mit Hühnerkeule und Gemüse)
Aufnahmeort anzeigen
Sint-Veerleplein und Burg Gravensteen in Gent
Von den Cafés und Restaurants auf dem Platz Sint-Veerleplein hat man eine tolle Sicht auf die Burg Gravensteen
Aufnahmeort anzeigen
Blick vom Glockenturm Belfried auf die St.-Bavo-Kathedrale in Gent
Auch in Gent gibt es einen Belfried, von dessen Spitze man die ganze Stadt und wie hier zu sehen die St.-Bavo-Kathedrale überblicken kann
Aufnahmeort anzeigen

FAZIT

Mit diesem Blogartikel habe ich euch einen Überblick zu unserer einwöchigen Tour durch Flandern gegeben. Meine Freundin und ich haben uns mit dem Zug schnell und mühelos von einer zauberhaften Stadt zur nächsten bewegt. Ob Antwerpen, Brügge, Ostende oder Gent – jeder Ort hatte trotz der engen Verbindung zu den anderen Städten ein ganz eigenes Flair, sodass unmöglich Langeweile aufkommt. Die Mischung aus den teils weltberühmten Sehenswürdigkeiten und den Möglichkeiten an kulinarischen Genüssen macht Flandern einfach zu einem besonders attraktiven Reiseziel. Zu jeder besuchten Stadt gibt es von mir noch eigenständige, umfangreiche Reiseberichte, die euch sicherlich noch mehr Gründe für einen Besuch in Belgien machen. Lasst es mich wissen, wie es euch gefallen hat! 🙂

 

Reisebericht: Flandern-Rundreise per Zug nach Antwerpen, Brügge, Ostende, Gent. Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots und Restauranttipps.Reisebericht: Flandern-Rundreise per Zug nach Antwerpen, Brügge, Ostende, Gent. Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots und Restauranttipps.

2 Kommentare

  1. In Flandern war ich im Frühjahr 2017. Gent war auch mein Favorit, gefolgt von Brügge. In Antwerpen war ich nur als Tagesausflug von Gent aus. Sollte man auch mal gesehen haben, aber der Charme von Gent und Brügge ist bei mir nicht aufgekommen.

    Durch die belgischen Biere habe ich mich auch probiert – naja, zumindest einige davon. Um alle mal zu trinken muss man wohl in Flandern leben. 🙂

  2. […] Flandern: Sechs Tage Genuss und Kultur […]

Schreibe einen Kommentar