Spektakuläre Landschaften und unvergessliche Momente: das bietet ein Roadtrip durch Nordirland! Der Höhepunkt ist die berühmte Panoramastraße Causeway Coastal Route mit ihren unzähligen Naturwundern und idyllischen Orten. Im Kontrast dazu bewegst du dich in der Hauptstadt Belfast und in Derry auf den Spuren des vergangenen Nordirlandkonflikts. Bei der Planung solch einer Rundreise stellen sich jede Menge Fragen: wie am besten anreisen, wo übernachten, welche Städte einplanen, wie fortbewegen, welche Jahreszeit wählen und vieles mehr. In diesem Artikel gebe ich dir zehn Antworten, Tipps und Erfahrungen, wie du selbst einen Roadtrip durch Nordirland organisierst!
DIE HÖHEPUNKTE UNSERES NORDIRLAND ROADTRIPS IN DIESEM ARTIKEL
Ein persönlicher Erfahrungsbericht über die Planung und Organisation eines Roadtrips durch Nordirland
Zehn konkrete Antworten auf Fragen, die du dir bei der Recherche zur Rundreise durch Nordirland sicher stellst
Eine Karte mit unserer Route entlang der Causeway Coastal Route an der nordirischen Küste als Inspiration
Fotos mit GPS-Koordinaten, die dir einen ersten Vorgeschmack auf die Naturschönheiten von Nordirland geben
Links zu weiterführenden Artikeln über die sehenswerte Hauptstadt Belfast und die faszinierende Stadt Derry
Dieser Artikel wurde zuletzt am 8. Juni 2026 aktualisiert.
ROADTRIP DURCH NORDIRLAND
FAKTEN
Reisezeit: Oktober (11 Tage, 10 Übernachtungen)
Anreise: vom Flughafen Wien-Schwechat nach London Heathrow Airport, dann Weiterflug nach Belfast City Airport (ca. 4:30 h inklusive Umsteigezeit)
Mietwagen: 7 Tage gebucht bei Discover Cars
Kosten Flüge: EUR 325,- pro Person
Kosten Mietwagen: EUR 307,- für sieben Tage (plus EUR 56,- Tankkosten)
Kosten Hotels: EUR 816,- pro Person
Gesamtkosten: EUR 1.322 pro Person
HOTELTIPPS FÜR BELFAST
Unterkunft bei der Anreise: Hotel room2 Belfast hometel* (32-36 Queen St, Belfast): wundervolles neues Hotel in sehr guter Lage unweit des Rathauses mit zahlreichen Geschäften und Lokalen in unmittelbarer Nähe, alle wichtigen Buslinien inkl. Airport Bus nur wenige Meter entfernt. Lobbybereich mit Restaurant, Sitzecken, Art Gallery und Bar sehr einladend. Zimmer in angenehmer Größe, moderne Einrichtung, Küchenzeile mit Herdplatte, Mikrowelle, Abwasch, Toaster, Teekocher. Bett sehr bequem, nur typisch britisch etwas schmal, Klimaanlage abschaltbar, schönes Bad mit guten Pflegeprodukten, Dusche super, schnelles WLAN, empfehlenswertes Frühstücksbuffet mit Irish Breakfast und kontinentaler Auswahl, frisches Joghurt, Croissants. Weiterempfehlung? JA!
Unterkunft bei der Abreise: Hotel ibis Belfast City Centre* (100 Castle St, Belfast): großer Hotelbau in guter Ausgangslage für eine Stadtbesichtigung, fünf Gehminuten von der zentralen Busstation (mit Verbindung zum Flughafen) am Rathaus entfernt. Für die klassische ibis-Kette ungewöhnlich modern gestaltete Zimmer in angenehmer Größe, bequeme Betten, gute Aussicht in den oberen Stockwerken, Klimaanlage (abschaltbar), schnelles WLAN. Badezimmer im Kontrast dagegen sehr einfach als sterile weiße Kapsel ausgeführt, dafür geräumige und sehr gute Dusche. Frühstück nicht gebucht. Weiterempfehlung? JA!
Weitere zentral gelegene und schöne Unterkünfte in Belfast*
HOTELTIPP FÜR DIE OSTKÜSTE
Unterkunft: The Harbourview Hotel* (20 Harbour Rd, Carnlough): zauberhaft altmodisches Haus mit modernen Elementen, perfekte Lage an der Causeway Coastal Route in der Ortschaft Carnlough vor dem alten Hafen, Parkplatz gegenüber des Hotels. Zimmer in angenehmer Größe, sehr bequemes Bett, super Dusche, schnelles WLAN, irisches Frühstück à la carte, Bircher Müsli oder Porridge und süßes Gebäck. Sehr stimmungsvolle Lounge und kleine Pub-Bar. Weiterempfehlung? JA!
Weitere sehr schöne Unterkünfte in Carnlough und Umgebung*
HOTELTIPP FÜR DIE NORDKÜSTE
Unterkunft: The Green House Bushmills* (142 Main St, Bushmills): großartige Ferienwohnung auf der Hauptstraße in Bushmills, Parken an der Straße kostenlos möglich, Self-Check-in per Schlüsselsafe. Zwei ruhig zum Innenhof gelegene Schlafzimmer (1 Doppelbett, 2 Einzelbetten), sehr bequeme und kuschelige Betten, superschönes Bad mit Dusche und Badewanne, schnelles WLAN, komplett eingerichtete Küche mit Herd, Backrohr, Mikrowelle, Toaster, Kaffeemaschine, Wasserkocher (Kaffeekapseln, Tee und Snacks bereitgestellt), Kühlschrank und Tiefkühler, Waschmaschine und Trockner im Hinterhof. Die Kommunikation mit den Besitzern war unkompliziert und schnell per Mail und Whatsapp. Weiterempfehlung? JA!
Weitere sehr schöne Unterkünfte in Bushmills und Umgebung*
HOTELTIPP FÜR DERRY
Unterkunft: Hotel Holiday Inn Express Derry/Londonderry* (31 Strand Rd, Derry/Londonderry): sehr gute Lage am nördlichen Rand der historischen Altstadt, nur fünf Gehminuten von der Stadtmauer, der Guild Hall und der Touristeninfo entfernt. Ruhige, zeitlos modern eingerichtete Zimmer in angenehmer Größe, bequeme Betten, gute Dusche, Klimaanlage (abschaltbar), schnelles WLAN, Frühstück im Zimmerpreis immer inkludiert mit Irish-Breakfast-Buffet und kleiner Interkontinental-Auswahl. Keine Parkplätze am Hotel, aber gegenüber im Parkhaus Quayside Car Park kannst du dein Auto sicher abstellen. Lässt du dein Ticket beim Check-out an der Rezeption stempeln, zahlst du nur die Hälfte der Standgebühr. Weiterempfehlung? JA!
Weitere zentral gelegene und schöne Unterkünfte in Derry*
TRANSPARENZHINWEIS
*Die mit Stern gekennzeichneten Verweise in diesem Blogartikel sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn dir mein Blogartikel bei der Planung deiner Reise geholfen hat, freue ich mich, wenn du über diese Links deine Unterkunft oder Freizeitaktivitäten buchst. Ich erhalte dadurch eine kleine Provision und du unterstützt den Erhalt dieses Blogs. Für dich entstehen dabei selbstverständlich keine Nachteile. Vielen Dank! 🙂
11 Tage Nordirland: Ein unvergesslicher Roadtrip
Es ist schon Tradition: regelmäßig im Spätsommer packt meine Freundin und mich die Lust, eine ein- bis zweiwöchige Rundreise für den Herbst zu organisieren. Die Erfahrungen der vergangenen Touren nach Lettland, Schottland, Südschweden, in die Cotswolds und zu den Polarlichtern in Lappland waren einfach so stark, dass wir jedes Jahr eine weitere Reise mit Kultur und viel Natur hinzufügen wollen. Nordirland reihte sich hier mit seiner unberührten Natur perfekt in unser Anforderungsprofil ein. Elf Tage nahmen wir uns Zeit, den geschichtlichen Hintergrund zum Nordirlandkonflikt in den Städten Belfast und Derry zu erkunden, zwischen Schafherden die beeindruckende Landschaft zu bewundern, idyllische Fischerdörfer zu entdecken und uns intensiv der nordirischen Kultur und Kulinarik zu widmen.
Rundreise entlang der nordirischen Küste
Die irische Insel besteht zu einem Großteil aus der zur EU gehörenden Republik Irland, während Nordirland nur ein vergleichsweise kleines Gebiet umfasst und ein Landesteil des Vereinigten Königreichs ist. Du kannst in Nordirland deshalb mit relativ wenig Fahrzeit sehr viel pro Tag erleben. Der touristische Anziehungspunkt ist die Causeway Coastal Route – eine Panoramastraße mit einer Länge von 120 Meilen (190 Kilometer). Sie verbindet die nordirische Hauptstadt Belfast mit der zweitgrößten Stadt Derry im Westen des Landes und verläuft entlang der Ost- und Nordküste der Insel. Hier stehen die Sehenswürdigkeiten regelrecht Schlange und alle paar Kilometer lohnt ein Zwischenstopp. Meine Freundin und ich konzentrierten uns während unserer Rundreise vor allem auf diesen Bereich.
TIPP: Alle Artikel zum Nordirland-Roadtrip
Causeway Coastal Route: Die Top 10 Highlights (erscheint demnächst)
Causeway Coastal Route: 10 sehenswerte Orte (erscheint demnächst)
Belfast: Titanic, Troubles, Tradition (erscheint demnächst)
Derry: 10 Highlights in der „Walled City“ (erscheint demnächst)

Karte des Roadtrips auf der Causeway Coastal Route
Elf Tage, vollgepackt mit Erlebnissen und Abenteuern: hier siehst du eine Karte mit allen Höhepunkten unserer Rundreise durch Nordirland. Nach dem Flug zum Belfast City Airport (BHD) starteten wir mit drei Übernachtungen in der Hauptstadt Belfast. Per Mietwagen ging es dann die folgenden sechs Tage entlang der Causeway Coastal Route. Wir erkundeten dabei von Carnlough (zwei Übernachtungen) aus die Ostküste, danach von Bushmills (drei Übernachtungen) aus die zahlreichen Highlights der Nordküste. Anschließend besichtigten wir die sehenswerte Stadt Derry (zwei Übernachtungen), bevor es über das Landesinnere direkt zurück nach Belfast ging. Dort blieben wir abschließend nochmals eine weitere Nacht, bevor unser Flug zurück in unsere Heimatstadt Wien abhob.
ROADTRIP DURCH NORDIRLAND: 10 TIPPS FÜR DIE ORGANISATION
Dieser Artikel hilft dir dabei, deine Rundreise und deinen Roadtrip durch Nordirland zu organisieren und zu planen. Ich gebe dir dazu zehn konkrete Tipps und Erfahrungen, die aus meiner Sicht im Vorfeld wichtig zu wissen sind – und die ich selbst gerne gewusst hätte. Gleichzeitig bekommst du mit den nachfolgenden Bildern schon einen ersten Eindruck, welche außergewöhnlich schöne Natur auf dich entlang der Causeway Coastal Route wartet. In vier weiteren Artikeln kannst du dich dann tiefer einlesen (Causeway Coastal Route: Die Top 10 Highlights und Causeway Coastal Route: 10 sehenswerte Orte) und die Höhepunkte der Städte Derry sowie Belfast ansehen: Derry: 10 Highlights in der „Walled City“ und Belfast: Titanic, Troubles, Tradition. Sobald die Beiträge demnächst online sind, verlinke ich sie dir hier.

1) Die Anreise nach Nordirland
Für die Anreise nach Nordirland bieten sich drei Flughäfen an: Belfast International Airport (BFS), Belfast City Airport (BHD) und Dublin (DUB) in Irland. Der internationale Flughafen von Belfast liegt recht weit im Landesinneren und ist 45 Minuten von der Hauptstadt entfernt. Da es von Wien kommend keinen Direktflug gab und wir ohnehin Umsteigen mussten, wählten wir die Fluglinie British Airways und reisten über London-Heathrow gleich zum Belfast City Airport an, der nur zehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt liegt. Er ist klein, ruhig und sehr entspannt – das ist vor allem nützlich, wenn es um das Ausborgen eines Mietwagens* geht. Der Flugpreis zum City Airport war zwar etwas höher, die Flugzeiten dafür aber attraktiv und die Zeitersparnis erlaubte es uns, in Belfast bald mit dem ersten Pint in einem Pub auf den Beginn eines einzigartigen Roadtrips durch Nordirland anzustoßen.
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HINWEIS: ETA für Einreise nach Nordirland notwendig
Seit April 2025 müssen EU-Bürgerinnen und -Bürger eine elektronische Einreisegenehmigung (Electronic Travel Authorization, ETA) beantragen, um nach Großbritannien einreisen zu können. Das geht in wenigen Minuten mit der App UK ETA (Download iOS / Android) oder alternativ über ein Onlineformular. Die Links dazu findest du auf der offiziellen Webseite gov.uk/eta. Halte deinen Reisepass bereit, beantworte ein paar Fragen (etwa, ob du mit dem Gesetz in Konflikt gestanden bist) und zahle am Ende GBP 16,-. Die Einreisegenehmigung ist zwei Jahre gültig (außer dein Pass muss dazwischen erneuert werden) und wird in der Regel nach kurzer Zeit erteilt.
Alternative Anreise nach Nordirland über Dublin
Wenn du im Zuge deiner Nordirland-Reise auch gleich die irische Hauptstadt Dublin besuchen möchtest, dann ist das sehr einfach möglich – nimm dir aber genügend Zeit für solch ein großes Unterfangen. Vom Flughafen Dublin fährt regelmäßig ein Bus nach Belfast und benötigt knapp zwei Stunden Fahrzeit. Fährst du vom Zentrum in Dublin (O’Connell Street) weg, dauert es mit 2,5 Stunden etwas länger. Hier kannst du alternativ auch den stündlich verkehrenden Zug nehmen, der vom Bahnhof Dublin Connolly nach Belfast Grand Central Station knapp über zwei Stunden benötigt. Zwischen Irland und Nordirland gibt es auf dem Landweg keine Grenzstationen, sodass du mit dem Mietwagen ab Dublin* auch problemlos nach Nordirland gelangst. Offiziell benötigst du dennoch eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA), auch wenn diesbezügliche Kontrollen laut anderen Reiseberichten sehr selten sein sollen.

2) Höhepunkt Causeway Coastal Route
Die Causeway Coastal Route ist eine der schönsten Panoramastraßen der Welt und für viele Reisende der Hauptgrund für einen Roadtrip durch Nordirland. Auf der Strecke kommst du an Aussichtspunkten, traumhaften Stränden, schroffen Küstenabschnitten, Wandergebieten mit Wasserfällen und natürlich der berühmten, namensgebenden Steinformation Giant’s Causeway (Straße der Riesen) vorbei. Dazwischen passierst du verschlafene Ortschaften und quirlige Kleinstädte, wo du wunderbar übernachten und essen kannst. Wenn du ein Fan der Serie „Game of Thrones“ bist, wirst du auf dieser Tour zahlreiche Drehorte wiedererkennen (im Bild Murlough Bay). Da die Causeway Coastal Route die Städte Belfast und Derry verbindet, lässt sich eine Besichtigung der beiden sehenswerten Orte auch ideal in den Roadtrip integrieren.
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TIPP: Geführte Touren zum Giant’s Causeway & Co.
Wenn du keinen Mietwagen ausborgen möchtest, kannst du die fantastische Natur rund um die Causeway Coastal Route inklusive der Drehorte von „Game of Thrones“ ab Belfast und Dublin mittels organisierter Tagestouren erleben. Nachfolgend habe ich dir zwei Optionen von GetYourGuide zusammengestellt:

3) Roadtrip plus: Die 9 Scenic Loop Drives auf der Strecke
Die Causeway Coastal Route ist die Hauptroute, aber es gibt entlang der Strecke die Möglichkeit, auf neun kleine Panoramastraßen abzuzweigen – die sogenannten Scenic Loop Drives – im Bild siehst du die Torr Head Scenic Route. Bis auf zwei Ausnahmen handelt es sich dabei immer um Rundwege. Diese Straßen sind wunderbare Ergänzungen, da sie meist wenig befahren sind und durch faszinierende Landschaften und durch weite Täler führen. Auf der Webseite causewaycoastalroute.com findest du eine Übersicht. Die Scenic Loop Drives sind gut ausgeschildert und weisen zu Beginn deutlich darauf hin, dass sie für Wohnwägen und ähnlich größere Fahrzeuge absolut ungeeignet sind. Die Wege führen großteils über sehr schmale Straßen, auf denen du unbedingt langsam und vorrausschauend fahren solltest.
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4) Nordirland: Ein Roadtrip im Linksverkehr
In Nordirland herrscht Linksverkehr – ebenso wie in der benachbarten Republik Irland, die trotz EU-Beitritts aus historischen und praktischen Gründen nicht auf Rechtsverkehr umgestiegen ist. Ich kannte die Umstände bereits von unserer Rundreise durch Schottland und gewöhnte ich mich schnell wieder an das Fahren auf der „falschen“ Seite. Aufmerksam sein heißt es vor allem bei Kreuzungen, in Kreisverkehren, beim Abbiegen und auf der Autobahn. Ein Mietwagen mit Automatikschaltung* hilft sehr, dich voll auf den Verkehr konzentrieren zu können. Geschwindigkeit und Distanzen werden in Meilen statt Kilometern angegeben, die Navigation mit Google Maps funktionierte überall anstandslos. Die Causeway Coastal Route ist wie im Bild ersichtlich großteils sehr gut ausgebaut und breit, Nebenstrecken sind aber häufig nur schmale „Single Track Roads“ mit Ausweichbuchten.
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5) Roadtrip durch Nordirland: Wie viel Zeit du benötigst
Kurz gesagt: je mehr, desto besser. Entlang der Causeway Coastal Road wirst du garantiert an vielen Stellen mehr als ein paar Minuten verbringen wollen: Großartige Strände, idyllische Wälder mit Wanderungen zu Wasserfällen (im Bild der Glenariff Waterfall Trail), zahlreiche Naturschönheiten sowie Drehorte für „Game of Thrones“, Aussichtspunkte und großartige kleine Cafés lassen die Zeit wie im Flug vergehen. Meine Freundin und ich hatten sechs von elf Tagen nur für die Causeway Coastal Road eingeplant und waren am Ende einig: da wäre noch wesentlich mehr gegangen! Nicht unterschätzen solltest du auch die Städte Belfast und Derry. Beide weisen offiziell nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten auf, aber auch in diesen Fällen wären wir gerne noch wesentlich länger vor Ort geblieben, um mehr Ecken der spannenden Geschichte dieser Städte kennenlernen zu können.
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6) Unterkünfte entlang der Causeway Coastal Road
Wo und wie lange am besten entlang der Causeway Coastal Road übernachten? Diese Frage beschäftigte uns lange. Mit der Lösung waren wir dann aber sehr zufrieden! Aufgrund der Dichte an sehenswerten Orten entlang der Panoramastraße wollten wir nicht jeden Tag ein neues Quartier beziehen. Deshalb buchten wir zwei Nächte an der Ostküste in Carnlough (im Bild das großartige Harbourview Hotel*) und zwei Nächte in Bushmills* an der Nordküste. Von diesen Stützpunkten aus erkundeten wir untertags die Sehenswürdigkeiten entlang der Causeway Coastal Road und hatten nie mehr als eine Stunde Fahrzeit zu einem Ziel. Zu Beginn und am Ende unserer Rundreise waren wir in Belfast* und in Derry* einquartiert. In der orangen Factbox am Beginn des Artikels habe ich dir alle unsere Unterkünfte während des Roadtrips durch Nordirland mit Beschreibungen und Bildern zusammengefasst.
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7) Die beste Reisezeit für den Roadtrip durch Nordirland
Jede Jahreszeit hat ihre Reize und stellt die Landschaften von Nordirland in einem anderen Licht dar. Es wird im Winter nicht eiskalt und im Sommer nicht glühend heiß – ideale Voraussetzungen also, um Stadt und Land zu entdecken. Meine Freundin und ich bevorzugen fast immer den Spätsommer und Herbst als Reisezeit für einen Roadtrip. Nach Ende der Hauptsaison gehen die Touristenmassen massiv zurück und die Herbstfarben der Natur sind sowieso immer ein Grund, in dieser Jahreszeit zu verreisen. Wir waren Mitte Oktober in Nordirland, als das Tageslicht vor der Umstellung zur Winterzeit noch eine akzeptable Länge (ca. 8:00-17:30 Uhr) hatte. Die Sonne blinzelte uns in elf Tagen Aufenthalt zwar nur selten entgegen, dafür hatten wir keinen Herbststurm und es regnete auch nur einmal kräftig. Die beste Reisezeit ist eben immer ein Kompromiss zwischen Klima und Massentourismus.
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8) Causeway Coastal Route: Welche Richtung macht Sinn?
Diese Frage ist schnell geklärt: es ist völlig egal, ob du die Causeway Coastal Route im oder gegen den Uhrzeigersinn befährst. In unseren ersten Überlegungen zur Planung hatten meine Freundin und ich noch im Sinn, von Belfast aus direkt über das Landesinnere nach Derry zu fahren, um zuerst die beiden Städte und erst danach die Natur entlang der Causeway Coastal Route in Ruhe genießen zu können. Nachdem unsere Wunschunterkünfte aber nur an bestimmten Tagen verfügbar waren, drehten wir die Tour flexibel um und folgten der klassischen Route: von Belfast entlang der Causeway Coastal Route nach Derry. Die relativ kurzen Distanzen entlang der Panoramastraße haben einige Vorteile: du kannst recht flexibel auf die Wettervorhersage reagieren und mit Besichtigungen zu früher oder später Stunde den Besuchermassen ausweichen.
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9) Roadtrip durch Nordirland: Praktische Tipps
In Nordirland wird mit dem britischen Pfund (GBP) bezahlt. Essen und Trinken empfand ich als günstiger als in meiner Heimatstadt Wien, sehr teuer sind aber die Eintritte in die bekanntesten Museen wie das Titanic Museum in Belfast und einige Attraktionen an der Causeway Coastal Route (die aber nicht unbedingt notwendig sind). Wir hoben während unserer Rundreise durch Nordirland kein einziges Mal Bargeld ab. Bis auf eine Ausnahme in einem Café konnten wir immer problemlos mit Karte bezahlen – Bargeld wird aber im Gegensatz zu Skandinavien auch überall akzeptiert. Achte bei den Öffnungszeiten der Geschäfte und Restaurants darauf, dass Montag und Dienstag häufig Ruhetag ist. Supermärkte mit günstigen Preisen gibt es dafür genügend und vor allem die Kette Spar ist in den kleineren Ortschaften stark vertreten.
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10) Ist ein Roadtrip durch Nordirland sicher?
Ja, wir fühlten uns überall absolut sicher und auch die Menschen waren immer höflich und interessiert am Austausch. Aber es ist dennoch eine wichtige Frage, die bei uns in der Planung natürlich im Hinterkopf mitschwang. Bis 1998 herrschte im Land noch der Nordirlandkonflikt und sorgte durch Gewaltausbrüche jahrzehntelang für weltweite Schlagzeilen. Vor allem die Großstädte Belfast und Derry waren zu dieser Zeit besondere Brennpunkte. Der Kern des Konflikts bestand (und besteht vereinzelt immer noch) in der Rivalität zwischen protestantisch und katholisch geprägten Gruppen. Auf die geschichtlichen Hintergründe dazu gehe ich in meinen Artikeln über Belfast und Derry genauer ein, denn in beiden Städten sind die Spuren heute noch sehr stark sichtbar und sollten auch Teil einer Besichtigung sein, um Nordirland besser zu verstehen.
FAZIT
Ein Roadtrip durch Nordirland ist absolut spektakulär und ein unvergessliches Erlebnis inmitten einer atemberaubenden Natur! Mit diesem Artikel habe ich dir alle Fragen zur Planung und Organisation beantwortet, die meine Freundin und ich uns im Vorfeld gestellt haben. Welche Möglichkeiten der Anreise kommen in Frage? Wo borgt man sich einen Mietwagen aus und was erwartet einen auf den engen Straßen Nordirlands? Wie viele Tage soll man für die Panoramastraße Causeway Coastal Route einplanen? Wo macht es strategisch Sinn, Übernachtungen zu buchen? Welche Reisezeit eignet sich am besten, um gutes Wetter und wenig Touristen vorzufinden? All das konnte ich dir hoffentlich beantworten! Schreib mir gerne einen Kommentar, ob du dich nun für einen Roadtrip durch Nordirland gerüstet fühlst und auch gleich losstarten möchtest – ich könnte jedenfalls sofort wieder zurückkehren!








































