München: Biertrip in Corona-Zeiten

Maske auf Biergläsern in München während des Coronavirus

Den Frühling 2020 haben wir uns wohl alle ganz anders vorgestellt. Das Coronavirus beherrschte die Welt und anstatt zu verreisen hieß es erstmal: ab in die eigenen vier Wände. Monate später war das Virus zwar nicht weg, aber Reisen wieder eingeschränkt möglich. Diese Chance nutzte ich für einen kurzen Biertrip nach München mit dem Zug. Wie so ein Urlaub mit Maskenpflicht und Abstandsregeln in der Praxis aussieht – davon berichte ich euch in diesem Artikel!

Dieser Artikel wurde zuletzt am 14. Juli 2020 aktualisiert.

München

FAKTEN

Reisezeit: Juli 2020
Anreise: Mit dem Zug von Wien Hauptbahnhof nach Salzburg Hauptbahnhof, dann mit dem Meridian weiter nach München Hauptbahnhof (5:06 h inklusive Umsteigen). Alternativ mit dem Direktzug von Wien Hauptbahnhof nach München Hauptbahnhof (4:04 h).
Unterkunft: Hotel Maison Schiller* (Schillerstraße 20): sehr gute Lage fünf Minuten vom Hauptbahnhof entfernt, 20 Minuten Fußweg zum zentralen Marienplatz, historisches Gebäude, sehr schöne Zimmer, angenehme Betten, helles Bad mit geräumiger Dusche, schnelles WLAN, Frühstück nicht gebucht. Weiterempfehlung? JA
Auf meiner bevorzugten Hotelsuchmaschine booking.com findet ihr weitere schöne Unterkünfte in München*.

TRANSPARENZHINWEIS

*Die mit Stern gekennzeichneten Verweise in diesem Blogartikel sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn euch mein Blogartikel bei der Planung eurer Reise geholfen hat, freue ich mich, wenn ihr über diese Links eure Unterkunft oder Freizeitaktivitäten bucht. Ich erhalte dadurch eine kleine Provision und ihr unterstützt den Erhalt dieses Blogs. Für euch entstehen dabei selbstverständlich keine Nachteile. Vielen Dank! 🙂

 

Gams mit Maske in München während des Coronavirus

Coronavirus als Spielverderber

Euch ging es da sicherlich ähnlich wie mir: Statt Städtereisen, Strand und Aktivurlaub zu zelebrieren, verbrachte ich im ersten Halbjahr 2020 dank des Coronavirus meine Zeit mit Stornierungen von Flügen sowie Hotels. Aber gut, solche Dinge kann man nicht ändern, sondern nur möglichst gut gelaunt aussitzen. Nachdem viele Länder zunächst auf Ausgangsbeschränkungen setzten (siehe auch Das leere Wien: Eine Stadt steht still), erfolgten schließlich erste Lockerungen und auch das Überqueren von Grenzen wurde langsam wieder möglich. Der Reisehunger plagte mich dann so sehr, dass ich eine entspannte Biertour nach München plante.

München und die Gemütlichkeit

Mit München verbindet mich eine ganz besondere Zuneigung und es zieht mich Jahr um Jahr zurück in die Stadt an der Isar. Ein nicht unwesentlicher Grund dafür ist das schmackhafte bayerische Bier und die Gemütlichkeit in den Biergärten. In meinem Artikel München: Ab in den Biergarten könnt ihr darüber im Detail nachlesen und bekommt von mir einige Empfehlungen für authentische und eher touristische Biergärten. Wenn ihr mehr an den Sehenswürdigkeiten in München interessiert seid, dann ist mein Blogbeitrag Eine Liebeserklärung an München garantiert etwas für euch.

Eine ungewohnte Reise

In diesem aktuellen Reisebericht habe ich nun meine Erfahrungen zusammengefasst, wie ein kurzer Wochenendtrip nach München in Zeiten des Coronavirus ablief. Vom Wiener Hauptbahnhof ging es über Salzburg nach München. Auf dem Programm stand explizit kein Sightseeing, sondern nur Entspannung und Spaß in fünf Biergärten. Begleitet wurde ich dabei von meiner Freundin und unseren zwei Brüdern. Euch erwartet eine Geschichte mit faszinierenden sowie bizarren Eindrücken, wie man sie bisher nicht kannte. Viel Spaß beim Lesen und ich freue mich, wenn ihr mir eure eigenen Erfahrungen mit dem Coronavirus in einem Kommentar mitteilt!


Zugfahrt von Wien nach München während des Coronavirus

Von Wien nach München mit dem Zug

Normal ergattere ich bei der ÖBB für den Direktzug von Wien nach München immer ein Sparschiene-Angebot (ab EUR 29,-). Durch meinen ungewissen Dienstplan konnte ich die Tickets aber erst recht spät kaufen – der reguläre Preis betrug EUR 64,40 (mit Vorteilscard). Meiner Freundin kam jedoch die zündende Idee: das Bayern-Ticket! Wir fuhren nach Salzburg, kauften dort am Automaten das Ticket (EUR 46,- für 4 Personen) und setzten die Reise mit dem Regionalzug Meridian fort. Wir verloren gegenüber dem Direktzug zwar eine Stunde, sparten aber für die Hin- und Rückfahrt pro Person satte 50 Euro – das Geld benötigten wir auch dringend für die Biergärten. 😉

Maskenpflicht in Innenräumen

Während der Zugfahrt bestand Maskenpflicht, an die sich jedoch nicht alle Personen hielten. Blöd, aber bei langen Fahrten auch leider irgendwie nachvollziehbar. In München angekommen stand zuerst der Bezug der Zimmer in unserem Hotel Maison Schiller* an. Wir wählten es aufgrund der Bahnhofsnähe aus, auch wenn die Gegend dort schon seit Jahrzehnten zweifelhafte Gestalten anzieht – unwohl fühlte sich aber niemand von uns. Betreten konnten wir das Hotel erst nach Anläuten und es herrschte natürlich ebenfalls Maskenpflicht. Außer mit der Rezeptionistin, die durch eine große Plexiglasscheibe geschützt wurde, kamen wir mit keinen anderen Personen im Hotel in Kontakt.

Spaziergang in die Münchner City

Vom Hotel aus spazierte unsere Vierergruppe gemütlich in Richtung Innenstadt. Ein wunderschöner Samstagnachmittag lockte gefühlt jeden Menschen in München ins Freie. Auf der Fußgängerzone Kaufingerstraße etwa gab es viele Momente, in denen der Mindestabstand von einem Meter zwischen den Personen unmöglich eingehalten werden konnte. Vor dem idyllisch geschmückten Rathaus auf dem Marienplatz stehend, vergaßen sichtlich viele Einheimische und Touristen darauf, dass im Alltag eigentlich eine gesundheitliche Krise vorherrschte.

Zugfahrt von Wien nach München in Zeiten des Coronavirus
Zugfahren in Zeiten des Coronavirus: die Maskenpflicht in den Zügen wurde großteils, wenn auch nicht von allen, eingehalten. Ein angenehmes Spektakel ist es während einer längeren Fahrt aber natürlich nicht, eh klar.
Bilder o.l., o.r., u.l.: Aufnahmeort anzeigen
Bild u.r.: Aufnahmeort anzeigen
Menschen vor dem Rathaus auf dem Marienplatz in München in Zeiten des Coronavirus
Schönster blauer Himmel, das toll geschmückte Rathaus und viele Menschen. Moment, viele Menschen und kein Abstand? Ja, das Coronavirus war auf dem Münchner Marienplatz sichtlich nicht in den Köpfen der Anwesenden.
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Start auf dem Viktualienmarkt

Auf dem Viktualienmarkt stärkten wir uns zuerst mit einer frisch gebackenen Schmalznudel (vergleichbar mit einem Bauernkrapfen in Österreich) im Cafe Frischhut. Um nach der Anreise in die Gänge zu kommen, holten wir uns gleich danach in der Kaffeerösterei einen doppelten Espresso und einen Florentiner. Die Warteschlange mit Abstand funktionierte dort gut und an der Ausgabetheke herrschte beim Small Talk mit uns gute Laune – der Schmäh zwischen Wien und München ist eben doch recht ähnlich. 😉

Endlich die erste Maß

Nun sollte endlich ein kühles Bier unsere Kehlen hinabfließen! Den Biergarten am Viktualienmarkt mag ich aufgrund der Lage sehr gerne, auch wenn ich dort nichts essen würde – die umliegenden Marktstände bieten weitaus höhere Qualität. Zum Biertrinken ist der Ort aber ideal. Aufgrund des Coronavirus war der gesamte Garten eingezäunt und es wurde beim Eingang penibel darauf geachtet, dass nicht zu viele Personen gleichzeitig eintreten. Der Einlass erfolgte dennoch überraschend schnell. Beim Betreten ohne Maske wurde ich gleich vom Kellner zurechtgewiesen, an den Tischen selbst war von dieser Vorsicht aber nichts mehr zu erkennen.

Registrierung im Biergarten

Unsere Vierergruppe wurde beispielsweise an einen großen Tisch mit weiteren Gästen gesetzt – hier war dann anscheinend doch der Umsatz wichtiger als die Abstandsregeln. Auf einem Zettel sollte eine Kontaktperson genannt werden, um bei einem möglichen späteren Coronavirus-Cluster informiert werden zu können. Diese Registrierung empfand ich wiederum als sehr sinnvoll! Nach einer Maß zogen wir auch schon weiter und kamen an einem Souvenirstand noch mit einer netten Dame ins Gespräch. Das Geld der Touristen fehle zwar, aber die Frau gab auch an froh zu sein, endlich wieder einmal Deutsch statt Englisch sprechen zu können. Tja, wie überall gilt: Touristen sind Fluch und Segen zugleich.

Schmalznudel im Cafe Frischhut in München
Eine frisch herausgebackene Schmalznudel im Cafe Frischhut (Prälat-Zistl-Straße 8) musste sein, bevor wir uns in das Getümmel auf dem Viktualienmarkt stürzten.
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Kaffeerösterei Viktualienmarkt
Vorbildlich ging es an der Kaffeerösterei Viktualienmarkt zu. Jeder trug eine Maske und auch der Abstand zum Vordermann war stets gegeben.
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Biergarten am Viktualienmarkt in München in Zeiten des Coronavirus
Eindrücke vom Biergarten am Viktualienmarkt: Einlasskontrolle, um keine Überfüllung zu provozieren (o.l.), Gästeerfassung per Formular (o.r.), geselliges Trinkvergnügen mit Löwenbräu (u.l.) und in meinen Augen etwas zu dicht stehende Tische (u.r.).
Alle Bilder: Aufnahmeort anzeigen

Der Biergarten am Chinesischen Turm

Wenn ihr schon meinen Artikel München: Ab in den Biergarten kennt, dann wisst ihr um meine Liebe zum Biergarten am Chinesischen Turm im Englischen Garten. Er ist bei jeder München-Reise ein Fixpunkt und dementsprechend gespannt war ich, wie die Atmosphäre in Zeiten des Coronavirus sein würde. Die U-Bahn- sowie Busfahrt dorthin (der öffentliche Verkehr in ganz München ist übrigens im Bayern-Ticket inkludiert) verlief unspektakulär und alle Passagiere trugen einen Mund-Nasen-Schutz.

Eigenverantwortung gefragt

Der riesige Biergarten war in zwei eingezäunte Bereiche aufgeteilt, an deren Eingängen man sich mittels Smartphone registrieren musste. Dabei reichte es aus, dass eine Person unserer Gruppe dies vornahm. Überprüft wurde das von einem Mitarbeiter jedoch nur oberflächlich und spätestens wenn man auf die Toilette oder sich etwas zu Essen holen wollte, scherte sich bei der Rückkehr in den abgesperrten Bereich kein Mensch mehr um die Zutrittskontrolle – es wäre bei der Menge an Menschen auch schlicht unmöglich gewesen. Die Eigenverantwortung funktionierte im Biergarten am Chinesischen Turm aber aus meiner Sicht insgesamt sehr gut, auch weil die Tische recht weit auseinander standen.

Alles anders macht das Coronavirus

Eine Besonderheit fiel uns aber auf: erstmals gab es auch Kellnerinnen und Kellner, die das Bier an den Tisch brachten. Das wurde wohl gemacht, um keine Menschenansammlungen an der Ausschank zu provozieren. Pfand auf die Gläser wurde ebenso diesmal nicht eingehoben – ich denke aber, dass wegen des Coronavirus ohnehin niemand ein fremdes Glas als Andenken mit nach Hause nehmen wollte. An einer Kassa erkannte ein Mitarbeiter unseren österreichischen Dialekt und erkundigte sich direkt, wie es denn bei uns daheim in Sachen Coronavirus aussieht. Für uns war das Interesse nicht überraschend, denn Österreich war von den Maßnahmen und Einschränkungen her jeweils zwei Wochen voraus – die dann in gleicher oder ähnlicher Form auch in Deutschland umgesetzt wurden.

Hinweis zur Maskenpflicht in der U-Bahn von München in Zeiten des Coronavirus
Wie auch in Österreich besteht in München in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Maskenpflicht.
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Registrierung am Eingang des Biergartens am Chinesischen Turm in München in Zeiten des Coronavirus
Zugang zum Biergarten am Chinesischen Turm im Englischen Garten gab es nur mit Registrierung auf dem Smartphone. Theoretisch zumindest, denn die Kontrollen waren für die Mitarbeiter in der Praxis schwierig durchzuführen.
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Biergarten am Chinesischen Turm in München in Zeiten des Coronavirus
Dieses Bild täuscht eventuell. Obwohl doch recht viele Menschen im Biergarten am Chinesischen Turm anwesend waren, wurde der Abstand zueinander sehr gut eingehalten.
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Biergarten am Chinesischen Turm in München in Zeiten des Coronavirus
Die Wege und Zutrittsmöglichkeiten waren im Biergarten am Chinesischen Turm klar gekennzeichnet, um keine Menschenansammlungen zu bilden.
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Hofbräuhaus als bizarrer Ort der Leere

Die letzte Station dieses Tages in München sollte das berühmte Hofbräuhaus sein. Wer es kennt, weiß, was einen normalerweise erwartet. Laut, eng, feucht, gemütlich, urig, verrückt – das sind nur einige Eigenschaften, die mir einfallen. Umso größer war mein Erstaunen, als wir am Samstagabend gegen 21 Uhr das Hofbräuhaus betraten. Es war gewohnt laut und dunkel, aber es war so gut wie kein Mensch anwesend! Wir registrierten uns dennoch am Eingang und hatten dann die Qual der Wahl, welchen großen Tisch wir für uns alleine besetzen wollten. Ich kann euch sagen: dieser Moment fühlte sich so unglaublich bizarr an …

Musikbeschallung gegen Depression

Einen Umstand will ich nicht verschweigen: der überschaubar große Gastgarten war sehr gut gefüllt. Aber dass sich in den Innenbereichen nur eine Handvoll Gäste befanden, zeigte sehr gut, wie stark das Hofbräuhaus vom Tourismus abhängig ist. Aus den Lautsprechern schallte die Blasmusik in voller Stärke und gaukelte gute Stimmung vor – wenn ich die Augen schloss, fühlte es sich sogar erstaunlich live an, einfach verrückt! Aber gut, ohne Musik wäre die Atmosphäre wohl komplett in Richtung Depression abgerutscht. Kommen wir zum Positiven: das Essen schmeckte sehr gut und auch das Bier sorgte unter uns für gute Unterhaltung. Das einsame Mitklatschen dreier Gäste zur Schunkelmusik war dann jedoch unser Stichwort, diesen Tag doch irgendwann besser zu beenden. 😉

Leeres Hofbräuhaus in München in Zeiten des Coronavirus
So habt ihr das Hofbräuhaus in München wohl noch nie gesehen. Keine Live-Kapelle, fast keine Menschen, dafür Musikbeschallung aus den Lautsprechern.
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Maßnahmen wegen des Coronavirus im Hofbräuhaus in München
Jeder zweite Tisch wurde blockiert, um die Abstände zwischen den Menschen zu wahren. Auch auf der Männertoilette gab es keine Möglichkeit, während der Erleichterung unabsichtlich mit den Nachbarn zu kuscheln.
Beide Bilder: Aufnahmeort anzeigen
Leeres Hofbräuhaus in München in Zeiten des Coronavirus
Fast schon gespenstisch, das Münchner Hofbräuhaus so verwaist zu sehen.
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Frühschoppen im Augustiner-Keller

Ausgeschlafen, frisch und fröhlich starteten wir gegen 10 Uhr in den Sonntag. Das Wetter sorgte am Himmel und in unseren Herzen für strahlenden Sonnenschein – der nächste Biergarten konnte also kommen! Schon beim letzten Besuch in München stand fest, dass wir im Augustiner-Keller Frühschoppen mit einem Weißwurstfrühstück zelebrieren wollten. Diesmal war es soweit, wobei am Eingang alles auf einen aufwendigen Zutritt hindeutete. Viele Infotafeln, Hinweisschilder sowie Abstandsmarkierungen zeigten deutlich an, dass hier wohl eine Menge Menschen erwartet wird. Es war dann aber alles ziemlich einfach. Die Registrierung erfolgte wieder per QR-Code auf dem Smartphone und nach der Kontrolle wurden wir auch schon auf die Terrasse geschickt.

Die Laune steigt schnell

Der wirklich riesige Biergarten selbst hatte zu dieser Vormittagsstunde noch nicht geöffnet, aber auch der Platz auf der Terrasse war von Kastanienbäumen geprägt und angenehm schattig. Die Stimmung war mehr als ausgelassen, da bereits einige Gruppen um uns herum die Maßkrüge um die Wette stemmten. Wir bestellten dann unsere Weißwürste, wobei zu erwähnen ist, dass diese einzeln serviert werden. Wenn ihr also ein Paar Weißwürste wollt, müsst ihr das explizit erwähnen. Die Qualität sorgte jedenfalls für Zufriedenheit bei uns! Auch das Augustiner Edelstoff und Weißbier wussten zu überzeugen. Ewig blieben wir trotzdem nicht sitzen, denn es sollte noch eine Weltreise durch München folgen!

Augustinerkeller in München in Zeiten des Coronavirus
Schilderurwald am Eingang zum Augustiner-Keller in München in Zeiten des Coronavirus.
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Registrierung am Augustinerkeller in München in Zeiten des Coronavirus
Aber alles halb so schlimm! Die Registrierung unserer Vierergruppe ging per Smartphone schnell und einfach – schon konnten wir den Augustiner-Keller betreten.
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Weißwurstfrühstück im Augustinerkeller in München in Zeiten des Coronavirus
Ein zünftiges Weißwurstfrühstück mit Weißbier und Augustiner Edelstoff ließ uns kurz einmal das Coronavirus vergessen.
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Augustinerkeller in München in Zeiten des Coronavirus
„Täglich Maskenball“ im Augustiner-Keller – genau mein Humor! 😉
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Absperrungen im Augustinerkeller in München in Zeiten des Coronavirus
Sonntagmittag war im Augustiner-Keller in München noch nichts los, aber anhand der Absperrungen konnte man schon erahnen, dass es hier ein Getümmel geben kann.
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Weltreise zum Aumeister

Die bisher vorgestellten Biergärten kannte ich alle bereits, nun sollte es aber zu einer Premiere für mich kommen. Am nördlichen Ende des Englischen Gartens lockt der Aumeister Biergarten. Wenn ihr denkt, ihr könnt vom ebenfalls im Englischen Garten ansässigen Biergarten am Chinesischen Turm zu Fuß zum Aumeister gehen, dann seid gewarnt: es sind rund fünf Kilometer zu bewältigen. Für die Anreise vom Augustiner-Keller benötigten wir fast eine Stunde. Mit der S-Bahn fuhren wir von der Hackerbrücke zum Marienplatz und danach mit der U-Bahn-Linie U6 bis zur Station Studentenstadt. Selbst von dort ist es noch ein rund 15-minütiger Fußweg durch den schönen Park.

Biergarten wie aus dem Lehrbuch

Wie bereits alle anderen Biergärten war auch der Aumeister komplett umzäunt und erforderte vor dem Betreten eine Registrierung. Die Größe des Biergartens ist angenehm überschaubar und die Kastanienbäume sorgten für angenehme Kühle an diesem heißen Sonntag. Ausgeschenkt wurde Hofbräu und an den Selbstbedienungs-Ständen hielten sich die Gäste sehr brav an die Abstandsregeln und die Maskenpflicht (nur Barzahlung, aber Bankomat am Gelände). Empfehlenswert ist der Steckerlfisch-Stand mit hochpreisigen, aber extrem leckeren Fischen wie Makrele und Lachsforelle. Die großen Brezen schmeckten wie frisch aus dem Ofen, ein echter bayerischer Genuss! Mit großem Wehmut, aber vielen schönen Momenten im Kopf, traten wir am späten Nachmittag wieder die Rückreise nach Wien an.

Aumeister Biergarten in München in Zeiten des Coronavirus
Eine gefühlte Weltreise von der Münchner Innenstadt entfernt liegt der Aumeister Biergarten am nördlichen Ende des Englischen Gartens. Doch die einzigen Gäste waren wir hier nicht und so hieß es wieder einmal anstellen und sich per Smartphone registrieren.
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Aumeister Biergarten in München in Zeiten des Coronavirus
Von Anfang an wurde im Aumeister Biergarten klargemacht: Abstand halten, dann kannst du auch dein Bier genießen!
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Aumeister Biergarten in München in Zeiten des Coronavirus
An den Tischen folgte die Erinnerung, sich während des Umhergehens im Aumeister Biergarten stets Mund und Nase zu bedecken.
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Aumeister Biergarten in München in Zeiten des Coronavirus
Der Aufforderung wurde aus meiner Sicht perfekt Folge geleistet, denn niemand ignorierte die Maskenpflicht. Das kurze Schwitzen unter dem Mund-Nasen-Schutz nahm wohl jeder gerne in Kauf, wenn eine kühle Maß als Belohnung wartet! 😉
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FAZIT

München, das tat richtig gut! Nach mehreren Monaten mit strengen Reisebeschränkungen in Europa fühlte sich der erste Grenzübertritt in Zeiten des Coronavirus wie eine Befreiung an. Die Maskenpflicht in Zügen und öffentlichen Verkehrsmitteln war ich sehr gerne bereit in Kauf zu nehmen, um wieder etwas Normalität in das Leben zu bringen. Die Biergärten in München setzten die Sicherheitsmaßnahmen aus meiner Sicht großteils gut um, ohne das Erlebnis zu sehr einzuschränken. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Coronavirus und Reisen? Schreibt mir einen Kommentar, ich bin sehr neugierig!

 

Biertour nach München in Zeiten des Coronavirus: Erfahrungsbericht über eine Zugreise von Wien nach München mit Maskenpflicht, Abstandsregeln und viel Bier.

2 Kommentare

  1. Witzig… ich wohne jetzt seit fünf Jahren in München und verstehe ehrlich gesagt immer noch nicht, warum Leute diese Stadt so toll finden. Klar, man wohnt hier ganz gut – wenn man das Geld für die Miete hat! – aber hierher würd ich in Urlaub sicher nicht fahren.
    V.a. nachdem ich ja auch sechs Jahre in Wien gelebt habe, muss ich sagen, dass ich erst recht nicht verstehe, was ein Wiener in München so toll findet 😀

    Und komm mir nicht mit dem Bier, bitte! Ein großer Teil davon fließt ja doch aus derselben Gosse wie Beck’s *schauder*

    1. Harte Worte! 😉 Zum Glück ist zumindest geschmacklich zwischen Becks und den Münchner Bieren noch ein wenig UNterschied. 😀

      Viele Grüße
      Christian

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