Klagenfurt: Idylle in der Großstadt

Der Lindwurm, das Wahrzeichen von Klagenfurt am Wörthersee

Idylle in der Großstadt? Sicherlich fragt ihr euch nach dem Lesen des Titels, ob dieser nicht ein Widerspruch ist. Doch in Klagenfurt ist das absolute Realität! Während untertags geschäftiges Treiben in der Stadt am Wörthersee herrscht, wirken die Straßen sowie Gassen gegen Abend hin recht einsam und verwaist. Gemeinsam mit meiner Freundin wollte ich der Kärntner Landeshauptstadt endlich einmal einen Besuch abstatten, um mich selbst davon zu überzeugen, was es dort alles zu entdecken gibt. Und das ist gar nicht so wenig!

Dieser Artikel wurde zuletzt am 12. November 2019 aktualisiert.

KLAGENFURT

FAKTEN

Reisezeit: Oktober 2019 (2 Tage, 2 Übernachtungen)
Anreise: Mit dem Auto von Wien nach Klagenfurt am Wörthersee (ca. 3:00 h)
Unterkunft: Hotel Hudelist* (Wieningerallee 12, 9201 Krumpendorf am Wörthersee): kleines, familiengeführtes Hotel in Krumpendorf, nur wenige Autominuten von Klagenfurt und wenige Gehminuten vom Wörthersee entfernt. Günstige Alternative zu den hochpreisigen Hotels in der Umgebung. Abends problemloser Self-Checkin trotz unbesetzter Rezeption. Kleine, einfache und saubere Zimmer, gutes Bad, Zimmer mit Balkon, weiche aber bequeme Betten, viele Steckdosen, schnelles WLAN (auch Upload), Frühstück nicht gebucht. Weiterempfehlung? JA
Weitere schöne Unterkünfte in Klagenfurt und rund um den Wörthersee findet ihr auf meiner bevorzugten Hotelsuchmaschine booking.com*.

TRANSPARENZHINWEIS

*Die mit Stern gekennzeichneten Verweise in diesem Blogartikel sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn euch mein Blogartikel bei der Planung eurer Reise geholfen hat, freue ich mich, wenn ihr über diese Links eure Unterkunft oder Freizeitaktivitäten bucht. Ich erhalte dadurch eine kleine Provision und ihr unterstützt den Erhalt dieses Blogs. Für euch entstehen dabei selbstverständlich keine Nachteile. Vielen Dank! 🙂

 

Johanneskirche am Lendhafen in Klagenfurt am Wörthersee

Endlich in Klagenfurt

Seitdem ich diesen Reiseblog im Jahr 2016 gestartet habe, quält mich eine Sache: ich möchte gerne über alle neun Landeshauptstädte Österreichs einen eigenen Artikel verfassen. Hauptsächlich, um endlich einmal selbst mit eigenen Augen die größten Orte meines Heimatlandes im Detail kennenzulernen. Denn ihr kennt das sicher – alles Nahe schiebt man immer in die Ferne. Mit Klagenfurt kann ich nun den zweiten österreichischen Stadtartikel auf meinem Blog veröffentlichen. Im ersten erfahrt ihr alles Wichtige zur oberösterreichischen Landeshauptstadt: Linz: 10 Gründe für einen Pflichtbesuch

Nach Klagenfurt mit dem Zug oder Auto?

Für die Anreise von Wien nach Klagenfurt wählten meine Freundin und ich ausnahmsweise das Auto. Wo immer es geht, nehme ich lieber den Zug und entspanne mich während der Fahrt. Nachdem wir unsere Unterkunft Hotel Hudelist* aber aus Preisgründen (Klagenfurt ist echt teuer!) in der angrenzenden Ortschaft Krumpendorf am Wörthersee wählten und zusätzlich auch noch einen Ausflug zum etwas entfernteren Aussichtsturm Pyramidenkogel sowie zur Kunstinstallation FOR FOREST im Wörtherseestadion machen wollten, entschieden wir uns doch für das eigene Fahrzeug.

Wochenende erfordert Planung

Wenn ihr wie wir über das Wochenende nach Klagenfurt wollt, dann müsst ihr euch unbedingt vorher mit den Öffnungszeiten befassen. Am Samstag haben nämlich viele Attraktionen, Geschäfte und Lokale nur bis 14 Uhr geöffnet – und sonntags natürlich gar nicht. Das war auch der Grund, warum meine Freundin und ich noch am Freitagabend anreisten, um samstags gleich in der Früh mit der Erkundung von Klagenfurt losstarten zu können. Dennoch verpassten wir aus Unachtsamkeit und Naivität den Trubel des Benediktinermarktes. Mehr dazu aber dann weiter unten im Text.

Blick vom Pyramidenkogel auf Klagenfurt am Wörthersee

Das ist Klagenfurt am Wörthersee

Nun aber genug der Theorie und ab zur Praxis! Klagenfurt liegt aus geografischer Sicht absolut perfekt zwischen den Alpen, den Karawanken und dem Wörthersee. Sowohl Slowenien als auch Italien sind nur rund 30-45 Autominuten entfernt, was für Touristen und Einheimische viele Möglichkeiten an Ausflügen mit sich bringt. Außerdem sind die Einflüsse der angrenzenden Länder deutlich in Klagenfurt zu spüren – seien es die Renaissance-Paläste und Arkadenhöfe oder die kulinarischen Genüsse.

Vom Lindwurm zur Kärntner Kasnudel

Klagenfurt mag nicht die Menge an Sehenswürdigkeiten wie andere Städte haben. Dafür bietet die südlichste Landeshauptstadt Österreichs einfach eine unglaublich tolle Mischung für Besucherinnen und Besucher. Da wäre die Sage des Lindwurms, dessen Statue heute das Wahrzeichen darstellt oder die bezaubernden Altstadtgassen, zwischen denen es so viel zu entdecken gibt. Apropos bezaubernd: Fans von Harry Potter – und davon soll es ja einige geben 😉 – werden sich in das Themencafé verlieben! Nicht verpassen dürft ihr selbstverständlich die Kärntner Kasnudeln, eine echte regionale Köstlichkeit. Doch zu all dem gleich mehr!

Klagenfurt: quirlig und ruhig zugleich

Wer die Mischung aus Großstadt und Ruhepol sucht, wird in Klagenfurt sicherlich glücklich. Auf mich machte die Stadt einen überschaubaren, lieblichen und charmanten Eindruck. Überblickt man die Hausdächer vom Turm der Stadtpfarrkirche aus, fällt das einheitliche Stadtbild mit nur einigen wenigen höheren Häusern auf. In der Altstadt tummeln sich wochentags und Samstagvormittag die Mengen zwischen Cafés, Boutiquen und Sehenswürdigkeiten. Wem das alles dann doch zuviel wird: Der Wörthersee, die umliegenden Berge und zahlreiche Wanderwege in den angrenzenden Wäldern sorgen schnell dafür, neue Kräfte zu sammeln.


Panorama des Wappensaals im Landhaus in Klagenfurt am Wörthersee

Meine Top 5 in Klagenfurt

Gemeinsam mit meiner Freundin habe ich mir an einem Wochenende die aus unserer Sicht wichtigsten Orte und Plätze von Klagenfurt angeschaut. Ich habe diese für den Artikel in fünf Punkte aufgeteilt, die ich euch nachfolgend vorstelle. Dazwischen findet ihr im blauen Infokasten alle Cafés und Lokale, in die wir einkehrten – inklusive einem Tipp für die perfekte Kärntner Kasnudel! Viel Spaß beim Lesen und Inspiration holen! 🙂

1) Das Landhaus

Das Landhaus ist für mich persönlich ganz klar die Top-Sehenswürdigkeit in Klagenfurt! Mit seinen zwei Türmen und einem hufeisenförmigen Grundriss sticht das Gebäude – zwischen 1574 und 1594 anstelle einer Wasserburg erbaut – sofort ins Auge. Der offene Innenhof mit seinen Renaissancefassaden war zum Zeitpunkt unseres Besuchs zwar gerade Baustelle, der Schönheit tat das aber keinen Abbruch. Die wahren Highlights befinden sich jedoch im Inneren.

Der beeindruckende Wappensaal

Für EUR 4,- (alle weiteren Preisoptionen und Infos auf der Webseite landesmuseum.ktn.gv.at) erhaltet ihr Zugang zum historischen Wappensaal, in dem 665 Wappen der Kärntner Landstände abgebildet sind. Zusätzlich gibt es Wand- und Deckengemälde zu bestaunen. Vor dem Kamin steht mit dem Fürstenstein eines der ältesten Rechtsdenkmäler Europas. Meine Freundin und ich hatten das Glück, den Saal völlig alleine besichtigen zu können. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie imposant ein derart geschichtlicher Raum auf einen wirkt, wenn man ihn in völliger Ruhe betrachten kann.

Drei weitere Säle

Sofern nicht gerade der Kärntner Landtag eine Sitzung abhält, sind im Eintrittspreis noch drei weitere Säle inkludiert. Folgt dazu jeweils den rechten Türen in den einzelnen Räumen – wenn sie geschlossen sind, einfach nicht schüchtern sein und öffnen! 😉 Zuerst steht ihr dann im Plenarsaal, wo die Landtagssitzungen stattfinden. Danach folgt der vom zeitgenössischen Künstler Cornelius Kolig rekonstruierte Anton-Kolig-Saal mit modernen Kunstwerken. Die originalen Fresken von Anton Kolig aus dem Jahre 1930 wurden zur Zeit des Nationalsozialismus leider zur Gänze zerstört. Der letzte Raum ist der kleine Wappensaal, der nicht minder beeindruckend ist!

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Innenansicht der Stadtpfarrkirche von Klagenfurt

2) Die Stadtpfarrkirche

Die Stadtpfarrkirche St. Egid darf bei eurem Aufenthalt in Klagenfurt ebenfalls nicht fehlen – egal, ob ihr religiös seid oder nicht. Das Gebäude steht auf dem Areal, wo sich 1255 die älteste Kirche Klagenfurts befand. Der jetzige Bau wurde 1709 fertiggestellt und ist im Inneren einfach umwerfend. Die komplette Decke ist mit prachtvollsten und enorm detailliert ausgearbeiteten Fresken verziert. Rechts neben dem Hauptaltar hängt eine farbenfrohe Darstellung des Letzten Abendmahls, geschaffen vom Künstler Ernst Fuchs.

Die Ernst-Fuchs-Kapelle

In der Stadtpfarrkirche gibt es sogar eine eigene Kapelle, in der Fuchs sich seit mehr als 20 Jahren verewigt. Ich bin generell ein großer Bewunderer des Mitbegründers der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. In Wien lohnt sich so etwa ein Abstecher in die Villa Wagner I, in der das Ernst-Fuchs-Museum untergebracht ist (siehe mein Beitrag Otto Wagners Wien: Erbe eines Visionärs). In Klagenfurt besteht die Möglichkeit, die Kapelle von Fuchs mittels Führung zu besichtigen. Wir haben sie leider verpasst, aber hier findet ihr die Termine dafür: kaernten.at.

Aussicht vom Stadtpfarrturm

Außerhalb des Haupteingangs der Stadtpfarrkirche St. Egid findet ihr auf der linken Seite den Zugang zum Stadtpfarrturm. Der Eintrittspreis von EUR 4,- ist dabei erst in rund 50 Metern Höhe in der Türmerstube zu entrichten (weitere Infos siehe kaernten.at). Über 225 Stufen geht es rasch aufwärts, unterwegs kommt ihr an einem Glockenspiel und dem Uhrwerk der großen Turmuhr vorbei. Oben angekommen begrüsst euch der Türmer Horst Ragusch – ein heutzutage schon geradezu exotischer Beruf. Er weiß jedenfalls viele interessante Geschichten zu erzählen und ergänzt damit das großartige Panorama auf die Stadt Klagenfurt! 🙂

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Herrengasse in der Altstadt von Klagenfurt

3) Die Altstadt

Bei einem Spaziergang durch die Gassen der Altstadt könnt ihr eigentlich nichts falsch machen. An gefühlt jeder Ecke wartet ein geschichtlich bedeutsames Detail darauf, entdeckt und bewundert zu werden. Ein guter Start ist sicherlich der Alte Platz, welcher das historische Zentrum der mittelalterlichen Stadt darstellt. Dreht euch dort einmal im Kreis – ihr werdet ein schöneres Haus als das nächste sehen!

Der Alte Platz

Auf dem Alten Platz selbst laden Cafés zu einer gemütlichen Pause ein, während nebenan ein Brunnen sprudelt und Palmen (!) für mediterranes Flair sorgen. Im Alten Rathaus mit seiner grellgelben Fassade müsst ihr unbedingt einen Blick in den Arkadenhof werfen, der einer der schönsten Österreichs sein soll. Am westlichen Ende des Platzes steht mit dem Haus zur Goldenen Gans das älteste Gebäude Klagenfurts aus dem Jahr 1489. Richtung Osten verläuft die Fußgängerzone des Alten Platzes noch ein schönes Stück weiter. Dort findet ihr unter anderem ein von Harry Potter inspiriertes Café – mehr dazu im folgenden blauen Infokasten!

Die Sage von der Entstehung des Wörthersees

Begebt ihr euch dann Richtung Süden, kommt ihr am Wörtherseemandl vorbei. Diese Figur erinnert an folgende Sage: Einst stand anstelle des Wörthersees eine große Stadt, in der die durch Handel reichen Bürger zunehmend übermütig wurden und Gott nicht mehr beachteten. Während einer geselligen Feier am Weihnachtsabend mahnte ein kleines Männlein zur Ehrfurcht – vergebens. Zur Strafe schlug das Männlein ein Loch in sein mitgebrachtes Fass, aus dem eine nicht enden wollende Menge an Wasser auslief und die gesamte Stadt vernichtete. Wie ihr wahrscheinlich richtig vermutet: das Wasser ist heute der Wörthersee! 😉

Weitere Entdeckungen in der Altstadt

Neben dem Wörtherseemandl sind im Boden die Wappen der 15 Klagenfurter Partnerstädte eingelassen. Ein tolles Motiv ist am selben Platz der Spanheimerbrunnen mit einem wunderschönen Haus von 1906 im Hintergrund. Erwähnenswert ist dann einige Schritte weiter auf dem Neuen Platz auch noch das Rathaus. Es wurde um 1650 als Renaissancepalais erbaut und dient erst seit 1918 als Sitz der Stadtverwaltung. Über den Lindwurmbrunnen, der sich in der Mitte des Neuen Platzes befindet, erzähle ich euch weiter unten mehr.

Jugendstil und Wappenstein

Wenn ihr motiviert seid und noch zwei wundervolle Gebäude sehen wollt, dann spaziert im Norden der Altstadt zum Stadthaus und zum Stadttheater. Insbesondere das Theater ist durch seinen Jugendstil traumhaft anzusehen! Erbaut wurde es 1908-1910 anlässlich des 60-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph. Unweit davon entfernt befindet sich neben der Stadtpfarrkirche (siehe weiter oben im Text) der ausgestellte Wappenstein vom ehemaligen Karlstor am Eingang der Wiener Gasse.

Der Benediktinermarkt

Der letzte Absatz hätte sich eigentlich einen eigenen Punkt verdient. Der Beendiktinermarkt wird wohl zurecht überall als absolutes Highlight von Klagenfurt bezeichnet. Zahlreiche Stände und Lokale laden nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Probieren und Genießen vor Ort ein. Leider kamen meine Freundin und ich an einem Samstagnachmittag zu spät zum Benediktinermarkt, als das Treiben bereits vorbei war. Unser einziger Trost waren die Kasnudeln, die wir mit Glück noch bekamen – darüber aber im blauen Infokasten mehr! 🙂

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ESSEN UND TRINKEN IN KLAGENFURT

In Klagenfurt ist die Brauerei Schleppe beheimatet, deren Biere allesamt eine echte Freude zum Trinken sind. Zur Brauerei gehört der Felsenkeller () dazu. Das Lokal ist zwar deutlich von der Altstadt entfernt, aber eine echte Empfehlung. Wir nahmen aus Platzgründen gleich im stimmungsvollen Barbereich inmitten eines schönen Gewölbes Platz. Das Personal war sehr aufmerksam und die Speisen riesig. Meine Freundin und ich hatten je einen Suppenkaspar (Mega-Leberknödel, Fritatten, Milzstrudel) und ein Backhendl mit Erdäpfelsalat und Leber. Nom nom nom!

Die Suche nach der regionalen Spezialität Kärntner Kasnudeln war gar nicht so einfach wie gedacht. Nachdem wir den Benediktinermarkt leider nur noch geschlossen erlebten, gaben wir die Hoffnung schon auf. Eine Bierpause im kleinen Marktlokal ZUA [G] RAST () bescherte uns dann aber doch noch ein Happy End. Der Besitzer hörte unser „Hungerleid“ und bot spontan an, noch zwei Portionen Kärntner Kasnudeln extra für uns zu machen. Diese waren dann in Butter knusprig gebraten – normal werden sie gekocht und mit brauner Butter übergossen. Die kleine Abwandlung der Zubereitung war der absolute Wahnsinn, unbedingt probieren!

Was gibt es besseres, als eine Kaffeepause zu machen? Ganz klar: nebenbei Katzen streicheln! Im relativ großen Katzencafé Cat’n’Coffee () warten gleich zehn Tierheimkatzen auf Besucherinnen und Besucher. Die Atmosphäre ist gemütlich, der Kaffee sehr gut. Zur Auswahl stehen Mehlspeisen sowie eine Frühstückskarte. Bei den Katzen heißt es durchaus vorsichtig sein, denn nicht jede ist ein großer Kuschler. Wenn ihr merkt, dass die Katzen gestresst sind, einfach in Ruhe lassen. Während unseres Besuchs setzten sich die flauschigen Tiere ohnehin nach Lust und Laune selbst zu den Menschen – oder gleich auf den Schoß. 😉

Ganz aus dem Häuschen war meine Freundin, als sie auf dem Alten Platz das PHOENIX Cafe, Books & More () entdeckte. Es handelt sich um ein von Harry Potter inspiriertes Café – ein wirkliches Paradies und Pflichtpunkt für Fans. Die Einrichtung erinnert an die Läden der Winkelgasse und ist äußerst nett sowie gemütlich. Neben Büchern gibt es auch noch zahlreiche Artikel mit Harry-Potter-Bezug zu kaufen. Gegessen haben wir auch eine Kleinigkeit: ein Phoenix Toast (Schinken, Käse, Ruccola, Cocktailsauce) und ein sündig gutes Schokomousse. 🙂

Nachdem wir in unserem Hotel kein Frühstück buchten, suchten wir in Klagenfurt am Sonntagvormittag ein nettes Frühstückslokal. Fündig wurden wir im Kreativlokal Hafenstadt Urban Area (). Wir fanden spontan nur noch an der Bar Platz, was aber absolut passte. Das Ambiente ist unkompliziert, das junge Team auf Zack und die Frühstückangebote wirklich ein Traum. Meine Freundin hatte das „Tel Aviv Beach“ (veganes Frühstück) und ich das „Ingmar Bergman“ (skandinavisches Lachsfrühstück). Der Kaffee selbst ist übrigens auch extrem gut. Absolute Empfehlung, aber besser vorab reservieren!

 


Der Lindwurm, das Wahrzeichen von Klagenfurt

4) Der Lindwurm

Vielleicht nicht die spektakulärste Sehenswürdigkeit, aber eben das Wahrzeichen von Klagenfurt, ist der Lindwurmbrunnen. Die Skulptur des Lindwurms geht immerhin auf eine interessante Sage zurück. Einst befand sich an der Stelle des heutigen Klagenfurts nur feuchtes Moos und ein dunkler Wald, in dem ein alles fressendes Ungeheuer lebte. Der Herzog Karast ließ am Rande des todbringenden Gebiets einen Turm bauen, von dem aus man den gepanzerten Riesenwurm mit einer List erlegte. Aus dem Turm wurde ein Schloss, aus dem Schloss ein Dorf und aus dem Dorf – richtig, Klagenfurt.

Legendäre Skulptur am Neuen Platz

Der Brunnen stammt aus dem Jahr 1583 und wurde bis heute natürlich mehrmals generalsaniert. Das sechs Tonnen schwere Werk steht inmitten des Neuen Platzes und wurde 1636 um die Herkules-Statue ergänzt. Diese soll an die Gründungssage der Stadt erinnern, als wie erwähnt tapfere Männer das Untier erfolgreich bekämpften. Ein Selfie mit dem Lindwurm darf selbstverständlich nicht fehlen, ansonsten seid ihr mit der Besichtigung vor Ort aber auch schon wieder fertig. 😉

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Spiegelung des Klagenfurter Doms

5) Klagenfurter Dom

Der Klagenfurter Dom ist neben der Stadtpfarrkirche der zweite wunderschöne Sakralbau. Ich muss gestehen, dass meine Freundin und ich den Dom gar nicht am Programm hatten. Nachdem wir unser Auto aber in der Garage am Domplatz abstellten und die Kirche uns beim Ausgang ins Auge stach, machten wir einen Blick hinein – zum Glück! Der Dom gilt vor allem wegen seiner Wandpfeiler als bedeutender Bau der Renaissance.

Barocke Schätze ohne Ende

Der Dom wurde 1581 als protestantisches Bethaus errichtet und gilt damit als größte in Österreich gebaute protestantische Kirche. Später wurde sie den Jesuiten übergeben und nachdem diese Klagenfurt 1773 verlassen mussten, erhob der damalige Bischof Franz Xaver von Salm die Kirche 1793 endgültig zum Dom der Gurker Bischöfe. Die barocke Innengestaltung ist auf den ersten Blick etwas erschlagend – es gibt einfach so viele kleine Details zu entdecken. Werft auch unbedingt einen Blick hinauf an die Decke!

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ALLGEMEINE TIPPS

Wenn ihr mit dem Zug anreist, dann geht ihr vom Hauptbahnhof Klagenfurt rund 15 Minuten in das Zentrum zum Lindwurm. Damit könnt ihr abschätzen, ob ihr zu eurer Unterkunft lieber den Bus oder ein Taxi nehmen wollt.

Prinzipiell benötigt ihr in der Innenstadt von Klagenfurt keine öffentlichen Verkehrsmittel. Sobald ihr aber zum See, zur Miniaturwelt Minimundus oder zum Wörtherseestadion wollt, ist die Gehzeit schon empfindlich hoch. Auf der Webseite stw.at findet ihr deswegen ein Liniennetz der Busse. Tickets bekommt ihr einfach beim Fahrer.

Wenn ihr mit dem Auto nach Klagenfurt reist, dann findet ihr alle Infos zu den Parkbestimmungen auf der Webseite klagenfurt.at. Meine Freundin und ich stellten unser Auto aber in einer der Tiefgaragen ab. Die Garage am Neuen Platz (Lindwurm) ist dabei logischerweise die absolut teuerste. Empfehlen kann ich die Garage am Domplatz (EUR 2,60 pro Stunde, maximal EUR 15,- pro Tag).

Eine Schifffahrt auf dem Wörthersee gehört ja eigentlich zu einem Besuch in Klagenfurt dazu. Wir waren allerdings schon in der Nebensaison vor Ort, wodurch nur noch zweimal täglich eine Fahrt stattfand. Nachdem die Zeiten nicht in unseren Plan passten, strichen wir sie einfach. 😉 Alle Infos zur Wörtherseeschifffahrt findet ihr bei Interesse aber auf der Webseite woertherseeschifffahrt.at.

 

FAZIT

Unser Aufenthalt in Klagenfurt war wirklich kurz, intensiv und geschmacklich mehr als gut. 🙂 Die Kärntner Landeshauptstadt überzeugte meine Freundin und mich in allen Belangen. Wir waren sehr überrascht, wie viel untertags in den Gassen los ist, während es gegen Abend dann immer ruhiger und idyllischer wurde. Der Entspannungs- und Gemütlichkeitsfaktor war dadurch jedenfalls sehr hoch. Die Anzahl der Sehenswürdigkeiten ist zwar überschaubar, jede einzelne für sich aber extrem interessant und abwechslungsreich. An Lokalen mangelt es Klagenfurt zwar nicht – die typisch regionale Küche muss man dann dennoch schon suchen. Ich bin gespannt auf eure Gedanken zur Lindwurmstadt, schreibt mir doch einen Kommentar! 🙂

 

Klagenfurt am Wörthersee: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.Klagenfurt am Wörthersee: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.

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