Paris: Zu Gast in Frankreichs Herz

Ein Künstlerladen im Pariser Viertel Montmartre

Paris ist einer der Klassiker unter den Städtereisen in Europa und es zog mich schon mehrere Male in die romantische Stadt an der Seine. Dank der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich hatte ich auch die Gelegenheit, Paris gleich eine komplette Woche lang ohne Stress zu erkunden. In diesem Reisebericht findest du deshalb die zahlreichen Highlights der französischen Hauptstadt kompakt gebündelt sowie einen umfassenden Reiseführer mit den besten Sehenswürdigkeiten, den schönsten Plätzen und vielen kulinarischen Tipps!


DIE HÖHEPUNKTE AUS PARIS IN DIESEM REISEBERICHT

Eine Zusammenfassung der wichtigsten und berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Paris

Detaillierte Beschreibung von Klassikern wie Eiffelturm, Triumphbogen, Louvre & Co.

Viele weitere sehenswerte Orte und Plätze abseits der bekannten Attraktionen von Paris

Allgemeine Tipps zu Paris und konkrete Empfehlungen für Bäckereien und Restaurants

Ein persönlicher Erfahrungsbericht über die Spiele von Österreich während der Fußball-EM 2016

 

Dieser Artikel wurde am 21. Oktober 2022 umfassend aktualisiert und erweitert.

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PARIS

FAKTEN

Reisezeit: Juni (7 Tage, 6 Übernachtungen) und viele weitere Male
Anreise mit dem Zug: von Wien Hauptbahnhof nach Frankfurt/Main Hauptbahnhof (6:21h), dann mit dem TGV weiter nach Paris Gare de l’Est (3:58 h)
Anreise mit dem Flugzeug: von Flughafen Wien nach Paris Aéroport Charles de Gaulle (1:20h)
Unterkunft: 25hours Hotel Terminus Nord* (12 Bd de Denain): großes Hotel in historischem Gebäude, sehr gute Lage direkt gegenüber des Gare du Nord, sehr kreative Innenausstattung, viel zum Schauen und Entdecken, Space-Invaders-Thema im ganzen Hotel zu finden. Die Zimmerkategorie M ist sehr klein aber typisch für Paris und der Platz gut genutzt mit geräumiger Dusche. Die Zimmerkategorie L bietet viel Platz und ebenfalls eine geräumige Dusche. Super bequeme Betten, Safe, Minibar, sehr schnelles WLAN up/down. Das Restaurant Neni ist direkt im Hotel, in dem auch das ausgezeichnete Frühstück aufgetischt wird.
Auf meiner bevorzugten Hotelsuchmaschine booking.com findest du weitere schöne Unterkünfte in Paris*.

TRANSPARENZHINWEIS

In diesem Artikel fasse ich mehrere Städtereisen nach Paris zusammen, um dir einen kompletten Reiseführer anbieten zu können. Für einen zweitägigen Aufenthalt wurde mir vom 25hours Hotel Terminus Nord ein Zimmer zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist davon selbstverständlich nicht beeinflusst.

*Die mit Stern gekennzeichneten Verweise in diesem Blogartikel sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn dir mein Blogartikel bei der Planung deiner Reise geholfen hat, freue ich mich, wenn du über diese Links deine Unterkunft oder Freizeitaktivitäten buchst. Ich erhalte dadurch eine kleine Provision und du unterstützt den Erhalt dieses Blogs. Für dich entstehen dabei selbstverständlich keine Nachteile. Vielen Dank! 🙂

 

Panorama der Skyline von Paris mit Eiffelturm bei Nacht

DIE 6 WICHTIGSTEN SEHENSWÜRDIGKEITEN IN PARIS

Wenn du das allererste Mal zu Gast in Paris bist, kannst du dich aufgrund der Fülle an Sehenswürdigkeiten schon einmal leicht überfordert fühlen. Ich gebe dir hier meine persönliche und subjektive Einschätzung, welche Dinge du zu Beginn unbedingt sehen solltest.

1) Eiffelturm (Tour Eiffel)

Ganz oben auf der Liste steht natürlich das Wahrzeichen von Paris, der Eiffelturm. Der 324 Meter hohe Koloss wurde 1889 anlässlich der Weltausstellung zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Französischen Revolution errichtet und ist heute wohl die erste Anlaufstation für Touristen bei einer Stadtbesichtigung. Der Turm ist von vielen Punkten der Stadt sichtbar und immer ein guter Orientierungspunkt, wenn du mal verloren gehst (was fast unmöglich ist). Er ist von allen Himmelsrichtungen über mehrere Stationen der Métro bzw. Regionalbahn und einem kurzen Fußmarsch erreichbar. Wirkt er schon von der Ferne mächtig, ist das Gefühl wirklich überwältigend, wenn du dich dem Eiffelturm immer weiter näherst und schließlich darunter stehst.

Mit dem Aufzug auf den Eiffelturm

Wenn du das erste Mal in Paris bist, dann wird eine Auffahrt auf den Eiffelturm für dich unvergesslich bleiben! Das Problem ist, dass du nicht die einzige Person mit diesem Vorhaben bist und die Warteschlangen ins Unendliche gehen können. Ich empfehle dir daher, einmal etwas mehr Geld auszugeben und über einen Drittanbieter eine Tour auf den Eiffelturm mit direktem Zugang zur Spitze per Aufzug* zu buchen. Dabei wirst du von einem Guide an den Warteschlangen vorbeigeführt und kommst sofort dran. Der Preis ist zwar deutlich höher als wenn du die Karten direkt am Eiffelturm kaufst, dafür ersparst du dir einfach sehr viel Zeit, die du anderswo in Paris sinnvoller verbringen kannst. Abends sorgen zu jeder vollen Stunde jeweils fünf Minuten lang 20.000 Lampen für einen funkelnden Eiffelturm. Am besten beobachtest du das Spektakel von einem der Aussichtspunkte in Paris aus.

Fotospots

Über der Seine liegen gegenüber des Eiffelturms die symmetrischen Gärten Jardins du Trocadéro vor dem Palais de Chaillot, das mehrere Museen beherbergt. Von diesem Platz aus siehst du den Eiffelturm in seiner kompletten Pracht, dementsprechend bevölkert ist auch der Ort.

 


Außenansicht der Notre-Dame de Paris

2) Notre-Dame de Paris

Die auf der Seine-Insel von Paris liegende Kathedrale Notre-Dame de Paris („Unsere Liebe Frau von Paris“) wurde zwischen 1163 und 1345 in vier Bauphasen errichtet. Die Kirche ist bei jedem Besuch immer wieder ein Fixpunkt von mir, da sie nicht nur wunderschön anzusehen ist, sondern auf dem großen Platz davor auch viel Raum zum Flanieren und Ausruhen bietet. Erreichbar ist sie über die Stationen Saint-Michel–Notre-Dame (RER B, RER C, M4) oder Cité (M4). Blickst du frontal auf die Westfassade, siehst du von den sich nach hinten ausbreitenden Dimensionen nicht viel. Bewegst du dich aber weg von der Kathedrale und gehst entlang der Seine Richtung nächster Brücke, offenbart sich plötzlich eine komplett andere und ebenso spektakuläre Ansicht, die ich fast noch besser finde als die mit zahlreichen Details verzierte Westfassade.

Der Großbrand 2019

Die Nachricht ging blitschnell um die Welt und traf auch mich hart. Nach einem Großbrand in der Kathedrale am 15. April 2019 ist die Kirche aktuell nicht mehr zugänglich. Der Wiederaufbau wird einige Jahre in Anspruch nehmen. In der Fotogalerie unten kannst du dir ansehen, wie die Kathedrale Notre-Dame de Paris vor dem Feuer innen aussah – unglaublich schön und prachtvoll. Das einzig positive ist, dass die Schäden an der Außenseite der Kathedrale nicht sichtbar sind. So kannst du zumindest dennoch teilweise eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Paris optisch genießen. Vor dem Brand war es auch möglich, auf die Türme von Notre-Dame zu steigen. Die Aussicht hast du wahrscheinlich schon einmal irgendwo auf Postkarten, in Magazinen oder im Fernsehen gesehen, handelt es sich doch um die bekannte Kombination der steinernen Wasserspeier mit dem Eiffelturm im Hintergrund.

Fotospots

 


Ein Bub fotografiert den Eiffelturm in der Dämmerung in Paris

TIPP: Die schönsten Aussichtspunkte in Paris

Wenn du auf der Suche nach den besten und schönsten Aussichtspunkten von Paris bist (und davon gibt es wirklich unglaublich viele!), dann sieh dir doch meinen Beitrag Die besten Aussichtspunkte in Paris an. Dort habe ich dir acht Orte in der Stadt zusammengefasst, wo du Paris in all seiner Schönheit überblicken und fotografieren kannst.

 


Blick auf Montmartre in Paris

3) Montmartre und Sacré-Cœur

Kommen wir zu einem Punkt, der dir sicherlich viele schöne Momente oder sogar Stunden beschert. Der Hügel Montmartre im Norden von Paris ist gleichzeitig der Name des 18. Arrondissement (Bezirk) und ein Viertel, in dem man wahrlich die Zeit vergisst. An der Spitze der höchsten Erhebung von Paris thront die Basilika Sacré-Cœur, die wie der Eiffelturm von vielen Orten in der Stadt sichtbar ist. Für die Anfahrt empfehle ich dir die Métro M2 bis zur Station Anvers. Von dort spazierst du ein Stück auf einer kleinen Straße bergauf (einfach den Touristen folgen) bis du zur Standseilbahn Funiculaire de Montmartre gelangst, die zu den öffentlichen Verkehrsmitteln gehört. Solltest du ein Tagesticket besitzen, kannst du gleich einsteigen, ansonsten wird ein Einzelfahrschein benötigt.

Die Stufen zur Basilika Sacré-Cœur

Alternativ kannst du natürlich auch sportlich über zahlreiche Stufen zur Basilika gelangen. Beide Varianten haben ihren Reiz! Ein Blick in die Kirche zahlt sich aus, sie ist von innen sehr nett anzusehen und es tummeln sich hier auch nicht ganz so viele Leute wie bei der Kathedrale Notre-Dame. Der Platz vor der Basilika ist bei Einheimischen wie Touristen gleich beliebt, da man von dort eine grandiose Aussicht auf Paris hat (leider aber nicht auf den Eiffelturm). Wenn abends die Sonne untergeht und die Stadt langsam zu leuchten beginnt, findest du dich hier zwischen Dutzenden Liebespaaren wieder, die die romantische Atmosphäre rund um talentierte Straßenmusikanten geradezu zelebrieren – eine Flasche Rotwein mitzunehmen ist hier eine sinnvolle Option!

Flanieren durch Montmartre

Abseits von Sacré-Cœur ist ein Spaziergang durch die schmalen Gassen Pflicht – du kannst dich mittels einer Sacré-Cœur & Montmartre Tour mit fachkundigem Guide* auch fachmännisch durch das Viertel und die Basilika führen lassen, wenn du mehr über die Geschichte erfahren willst. Lass dich einfach treiben und achte immer wieder auf Details an den Hausfassaden, am Boden oder auf den Plätzen. Apropos Platz, an einem kommst du garantiert vorbei: der Place du Tertre. Er liegt nur rund 200 Meter von der Basilika entfernt und ist der Ausstellungsraum für zahlreiche Künstler. Es lohnt sich, den Malern zuzusehen, wie sie Touristen porträtieren oder Stadtansichten von Paris in detaillierter Kleinstarbeit auf das Papier bringen.

Métro im Art-Nouveau-Stil

Wenn du noch Zeit hast, schau dir noch den Friedhof Cimetière de Montmartre an, auf den ich schon sehr oft hingewiesen wurde – leider habe ich ihn selbst noch nicht besucht, beim nächsten Mal dann! Beenden würde ich den Rundgang bei der Métro-Station Abbesses, an dessen Oberfläche du noch einen von in Paris nur noch zwei existierenden, überdachten Treppenabgängen im Art-Nouveau-Stil bewundern kannst (den anderen, ebenfalls sehenswerten, findest du an der M2-Station Porte Dauphine). Die Station ist mit 36 Metern übrigens die tiefstgelegene im gesamten U-Bahn-Netz. Geh mal zu Fuß die – gefühlt ewig lange – Wendeltreppe runter, dann weißt du, was ein Drehwurm ist. 😉

Fotospots

 


Champs-Elysées und Triumphbogen in Paris

4) Champs-Elysées und Triumphbogen (Arc de Triomphe)

Sie ist zwar nicht die schönste, aber beim ersten Paris-Besuch dennoch die wichtigste Straße: die Avenue des Champs-Élysées. Der Prachtboulevard erstreckt sich über knapp zwei Kilometer Länge und weist eine beachtliche Breite von 71 Metern auf. Trotz der zehn Fahrstreifen für Autos (inklusive Parkstreifen) bleibt so immer noch genügend Platz für zwei breite Gehsteige für Fußgänger und eine Baumallee. Ich empfehle dir, die Champs-Élysées einmal komplett abzugehen, immerhin sind der Ort des Starts (Place de la Concorde) und das Ende (Arc de Triomphe) zwei wichtige Orte der Geschichte.

Place de la Concorde

Aber alles der Reihe nach: fahr am besten mit der Métro zur Station Concorde (M1, M8, M12) und beginne deinen Fußmarsch auf dem geschichtsträchtigen Place de la Concorde, dem zweitgrößten Platz Frankreichs (der größte liegt in Bordeaux). Lass dich nicht sofort vom völligen Autochaos abschrecken, sondern beobachte einen Moment den Wahnsinn auf vier Rädern – es ist direkt faszinierend, wie sich hier hunderte Fahrzeuge auf mehreren Spuren voranschlängeln, ohne andauernd ineinanderzukrachen. Den an sich nicht besonders hübschen Platz schmückt ein Obelisk, schöne Laternen, ein Brunnen und ein Riesenrad, aus dem du eine tolle Sicht auf Paris hast.

Avenue des Champs-Élysées

Geh dann einfach auf einer Seite deiner Wahl die Prachtstraße entlang und sieh dir die Geschäfte an. Auf der Avenue des Champs-Élysées befinden sich alle großen Nobelmarken, egal ob es um Kleidung, Parfum oder Autos geht. Wer genug Geld auf der Kante hat, fühlt sich hier im siebenten Himmel. Aber auch alle anderen finden genügend Shops und Restaurants, die das Entlangschlendern rechtfertigen. Spätestens, wenn du dich dem Endpunkt langsam näherst, kommst du wieder ins Staunen.

Triumphbogen (Arc de Triomphe)

Der 1836 errichtete Arc de Triomphe de l’Étoile (Triumphbogen) bildet einen großartigen visuellen Abschluss des Prachtboulevards und stellt zurecht ein weiteres Wahrzeichen der Stadt dar. Unter dem Bogen liegt das Grabmal des unbekannten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg mit der Flamme du Souvenir (ewige Flamme), die an die unidentifizierten Toten erinnert. Auf dem Triumphbogen befindet sich eine Aussichtsplattform*, die durchaus nette Blicke auf den Eiffelturm und die Champs-Élysées erlaubt. Vom Triumphbogen kannst du dann übrigens ausgehend von der Station Charles de Gaulle Étoile schnell mit der Métro M1, M2, M6 oder der Regionalbahn RER A wieder zum nächsten Punkt deines Paris-Besuchs weiterfahren.

TIPP: Gartenanlage Jardin des Tuileries

Beim Place de la Concorde liegt der Eingang zur Gartenanlage Jardin des Tuileries, die ihr gemütlich durchschreiten könnt und am Ende beim Louvre ankommt.

 

Fotospots

 


Musée du Louvre in Paris

5) Musée du Louvre

Generell bin ich ein bisschen ein Kulturbanause, was Museumsbesuche anbelangt. Das liegt nicht unbedingt daran, dass mich Kultur nicht interessiert, sondern fast immer am zeitlichen Rahmen. Ich investiere bei einer Städtereise lieber Zeit in die Stadt als in Museen. In Paris gibt es aber ein Museum, das nicht einmal ich ignorieren kann. Das Musée du Louvre befindet sich in der ehemaligen Residenz der französischen Könige, dem Palais du Louvre. Es ist eine unbeschreiblich riesige Ausstellungsfläche, sodass man mehrere Besuche bräuchte, um alles anzuschauen. Es gibt acht Abteilungen auf 73.000 m² Fläche mit rund 35.000 Ausstellungsstücken – du musst deinen Besuch also unbedingt im Vorhinein planen, um vor Ort nicht völlig planlos umherzulaufen. Der Eingang befindet sich in der berühmten Glaspyramide in der Mitte des Platzes, die gleichzeitig ein beliebtes Fotomotiv darstellt.

Rundgang im Musée du Louvre

Ich habe den Louvre aufgesucht, um einmal die bekanntesten Werke der Welt live zu erleben, zum Beispiel die Statue Venus von Milo oder das Gemälde Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Ich will aber ganz ehrlich sein: der Rundgang war für mich sehr anstrengend, da ich mich durch die Menge an Kunstwerken schlicht überfordert gefühlt habe und die Füße sowie das Hirn auch irgendwann streiken. 😉 Eine Besichtigung lege ich dir natürlich trotzdem sehr ans Herz. Buche am besten deine Tickets für den Louvre mit einem fixen Zeitslot ohne Wartezeit*, um die langen Warteschlangen zu umgehen. Wenn du generell sehr an Kultur interessiert bist, dann sieh dir den Pariser Museumspass für 2, 4 oder 6 Tage* an, in dem über 60 Museen und Denkmäler inkludiert sind.

Fotospots

 


Glaskuppel in den Galeries Lafayette Hausmann in Paris

6) Galeries Lafayette Hausmann

Mitten im Herzen von Paris steht ein Kaufhaus, das du auf gar keinen Fall versäumen darfst. Die traditionsreiche Geschichte der Galeries Lafayette Haussmann (40 Boulevard Haussmann) geht bis auf das Jahr 1893 zurück, das heute bekannte Gebäude besteht seit 1912. Im Inneren thront eine riesige Glaskuppel im Jugendstil, die Etagen dazwischen erstrahlen in Goldgelb und verleihen dem Kaufhaus ein majästätisches Aussehen. Alles was Rang und Namen hat, stellt hier seine Waren aus – die Preise sind natürlich jenseits von Gut und Böse, aber du wirst ja nicht gezwungen, etwas zu kaufen. 😉

Aussicht von den Galeries Lafayette Hausmann

Geh unbedingt auch in die oberen Stockwerke und genieße den Blick, er verändert sich mit jedem Geschoss. Ganz oben befindet sich ein Restaurant, ein großer Souvenirladen und am wichtigsten: eine kostenlose Aussichtsterrasse mit tollen Fernblicken (siehe auch: Die besten Aussichtspunkte in Paris), unter anderem auf das Pariser Opernhaus Garnier, dessen prachtvolles Innenleben du auch besichtigen* kannst.

Kaufhaus Lafayette Maison / Gourmet

Und noch ein letzter Tipp: jeweils schräg gegenüber liegt in der Mitte der beiden Kaufhäuser Lafayette Maison / Gourmet (35 Boulevard Haussmann). Einfach gesagt handelt es sich hier um einen Supermarkt der Superlative. Du findest dort jegliche Köstlichkeiten und Spezialitäten, die du dir vorstellen kann. Wenn du also deinen Freunden oder deiner Familie eine Freude machen willst, findest du dort garantiert etwas Passendes!

Église de la Sainte-Trinité

Ein Geheimtipp ist die ein paar Gassen weiter stehende Dreifaltigkeitskirche (Église de la Sainte-Trinité, Place d’Estienne d’Orves), in die du unbedingt einen Blick werfen solltest. Sie ist einfach umwerfend anzusehen und du kannst in der Stille der Kirche den Straßenlärm rundherum für einen Moment ausblenden. Der Eingang befindet sich auf der Rückseite des Gebäudes.

Fotospots

 


ALLGEMEINE TIPPS FÜR PARIS

In Paris bewegt man sich in der Regel zu Fuß, mit der Métro oder den Regionalzügen RER (Réseau Express Régional) fort. Es gibt zwar seit kurzem auch Straßenbahnen, diese verkehren aber in den Vororten als schnelle Zubringer zu den größeren Stationen und sind für Touristen nicht von Nutzen. Busse habe ich überhaupt noch nie benötigt, was beim generellen Verkehrsaufkommen in Paris auch besser ist. Das Schöne in Paris ist, dass man fast überall ohne Orientierung herumlaufen kann und in kurzer Zeit garantiert auf eine Métro-Station stößt.

Da du in Paris garantiert viel zu Fuß unterwegs sein wirst, empfehle ich dir kein Tagesticket für Touristen um EUR 5,80. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich mit Einzeltickets finanziell immer besser ausgestiegen bin. Diese heißen T+ Ticket und kosten EUR 1,90. Paris trennt sich seit 2022 schrittweise von Papiertickets und setzt auf die Chipkarte Navigo Easy Pass, wie es auch andere Städte machen. Der Pass kostet einmalig EUR 2,- und danach lädst du am Automaten oder Schalter deine gewünschten Tickets auf die Karte auf. Dabei empfehle ich dir das sogenannte Carnet, welches ein 10er-Pack Einzeltickets um nur EUR 16,90 ist und dir sparen hilft. Einen Netzplan der Métro findest du auf der Webseite ratp.fr.

Stell dich in den Stationen der Métro und RER auf lange Wege, schmale Gänge und viele Treppen ein! Rolltreppen und Aufzüge sucht man in vielen Stationen vergebens.

Vom Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle fährst du am besten mit der S-Bahn RER B in rund 30 Minuten in die Stadt, Tickets erhältst du am Automaten. Vom Roissybus kann ich nur abraten, es sei denn du möchtest mehr als eine Stunde nach Paris fahren und dabei auch noch mehr bezahlen. Am günstigsten kommst du mit den öffentlichen Bussen 350 oder 351 in das Zentrum, hier beträgt die Fahrzeit aber bereits rund 90 Minuten.

Möchtest du Paris gerne wie in anderen Metropolen mit dem Sightseeing-Bus erkunden, dann ist das natürlich auch möglich. Online erhältst du die Tickets für die Hop-On/Hop-Off-Bus-Sightseeing-Tour durch Paris*.

Eine gute Möglichkeit, die Stadt nach der Ankunft einmal auf dich wirken zu lassen, ist eine Bootsfahrt auf der Seine durch Paris*. Ebenfalls angeboten werden Aperitif-Bootsfahrten bei Sonnenuntergang durch Paris*, wenn dir der Sinn nach Romantik steht.

Vielleicht hast du Glück und kommst zufällig (oder geplant) an einem der Pariser Märkte vorbei. Empfehlen kann ich zum Beispiel den Marché Edgar Quinet (Boulevard Edgar Quinet vor dem Tour Montparnasse, Métro M6 Station Edgar Quinet) oder den Marché de Grenelle (Rue de Grenelle an der Hochbahn, Métro M6, M8, M10 Station La Motte-Picquet – Grenelle). Auf beiden Märkten findest du warme Köstlichkeiten, frisches Obst und Gemüse sowieso Fleisch und Fisch. Man kommt hier fast nicht vorbei, ohne sich einen kleinen Snack zu gönnen.

Sehr beliebt ist ein Tagesausflug ins Disneyland Paris*. Die Anreise erfolgt rasch mit der S-Bahn und das Disneyland Paris ist wirklich empfehlenswert! Ich selbst war bereits zweimal dort und es war jedes Mal ein tolles Erlebnis.

Ebenfalls ein sehr beliebter und lohnenswerter Ausflug ist eine Fahrt mit der S-Bahn zur größten Palastanlage Europas, zum Schloss Versailles und die angrenzende Gartenanlage*.

Was du unbedingt machen musst, ist Kaffee trinken wie die Einheimischen. An jeder Ecke sind vor den Lokalen jede Menge Stühle und kleine Tische aufgestellt, auf denen die Pariser mit Blick auf die Straße sitzen und das Treiben beobachten. Ich habe es ausprobiert und sofort den Reiz der Sache verstanden: sehen und gesehen werden – mit einem Espresso in der Hand ein spannender Zeitvertreib! 😉

Zum Stadtbild dazu gehören die zahlreichen Crêpes-Stände, bei denen ihr die süßen Palatschinken (Pfannkuchen) mit allerlei Zutaten bestellen und genießen könnt. Oft sind die Stände auch optisch schön anzusehen und eignen sich für ein nettes Erinnerungsfoto.

Essen gehen in Paris macht Spaß, auch wenn man in der Menge an Lokalen schnell einmal in das falsche gelangt und dann enttäuscht ist. Generell empfehlenswert ist aber ein Restaurantbesuch im Künstlerviertel Montmartre, dort gehst du am besten in die kleinsten Lokale und versuchst einen Platz zu ergattern (beispielsweise Chez Marie Restaurant, 27 Rue Gabrielle). Richtig gute Meeresfrüchte bekommt man bei Le Verre Volé Sur Mer (53 Rue de Lancry), ein teurer aber verdammt lohnenswerter Spaß. Wer Lust auf Burger hat, findet in Paris genügend Auswahl, ich habe einen bei Au Rocher de Cancale (78 Rue Montorgueil) getestet und für schmackhaft befunden. Die Gegend rund um die Straße Rue Montorgueil kann ich dir prinzipiell empfehlen, dort reihen sich Bars, Restaurants, Feinschmäckerläden und Weingeschäfte aneinander. Äußerst nett zum Biertrinken ist Les têtes brûlées (21 Rue de Turbigo), wo man auch super Fußballspiele mit Einheimischen verfolgen kann. Weitere Lokaltipps: La Fresque (100 Rue Rambuteau, französische Küche) und The Frog & Rosbif (116 Rue St Denis, französisches Pub mit eigener Brauerei). Auch wenn es nicht passend erscheint: man bekommt sogar Hot Dogs mit Bratwurst im Baguette in Paris, gesehen bei der Basilika Sacré-Cœur. Und als krönenden Abschluss: nicht vergessen, in einer beliebigen Boulangerie (Bäckerei) ein französisches Baguette mit Schinken und Käse zu probieren – ein kulinarischer Hochgenuss!

Die Preise für Getränke schwanken in Paris ganz extrem, je nachdem in welcher Gegend du bist. Ich habe für einen halben Liter Bier im Schnitt 6 Euro bezahlt, hätte aber in einem Café (das ich nicht weiterempfehle) auf dem Boulevard Saint-Germain auch EUR 13,- für ein stinknormales Heineken ablegen können. Ich habe mich dann für die billigste Variante in der Getränkekarte entschieden und einen Espresso um läppische EUR 4,50 getrunken. Mein Tipp: schau dir zuerst kurz die vor den Lokalen aufliegende Speisekarte an, bevor du dich für einen Besuch entscheidet.

 


Das Rathaus (Hôtel de Ville) in Paris

WEITERE 8 SEHENSWERTE ORTE IN PARIS

Neben den zuvor genannten Sehenswürdigkeiten gibt es in Paris natürlich noch viele weitere Plätze und Gebäude, die sich eine nähere Betrachtung verdienen. Je nachdem wie viel Zeit ihr übrig habt, könntet ihr meine folgenden Tipps umsetzen. Auch hier gilt wieder: alles ist natürlich subjektiv!

1) Invalidendom (Dôme des Invalides)

Ich beginne mit zwei Orten, von denen ich dir zwar keine Fotos von innen (da nur analog vorhanden) zeigen kann, die ich dir aber trotzdem ans Herz legen möchte. Zum einen ist das der Invalidendom (Dôme des Invalides) und das angrenzende Heim Hôtel des Invalides, beides von Sonnenkönig Ludwig XIV. Ende des 17. Jahrhunderts für seine Kriegsinvaliden erbaut. Der Invalidendom ist keine Kirche, wie der Name vermuten lässt! Er ist vielmehr eine riesige Grabstätte für Napoleon und innen wirklich spektakulär anzusehen. Der Heimkomplex daneben beherbergt heute ein Militärmuseum. Mit einem Kombiticket für Napoleons Grabstätte und das Militärmuseum* kannst du beides besichtigen.

2) Musée d’Orsay

Zum anderen solltest du einen Besuch im Musée d’Orsay in Betracht ziehen, sofern du noch viel Zeit übrig hast. Das Gebäude selbst ist schon ein Kunstwerk, denn es handelt sich um einen alten Bahnhof an der Seine, der anlässlich der Weltausstellung 1900 gebaut wurde. Heute findest du im Inneren rund 4.000 Werke, unter anderen von namhaften Malern wie van Gogh, Monet, Matisse, Cézanne, Manet und Rodin. Wie bei den anderen Hauptattraktionen der Stadt musst du auch hier zu gewissen Zeiten sehr lange anstehen. Umgehen lässt sich das mit einem Ticket für das Musée d’Orsay mit Zeitslot*, das du am besten schon vor Reiseantritt besorgst. Und wie schon weiter oben beim Louvre erwähnt: eine andere nützliche Option ist der Pariser Museumspass für 2, 4 oder 6 Tage*, der den Zutritt zu über 60 Museen und Denkmälern ermöglicht.

3) Das Rathaus (Hôtel de Ville)

Kommen wir nun zu den Punkten, die du auf den Fotos am Ende dieses Absatzes näher ansehen kannst. Wenn du die Kathedrale Notre-Dame besichtigst, lohnt sich ein kleiner Abstecher über die Brücke Pont d’Arcole zum in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Stil der Neorenaissance errichteten Rathaus (Hôtel de Ville). Der Platz vor der mit kleinen Details verzierten Fassade wird gerne für öffentliche Veranstaltungen genutzt. Das Rathaus selbst kann man als Besucher leider nur zu besonderen Anlässen unter dem Jahr besichtigen.

4) Die Brücke Pont Alexandre III.

Wo du als Besucherin oder Besucher auch fast automatisch vorbeikommst, ist die Brücke Pont Alexandre III., die wie das Musée d’Orsay anlässlich der Weltausstellung 1900 errichtet wurde. Beeindruckend sind beispielsweise die vergoldeten Bronzefiguren auf den Pylonen der Brücke und die zahlreichen fünfarmigen Kandelaber (Armleuchter), die natürlich vor allem abends in beleuchtetem Zustand für romantische Atmosphäre sorgen – was übrigens auch jede Menge Hochzeitspaare und ihre Fotografen anlockt.

5) Kunstmuseum Centre Pompidou

Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Anblick des Kunstmuseums Centre Pompidou, das seine Gebäudetechnik ganz offen an der Außenseite herzeigt und so zu einem etwas bizarren Gebäude mutiert. Ich war zugegebenerweise zwar noch nie in einer Ausstellung, aber um ein paar Euro kannst du über die charismatischen Rolltreppen auf die Aussichtsterrasse fahren – das Panorama ist nett, aber es gibt bessere Aussichtspunkte in Paris.

6) Moulin Rouge

Weltbekannt, aber kein Pflichtbesuch, ist das Moulin Rouge. Von außen wirkt die rote Windmühle untertags völlig langweilig, weswegen du lieber nach der Dämmerung kommen und die tolle Beleuchtung bestaunen solltest. Wer etwas Geld investieren möchte, kann sich auch eine Kabarettshow mit Champagner und Abendessen gönnen – ich habe es nicht getan. 😉

7) Stadtviertel La Défense

Mein letzter Tipp spricht sicherlich alle Freunde der modernen Architektur an. Das Hochhausviertel La Défense westlich von Paris ist ein wahrer Schatz für Fotografen, die Glas und Stahl lieben. Zahlreiche Banken und Versicherungen haben hier ihren Sitz, zusätzlich findet man noch Hotels, Geschäfts- und Kongresszentren im riesigen Komplex. Bei der Anfahrt mit der vollautomatischen Métro M1 oder mit der S-Bahn RER A ist zu beachten, dass La Défense eine Station außerhalb der Kernzone liegt und ein zusätzliches Ticket gelöst werden muss.

8) Ausblick vom Grande Arche

Das herausstechendste Bauwerk liegt direkt vor der Métro-Station: der gigantische weiße Grande Arche. Wenn man davor steht und das 110 Meter hohe „Ding“ aus der Nähe betrachtet, könnte man von einem modernen Triumphbogen sprechen. Bis 2010 war es Touristen möglich, über außen liegende Glasaufzüge auf das Dach zu fahren und die Sicht in Richtung Stadt und Hochhäuser zu genießen. Nach einer jahrelangen Sperre wegen Umbauarbeiten ist die Dachterrasse seit 2017 wieder zugänglich und du kannst dir die Tickets für die Aussichtsplattform auf dem Grande Arche* schon vorab online besorgen.

Fotospots

 


Ein österreichischer Fußballfan im Stade de France

Bonusbericht: Die Spiele Österreichs bei der EURO 2016

Portugal – Österreich 0:0

Ach ja, da war ja noch ein gewisser Anlass, warum ich sieben Tage in Paris verbringen musste. 😉 Zwei aufregende Gruppenspiele der Fußballeuropameisterschaft 2016 warteten auf mich in wunderschönen Stadien, aber eins nach dem anderen. Nachdem das erste Spiel in Bordeaux gegen Ungarn mit 0:2 verloren ging, war Österreich bereits gehörig unter Druck und zu einem Punktgewinn gegen Portugal verdammt. Dementsprechend emotional und mit großer Vorfreude wurde die Fahrt zum Prinzenparkstadion (Parc des Princes) angegangen – dass das Match ausgerechnet mit meinem Geburtstag zusammenfiel, war noch die Krönung.

Lautstark durch die Métro

Mit der Métro M9 ging es über 20 Stationen fast direkt von meiner Unterkunft zur Station Porte de St Cloud. Waren anfangs noch wenig Fans in den Waggons vorzufinden, änderte sich das an den großen Umsteigeknoten schlagartig. Die Stimmung war großartig und trotz Aufeinandertreffens von österreichischen und portugiesischen Anhängern, die sich lautstark gegenseitig niedersangen, war zu keiner Zeit Aggressivität spürbar. Die einheimischen Fahrgäste in der Métro waren weniger begeistert, einige wenige feierten aber gleich einfach mit den Fans mit.

Teures Bier vor dem Stadion

Außerhalb der Station versammelten sich bereits Hunderte in rot-weiß-rote Kleidung gehüllte Schlachtenbummler aus Österreich und glühten gemeinsam vor. In den Bars vor Ort wurden die Preise spontan auf gesalzene EUR 9,- für ein Bier angehoben, ich habe mich dagegen mit den zahlreichen illegalen Bierdosenverkäufern angefreundet, die notdürftig gekühlten Gerstensaft um 4-5 Euro (je nach Verhandlungsgeschick) an den Mann bringen wollten. Dazwischen wurde auch noch der ehemalige Nationalspieler Michael Hatz gesichtet, der sich das Spiel offensichtlich als Fan anschauen wollte – sehr sympathisch!

Das imposante Prinzenparkstadion

Rund eine Stunde vor Matchbeginn begab ich mich dann zu den Sicherheitskontrollen, die rasch und unkompliziert vonstatten gingen. Dabei präsentierte sich mir das Prinzenparkstadion schon mit seiner prägnanten Außenfassade, die seit 1972 besteht. Der erste Blick von den Tribünen auf das Spielfeld hat mich dann fast umgeworfen, so imposant wirkte alles. Das Stadion ist trotz seines Alters recht modern und gut in Schuss gehalten, selbst die Toiletten sind positiv zu erwähnen. Das gesamte Spiel über haben die tausenden österreichischen Fans akkustisch aufgezeigt und mitgefiebert.

Abwehrschlacht gegen Portugal

Das Match wurde erwartungsgemäß vom späteren Europameister Portugal dominiert, Österreich lieferte sich eine Abwehrschlacht. Unser Tormann Robert Almer hielt alles, was es zu halten gab – dazwischen half auch mal das Glück. Als dann Superstar Cristiano Ronaldo noch dazu das seltene Kunststück zuwegebrachte, einen Elfmeter zu vergeben, jubelten die rot-weiß-roten Fans wie bei einem erzielten Tor. Obwohl die Partie schlussendlich torlos endete, war der Spielverlauf hochdramatisch und Österreich durch den Punktgewinn noch im Rennen um den Aufstieg ins Achtelfinale. Dieser Umstand und mein Geburtstag wurden dann daheim im Appartment stilgerecht mit Champagner begossen. 😉

Fotospots

 

Österreich – Island 1:2

„Siegen oder Fliegen“ hieß es dann am letzten Spieltag der Gruppenphase. Österreich musste im Spiel gegen Island unbedingt gewinnen, nachdem in der vor Anpfiff bereits beendeten Parallelpartie Ungarn – Portugal ein 3:3 zu Buche stand. Der passende Ort für so ein Entscheidungsspiel: das 80.000 Zuschauer fassende französische Nationalstadion Stade de France (Die Besichtung des Stade de France ist an spielfreien Tagen möglich*) vor den Toren von Paris.

Unaufgeregte Anreise zum Match

Die Anreise fand mit der S-Bahn RER B zur Station Gare de la Plaine Stade de France statt und war diesmal nicht ganz so stimmungsvoll wie noch gegen Portugal, wohl auch weil sich die Massen gut verteilten. Auf dem Fußweg zur Arena waren allerhand skurrile Typen unterwegs, einige Beispiele seht ihr in den Fotos weiter unten. Das Vorglühen wurde hier ähnlich vorgenommen wie vor dem Prinzenparkstadion, allerdings war die Polizei schnell vor Ort, um die illegalen Bierverkäufe zu unterbinden.

30.000 Österreich-Fans im Stade de France

Im Stade de France lachte dann wieder mein Herz, denn dieses gigantische Bauwerk als Zuschauer zu erleben ist einfach etwas ganz besonderes. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn hüllten die 30.000 österreichischen Anhänger die Sitzplätze in ein rot-weiß-rotes Meer aus Trikots, Schals und Fahnen – ein mächtiger Anblick. Nach viel Gänsehaut beim Singen der Hymne ging es los, 90 Minuten Vollgas um die Mannschaft zum Sieg zu peitschen. Schon nach 18 Minuten lag Österreich 0:1 zurück, konnte aber mit dem ersten Tor dieser EM durch Alessandro Schöpf den verdienten Ausgleich erzielen. Die anfänglichen Jubeltrauben auf den Rängen legten sich rasch wieder, die Anspannung blieb. Trotz zahlreicher hochkarätiger Chancen wurde das Match aber in der letzten Sekunde nach einem Konter sogar noch mit 1:2 verloren.

Endstation für Österreich bei der EURO 2016

Zurück blieben fassungslose Gesichter, gezeichnet durch die Enttäuschung. Für mich war damit das Kapitel Euro 2016 in Frankreich leider auch vorzeitig beendet, obwohl ich noch optionale Tickets für das Achtelfinalspiel von Österreich in der Hinterhand gehabt hätte. Was bleibt, sind fantastische Eindrücke, Emotionen und eine Atmosphäre, die Lust auf das nächste Fußballgroßereignis live vor Ort macht.

Fotospots

 


 


FAZIT

Paris konnte ich in den vergangenen Jahren schon öfters erkunden. Während der Fußball-EM hatte ich aber das Glück, die französische Hauptstadt gleich ganze sieben Tage lang stressfrei zu genießen. Ich genoss die weltbekannten Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten ausgiebig, amüsierte mich in tollen Bars und schlemmte mich durch die Restaurants der Stadt. Für dich bedeutet das diesen umfassenden Reiseführer zu Paris und ich hoffe, du konntest eine Menge mitnehmen für deine tolle Zeit, die du bald in Paris verbringen wirst! Wenn dir mein Artikel geholfen hat, dann schreib mir gerne einen Kommentar, ich freue mich! 🙂

 

Paris: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.Paris: Reisebericht mit Erfahrungen zu Sehenswürdigkeiten, den besten Fotospots sowie allgemeinen Tipps und Restaurantempfehlungen.

17 Kommentare bei „Paris: Zu Gast in Frankreichs Herz“

  1. […] Teil 5 // Paris: Zu Gast in Frankreichs Herz […]

  2. […] beiseite legen und Dinge anschauen, die ich zuvor aus Zeitgründen nicht auf dem Plan hatte. Paris: Zu Gast in Frankreichs Herz […]

  3. […] Teil 5 // Paris: Zu Gast in Frankreichs Herz […]

  4. HAllo mich würde interessieren wie die restaurants auf den dachterassen von galerie lafayette und printemps jeweils qualitativ und preislich sind
    GRUSS SUSANNE

    1. Liebe Susanne,

      ich habe an beiden Orten nur die Aussicht genossen, aber nicht die Restaurants getestet.

      Viele Grüße
      Christian

  5. […] (Traboules). Eine weitere Beobachtung: obwohl Lyon mit etwas mehr als 500.000 Einwohnern hinter Paris und Marseille die drittgrößte Stadt Frankreichs ist, spürt man diesen Umstand zu keiner Zeit. […]

  6. […] Beispiel bzw. Problem habt ihr auch in Paris mit dem Eiffelturm, siehe meine Reiseberichte Paris: Zu Gast in Frankreichs Herz und Die besten Aussichtspunkte in Paris). Die bessere Alternative ist eine Fahrt auf die […]

  7. […] wir bestiegen stattdessen den Turm der tollen Kirche Sagrado Corazón, die baulich an die Sacré-Cœur de Montmartre in Paris erinnert. Die Christus-Statue auf der Spitze dagegen weckt Assoziationen mit Rio de Janeiro. Von […]

  8. […] und das nicht zu Unrecht. Spaziert man durch die Innenstadt, erinnern nicht wenige Gebäude an die französische Hauptstadt. Früher war dieser Charme aber noch viel stärker spürbar, bis es 1977 zu einem starken Erdbeben […]

  9. […] gemacht (Lyon: Zwischen Tradition und Moderne) und in einem anderen Paris ausführlich beschrieben (Paris: Zu Gast in Frankreichs Herz). Nachdem ich also beide Großstädte, die übrigens nur durch eine zweistündige Zugfahrt […]

  10. Wow, das ist ja mal ein toller und informativer Artikel! Du hast Paris ja wirklich ausführlich entdeckt!
    Als Alternative zur Notre Dame kann ich dir die Sainte Chapelle empfehlen 🙂

    1. Danke für den Tipp Lena! 🙂

      Viele Grüße
      Christian

  11. […] ist die österreichische Hauptstadt nicht so extrem überlaufen wie etwa Barcelona, Venedig oder Paris. Dennoch war auch in meiner Heimatstadt deutlich zu spüren, dass die Besuchermengen langsam zu […]

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