Kopenhagen: Königlich, hip und attraktiv

Spiegelung der bunten Häuserzeile Nybrogade in Kopenhagen

Eine Stadt voller historischer Königsschlösser? Was vielleicht auf den ersten Blick eher auf einen spießigen Ort hindeutet, entpuppt sich in Kopenhagen als komplettes Gegenteil. Die dänische Hauptstadt präsentiert sich trotz ihrer königlichen Bedeutung als überraschend hip und attraktiv. Das Erkunden der engen Gassen mit ihren bunten Häusern macht ebenso Spaß wie das Entdecken kreativer Läden und Cafés. Wie ihr ein langes Wochenende in Kopenhagen so richtig auskostet, zeige ich euch mit jeder Menge Tipps und Empfehlungen in diesem Blogbeitrag!

Dieser Artikel wurde zuletzt am 18. Februar 2020 aktualisiert.

Kopenhagen (København)

FAKTEN

Reisezeit: Juli 2019 (4 Tage, 3 Übernachtungen)
Anreise: Mit Austrian Airlines von Flughafen Wien-Schwechat nach Flughafen Kopenhagen Kastrup (ca. 1:30 h).
Unterkunft: Hotel citizenM Copenhagen Rådhuspladsen* (H. C. Andersens Blvd. 12): Modernes Hotel in ausgezeichneter Lage am Rathausplatz, untergebracht im ehemaligen historischen Dagmarhus mit faszinierender Geschichte (die deutsche Besatzungsmacht hatte hier während des Zweiten Weltkriegs ihr Hauptquartier), überraschend geräumige Zimmer, Steuerung von Lichteffekten/Rollo/Klimaanlage/TV per iPad, quadratisches bequemes Bett, Dusche/WC nasszellenartig, sehr gute Dusche mit zwei Köpfen, aktuelle Kinofilme auf TV, sehr schnelles WLAN (auch Upload), Rezeption und Bar im 7. Stock, super Aussicht auf Rathausplatz, junges freundliches Personal mit vielen praktischen Tipps zu Restaurants sowie Bars in Kopenhagen. Weiterempfehlung? Absolut JA!
Auf meiner bevorzugten Hotelsuchmaschine booking.com findet ihr weitere schöne Unterkünfte in Kopenhagen.*

TRANSPARENZHINWEIS

*Die mit Stern gekennzeichneten Verweise in diesem Blogartikel sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn euch mein Blogartikel bei der Planung eurer Reise geholfen hat, freue ich mich, wenn ihr über diese Links eure Unterkunft oder Freizeitaktivitäten bucht. Ich erhalte dadurch eine kleine Provision und ihr unterstützt den Erhalt dieses Blogs. Für euch entstehen dabei selbstverständlich keine Nachteile. Vielen Dank! 🙂

 

Bunte Häuser an der Nybrogade in Kopenhagen

Abwechslung pur in Kopenhagen

Es war für meine Freundin und mich wieder einmal an der Zeit, raus aus Wien zu kommen und eine neue Stadt zu erkunden. Mit Kopenhagen machten wir dabei einen absoluten Glücksgriff! Anfangs dachte ich mir während der Recherche noch, ob die vielen Schlösser in der Stadt nicht auf ein biederes Image schließen lassen würden. Doch wie ihr in meinem Artikel sehen werdet, sind die Sehenswürdigkeiten alles andere als langweilig. Ich war wirklich extrem überrascht, wie vielfältig – und vor allem bunt – unser Aufenthalt werden würde!

Sparen mit der Copenhagen Card

Normalerweise nehmen meine Freundin und ich auf Städtereisen keine Sparkarte. Doch in Kopenhagen wollten wir uns relativ viele Orte ansehen, wo saftige Eintrittspreise fällig waren. So entschieden wir uns für die Copenhagen Card*, die uns das Leben vor Ort echt leichter machte. Den ausgedruckten Voucher für die Karte tauschten wir nach der Ankunft am Flughafen um und konnten sogleich alle öffentlichen Verkehrsmittel (inklusive der Fahrt in die Stadt) benutzen sowie unsere gewünschten Sehenswürdigkeiten besichtigen. Wir nahmen die Karte für drei Tage, welche auf den ersten Blick mit EUR 100,- nicht gerade günstig ist. Doch alles zusammengerechnet sparten wir uns gut 20 Euro, die wir in das leckere Essen und Kaffee investieren konnten. 😉

Das Wichtigste aus Kopenhagen

In diesem Blogbeitrag habe ich euch die zehn wichtigsten Sehenswürdigkeiten zusammengefasst, die ihr beim erstmaligen Besuch in Kopenhagen unbedingt ansehen solltet. Die Mischung besteht aus den berühmten Schlössern, der bunten Häuserzeile am Nyhavn, dem alten Vergnügungspark Tivoli, tollen Aussichtspunkten und vieles mehr. Dazu gibt es einige Empfehlungen für lokale Speisen! In einem zweiten Artikel, der demnächst erscheint, verrate ich euch weitere zehn Ideen und Lokaltipps, wie ihr Kopenhagen noch intensiver kennenlernen könnt. Nun aber erstmal viel Vergnügen mit den Top 10 in Kopenhagen! 🙂


Wendelgang im Turm Rundetaarn in Kopenhagen

1) Rundetaarn

Die beste Möglichkeit, sich nach der Ankunft in einer neuen Stadt erst einmal zu orientieren, ist aus meiner Sicht ein Aussichtspunkt. Deshalb empfehle ich euch als Nummer 1 in meiner Liste den astronomischen Runden Turm (Rundetaarn bzw. Rundetårn). Er ist nicht sonderlich hoch, überblickt aber dennoch seine Umgebung komplett, sodass ihr eine tolle Aussicht auf Kopenhagen erhaltet! Der Eintrittspreis ist mit DKK 25,- (EUR 3,40) ziemlich human, wenn man ihn mit anderen Sehenswürdigkeiten vergleicht. Mit der Copenhagen Card* ist der Zugang bereits inkludiert.

Ausstellungen im Rundetaarn

Der Aufgang ist wahrlich ungewöhnlich, denn es geht über einen breiten Wendelgang stetig bergauf. Kein Wunder, dass diesen Gang bereits zahlreiche Besucherinnen sowie Besucher für erste Fotos nutzen. In den Zwischengeschossen lohnt sich ein kurzer Blick in die Ausstellungsräume, in denen immer wieder wechselnde Expositionen gezeigt werden. So konnten meine Freundin und ich etwa die sehenswerte Installation „Rotunda“ von Künstler Jacob Sebastian Bang bestaunen. Bei eurem Besuch werdet ihr aber wieder eine völlig andere Ausstellung vorfinden. 🙂

Perfekter Blick auf Kopenhagen

Oben angekommen geht es über einige letzte Stufen auf die Aussichtsterrasse, in deren Mitte sich das Observatorium mit einem astronomischen Teleskop befindet. Ein breites Gitter sorgt dafür, dass ihr einen fast ungestörten Blick auf Kopenhagen genießen und ohne Einschränkungen Fotos schießen könnt. Wenn ihr wieder unten angekommen seid, werft noch einen Blick in die wunderschöne Dreifaltigkeitskirche (Trinitatis Kirke), die direkt an den Rundetaarn angeschlossen ist.

Fotospots

 


Blick auf die Einkaufsstraße Strøget in Kopenhagen

2) Einkaufsstraße Strøget

Ich zähle mich nicht gerade zu den shopping-wütigen Menschen dieser Welt, aber die Einkaufsstraße Strøget hat mir wirklich gut gefallen! Sie versprüht nicht den sterilen und immer gleich wirkenden Charme wie in vielen anderen Städten, sondern weist einen ziemlich spannenden Charakter auf. Allen voran stechen die zahlreichen historischen Gebäude mit ihrer wundervollen Architektur hervor. Aber auch die Geschäfte sind spannend, denn auf der Strøget reihen sich eine Menge kreativer lokaler Läden aneinander. An Fotomöglichkeiten mangelt es wahrlich nicht und auch der Blick in die Seitengassen sowie Passagen (wie etwa die Jorcks Passage) zahlt sich absolut aus!

Viele Cafés, toller Aussichtspunkt

Wenn ihr eine Möglichkeit für eine Kaffeepause sucht oder euren kleinen Hunger stillen wollt, eignet sich die Strøget ebenfalls. Zwei Tipps für dänische Hot Dogs und ein super-sympathisches Café findet ihr im blauen Infokasten in der Mitte des Beitrags! Sehr positiv aufgefallen ist mir übrigens, dass sich die Menschenmassen gut verteilten und ich nie das mühsame Gefühl von anderen überlaufenen Einkaufsstraßen empfand. Noch ein abschließender Tipp: betretet auf dem Platz Amagertorv das Einrichtungshaus HAY House. Neben kreativen Wohnaccesoires im dänischen Design könnt ihr vom 3. Stock aus (mit dem Aufzug in den 2. Stock fahren und dann die Jugendstiltreppe hochgehen) einen grandiosen Blick auf die Strøget werfen!

Fotospots

 


Panorama des Großen Saals im Schloss Christiansborg in Kopenhagen

3) Schloss Christiansborg

Das Schloss Christiansborg (Christiansborg Slot) aus dem Jahr 1928 nimmt eine besondere Stellung in Kopenhagen ein. Als weltweit einziger Repräsentationsbau befinden sich im Inneren nämlich Vertreter der Exekutive, Legislative und Judikative. Eine Besichtigung ist wirklich empfehlenswert! Neben dem eigentlichen Schloss mit den königlichen Empfangsräumen können weiters die Hofstallungen, die Küche, die Katakomben und die Schlosskirche angeschaut werden. Dafür gibt es einerseits Einzeltickets oder ihr nehmt euch gleich das Kombiticket um DKK 160,- (EUR 21,40). Mit der Copenhagen Card* sind wieder alle Bereiche inkludiert.

Die königlichen Hofstallungen

Meine Freundin und ich begannen nach einem Außenrundgang mit den Hofstallungen. Sie sind neben der außen liegenden Marmorbrücke der einzige Bereich des Komplexes, der noch vom 1. Schloss aus dem Jahr 1736 stammt – der Rest brannte damals vollkommen ab. Die königlichen Pferde waren zu unserer Besuchszeit gerade auf Sommerurlaub, aber auch die Ställe selbst und die historischen Kutschen sind ganz interessant. Die königliche Küche ließen wir aus Zeitgründen aus und gingen gleich schnurstracks in das Hauptgebäude des Schlosses. Übrigens: eigentlich kann man den Turm des Schlosses täglich außer Montag kostenlos besteigen. Während unseres Besuchs fanden aber leider Bauarbeiten im Inneren statt – ich hoffe, ihr habt mehr Glück.

Die königlichen Empfangsräume

Die königlichen Empfangsräume sind für die Öffentlichkeit zugänglich, sofern keine offiziellen Termine stattfinden. Die prunkvollen Räume werden immer noch für Staatsbesuche genutzt, was den Rundgang nochmals attraktiver macht. Zu Beginn müssen die Straßenschuhe mit blauen Schutzhüllen abgedeckt werden, um auf dem Boden und den imposanten Teppichen keinen Schmutz zu hinterlassen. Dann geht es auch schon los und man kommt aus dem Staunen schwer heraus: wirklich jeder Raum ist unglaublich schön und mit Dekoration geradezu überladen – einfach nur wow!

Jeder Raum ein Traum

Für mich der Höhepunkt war der Große Saal mit seinen modernen, überdimensionalen Wandteppichen. Diese stammen vom Künstler Bjørn Nørgaard und zeigen die königliche Geschichte von den Wikingern bis in die Zukunft. Wer sich mehr dafür interessiert, schnappt sich einfach ein vor Ort aufliegendes Buch mit Details zu den einzelnen Teppichen. Weitere spektakuläre Räume auf der Tour sind die Bibliothek, der Alexandersaal, der Speisesaal, der Rittersaal und der Thronsaal. Auch das Treppenhaus strahlt eine unglaubliche Repräsentanz aus, sodass man sich beim Hinabgehen fast schon selbst wichtig vorkommt. 😉

Die königliche Schlosskirche

Nach den soeben erlebten Schätzen empfanden meine Freundin und ich die Ruinen unter dem Schloss dann als so richtig langweilig. Das liegt aber auch am Umstand, dass wir mit der Materie von alten Mauerresten und sonstigen historischen Überbleibseln generell nicht viel anfangen. Wesentlich mehr begeistern konnte mich dann wieder die Schlosskirche, die innen durch das eindringende Tageslicht überraschend hell erscheint. Die klassizistische Kirche stammt aus dem Jahr 1826 und überstand als einziges Objekt den Brand des zweiten Schloss Christiansborg.

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Lichtshow im Vergnügungspark Tivoli in Kopenhagen

4) Vergnügungspark Tivoli

Der Tivoli aus dem Jahr 1843 ist einer der ältesten Vergnügungsparks weltweit und liegt mitten in der Kopenhagener Innenstadt. Vom Hauptbahnhof und von unserem Hotel citizenM Copenhagen Rådhuspladsen* aus ist er überhaupt nur einige Schritte entfernt. Der Park erinnert an den Wurstelprater in Wien und ist etwas, mit dem nicht viele Städte punkten können. Mit der Copenhagen Card* ist der Eintrittspreis von ca. EUR 18,- erneut inkludiert, allerdings ohne Fahrgeschäfte.

Abenteuer mitten in Kopenhagen

Wenn ihr den Nervenkitzel auf Achterbahn und Co. erleben wollt, dann kauft euch zusätzlich zum Eintritt noch ein Tagesticket für die Tivoli-Fahrgeschäfte* um rund EUR 35,-. Absolut kein billiger Spaß, aber für Adrenalinjunkies lohnenswert! Das Flair vor Ort ist sensationell, vor allem wenn ihr abends nach Einbruch der Dämmerung kommt. Dann blinken und blitzen alle Lichter in Dutzenden Farben und bringen Leben auf das Gelände. Es gibt mehrere Themenwelten mit verschiedensten Attraktionen für Jung und Alt. Am späten Abend wird auf dem Teich eine tolle Lichtshow mit Musikuntermalung gezeigt.

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ESSEN UND TRINKEN IN KOPENHAGEN

Was gehört bei einem Besuch in Dänemark unbedingt dazu? Richtig, dänische Hot Dogs mit drei Saucen, Zwiebel, Essiggurkerl und Röstzwiebel! Zwei sehr gute Würstelstände fanden wir auf der Einkaufsstraße Strøget bei DØP – Den Økologiske Pølsemand (Amagertorv 31) und bei Joans Pølser-Stand am Nyhavn.

Ebenfalls unbedingt probieren müsst ihr Smörrebröd. Relativ günstige und unfassbar gute belegte Brote gibt es bei Domhusets Smørrebrød (Kattesundet 18). Wir nahmen uns gleich mehrere Kostproben mit (Leberpastete mit Essiggurkerl, Röstzwiebel, Speck / Frikatell mit Erdäpfelsalat / Roastbeef mit Salatblatt, roten Rüben, Essiggurkerl) und genossen die Brote auf der Brücke Stormbroen mit Blick auf das Schloss Christiansborg.

Noch ein weiterer Tipp für die Einkaufsstraße Strøget: das Café Blomst (Amagertorv 6) hat nicht nur einen ausgezeichneten Capucchino sowie Karottenkuchen, sondern auch einen idyllischen Garten.

Richtig gut essen könnt ihr in der Freistadt Christiania (siehe Punkt 8) im Cafeloppen (Sydområdet 4E). Wir hatten dort Wok mit Huhn, Ananas, Cashewnüssen und Gemüse sowie Curry mit Huhn, Gemüse, Zwiebelchili und Cashewnüssen. Es hat exzellent geschmeckt!

Auf dem Platz Kongens Nytorv lädt der kleine, super schön anzusehende Kiosk Square Balls zu einer Pause ein. Die Spezialität dort sind gefüllte italienische Pitabrote.

Eine typische dänische Süßspeise ist die Himbeerschnitte (Hindbaersnitter), welche ihr in zahlreichen Bäckereien findet. Wir probierten sie in der Bäckerei Lagkagehuset (Frederiksberggade 21) und waren sehr zufrieden!

 


Bunte Häuserzeile Nyhavn in Kopenhagen

5) Nyhavn und Kanalrundfahrt

Der kleine Kanal Nyhavn zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen. Das liegt hauptsächlich an der bunten Häuserzeile, die ihren Ursprung im 18. und 19. Jahrhundert hat. Aber auch die zahlreichen Lokale, Cafés und Bars locken jeden Tag Tausende Menschen an diesen Ort. Naturgemäß ist das Angebot rund um Nyhavn äußerst touristisch. Meine Freundin und ich beließen es deshalb bei einem Kurzbesuch mit einigen Fotos und dem Aufsaugen der Atmosphäre, die durchaus anziehend ist. Für einen längeren Aufenthalt dort sind mir aber definitiv zu viele Leute unterwegs.

Entspannte Kanalrundfahrt durch Kopenhagen

Vom Nyhavn starten alle paar Minuten Boote zu einer Schiffsrundfahrt durch Kopenhagen. Da eine Fahrt mit der Copenhagen Card* inkludiert ist, nutzten wir natürlich diese Chance. Wenn ihr keine Karte habt, dann bucht am besten schon vorab euer Ticket für eine Kanalrundfahrt ab Nyhavn*. Die Boote sind recht groß und werden bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Fahrt dauert eine Stunde und ist wirklich interessant – man kommt eigentlich bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Vom Bootsführer gibt es viele Informationen in mehreren Sprachen und es ist recht entspannend, Sightseeing einmal ohne Bewegung zu betreiben. Vergesst bei Schönwetter nicht, euch mit Sonnencreme zu schützen und Wasser mitzunehmen!

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Prunkräume im Schloss Rosenborg in Kopenhagen

6) Schloss Rosenborg

Das Schloss Rosenborg (Rosenborg Slot) hat schon bei der Recherche meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es sieht von außen nämlich unheimlich schmal aus. Das täuscht aber, denn das über 400 Jahre alte Renaissanceschloss von Christian IV. ist ganz schön groß! Im Inneren warten auf euch nicht nur historische Wohnräume und Prunksäle, sondern auch die dänischen Kronjuwelen. Mit der Copenhagen Card* holt ihr euch euer inkludiertes Ticket einfach vor Ort ab. Dabei wird euch ein Zeitslot zugeteilt, zu dem ihr das Schloss betreten könnt. Damit wird sichergestellt, dass sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig in den Räumen auf den Füßen stehen.

Tipps für das Schloss Rosenborg

Meine Freundin und ich mussten eine halbe Stunde warten, die wir uns im weitläufigen Schlossgarten vertrieben. Dabei konnten wir einen Wachwechsel der Soldaten beobachten, welcher recht schnell und unspektakulär abläuft. Wirklich entsetzt waren wir über die grauenhaften Toiletten, die so gar nicht königlich anmuteten und eigentlich ziemlich peinlich für solch eine wichtige Sehenswürdigkeit sind. Noch ein hilfreicher Tipp, wenn ihr mit Rucksack oder großer Tasche kommt: holt euch gleich an der Kassa einen kostenlosen Token für die Schließfächer, um euch nicht doppelt anstellen zu müssen!

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Aussicht vom Turm der Kirche Vor Frelsers Kirke in Kopenhagen

7) Vor Frelsers Kirke

Die Erlöserkirche (Vor Frelsers Kirke) ist eine Sehenswürdigkeit in Kopenhagen, die für schlotternde Knie sorgen kann. Die Kirche selbst wurde 1696 eröffnet, der markante gewundene Turm aber erst 1752. Er ist optisch schon von weitem zu sehen, da sein vergoldetes Eisengitter in der Sonne richtig strahlt. Genau dieses gewundene Geländer ist das Ziel der Erkundung! Beachten müsst ihr, dass die Kirche täglich nur von 11.00-15.30 Uhr offen ist, der Turm aber deutlich länger von 9.30-19.00 Uhr geöffnet hat (im Winter geschlossen). Mit der Copenhagen Card* kamen wir wieder schnell an der Kassa vorbei und begannen mit dem Aufstieg.

Der Turm für Adrenalinjunkies

Die Stufen nach oben sind recht eng. Zwischendurch kommt man an den Glocken vorbei, wo ein optischer Warnhinweis auf plötzlich ertönende Glockenschläge hinweist. 😉 Nach 250 Stufen erreicht ihr die Aussichtsplattform, von der euch ganz Kopenhagen zu Füßen liegt. Wer dann mutig genug ist, geht nochmals 150 Stufen weiter an der Außenseite des Turms hinauf. Die Wendeltreppe wird dabei immer enger und der Blick nach unten lässt so manchem sicher die Schweißperlen aufsteigen. 😉 Alles in allem jedenfalls eine gewaltige Erfahrung, die ihr nicht so schnell vergesst!

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Buntes Haus im Freistadt Christiania in Kopenhagen

8) Freistadt Christiania

Die Freistadt Christiania ist etwas, das ich so noch nirgends erlebt habe. Auf dem Gelände einer ehemaligen Militäranlage lebt und besetzt seit 1971 eine sich selbst regierende Gemeinschaft die alten Gebäude. Ich empfehle euch von untergrund-blättle.ch den Beitrag Die Geschichte von Christiania in Kopenhagen, in dem die Hintergründe sehr ausführlich erklärt werden. Jedenfalls hat sich die Freistadt als Touristenmagnet und als Ziel für die Kreativszene entwickelt. Das Areal ist sehr weitläufig und ihr könnt es von mehreren Punkten aus betreten.

Ort der Kreativszene

Gleich ein wichtiger Hinweis vorweg: Großteils herrscht vor Ort ein absolutes Fotoverbot, auf das auch penibel geachtet wird. Wo das Fotografieren erlaubt ist, weisen eigene Schilder darauf hin oder ihr fragt vorher um Erlaubnis. Einen Grund für das Verbot werdet ihr schnell riechen – überall schlägt euch der Geruch von Marihuana entgegen, das offen gehandelt wird. Ich muss sagen, dass bei einem Rundgang die fortschreitende Kommerzialisierung schon ziemlich spür- sowie sichtbar war. In vielen der bunt verzierten, aber verfallenen Häuser wird Kunsthandwerk und Schmuck angeboten.

Das ruhige Christiania

Deutlich ruhiger und authentischer wird es, wenn ihr euch weiter in das Waldareal begebt und Richtung See geht. Dort ist es nicht nur wunderschön idyllisch, sondern ihr seht auch die echten Wohnhäuser der Anwohner. Diese sind liebevoll gebaut und sehen teilweise äußerst kreativ aus. Es werden übrigens auch geführte Touren durch Christiania angeboten, haltet dazu einfach nach den Schildern Ausschau, wenn euch das interessiert! Und noch ein abschließender Essenstipp: im blauen Infokasten weiter oben zeige ich euch ein Lokal in Christiania, in dem ihr vorzüglich speisen könnt!

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Die Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen

9) Kleine Meerjungfrau

Kommen wir zu einer Sehenswürdigkeit in Kopenhagen, die einige von euch vielleicht ziemlich enttäuscht zurücklassen wird: die Kleine Meerjungfrau (Den lille Havfrue). Die Statue macht ihrem Namen alle Ehre und ist wirklich minimalistisch. Mit einer Höhe von nur 125 cm zählt sie zu den kleinsten Wahrzeichen der Welt. Spontan fällt mir da gleich die Figur Manneken Pis in Brüssel ein, die noch winziger ist. Ich reihe die Meerjungfrau in meiner Liste ganz bewusst recht weit hinten ein, denn mehr als ein paar Minuten muss man vor Ort nicht verweilen. Ganz im Gegenteil: es ist eher mühsam, das nervige Herumturnen der Selfiejäger auf den Steinen vor der Statue ertragen zu müssen.

Die genmanipulierte Kleine Meerjungfrau

Es gibt aber nur einige Minuten von der Kleinen Meerjungfrau eine lohnenswerte Alternative zu entdecken, nämlich die genmanipulierte Kleine Meerjungfrau des Bildhauers Bjørn Nørgaard. Sie ist Teil eines kleinen Skulpturenparks inmitten eines neuen Wohnviertels am Wasser. Dort seid ihr höchstwahrscheinlich fast alleine. 😉 Wenn ihr nach der Besichtigung mit dem Bus in das Zentrum zurückfahren wollt (inkludiert in der Copenhagen Card*), dann müsst ihr die Station Langeliniekaj der Linie 27 nehmen.

Die dritte Meerjungfrau

Vielleicht lest ihr bei eurer Recherche über Kopenhagen noch von einer dritten Meerjungfrau. Die barbusige Statue der Großen Meerjungfrau stand ursprünglich zwischen den anderen beiden (Position anzeigen), ist Stand Sommer 2019 aber leider abgebaut.

 

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Panorama von Schloss Amalienborg in Kopenhagen

10) Schloss Amalienborg

Mein letzter Tipp der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen betrifft zum dritten Mal ein Schloss, nämlich das Schloss Amalienborg (Amalienborg Slot). Eine Besichtigung verläuft deutlich schneller als in den anderen Schlössern Christiansborg (siehe Punkt 3) und Rosenborg (siehe Punkt 6). Wie bei den Attraktionen zuvor gilt auch hier die Copenhagen Card* für einen schnellen Einlass. Das Museum über die dänischen Könige ist recht überschaubar und präsentiert viele persönliche Dinge aktueller und vergangener Monarchen. Teilweise empfand ich die Ausstellung als zu überladen mit zu viel Information auf einem Fleck.

Ein Schloss, vier Gebäude

Sehr gefallen haben mir wieder einmal die Prunkräume mit ihrer prachtvollen Ausstattung. Im ersten Stock des Museums bietet sich aus dem Fenster ein super Blick auf den achteckigen Platz mit den vier nahezu baugleichen Gebäuden des Schloss Amalienborg an. Warum vier? Ursprünglich wurden die Häuser für vier verschiedene Adelsfamilien errichtet. Im Lauf der Zeit gelangten sie aber alle in den Besitz der dänischen Königsfamilie.

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ALLGEMEINE TIPPS

Vom Flughafen Kopenhagen Kastrup, der nur sieben Kilometer vom Hauptbahnhof Kopenhagen entfernt ist, gelangt ihr mit der Metro oder den Zügen in die Stadt. Beide Optionen sind mit 12-15 Minuten Fahrt fast gleich schnell, es ist also egal für welche ihr euch entscheidet – wir nahmen beispielsweise einen Zug.

Wie erwähnt kauften wir die Copenhagen Card*, mit der neben den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auch der gesamte öffentliche Verkehr in Kopenhagen und darüber hinaus inkludiert ist – inklusive der Fahrt vom und zum Flughafen. Den Voucher löst ihr am Flughafen beim Service Center in Terminal 3 ein. Solltet ihr mit dem Zug und nicht mit dem Flugzeug anreisen, löst ihr den Voucher einfach beim Info-Center am Hauptbahnhof ein.

Solltet ihr die Copenhagen Card nicht nehmen, könnt ihr euch auf der Webseite visitcopenhagen.com über die Benutzung und die Preise der Öffentlichen Verkehrsmittel informieren.

In Kopenhagen versuchten wir erstmals in einem Urlaub, ohne Bargeld auszukommen. Das funktionierte exzellent! Wir waren sogar überrascht, dass in einigen Geschäften sowie Lokalen überhaupt nur noch Kartenzahlung akzeptiert wurde.

Kopenhagen ist eine extrem radfahrerfreundliche Stadt, was sich auf den Straßen stark bemerkbar macht. Als Fußgänger solltet ihr echt aufpassen! Ich hatte eine unangenehme Begegnung mit einem Radfahrer, als ich an einer Station in den Bus steigen wollte. Aus Wien bin ich es gewohnt, dass bei Stationen Fußgänger immer Vorrang genießen – in Kopenhagen wurde ich wüst beschimpft, was ich auf dem Radweg verloren habe. 😉 Also immer mit offenen Augen durch die Stadt gehen!

 

FAZIT

So vielfältig und abwechslungsreich wie Kopenhagen hatte ich schon lange keinen Städtetrip mehr erlebt! Die dänische Hauptstadt überzeugte mich nicht nur mit ihrem royalen Flair durch die vielen Königsschlösser, sondern vor allem mit ihrer Unaufgeregtheit und Coolness. Das Entdecken der hippen und kreativen Läden sowie Cafés machte meiner Freundin und mir ebenso riesigen Spaß wie das Verkosten der lokalen Köstlichkeiten. Langweilig wird es in Kopenhagen garantiert nicht und ich bin gespannt, was ihr zu dieser aufregenden Stadt sagen werdet. Lasst es mich in einem Kommentar wissen! 🙂

 

Kopenhagen: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.Kopenhagen: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.

3 Kommentare

  1. Kopenhagen steht schon seit Jahren auf meiner Wunschliste. Warum war ich eigentlich immer noch nicht dort?, frage ich mich spätestens nach eurem Artikel.
    Danke für die vielen, schönen Ideen.

    Liebe Grüße

    Liane

    1. Auf auf nach Kopenhagen, kann ich da nur sagen! 😀

      Viele Grüße,
      Christian

  2. […] Tipps zur Sprache. Wenn ihr ihn noch nicht gelesen habt, könnt ihr das gleich nachholen: Kopenhagen: Königlich, hip und attraktiv. Doch neben dem „Pflichtprogramm“ bietet die Stadt viele weitere Aktivitäten, die euch eine […]

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