Zürich in 48 Stunden zelebrieren

Blick auf Fraumünster, Großmünster und Limmat in Zürich

Das kommt euch sicher bekannt vor: für Städtetrips am Wochenende bleibt durch die An- und Abreise meist nur relativ wenig Zeit, um sich vor Ort in Ruhe umsehen und die Attraktionen erkunden zu können. Deshalb nehme ich mir für solche Citytrips mittlerweile gerne drei bis fünf Tage Zeit. Oft ist das aber aus diversen Gründen nicht möglich und es bleibt erst recht nur die Möglichkeit eines Kurztrips. Für die extrem sehenswerte Stadt Zürich gebe ich euch deshalb konkrete Tipps, wie ihr in nur 48 Stunden einen unvergesslichen Städtetrip zelebrieren könnt!

Dieser Artikel wurde zuletzt am 13. Oktober 2020 aktualisiert.

Zürich

FAKTEN

Reisezeit: August 2020, Juni 2018
Anreise: 2020 mit dem ÖBB railjet von Wien Hauptbahnhof nach Zürich Hauptbahnhof (7:50 h), 2018 mit Austrian Airlines von Flughafen Wien-Schwechat nach Flughafen Zürich (ca. 1:20 h)

Unterkunftstipp 1: 25hours Hotel Zürich Langstrasse* (Langstrasse 150): sehr gutes, modern und kreativ eingerichtetes Stadthotel, 10 Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt, Straßenbahn und Bus in Gehweite, sehr geräumige Zimmer, bequemes Bett, große Duschkabine, stimmiges Design, Knotzecke beim Fenster, kostenlose Minibar, sehr schnelles WLAN (Up- und Download), Wellnessbereich mit Sauna, Fitness und Terrasse, Frühstück ausgezeichnet, Mitarbeiter sehr freundlich und motiviert. Weiterempfehlung? JA
(Transparenzhinweis: das Zimmer wurde mir vom 25hours Hotel Zürich Langstrasse zur Verfügung gestellt. Meine Meinung ist davon nicht beeinflusst.)

Unterkunftstipp 2: 25hours Hotel Zürich West* (Pfingstweidstrasse 102): ausgezeichnetes Hotel abseits der Innenstadt, mit der Straßenbahnlinie 4 (Station Toni-Areal direkt vor dem Haus) aber schnell erreichbar, sehr kreativ eingerichtet, geräumige Zimmer mit unterschiedlichem Aussehen, stilvolles Badezimmer mit super Dusche, bequeme Betten, Ausborgen eines kostenlosen WLAN-Routers für die Stadt möglich, toller Wellnessbereich mit Saunablick auf den Uetliberg, WLAN-Geschwindigkeit im Zimmer sehr gut, Frühstück nicht gebucht, Restaurant Ribelli mit exzellenter, authentischer Küche. Weiterempfehlung? JA

Auf meiner bevorzugten Hotelsuchmaschine booking.com findet ihr weitere schöne Unterkünfte in Zürich*.

TRANSPARENZHINWEIS

*Die mit Stern gekennzeichneten Verweise in diesem Blogartikel sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn euch mein Blogartikel bei der Planung eurer Reise geholfen hat, freue ich mich, wenn ihr über diese Links eure Unterkunft oder Freizeitaktivitäten bucht. Ich erhalte dadurch eine kleine Provision und ihr unterstützt den Erhalt dieses Blogs. Für euch entstehen dabei selbstverständlich keine Nachteile. Vielen Dank! 🙂

 

Großmünster und Wasserkirche in Zürich

Zürich geht einfach immer

Zürich ist eine der Städte, in die ich wirklich andauernd zurückkehren könnte. Das Stadtpanorama mit den Kirchtürmen und dem Zürisee im Hintergrund ist ein Anblick, der sich einfach ins Hirn einbrennt. Mein erster Aufenthalt ist schon viele Jahre her und bestand aus einem halbtägigen Schnellrundgang durch die Innenstadt. Das war natürlich kein prickelndes Erlebnis und ich nahm so gut wie keine emotionellen Erinnerungen mit nach Hause. Die beiden nächsten Besuche in Zürich gestaltete ich dann anders und blieb gemeinsam mit meiner Freundin gleich jeweils vier Tage. Aber wie schon erwähnt, ist so ein langer Aufenthalt urlaubs- oder arbeitstechnisch nicht immer möglich.

In der Kürze liegt die Würze

Die meisten Städtetouristen nehmen sich wahrscheinlich von Freitag bis Sonntag oder gar nur von Samstag auf Sonntag Zeit, um eine neue Destination kurz kennenzulernen. Das geht natürlich mit Zürich auch, obwohl ich euch schon zumindest drei volle Tage ans Herz legen würde. Jedenfalls habe ich mir für diesen Artikel die Frage gestellt: was solltet ihr in Zürich unbedingt gesehen und ausprobiert haben, wenn ihr nur 48 Stunden zu Besuch seid und bleibende Erinnerungen mitnehmen möchtet? Mein nachfolgendes Programm ist ein Vorschlag, der sich von euch jederzeit ergänzen oder reduzieren lässt – je nach Wetter, persönlichen Interessen, Lust und Laune! 🙂

WEITERE ARTIKEL ZU ZÜRICH

Zu allen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die ich euch in diesem Beitrag vorstelle, findet ihr in meinem Blogartikel Zürich: Die teure Genussstadt viele weitere Details und Fotos. Außerdem bekommt ihr von mir jede Menge Tipps zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und weitere allgemeine Infos.

Zürich bietet von Haus aus schon eine gewaltige Anzahl an Sehenswürdigkeiten, aber dennoch verstecken sich in der Stadt noch zahlreiche weitere Schätze, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Ich präsentiere euch deshalb in einem weiteren Beitrag zehn Orte und Dinge, die ihr wahrscheinlich noch nicht auf eurer To-do-Liste für die größte Schweizer Stadt hattet: Zürich: 10 Dinge, die du noch nicht kennst

Wenn ihr gerne fotografiert, dann ist mein Blogartikel Die 10 schönsten Fotospots in Zürich sicherlich eine große Hilfe und Inspiration für euch!

 

Blick auf Zürich und das Großmünster

48 Stunden in Zürich: Tag 1

Start am Hauptbahnhof

Der Hauptbahnhof Zürich ist nicht nur ein idealer Startpunkt für eine Stadtbesichtigung in 48 Stunden, sondern auch gleich selbst eine Sehenswürdigkeit. Das prunkvolle Gebäude im Stil der Neorenaissance ist von innen wie von außen toll anzusehen, besonders der frontale Blick von der Bahnhofstraße gefällt mir sehr gut. Abgesehen von der Architektur ist der Hauptbahnhof verkehrstechnisch perfekt erschlossen und bietet euch die Möglichkeit, in und rund um Zürich rasch zu eurem gewünschten Ziel zu gelangen.

Denkmal des Eisenbahnpioniers Alfred Escher vor dem Hauptbahnhof Zürich
Das imposante Gebäude des Hauptbahnhofs, davor das Denkmal des Schweizer Eisenbahnpioniers Alfred Escher
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Polybahn und Polyterrasse

Wenn ihr vom Hauptbahnhof die Bahnhofbrücke überquert, steht ihr auf dem Platz Central. Dort befindet sich die Polybahn, eine rote Standseilbahn. Seit 1889 verbindet sie den Central mit dem höher gelegenen Hochschulviertel. Die Bahn gehört zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und ist somit beispielsweise in einer Tageskarte bereits inkludiert. Die Fahrt selbst ist so schnell vorbei wie sie begonnen hat. Oben wartet dafür die Polyterrasse, eine Aussichtsplattform auf der Rückseite der ETH Zürich. Der Ausblick von hier ist phänomenal und bringt euch einen ersten Überblick auf Zürich.

Kleiner Umweg zahlt sich aus

Wenn ihr übrigens am Wochenende erst nach 14 Uhr zur Polybahn kommt, ist diese nicht mehr in Betrieb. Nachdem die Fahrt aber sowieso nur kurz dauert, ist das nicht schlimm. Entweder geht ihr das Stück zu Fuß oder ihr nehmt vom Central die Straßenbahn 6 bzw. 10 (zwei Stationen bis ETH/Universitätsspital). Wenn ihr diesen kleinen Umweg wählt, habe ich zwei Geheimtipps für euch. In der großen Kurve an der ersten Haltestelle Haldenegg ist die Liebfrauenkirche sehr sehenswert und direkt davor lädt das entzückende Open-Air-Cafe Kleine Freiheit zu einer Pause ein!

Polybahn, Panorama, Liebfrauenkirche, Cafe Kleine Freiheit in Zürich
Bild o.l.: Die Polybahn auf ihrem Weg ins Hochschulviertel (Aufnahmeort anzeigen)
Bild o.r.: Aussicht von der Polyterrasse auf Zürich (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Innenansicht der Liebfrauenkirche (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.r.: Das Open-Air-Café Kleine Freiheit (Aufnahmeort anzeigen)

Spaziergang durch das Niederdorf

Von der Polyterrasse begebt ihr euch wieder zurück zum Central und folgt dann der Limmat in Richtung Süden. Genießt die Atmosphäre am Fluss und flaniert gemütlich im Zick-Zack-Kurs durch die engen und hügeligen Gassen des Altstadtviertels Niederdorf. Es warten Unmengen an Geschäften, Cafés und sonstigen spannenden Läden. Behaltet euren Stadtplan im Auge und wechselt dann auf Höhe der Rathausbrücke (Samstagvormittag ist Markt!) wieder zur Limmat, um das Ende des 17. Jahrhunderts erbaute Rathaus anzusehen. 100 Meter weiter steht an der Münsterbrücke die bedeutsame Wasserkirche.

Zürich Innenstadt, Rathaus, Großmünster, Wasserkirche
Bild o.l.: Blick von der Bahnhofbrücke auf das Fraumünster und das Pfarrhaus St. Peter (Aufnahmeort anzeigen)
Bild o.r.: Spaziergang durch das Altstadtviertel Niederdorf (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Das Rathaus von Zürich im letzten Sonnenlicht (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.r.: Die Wasserkirche, dahinter das Großmünster (Aufnahmeort anzeigen)

Das Großmünster erklimmen

Hinter der Wasserkirche wartet mit dem Großmünster eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Zürich. Der touristische Zugang in das historisch wichtige Großmünster – Stichwort Reformation – ist kostenlos möglich, nur für die Besteigung des Karlsturms bezahlt ihr eine kleine Gebühr. Der Aufstieg über 187 Stufen ist aber absolute Pflicht, denn von oben aus überblickt ihr ganz Zürich und seht wunderschön auf den Zürisee. Wieder in der Kirche angekommen solltet ihr die beeindruckenden Fenster von Sigmar Polke beachten und noch einen kurzen Abstecher in die Krypta machen.

Eindrücke vom Großmünster und Aussicht auf Zürich
Bild o.l.: Das Großmünster von der Münsterbrücke aus gesehen (Aufnahmeort anzeigen)
Bild o.r.: Die farbenfrohen Kirchenfenster von Sigmar Polke im Inneren (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Aussicht vom Karlsturm auf das Fraumünster und den Zürisee (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.r.: Aussicht vom Karlsturm auf die Limmat und Zürcher Innenstadt (Aufnahmeort anzeigen)

Pause am Zürisee

Falls ihr von der Turmbesteigung im Großmünster hungrig seid, schlendert noch ein Stück weiter bis zum großen Platz Bellevue. Dort wartet eine Bratwurst mit Bürli (knuspriges Brötchen) vom berühmten Sternen Grill (auch vegetarische Optionen) auf euch. Meine Freundin und ich nahmen die Wurst mit zum Ufer des Zürisees und genossen die notwendige Pause am Wasser. Wenn ihr mehr als eine Wurst wollt, empfehle ich euch den Biergarten Bauschänzli, der nahe der Quaibrücke liegt und per Selbstbedienung eine größere Auswahl an Speisen sowie Getränken bietet. Die Quaibrücke ist übrigens ein super Aussichtspunkt! Mehr tolle Fotospots findet ihr in meinem Artikel Die 10 schönsten Fotospots in Zürich.

Bratwurst mit Bürli vom Sternen Grill am Zürisee, Biergarten Bauschänzli in Zürich
Bild o.l.: Bratwurst mit Bürli vom Sternen Grill (Aufnahmeort anzeigen)
Bild o.r.: Tolles Flair am Zürisee (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Biergarten Bauschänzli (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.r.: Blick von der Quaibrücke auf die Zürcher Innenstadt (Aufnahmeort anzeigen)

TIPP: Bootsfahrt auf dem Zürisee

Der Zürichsee (kurz Zürisee) ist wohl etwas, das andere Städte auch gerne als Anziehungspunkt hätten. Eine Rundfahrt mit dem Schiff gehört natürlich mit dazu! Dazu ein Tipp: wenn ihr nur wenig Zeit habt, dann spart euch die teuren sowie stundenlangen Rundfahrten mit den großen Schiffen. Nehmt lieber die kleineren Boote des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) in Anspruch. Detailinfos dazu findet ihr im übernächsten Punkt.

 

Spaziergang entlang der Limmat

Wenn euer Hunger und Durst gestillt sind, macht entlang der Limmat am Stadthausquai einen kleinen Verdauungsspaziergang zurück in Richtung Hauptbahnhof. Ich mag das Flanieren am Wasser dort so gerne, weil sich alle paar Meter gegenüber neue Fotomotive anbieten. Ihr bekommt beispielsweise tolle Möglichkeiten, das Großmünster inklusive Wasserkirche und Rathaus stimmungsvoll abzulichten. Es zahlt sich aus, hier zum Sonnenuntergang oder abends nochmal zurückzukehren und auf intensives Licht zu hoffen.

Rathaus, Großmünster und Wasserkirche im Sonnenuntergang in Zürich
Ein abziehendes Gewitter ermöglichte dieses Bild mit Rathaus, Großmünster und Wasserkirche im schönsten Nachmittagslicht
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Kurze Schifffahrt auf dem Zürisee

Zwischen Münsterbrücke und Rathausbrücke liegt am Limmat-Ufer die Anlegestelle Storchen. Dort stiegen meine Freundin und ich in eines der Boote des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV). Mit unserer Tageskarte benötigten wir praktischerweise kein Ticket mehr. Die Boote fahren in der Regel alle 30 Minuten und verkehren nur in eine Richtung. Wir bekamen während der nächsten 40 Minuten durch die großen Panoramafenster sowohl die Gebäude entlang der Limmat als auch den Zürisee mit Blick auf die Stadt zu Gesicht – und das alles knapp vor Sonnenuntergang im schönsten Licht.

Mehrere Ausstiege möglich

Wo ihr aussteigt bleibt euch je nach Abendplänen überlassen. Wir fuhren bis zur Anlegestelle Limmatquai und gingen dann im Niederdorf essen. Ihr könnt aber auch schon bei Bellevue oder erst an der Endstation beim Landesmuseum hinter der Hauptbahnhof aussteigen. Schaut euch am besten den Liniennetzplan auf zvv.ch an um zu entscheiden, welche Anlegestelle am besten für euch passt.

Schiffsrundfahrt auf dem Zürisee
Bild o.l.: Anlegestelle Storchen auf der Limmat (Aufnahmeort anzeigen)
Bild o.r.: Die Schiffe des ZVV verfügen über große Panoramafenster (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Blick über die Schulter des Kapitäns auf das Großmünster (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.r.: Sonnenuntergang über der Zürcher Innenstadt (Aufnahmeort anzeigen)

Abendessen und Abendprogramm

Für den Abend finden sich in und rund um die Innenstadt naturgemäß verschiedenste Restaurants mit Schweizer sowie internationaler Küche. Empfehlen, da selbst getestet, kann ich euch beispielsweise die Raclette Factory (Rindermarkt 1), wo meine Freundin und ich hungrig einen perfekten Flammkuchen und ein Raclettebrot verschlangen. Sehr gefallen haben uns dort die kleinen – etwas engen – Sitznischen direkt auf der Gasse, wo wir das Treiben ringsherum neugierig beobachten konnten. Danach zahlt sich wie oben erwähnt ein kurzes Flanieren an der Limmat aus, um Zürich bei Nacht zu bestaunen. Nach diesem intensiven Tag werdet ihr sicher gut schlafen. 😉

Raclette Factory in Zürich
Bild o.l.: Innenansicht der Raclette Factory in der Zürcher Innenstadt (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Raclette und Flammkuchen in der Raclette Factory (Aufnahmeort anzeigen)
Bild r.: Das beleuchtete Großmünster und die Münsterbrücke (Aufnahmeort anzeigen)


Straßenbahn auf dem Paradeplatz in Zürich

48 Stunden in Zürich: Tag 2

Die Bahnhofstraße

Als Ausgangspunkt für den zweiten Tag in Zürich eignet sich erneut der Hauptbahnhof. Von dort führt die 1,4 Kilometer lange Bahnhofstraße direkt zum Zürisee. Die Einkaufsstraße bietet betuchten Personen an Luxusgeschäften alles, was Rang und Namen hat. Aber auch ohne großen Reichtum zahlt sich das Flanieren inmitten der stimmungsvollen Baumallee aus. Nicht verpassen dürft ihr die berühmten Chocolatiers Läderach (Bahnhofstraße 106) und Sprüngli (Bahnhofstraße 21). Der betörend süße Duft beim Betreten dieser beiden Schokoladengeschäfte ist jedes Mal aufs Neue umwerfend! Eines sei aber fairerweise schon noch erwähnt: es gibt natürlich viele weitere, kleinere Chocolatiers in Zürich, die sich einen Besuch verdienen!

Läderach und Sprüngli in der Bahnhofstraße in Zürich
Bild o.l.: Die Straßenbahn zwischen der Baumallee der Bahnhofstraße (Aufnahmeort anzeigen)
Bild o.r.: Bei Läderach Chocolatier kann man dem Meister über die Schulter schauen (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Eine süße Kaffeepause bei Sprüngli (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.r.: Die Bahnhofstraße von Zürich (Aufnahmeort anzeigen)

Zürich vom Lindenhof aus sehen

Der Lindenhof ist einer von sieben Hügeln, auf denen die Stadt Zürich erbaut wurde. Man kann ihn mit einem Park vergleichen, wo Einheimische und Touristen aufeinandertreffen und die Atmosphäre genießen. Ich empfinde diesen Ort als absolutes Highlight von Zürich! Wenn ihr die Aussicht mit eigenen Augen seht, werdet ihr meine Begeisterung sicherlich verstehen. Vor allem der Blick auf das Großmünster ist ein fantastisches Postkartenmotiv! Wenn es sich für euch zeitlich irgendwie einrichten lässt, zahlt sich der Weg zum Lindenhof auch nach Sonnenuntergang und abends aus, wenn die Umgebung wundervoll beleuchtet ist.

Ausblicke vom Lindenhof in Zürich
Bild o.l.: Blick vom Lindenhof auf das Rathaus und Großmünster (Aufnahmeort anzeigen)
Bild o.r.: Der Lindenhof ist bei Einheimischen genauso beliebt wie bei Touristen (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Abendliche Ansicht des beleuchteten Hochschulviertels von Zürich (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.r.: Blick vom Lindenhof auf das beleuchtete Rathaus und Großmünster (Aufnahmeort anzeigen)

Das Ziffernblatt von St. Peter

Gleich ums Eck vom Lindenhof wartet das Pfarrhaus St. Peter. Es handelt sich dabei neben dem Großmünster und dem Fraumünster um eine der drei Hauptkirchen Zürichs. Eine wortwörtlich enorme Besonderheit ist das riesige Ziffernblatt des Uhrturms, welches mit 8,64 Metern Durchmesser das größte Europas ist. Vor der Kirche stehend fallen einem aufgrund der Perspektive die Dimensionen vielleicht nicht so stark auf, aber vom Turm des Großmünsters (siehe Tag 1) aus gesehen sticht das Ziffernblatt deutlich hervor. Ein Blick in das Pfarrhaus St. Peter ist wegen der barocken Ausgestaltung ebenfalls empfehlenswert.

Pfarrhaus St. Peter in Zürich
Bild oben: Außenansicht des Pfarrhauses St. Peter mit dem größten Ziffernblatt Europas (Aufnahmeort anzeigen)
Bild unten: Die barocke Innengestaltung von St. Peter (Aufnahmeort anzeigen)

Die Chagall-Fenster im Fraumünster

Die dritte wichtige Kirche in Zürich ist wie bereits erwähnt das Fraumünster. Es ist vom Pfarrhaus St. Peter nur wenige Minuten entfernt. Die Besichtigung ist empfehlenswert, kostete mich aber gehörig Nerven. Kostenlos anzusehen ist der Kreuzgang außerhalb der Kirche – einer der schönsten und detailreichsten, die ich je gesehen habe. Das Innere des Fraumünsters ist kostenpflichtig und es herrscht (offiziell) Fotografierverbot. Das ist ärgerlich, da die berühmten, prachtvoll ausgeschmückten Fenster des Künstlers Marc Chagall warten. Mehr Details zu meinem Unmut könnt ihr im Artikel Zürich: Die teure Genussstadt nachlesen.

Fraumünster in Zürich mit Kreuzgang und Chagall-Fenstern
Bild o.l.: Außenansicht des Fraumünsters (Aufnahmeort anzeigen)
Bild o.r.: Der detailreich ausgestattete Kreuzgang (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Innenansicht der Kirche (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.r.: Die berühmten Fenster von Künstler Marc Chagall (Aufnahmeort anzeigen)

Essenspause mit Schweizer Küche

Nach so viel Sightseeing ist es an der Zeit für eine Pause. In der Nähe des Fraumünsters kann ich euch zwei Restaurants empfehlen. Direkt am Platz vor der Kirche ist die Wirtsstube Münsterhöfli (Münsterhof 6) zu finden, wo meine Freundin und ich einen sehr guten Flammkuchen und ein Zürcher Geschnetzeltes genossen. Im Restaurant Zeughauskeller (Bahnhofstraße 28A) probierten wir während unseres ersten Urlaubs in Zürich ebenfalls ein Zürcher Geschnetzeltes, welches unglaublich lecker war. Zudem gibt es sehr gutes Hausbier und die Atmosphäre ist urig. Habt ihr danach noch Lust auf eine Nachspeise, rate ich euch zur Milchbar (Kappelergasse 16) – dort habe ich den besten Cheesecake meines Lebens bekommen!

Restaurant Zeughauskeller, Wirtsstube Münsterhöfli, Café Milchbar
Bild o.l.: Urige Stimmung im Restaurant Zeughauskeller (Aufnahmeort anzeigen)
Bild o.r.: Zürcher Geschnetzeltes im Restaurant Zeughauskeller (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Zürcher Geschnetzeltes und Flammkuchen in der Wirtsstube Münsterhöfli (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.r.: Cheesecake und Cappuccino in der Milchbar (Aufnahmeort anzeigen)

Kitsch in der Augustinergasse

Wenn ihr satt seid, spaziert ihr die Bahnhofstraße wieder zurück in Richtung Hauptbahnhof. Auf dem Weg schwenkt ihr noch kurz in die Augustinergasse ab, an der Touristen schwer vorbeikommen. Die Gasse ist komplett mit Schweizer Fahnen und Zürcher Wappenflaggen geschmückt – kitschig, aber einfach zu gut für ein Erinnerungsfoto. Am Hauptbahnhof angekommen bieten sich je nach Zeitguthaben noch zwei interessante Varianten für den Nachmittag.

Schweizer Flaggen in der Augustinergasse in Zürich
Kitschig, aber schön: die Augustinergasse in Zürich
Aufnahmeort anzeigen

Variante 1: Fahrt auf den Uetliberg

Habt ihr noch zwei bis drei Stunden Zeit und ist das Wetter schön, könnt ihr euch eine Fahrt auf den Uetliberg überlegen. Vom Hauptbahnhof benötigt ihr mit der S-Bahn-Linie S10 nur 20 Minuten, um auf den 871 Meter hohen Hausberg von Zürich zu gelangen. Der Uetliberg ist ein beliebtes Erholungs- und Wanderziel der Einheimischen. Touristen dagegen kommen eher wegen der atemberaubenden Aussicht auf ganz Zürich und weite Teile des Zürisees.

Eindrücke und Aussichten vom Uetliberg auf Zürich
Bild o.l.: Der Aussichtsturm auf dem Uetliberg (Aufnahmeort anzeigen)
Bild o.r.: Der Panoramablick auf Zürich vom Uetliberg aus gesehen (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Der Aussichtsturm auf dem Uetliberg bietet eine der besten Aussichten auf Zürich (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.r.: Die S-Bahn benötigt vom Hauptbahnhof nur 20 Minuten auf den Uetliberg (Aufnahmeort anzeigen)

Variante 2: Zürich-West erkunden

Wenn das Wetter nicht mitspielt oder ihr statt des Uetlibergs lieber eine weitere Facette von Zürich kennenlernen wollt, dann ist Zürich-West rund um den Bahnhof Hardbrücke die richtige Adresse. Statt großer Maschinen sind in das große Eisenbahnviadukt und die alten Bauwerke des ehemaligen Industrieviertels mittlerweile Künstler, Lokale, Boutiquen und weitere spannende Geschäfte eingezogen. Für meine Freundin besonders interessant war beispielsweise der Freitag Flagship Store (Geroldstraße 17) mit Aussichtsturm aus alten Schiffscontainern. Gleich daneben lädt das wirklich coole Terrassenlokal Frau Gerolds Garten (Geroldstraße 23) zu einer Pause ein. Wenn euch der Sinn eher nach Cocktails steht, fahrt doch auf den 126 Meter hohen Prime Tower (Hardstrasse 201) rauf und betrachtet die Umgebung von oben!

Industriehallen in Zürich-West, Prime Tower, Frau Gerolds Garten, Freitag Tower
Bild o.l.: Industrieromantik im Stadtteil Zürich-West (Aufnahmeort anzeigen)
Bild o.r.: Das Hochhaus Prime Tower während eines heranziehenden Gewitters (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.l.: Freitag Tower und Eingang zu Frau Gerolds Garten (Aufnahmeort anzeigen)
Bild u.r.: Sonnetanken auf der Terrasse von Frau Gerolds Garten nach einem Gewitter (Aufnahmeort anzeigen)

FAZIT

Mit diesem Blogartikel habe ich euch meine persönlichen Tipps für eine Besichtigung von Zürich in 48 Stunden präsentiert. Auch wenn ich bei meiner Meinung bleibe, dass sich die Stadt deutlich mehr Zeit verdient, lassen sich schon an einem Wochenende eine Menge der Schätze von Zürich entdecken und zelebrieren. Ob die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die Schweizer Küche oder die Vorzüge des Zürisees – ihr erlebt garantiert eine unvergessliche Zeit! Wie sind eure Erfahrungen dazu, reichen 48 Stunden für Zürich? Ich bin auf eure Meinung in einem Kommentar gespannt! 🙂

 

Zürich: Reisebericht und Tipps, wie du in 48 Stunden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die besten Fotospots und gutes Essen findest.

Zürich: Reisebericht und Tipps, wie du in 48 Stunden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die besten Fotospots und gutes Essen findest.

2 Kommentare

  1. […] Mit Zürich habe ich mir zugegebenermaßen nicht die billigste Stadt auf der Welt für einen gleich viertägigen Urlaub ausgesucht. Meine Freundin hat mir jedoch so von ihrem sechsmonatigen Studienaufenthalt vor Ort vorgeschwärmt, dass ich sofort Lust bekam, erneut in die Schweiz zu fliegen und Zürich diesmal die Aufmerksamkeit zu schenken, die es verdient. Vier Tage waren definitiv nicht zu lange und sind absolut empfehlenswert, um alles in Ruhe entdecken und ansehen zu können. Durch das Insiderwissen meiner Freundin konnte sie mir einen Teil „ihres“ Zürich mit all den versteckten Schätzen zeigen, wovon ich euch in drei weiteren Artikeln inklusive Restauranttipps und allgemeinen Hinweisen berichte: Zürich: Die teure Genussstadt, Zürich: 10 Dinge, die du noch nicht kennst und Zürich in 48 Stunden zelebrieren […]

  2. […] nur ein Wochenende für einen Trip nach Zürich zur Verfügung haben, solltet ihr meinen Artikel Zürich in 48 Stunden zelebrieren lesen. Dort gebe ich euch Tipps, wie ihr in nur zwei Tagen das Optimum aus dieser fantastischen […]

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