Warschau: Polens unzerstörbare Stadt

Die polnische Hauptstadt Warschau hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Im zweiten Weltkrieg wurden 80 Prozent der Stadt völlig zerstört. Doch die Bevölkerung hat in einem jahrzehntelangen Kraftakt etwas Unvorstellbares zustande gebracht und die Stadt nach alten Plänen originalgetreu wieder aufgebaut. Als Besucher kommt man deshalb heute neben dem Großstadtfeeling auch wieder in den Genuss einer wunderschönen Altstadt. Alles Sehenswerte aus Warschau habe ich dir in diesen Artikel verpackt!


DIE HÖHEPUNKTE AUS WARSCHAU IN DIESEM REISEBERICHT

Details zur bewegten Geschichte hinter der heutigen polnischen Hauptstadt

Die besten Sehenswürdigkeiten und schönsten Orte in der Altstadt von Warschau

Der umstrittene Kultur- und Wissenschaftspalast mit der besten Sicht auf Warschau

Das Museum des Warschauer Aufstandes, welches sich mit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt

Allgemeine Tipps und Restaurantempfehlungen für die köstliche polnische Küche

 

Dieser Artikel wurde zuletzt am 22. Juni 2026 aktualisiert.

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WARSCHAU (WARSZAWA)

FAKTEN

Reisezeit: Anfang November (2 1/2 Tage, 2 Übernachtungen)
Anreise: Vom Hauptbahnhof Krakau (Kraków Główny) mit dem Zug zum Hauptbahnhof Warschau (Warszawa Centralna, 2:27h).

HOTELTIPP

Unterkunft: Mamaison Le Regina Boutique Hotel* (Kościelna 12): ausgezeichnetes und überraschend günstiges 5-Stern-Hotel in guter Lage am Rand der Altstadt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas umständlich zu erreichen, schönes modernes und geräumiges Zimmer, Marmorbad, kleine Sauna und Pool, schnelles WLAN, Frühstück nicht genutzt). Weiterempfehlung? JA

Weitere schöne und zentral gelegene Unterkünfte in Warschau.*

TRANSPARENZHINWEIS

*Die mit Stern gekennzeichneten Verweise in diesem Blogartikel sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn dir mein Blogartikel bei der Planung deiner Reise geholfen hat, freue ich mich, wenn du über diese Links deine Unterkunft oder Freizeitaktivitäten buchst. Ich erhalte dadurch eine kleine Provision und du unterstützt den Erhalt dieses Blogs. Für dich entstehen dabei selbstverständlich keine Nachteile. Vielen Dank! 🙂

 

Historische Gebäude in der Altstadt von Warschau

Warschau: Premiere bei Wind und Wetter

Mein erstes Kennenlernen von Warschau fand zu Allerheiligen statt, was wettertechnisch natürlich ein Risiko war. Und tatsächlich – der Großteil der zweieinhalb Tage in Warschau bestand aus Regen, Wind und einer Temperatur um den Gefrierpunkt. Das ist für Sightseeing im Freien zwar etwas ungut, aber ich versuche trotzdem immer das Beste aus der Situation herauszuholen und vor allem zu sehen: weniger Menschen auf den Straßen, viele Café-Pausen in schönen Lokalen und vor allem in Sachen Fotografie ist Regen oft mehr Segen als Fluch, wenn es um Spiegelungen und besondere Lichtstimmungen geht.

Die junge Altstadt von Warschau

Warschau bietet Besuchern wahrlich genügend Sehenswürdigkeiten, Museen und interessante Orte. Die Altstadt (Stare Miasto) sticht aber ganz besonders hervor, vor allem wenn man die Geschichte dazu kennt. Es handelt sich um den ältesten Stadtteil aus dem 13. Jahrhundert mit durchwegs faszinierenden Gebäuden und engen Gassen, die eine spezielle Atmosphäre erzeugen. Beim Flanieren merkt man es nicht, aber die Altstadt wurde im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und nach Kriegsende in jahrzehntelanger Arbeit detailgetreu wieder aufgebaut. Die UNESCO hat 1980 dieses Meisterstück als Anlass genommen, die komplette Warschauer Altstadt zum Welterbe zu erklären. Die Häuserfassaden sind großteils in Pastellfarben bemalt, an denen ich mich nicht sattsehen konnte. Bei einem geführten Spaziergang durch die Altstadt von Warschau* erfährst du viele Details zur Geschichte.


 


WARSCHAU: DIE 5 WICHTIGSTEN SEHENSWÜRDIGKEITEN

Denkmal der Meerjungfrau (Pomnik Syrenki) in Warschau, Polen

1) Sehenswertes in Warschau: Die Altstadt

Vor allem vom zentralen Altstadtmarkt (Rynek Starego Miasta) wollte ich gar nicht mehr weggehen, zu faszinierend empfand ich die breiten und schmalen Gebäude, die liebevollen Verzierungen und die seltsam wirkenden Dachaufbauten. In der Mitte des Platzes steht das Denkmal der Meerjungfrau (Pomnik Syrenki) – sie ist das Symbol Warschaus und im Wappen der Stadt abgebildet. Einer Legende nach schwammen einst zwei Meerjungfrauen aus dem Atlantik in die Ostsee. Eine blieb in Dänemark und bewacht seither Kopenhagen, die andere schwamm weiter bis nach Warschau. Das Denkmal ist übrigens wegen oftmaligem Vandalismus nur eine Kopie, das Original befindet sich in der Nähe des Historischen Museums. In der Stadt stehen noch zwei weitere Bronzeskulpturen der Meerjungfrau, diese habe ich aber nicht aufgesucht.

Zahlreiche Denkmäler in der Altstadt

Erwähnen möchte ich noch die Barbakane (Barbakan), das Festungstor zwischen Alt- und Neustadt. Es ist mächtig anzusehen, am Abend sehr schön beleuchtet und beim Verweilen kann man einem Straßenmusiker lauschen. Daneben liegt noch ein Teil der Stadtmauer, die man begehen kann (auch diese wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut). Etwas außerhalb der Altstadt lohnt sich ein Abstecher zur Feldkathedrale der polnischen Armee (Katedra Polowa Wojska Polskiego) mit einem Denkmal zum Flugzeugabsturz von Smolensk 2010, bei dem 96 Menschen ums Leben kamen, darunter der damalige Präsident Lech Kaczyński. Gegenüber der Kirche ist das Denkmal des Warschauer Aufstandes (Pomnik Powstania Warszawskiego 1944) zu besichtigen.


TIPP: Anbindung der Altstadt an den ÖPNV

Die Altstadt selbst weist keine Stationen von öffentlichen Verkehrsmitteln auf. Am besten eignet sich für Besucher die Straßenbahn-Station Stare Miasto, von der du über Stufen auf den Schlossplatz gelangst – damit bist du in der Mitte zwischen Altstadt und Königsweg.

 


Denkmal der Meerjungfrau auf dem Altstadtmarkt in Warschau

Der Altstadtmarkt in Warschau

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Denkmal der Meerjungfrau auf dem Altstadtmarkt in Warschau

Denkmal der Meerjungfrau in Warschau

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Die Barbakane und alte Stadtmauer in der Altstadt von Warschau

Die Barbakane und die alte Stadtmauer

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Blick auf die Barbakane in der Altstadt von Warschau

Blick auf die Barbakane in Warschau

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Statue von Maria Skłodowska-Curie in Warschau

Statue von Maria Skłodowska-Curie

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Das Denkmal des Warschauer Aufstandes

Denkmal des Warschauer Aufstandes

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Asche der Absturzstelle des Flugzeugunglücks von Smolensk in der Feldkathedrale der Polnischen Armee

Denkmal zum Flugzeugunglück von Smolensk

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Blick durch eine Gasse auf das Königsschloss in Warschau

Blick auf das Königsschloss in Warschau

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Das beleuchtete Warschauer Königsschloss

2) Sehenswertes in Warschau: Der Königsweg

Am südlichen Endpunkt der Altstadt liegt der Schlossplatz (Plac Zamkowy), welcher zugleich der Startpunkt für den Warschauer Königsweg (Trakt Królewski) ist. Es handelt sich dabei um einen zehn Kilometer langen, mit repräsentativen Gebäuden geradezu „vollgestopften“ Weg vom Königsschloss bis zum Wilanów-Palast. Ich habe nicht zuletzt wegen des schlechten Wetters nur einen kleinen Teil angeschaut. Am Schlossplatz liegt das durch seine knallig rote Farbe herausragende Warschauer Königsschloss (Zamek Królewski w Warszawie). Direkt davor solltest du die Sigismundssäule (Kolumna Zygmunta III Wazy) beachten, denn sie erinnert an Sigismund III. Wasa, der Warschau 1596 zur Hauptstadt erklärt hatte.

Sehenswerte Kirchen in Warschau

Nur wenige Meter entfernt stellt die St.-Anna-Kirche (Kościół św. Anny) einen Pflichtbesuch dar, sie ist innen mit unglaublichen Details geschmückt und vor allem die prachtvolle goldene Orgel verdient sich einen längeren Blick. Auf den freistehenden Glockenturm neben der St.-Anna-Kirche kannst du von Mai bis Oktober aufsteigen und eine tolle Sicht über den Schlossplatz und die Altstadt genießen. Während meines Besuchs zu Allerheiligen war der Turm aber geschlossen. An die schöne Straße Krakowskie Przedmiescie (Krakauer Vorstadt) setzt ohne Unterbrechung die Straße Nowy Świat (Neue Welt) an, die allerdings etwas schnörkelloser wirkt. Sie ist die Einkaufsstraße Warschaus mit vielen Geschäften, Restaurants und Cafés – die Preise sind hier verhältnismäßig hoch.

Entdeckungen in den Seitengassen von Warschau

Ich habe aufgrund vieler geschlossener Gebäude nur noch die Heilig-Kreuz-Kirche (Kościół św. Krzyża) näher besichtigt, in der die Urne mit dem Herz von Frédéric Chopin in einem Pfeiler verewigt ist – das hat sich der Komponist in seinem Testament gewünscht. Es lohnt sich übrigens, immer wieder den Königsweg über Seitengassen zu verlassen. So habe ich beispielsweise durch einen zufälligen Abstecher das Grabmal des unbekannten Soldaten (Grób Nieznanego Żołnierza) inklusive Wachablöse und Blick auf die Hochhäuser erleben dürfen. Der Park hinter dem Denkmal ist bei warmem Wetter übrigens sicherlich ein nettes Plätzchen zum Entspannen! Noch ein Tipp für Fußballfans: Vom Schlossplatz aus siehst du wunderbar auf das entfernte Nationalstadion PGE Narodowy, das am Abend interessant beleuchtet wird.

Das beleuchtete Warschauer Königsschloss und die Sigismundssäule spiegeln sich auf dem nassen Boden

Das beleuchtete Warschauer Königsschloss

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Das beleuchtete Warschauer Königsschloss und die Sigismundssäule spiegeln sich auf dem nassen Boden

Warschauer Königsschloss und die Sigismundssäule

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Häuser entlang der Straße Krakowskie Przedmiescie auf dem Warschauer Königsweg

Die Straße Krakowskie Przedmiescie auf dem Warschauer Königsweg

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Innenansicht der St.-Anna-Kirche in Warschau

Innenansicht der St.-Anna-Kirche in Warschau

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Innenansicht der St.-Anna-Kirche in Warschau

Die Orgel in der St.-Anna-Kirche in Warschau

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Die Urne mit dem Herz von Frédéric Chopin in einem Pfeiler der Heilig-Kreuz-Kirche in Warschau

Urne mit dem Herz von Frédéric Chopin in der Heilig-Kreuz-Kirche

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Wachablöse beim Grabmal des unbekannten Soldaten in Warschau

Wachablöse beim Grabmal des unbekannten Soldaten

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Stalins Stiefel (Kopie des Originals aus Budapest zum Gedenken an 60 Jahre ungarischer Volksaufstand 2016)

Stalins Stiefel (Kopie des Originals aus Budapest) in Warschau

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Das beleuchtete Nationalstadion PGE Narodowy in Warschau

Das Nationalstadion PGE Narodowy in Warschau

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Ausstellungsstück im Museum des Warschauer Aufstandes

3) Sehenswertes in Warschau: Gedenken an den 2. Weltkrieg

An allen Ecken und Enden finden sich in Warschau Gedenktafeln und Denkmäler zum Zweiten Weltkrieg. Die Stadt wurde 1939 während des Angriffs auf Warschau durch die deutsche Luftwaffe sowie während und nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes im Jahr 1944 von deutschen Truppen fast vollständig zerstört. Hinzu kommt das Leid durch den Aufstand im Warschauer Ghetto, als gefangene Juden sich wochenlang gegen ihre Deportation in Konzentrationslager gewehrt haben.

Erinnerung an das Warschauer Ghetto

An das Ghetto erinnert heute noch eine verbliebene Ziegelwand in der Nähe des Hauptbahnhofs (Ulica Sienna 55, sichtbar neben dem Eingang der Schule an der Ulica Sienna 53) und eine Bodenmarkierung, die den Verlauf der Mauer anzeigt. Eine gute Möglichkeit, sich die dunkle Vergangenheit vor Ort fachmännisch erklären zu lassen, ist ein geführter Rundgang durch das Warschauer Ghetto*. Auf meinem Plan standen eigentlich zwei Museen, das Museum der Geschichte der polnischen Juden POLIN (Muzeum Historii Żydów Polskich) musste ich aber leider aus Zeitgründen streichen.

Museum des Warschauer Aufstandes

Besichtigt habe ich dagegen das Museum des Warschauer Aufstandes (Muzeum Powstania Warszawskiego), das sich in einem stillgelegten Straßenbahn-Elektrizitätswerk befindet (Ulica Grzybowska 79, am besten von der M2-Metrostation Rondo Daszyńskiego zu erreichen). In der Ausstellung wird der Kampf und der Alltag der Warschauer Aufständischen während der Besatzung veranschaulicht. Zahlreiche Bild-, Tondokumente und Filme geben dem Besucher einen Eindruck vom Grauen vor gar nicht allzu langer Zeit.

Bedrückende Stimmung im Museum

An mehreren Stellen liegen Infoblätter mit einer geschichtlichen Zusammenfassung in mehreren Sprachen auf. Kleine Kalenderblätter zum Mitnehmen machen zusätzlich auf wichtige Daten aufmerksam. Vor allem für Schulgruppen ist das eine gute Möglichkeit, sich entscheidende Ereignisse besser zu merken. Die Räumlichkeiten sind stimmungsvoll beleuchtet und die Geräuschkulisse düster – immer wieder kommt ein bedrückendes Gefühl auf. Beeindruckend ist ein Nachbau eines Bomberflugzeugs vom Typ Liberator B-24J in Originalgröße. Am Ende der Ausstellung kann der 3D-Film „Die Stadt der Ruinen“ angesehen werden, in dem ein Flug über das zerstörte Warschau im Jahr 1945 simuliert wird.


TIPP: Exkursion zum KZ Auschwitz

Wie viele Tausende Menschen waren eigentlich auch meine Freundin und ich an einer Exkursion zum ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau interessiert. Es ging sich für uns jedoch zeitlich leider nicht aus und wir mussten es auf einen anderen Zeitpunkt verschieben. Beim Tourvermittler GetYourGuide findest du aber eine organisierte Tagestour von Warschau nach Auschwitz*, falls du genügend Zeit hast.

 

Verbliebene Ziegelwand der ehemaligen Warschauer Ghettomauer

Verbliebene Ziegelwand der ehemaligen Warschauer Ghettomauer

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Bodenmarkierung der ehemaligen Warschauer Ghettomauer

Bodenmarkierung der ehemaligen Warschauer Ghettomauer

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Außenansicht des Museum des Warschauer Aufstandes

Das Museum des Warschauer Aufstandes

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Ausstellungsstück im Museum des Warschauer Aufstandes

Nachstellung einer Straßenszene im Museum des Warschauer Aufstandes

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Fluchttunnelnachbildung im Museum des Warschauer Aufstandes

Fluchttunnelnachbildung im Museum des Warschauer Aufstandes

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Ausstellungsstück im Museum des Warschauer Aufstandes

Ausstellungsansicht im Museum des Warschauer Aufstandes

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Nachbau eines Bomberflugzeugs vom Typ Liberator B-24J im Museum des Warschauer Aufstandes

Nachbau eines Bombers im Museum des Warschauer Aufstandes

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Der Kultur- und Wissenschaftspalast in Warschau

4) Sehenswertes in Warschau: Der Kultur- und Wissenschaftspalast

Er ist das höchste Gebäude Polens und von vielen Plätzen in Warschau sichtbar: der Kultur- und Wissenschaftspalast (Pałac Kultury i Nauki). Der 237 Meter hohe Wolkenkratzer war ein Geschenk der ehemaligen Sowjetunion an Polen und in der Bevölkerung vielfach wegen seiner symbolischen Bedeutung für totalitäre Unterdrückung gehasst. Heute wird er allgemein akzeptiert und ist ein Wahrzeichen von Warschau. Ein Rundgang an der Außenseite dauert gut 20 Minuten, bietet aber gute Blicke auf die Details des mächtigen Baus. Im Inneren befinden sich rund 3.000 Räume und einige repräsentative Zimmer. Tickets für eine Tour und die Aussichtsterrasse* solltest du unbedingt schon vorab kaufen, da diese sehr begehrt sind.

Kleiner Einblick mit großer Wirkung

Leider wurde ich wenige Tage vor meiner Anreise darüber informiert, dass wegen einer kurzfristigen privaten Veranstaltung im Palast die Führung gestrichen wird – immerhin hat die Rücküberweisung des Geldes schnell und problemlos funktioniert. Trotz dieses Umstands habe ich dennoch einen Eindruck des Kulturpalasts erhalten, denn einige Bereiche sind öffentlich zugänglich. In 114 Metern Höhe gibt es außerdem eine Aussichtsterrasse, über die man eine ausgezeichnete Sicht in alle Richtungen Warschaus erhält. Der Eingang befindet sich übrigens auf der Rückseite des Gebäudes (plac Defilad 1).

Außenansicht des Kultur- und Wissenschaftspalasts in Warschau während des Sonnenuntergangs

Der Kultur- und Wissenschaftspalasts während eines Sonnenuntergangs

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Innenansicht des Kultur- und Wissenschaftspalasts in Warschau

Innenansicht des Kultur- und Wissenschaftspalasts

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Innenansicht des Kultur- und Wissenschaftspalasts in Warschau

Mächtige Räume im Kultur- und Wissenschaftspalast

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Die Aussichtsplattform des Kultur- und Wissenschaftspalasts in Warschau

Die Aussichtsplattform im Kultur- und Wissenschaftspalast

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Panoramablick auf die Altstadt von der Aussichtsplattform des Kultur- und Wissenschaftspalasts in Warschau

Panoramablick auf die Altstadt von Warschau

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Panoramablick auf Hochhäuser von der Aussichtsplattform des Kultur- und Wissenschaftspalasts in Warschau

Panoramablick auf das Hochhausviertel von Warschau

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Außenansicht des Kultur- und Wissenschaftspalasts in Warschau

Frontalansicht des Kultur- und Wissenschaftspalasts

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Der Kultur- und Wissenschaftspalast in Warschau im Nebel und mit freier Sicht

Der Kultur- und Wissenschaftspalast im Nebel und mit freier Sicht

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Der in grün, weiß und rot beleuchtete Kultur- und Wissenschaftspalast in Warschau (in Gedenken an die Erdbebenopfer von Italien)

Der beleuchtete Kultur- und Wissenschaftspalast in Warschau

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Zwei Spaziergänger im Łazienki-Park

5) Sehenswertes in Warschau: Der Łazienki-Park

Mit dem Łazienki-Park (Łazienki Królewskie) besitzt Warschau nicht nur einen mit 80 Hektar riesigen Park, sondern auch eine grüne Lunge. Der Park liegt entlang des Warschauer Königswegs und eignet sich zum Entspannen, zum Joggen und zum Sightseeing, da in der Anlage einige interessante Gebäude stehen. Wenn du Tiere liebst, solltest du Nüsse mitbringen – die zahlreichen Eichhörnchen kommen ohne große Scheu und klettern auch schon mal frech an der Hose hinauf zu den Händen, in denen sie die Nahrung vermuten. Mein Besuch zu Allerheiligen hat den herrlichen Umstand von Herbstfarben mit sich gebracht, in denen der gesamte Park bunt erstrahlte.

Sehenswertes im Łazienki-Park

Bei einem ausgedehnten Spaziergang kommst du an sehr netten Plätzen vorbei: das Denkmal für Frédéric Chopin (Pomnik Fryderyka Chopina), das Weiße Haus (Biały Domek), der Łazienki-Palast (Pałac na Wyspie) und das Theater auf der Insel (Amfiteatr). Einige Schritte neben dem Łazienki-Palast kannst du an einem Waffelstand (siehe Allgemeine Tipps unten) übrigens Nüsse kaufen, falls du den Eichhörnchen etwas Gutes tun möchtest. 🙂

Spaziergänger im Warschauer Łazienki-Park

Strahlende Herbstfarben im Warschauer Łazienki-Park

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Ein Eichhörnchen im Warschauer Łazienki-Park

Ein Eichhörnchen im Łazienki-Park

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Ein Eichhörnchen im Warschauer Łazienki-Park

Futterpause für die Eichhörnchen im Łazienki-Park

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Das Weiße Haus im Warschauer Łazienki-Park

Das Weiße Haus im Łazienki-Park

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Der Łazienki-Palast im Warschauer Łazienki-Park

Der Łazienki-Palast im Warschauer Łazienki-Park

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Ein Pfau zwischen den Säulen des Łazienki-Palasts im Warschauer Łazienki-Park

Ein Pfau vor dem Łazienki-Palast

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Das Denkmal für Frédéric Chopin im Warschauer Łazienki-Park

Das Denkmal für Frédéric Chopin im Łazienki-Park

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ALLGEMEINE TIPPS FÜR WARSCHAU

Vom und zum Warschauer Flughafen Chopin (Lotnisko Chopina w Warszawie) gelangst du über den Hauptbahnhof Warszawa Centralna. Alle 20 Minuten fährt entweder eine S-Bahn oder ein privater KML-Zug (Fahrpläne auf lotnisko-chopina.pl). Es gibt eigene Fahrkartenautomaten für beide Anbieter, die Tickets müssen vor Fahrtantritt gekauft werden. Zusätzlich fahren auch einige öffentliche Busse, diese habe ich aber nicht genutzt.

Zu den öffentlichen Verkehrsmitteln hatte ich ein gespaltenes Verhältnis. Obwohl es zwei U-Bahn- und zahlreiche Straßenbahn-Linien gibt, konnte ich die schnellen Fortbewegungsmittel so gut wie nie nutzen. Fast alle Punkte, die ich mir ansehen wollte, waren nur mit dem Bus oder zu Fuß erreichbar. Ich empfehle dir, dich deshalb mit der Fahrtroute der Busse 116 und 180 zu beschäftigen, da beide große Teile der wichtigsten Sehenswürdigkeiten anfahren. Für eine Fahrt reicht im Normalfall ein 20-Minuten-Ticket, das du bequem mit einer Bank- oder Kreditkarte direkt im Verkehrsmittel kaufen kannst (auch auf Deutsch). Mehr Infos zu Fahrplänen, Tickets und Linienplänen gibt es auf der Webseite wtp.waw.pl.

In Warschau habe ich die polnische Küche voll ausgekostet. Typische Hausmannskost gibt es beispielsweise im Restaurant Dawne Smaki (Nowy Świat 49, Krautrouladen Gołąbki, Kartoffelpuffer Placki Ziemniaczane mit Pilzsauce), in der Restaurantkette Zapiecek (Świętojańska 13, pikante und süße Pierogi, polnische Grillwurst mit Sauerkraut) oder im Restaurant Pod Samsonem (Freta 3, Pierogi als Vorspeise, Lachsfilet, Entenbrust). Ein Stamperl Wodka gehört natürlich überall nach dem Essen dazu. 😉 Eine super Möglichkeit, sich durch die lokalen Spezialitäten durchzukosten, ist diese 4-stündige Tour durch die polnische Küche*. Wer im Winter anreist, kann ruhigen Gewissens in einem Lokal der Wahl ein heißes Glühbier (Piwo grzane) probieren, das mit Glühweingewürzen serviert wird und wirklich überraschend gut schmeckt. Im Łazienki-Park empfehle ich eine Pause im Café Trou Madame (im Gebäude neben dem Łazienki-Palast), dort hatte ich im Inneren einen Irish Coffee und an der Außenseite eine frische Waffel zur Stärkung. Viele verschiedene Craft-Beer-Sorten findest du im kleinen Altstadtlokal Same Krafty Vis-a-Vis (Nowomiejska 11/13). Frühstücken kann man gut bei Shabby Chic (Piwna 20/26, selbstgemachte Croissants mit Schoko- und Ribiselfüllung) und für Pralinenfreunde empfehle ich die Confisserie Wedel (Freta 13/15), die auch für ihre heiße Schokolade bekannt ist.

Bei manchen Toiletten kann es passieren, dass man vor zwei Symbolen steht, mit denen man kein Geschlecht assoziieren kann. Ein Kreis symbolisiert das WC für Damen, ein Dreieck das für Herren.

 


FAZIT

Den Aufenthalt in Warschau habe ich trotz des schlechten Wetters sehr genossen. Durch die Altstadt zu schlendern und die nach dem Krieg wieder aufgebauten Gebäude zu bewundern, gibt einem einfach ein schönes Gefühl. Bei einem Besuch gehört auf jeden Fall auch die Auseinandersetzung mit dem vergangenen Grauen dazu, was im Museum des Warschauer Aufstandes behutsam und authentisch möglich ist. Die polnische Küche ist sowieso immer ein Hochgenuss und kann bedenkenlos in einem der zahlreichen Restaurants probiert werden. Ebenfalls ein Fixpunkt sollte der riesige Łazienki-Park sein, in dem man bei einem langen Spaziergang richtig Energie tanken kann. Ich lege mich fest: Diese Stadt hat mich nicht das letzte Mal gesehen! 🙂

 

Warschau: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.Warschau: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.

3 Antworten auf „Warschau: Polens unzerstörbare Stadt“

  1. […] Krakau habe ich mit Warschau kombiniert, meinen Reisebericht dazu könnt ihr hier lesen: Warschau: Polens unzerstörbare Stadt […]

  2. suuuper, da ich selber schon in Warschau war, konnte ich deinen Weg gut verfolgen bzw. mich zurück erinnern 😉 Schad dass das Wetter nicht optimal war, aber du hast wirklich das Beste draus gemacht und die Spiegelungen sind genial

  3. […] Krakau habe ich mit der polnischen Hauptstadt Warschau kombiniert, meinen Reisebericht dazu könnt ihr hier lesen: Warschau: Polens unzerstörbare Stadt […]

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