Sind dir in Paris schon einmal die vielen geheimnisvollen Mosaike aufgefallen, die sich auf Fassaden, Hausvorsprüngen und anderen Flächen zeigen? Viele davon stammen von Invader, der seine „Space Invaders“ auf der ganzen Welt hinterlässt. Doch im Schatten des bekanntesten Mosaikkünstlers von Paris tummelt sich noch eine Menge weiterer kreativer Köpfe, die sich ebenfalls den Mosaiksteinen verschrieben hat. Die Kunstwerke an den Wänden dem richtigen Künstler zuzuordnen, ist oft gar nicht so einfach. Deshalb gebe ich dir in diesem Artikel mit vielen Beispielbildern einen umfassenden Überblick zu den Arbeiten von 18 Mosaikkünstlern in Paris.
DIE HÖHEPUNKTE AUS PARIS IN DIESEM ARTIKEL
Ein umfangreicher Einblick in das Genre der Mosaikkunst in der vielfältigen Straßenkunst von Paris
Eine Auflistung von 18 Mosaikkünstlern, die in den Arrondissements der französischen Hauptstadt aktiv sind
Hintergrundinfos zu Mosaikkünstlern wie Invader, MifaMosa, Zigom, Mr Djoul, The Mosaist und vielen mehr
Jede Menge Beispielbilder von Street-Art-Mosaiken, um dir einen Überblick dieser Kunstform zu geben
Nützliche Links und Ressourcen, die dir beim Aufspüren und Identifizieren von Street-Art-Werken helfen
Dieser Artikel wurde zuletzt am 5. Oktober 2026 aktualisiert.
HOTELTIPPS FÜR PARIS
25hours Hotel Terminus Nord* (12 Bd de Denain): großes Hotel in historischem Gebäude, sehr gute Lage direkt gegenüber des Gare du Nord, sehr kreative Innenausstattung, viel zum Schauen und Entdecken, Space-Invaders-Thema und Sammlerstücke im ganzen Hotel. Die Zimmerkategorie M ist sehr klein aber typisch für Paris und der Platz gut genutzt mit geräumiger Dusche. Die Zimmerkategorie L bietet viel Platz und ebenfalls eine geräumige Dusche. Super bequeme Betten, Safe, kostenlose Minibar, sehr schnelles WLAN up/down. Das Restaurant Neni ist direkt im Hotel, in dem auch das ausgezeichnete Frühstück aufgetischt wird. Weiterempfehlung? JA!
Hotel Zoku Paris* (48 Avenue de la Porte de Clichy): neu erbautes, sehr modernes Hotel am äußeren Ring der Innenstadt, Métro-Station Porte de Clichy (Linien 13 und 14) direkt vor der Tür mit schneller Anbindung an das Zentrum. Loft-Studios in angenehmer Größe mit Küchenzeile (Kühlschrank, Herd, Abwasch, Mikrowelle, Kaffeekapselmaschine, Wasserkocher, Geschirrspüler), Esstisch, Couch. Hochgestelltes Bett in einer Nische mit tollem Gemütlichkeitsfaktor, Klimaanlage abschaltbar, Safe vorhanden, ruhig dank Schallschutzfenster. Rezeption, Bar und öffentliche Co-Working-Spaces im 8. Stock, sehr nettes Personal, Frühstück nicht gebucht (Bäckerei gegenüber sehr empfehlenswert!). Weiterempfehlung? JA!
Hotel ibis Styles Paris Nation Cours de Vincennes* (96 Cours De Vincennes): günstiges und schön renoviertes Hotel in einem typisch französischem Altbau, gute Lage östlich des Stadtzentrums direkt an der Métro-Station Porte de Vincennes (Linie M1 und zwei Straßenbahn-Linien). Moderne Zimmer, baubedingt etwas eng aber nicht unangenehm (mit großem Koffer aber eventuell ein Platzproblem). Angenehme Dusche in geräumiger Kabine, Klimaanlage abschaltbar, schnelles WLAN, Zimmer mit Blick auf den grünen Innenhof sind komplett ruhig. Sehr gutes Frühstücksbuffet mit guter Auswahl. Rund um das Hotel sind Supermärkte und Restaurants zu finden. Weiterempfehlung? JA!
Finde hier weitere schöne und zentral gelegene Unterkünfte in Paris*
TRANSPARENZHINWEIS
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Paris: Street Art als Ausdrucksform
Paris und Kunst, das passt einfach zusammen! Jeden Besuch in der französischen Hauptstadt empfinde ich als einen visuellen Genuss. Durch die Arrondissements zu schlendern und sich an den unzähligen Kunstwerken im öffentlichen Raum zu erfreuen, erzeugt immer Glücksgefühle. Street Art ist extrem vielfältig, was Materialien und Aussagen angeht. Künstlerinnen und Künstler entscheiden frei, ob sie den Betrachter amüsieren, provozieren, unterhalten oder zum Nachdenken anregen wollen. Street Art stellt eine niederschwellige Möglichkeit dar, Meinungsfreiheit sowie politische und gesellschaftskritische Botschaften in die Öffentlichkeit zu bringen. Sieh dir am besten meinen Artikel über die vergangene Ausstellung CAPITALE(S) – 60 Jahre Street Art in Paris („60 ans art d’urbain à Paris“) an, um Beispiele für die vielfältige Straßenkunst zu sehen. In diesem Beitrag lege ich den Fokus auf die Mosaikkunst in Paris.

Invader hier, Invader da, Invader überall?
Ich war schon oft in Paris, doch die Mosaike an den Hauswänden nahm ich zu Beginn gar nicht wahr. Bei den ersten Besuchen in der französischen Hauptstadt liegt der Hauptfokus naturgemäß auf Eiffelturm, Louvre, Triumphbogen sowie den weiteren Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkten. Doch es zahlt sich aus, beim Flanieren den Blick genauer schweifen zu lassen. Sicherlich wirst du dabei bald die Mosaike des berühmtesten Mosaikkünstlers aus der Stadt der Liebe sehen. Invader bringt seine „Space Invaders“ weltweit im öffentlichen Raum an und gehört quasi schon zum Inventar von Paris – im Bild siehst du ein Selbstporträt des Künstlers bei der Anbringung eines Mosaiks. Mir fielen aber noch Dutzende andere Kunstwerke auf, die nicht zu Invaders Stil passten. Herauszufinden, von wem diese Arbeiten stammen, stellte mich vor eine große Herausforderung und viel Recherche.
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Paris und die Vielfalt der Mosaikkunst
Wenn du ebenso neugierig bist wie ich, erhältst du mit diesem Artikel eine Orientierung und Unterstützung dabei, was dir in Paris so alles an Mosaiken unterkommen kann. Viele Werke sind optisch großartig zum Ansehen und lassen sofort erkennen, was der oder die KünstlerIn aussagen wollte. Doch dazwischen tauchen auch immer wieder Arbeiten auf, die ein großes Fragezeichen beim Betrachter hinterlassen. Nicht jeder möchte ein künstlerisch aufwändiges Kunstwerk auf die Straßen bringen: manchmal ist es offensichtlich einfach nur der Spaß an der Sache, sich mit einem Mosaik in der Öffentlichkeit zu verewigen und ein persönliches Symbol zu hinterlassen. Doch wie so oft kann der Schein trügen! Bei meiner Recherche zu primitiv oder seltsam wirkenden Kunstwerken kam mir öfters ein „Aha!“ in den Sinn, als ich die näheren Umstände lernte – in den Beispielbildern weiter unten im Text kläre ich dich darüber natürlich auf.
Mosaikkunst zwischen Hobby und Business
In das Universum der Mosaikkunst in Paris einzutauchen, stellte sich als äußerst spannend heraus. Künstler und Künstlerinnen einem Werk zuzuordnen, ist manchmal eine große Herausforderung, da viele ihren Stil und die Motive über die Jahre verändert oder angepasst haben. Einige signieren ihre Arbeiten zum Glück deutlich, andere dagegen halten sich bedeckt und lassen vor allem bei einfacheren Mosaiken nicht erkennen, wer der Urheber ist. Interessant fand ich weiters den Umstand, dass Mosaikkunst ein richtiges Business und eine wichtige Einnahmequelle sein kann. Einige der unten vorgestellten Künstler verkaufen ihre Werke über Galerien oder betreiben einen Onlineshop mit Merchandising. Tauchen wir nun aber ein in die Welt der kleinen Mosaiksteine und schauen uns an, wer sich in Paris austobt! Die Liste ist naturgemäß nie vollständig und ich aktualisiere diesen Artikel regelmäßig mit neuen Fundstücken.
TIPP: Nützliche Ressourcen zu Street Art
startup-book.com/street-art/pixel-art: Eine Zusammenfassung vieler Street-Art-Mosaikkünstler in Frankreich mit jeder Menge Beispielbildern und weiterführenden Links.
streetartcities.com: Eine umfangreiche, weltweite Sammlung an Street Art aller Art, die mit Unterstützung der Community ständig erweitert und ausgebaut wird. Oftmals sehr hilfreich, wenn du an einem Ort ein Kunstwerk siehst und wissen möchtest, wer dahinter steckt.
PARIS: 18 MOSAIKKÜNSTLER IM FOKUS
1) Mosaikkunst in Paris: INVADER
Er ist das Aushängeschild unter den Mosaikkünstlern in Paris und hat wohl viele der jüngeren Kreativen inspiriert, es ihm gleichzutun: Invader (offizielle Webseite). Der Street-Art-Künstler spezialisierte sich ab 1998 auf sein Langzeitprojekt „Space Invaders“ und nimmt dabei bis heute die Motive aus dem gleichnamigen Arcade-Computerspiel von 1978 als Vorlage für seine Werke. Ziel des Spiels ist es, auf einer einfachen grafischen Oberfläche mit einer Kanone außerirdische Monster abzuschießen, die zumeist wie Kraken, Oktopusse und Tintenfische aussehen. Invader wählte den Mosaikstein als Kunstform, weil er damit die grobkörnigen Pixel der damaligen 8-bit-Computergrafik imitieren konnte. Seine Werke bringt er anonym und meistens in der Nacht an öffentlichen Orten an – mal für Passanten aufgrund ihrer Größe einfach zu sehen, meistens aber sehr gut versteckt und eine Herausforderung, sie zu entdecken.
Space Invaders auf der ganzen Welt
Bei Invader und seinen „Space Invaders“ kann man durchaus von einem Lebenswerk sprechen. Zum Zeitpunkt des Erscheinens von diesem Artikel waren auf der Welt an unglaublichen 88 Orten über 4.400 Mosaike angebracht. Da es sich um Street Art handelt, existieren naturgemäß nicht mehr alle Kunstwerke: Vandalismus, Diebstahl, behördliche Entfernungen, der Abriss von Gebäuden und Schlechtwetter sind der stete Feind des Mosaiks in der Öffentlichkeit. Dass Invader eine derartige Bekanntheit erlangte, liegt vor allem am Umstand der Gamification seiner Kunst. Seit 2014 gibt es mit der App „Flash Invaders“ die Möglichkeit, jeden entdeckten „Space Invader“ zu fotografieren („flashen“) und Punkte zu sammeln. Das führte über die Jahre zu einer sehr aktiven Community, deren Mitglieder sich weltweit auf die Jagd nach den Mosaiken begeben und zerstörte Werke sogar nachbauen („reaktivieren“), um die Punkte einheimsen zu können.

Street-Art-Mosaike von Invader in Paris
Einen der über 1.600 „Space Invaders“ in Paris zu entdecken, ist keine große Schwierigkeit. Gehst du mit offenen Augen durch die Straßen, wirst du früher oder später auf ein Mosaik von Invader stoßen. Die meisten der Werke haben das tintenfischähnliche Monster aus dem Computerspiel als Motiv, was die Zuordnung zu Invader theoretisch einfach macht – wären da nicht einige Nachahmungstäter, die den Künstler imitieren. Mit der App „Flash Invaders“ findest du aber schnell heraus, ob du ein Original oder eine Nachbildung vor dir hast. „Flashe“ (fotografiere) einfach das Mosaik und die App sagt dir sofort, was Sache ist! Es gibt übrigens keine offizielle Karte mit den Standorten von Invaders Mosaiken. Sie aufzuspüren, ist Teil des Spiels! Tipps dazu findest du in meinen zahlreichen Artikeln über Invader, die nachfolgend verlinkt sind.
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TIPP: Weitere Artikel rund um Invader
Paris: Sightseeing mit Invader
„Flash Invaders“: Sightseeing als Spiel
Wien: Jagd auf die Space Invaders (Teil 1)
Wien: Jagd auf die Space Invaders (Teil 2)
Invader Space Station: Paris im Pixelfieber
2) Mosaikkunst in Paris: ZIGOM
Erst seit relativ wenigen Jahren prägt ein neuer Mosaikkünstler aus Paris das Stadtbild der französischen Capitale. Zigom (Profil auf Instagram) ist seit der Covid-19-Pandemiezeit aktiv und hat sich in seinen Werken ebenfalls dem Stil der alten Videospiele und der Popkultur aus den 80ern und 90ern verschrieben. Der Name Zigom ist ein Anagramm von Gizmo, der naiven und liebevollen Fellkreatur aus dem Film „Gremlins“ aus dem Jahr 1984. Diese Figur stellt auch gleichzeitig das erste Mosaik von Zigom im öffentlichen Raum dar, du siehst es im Bild oben. Der Künstler hat keine einschlägige Ausbildung absolviert, sondern verlässt sich auf sein Gespür und Geschick – offensichtlich zurecht, denn seine Mosaike sind großartig und laden zum näheren Betrachten ein! Während meiner letzten Reisen nach Paris stieß ich regelmäßig auf seine Werke, die sehr prominent auf Fassaden und Hausvorsprüngen platziert sind.
Mit Zigom zurück in die 80er und 90er
Als Kind der 80er-Jahre fühle ich mich von den Mosaiken von Zigom natürlich sofort abgeholt. Sei es E.T. der Außerirdische, Robocop, Sonic the Hedgehog, die Simpsons, das Dschungelbuch oder Ghostbusters (um nur eine kleine Auswahl zu nennen) – die Motive versetzen dich einfach zurück in die Zeit der Videospiele, Serienhits und Filmklassiker. Aber auch den Größen der Musik zollt Zigom Tribut, etwa mit Mosaiken für Daft Punk, die Rolling Stones oder Pink Floyd. Ein wichtiger Tipp: du erkennst die Arbeiten von Zigom an einem einzelnen, speziellen Mosaikstein neben den Kunstwerken unten rechts. Er arbeitet übrigens nicht nur alleine, sondern geht regelmäßig Kollaborationen mit anderen Künstlern und Künstlerinnen ein. Auch für Privatpersonen und Unternehmen fertigt er Mosaike an. Es kann also durchaus sein, dass du in Paris in dem einen oder anderen Lokal auf ein Werk von Zigom stößt.

Street-Art-Mosaike von Zigom in Paris
Die Mosaike von Zigom sind oft ein echter Blickfang, da sicherlich viele Menschen die dargestellten Motive sofort erkennen. Der Künstler nimmt sich die Popkultur aus Film, Fernsehen, Musik und anderen Genres vor. Meine Fundstücke von den Straßen in Paris zeigen Kermit den Frosch aus der Muppet Show, der japanische Manga Goldorak, das French-House-Duo Daft Punk mit ihren ikonischen Helmen, den Panther Baghira aus dem Dschungelbuch, die Science-Fiction-Figur Robocop und die Zeichentrickfigur D’Artagnan in Hundeform. Ein kleiner, abgekanteter Mosaikstein ist das Markenzeichen von Zigom – das ist sehr hilfreich, denn vom Stil her besteht Verwechslungsgefahr mit dem Künstler MifaMosa.
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3) Mosaikkunst in Paris: MIFAMOSA
MifaMosa (offizielle Webseite) nimmt mit seinen Mosaiken in humorvoller Art Bezug auf Straßenschilder. An der Tafel der Rue van Gogh hängt ein Ohr, die Rue Mignon wird von einem süßen Minion begleitet, über dem Schild der Rue Fernand Léger schwebt eine leichte Feder und die Rue de la Perle wird vom Pixelgemälde „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Johannes Vermeer flankiert. Der aus Orléans stammende Künstler begann sein Werk 2017, das Pseudonym MifaMosa setzt sich aus Mifa (Familie) und Mosa (Mosaik) zusammen. Die Idee für das Projekt entstand gemeinsam mit seiner Mutter und Schwester, um etwas Freude in das Leben der erkrankten Großmutter zu bringen. Seine Arbeiten sind einfach zu erkennen, denn (fast) jedes Werk ist mit drei Mosaikpunkten signiert – sie stehen für die Mutter, die Schwester und ihn selbst. Als ich diesen Artikel verfasste, gab es von MifaMosa bereits über 500 Mosaike in 45 Städten zu finden.

Street-Art-Mosaike von MifaMosa in Paris
MifaMosa verfolgt einen eher plakativen Stil, der mir ausgezeichnet gefällt. Das Straßenschild ist immer Teil des Kunstwerks, da die Mosaike direkt auf den Namen Bezug nehmen. Die Werke bringen oft zum Lächeln, manchmal aber auch zum Nachdenken, wenn der Kontext erst auf den zweiten Blick klar wird. MifaMosa signiert seine Arbeiten mit drei Punkten, was das Erkennen seiner Arbeiten sehr einfach macht. Zwei seiner Kunstwerke in Paris sind übrigens in einem anderen Stil gefertigt, eines davon siehst du oben rechts. Es handelt sich dabei um Kollaborationen zwischen MifaMosa und dem Künstler KidPier, der seine Werke mit traditionellen Bruchmosaikstücken zusammensetzt.
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4) Mosaikkunst in Paris: STORK
Der Storch ist das tierische Wahrzeichen der Region Elsass im Nordosten von Frankreich. Der Künstler Stork (offizielle Webseite) nahm diesen Umstand auf und lässt Mosaikstörche in seiner Heimatstadt Straßburg und darüber hinaus in Europa fliegen. Auf den Fassaden von Paris kommt der elegante Vogel seit Ende 2021 zahlreich vor und wenn du die Standorte auf einer Landkarte miteinander verbindest, ergibt sich das Abbild eines Storchs. Die künstlerische Reise begann im Jahr 2018, als Stork gemeinsam mit seinem Neffen auf der Suche nach „Space Invaders“ war und sich von Invader inspirieren ließ. Um den Nachahmungseffekt gering zu halten, suchte er sich mit dem Elsässer Storch ein eigenständiges Motiv aus. Seine Mosaike sind zumeist minimalistisch, doch über die Zeit kamen auch komplexere Werke mit anderen Motiven hinzu, in denen der Storch nur noch eine Nebenrolle spielt.

Street-Art-Mosaike von Stork in Paris
Die Arbeiten von Stork finde ich entzückend, auch wenn viele seiner früheren Werke im Grunde dasselbe Motiv mit leichter Adaption darstellen. In Paris kamen mir bei meinem Rundgang tatsächlich nur diese klassischen Motive unter, doch der Künstler aus Straßburg hat seine Kunstwerke über die letzten Jahre deutlich verändert. In den neueren Arbeiten von Stork ist der Storch nur noch eine Art Signatur, während die Motive breiter gefächert und auch deutlich aufwendiger gestaltet sind. Sobald ich einmal in Straßburg war und mir selbst ein Bild von seinen anderen Mosaiken vor Ort machen konnte, verlinke ich dir hier natürlich den Artikel mit weiteren Beispielen.
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5) Mosaikkunst in Paris: MR DJOUL
Mr Djoul (Instagram-Profil) hat sich den Außerirdischen verschrieben: inspiriert vom Film „E.T. – The Extraterrestrial“ im Jahr 1982 entwickelte der Pariser Künstler eine Vorliebe für Science Fiction. Bevor er sich ab 2016 selbst der Mosaikkunst zuwandte, war er im Reaktivierungsteam von Invader aktiv und half dabei, zerstörte oder gestohlene Mosaike wieder an ihren ursprünglichen Plätzen anzubringen. Das Hauptmotiv von Mr Djoul ist die Figur eines Außerirdischen, dessen Darstellung sehr simpel erscheint, aber einen hohen Wiedererkennungswert aufweist. Von Zeit zu Zeit greift er auch komplett andere Symbole der Popkultur auf. Die Statistik ist beeindruckend: der Künstler brachte seine Mosaike bereits auf allen fünf Kontinenten an und blickt auf über 1.700 Werke zurück. Die meisten sind in Paris zu finden, doch auch anderswo ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du über ein Alien von Mr Djoul stolperst.

Street-Art-Mosaike von Mr Djoul in Paris
Mindestens genauso oft wie die Mosaike von Invader fielen mir auf den Straßen von Paris die Werke von Mr Djoul auf. Das Alien-Männchen ist einfach ein Blickfang und sticht sofort ins Auge. Mr Djoul bringt es nicht nur auf leeren Hauswänden an, sondern sucht auch bewusst nach Objekten wie Dachrinnen oder Fassadenelementen, mit denen er seine Aliens auf witzige Art und Weise interagieren lässt. Es gibt vom Künstler auch noch andere sehenswerte Motive wie beispielsweise Mr. Potato Head aus dem Animationsfilm „Toy Story“, das er anlässlich seines 100. Mosaiks im April 2017 anbrachte. Es wurde bereits im darauffolgenden August gestohlen – im Bild siehst du die zweite, leicht adaptierte Version von 2018, die sein 500. Mosaik repräsentiert und bis heute existiert. Fun Fact: man erkennt darunter sogar noch die Spuren und Reste des entfernten Kunstwerks.
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6) Mosaikkunst in Paris: IPDO
Die Werke von IPDO (offizielle Webseite) zeigen als Hauptmotive die Schlümpfe und Fußballikonen wie Diego Maradona. Sie kamen mir vor der Entdeckung in Paris bereits während vergangener Städtereisen in Europa unter. Die Abkürzung IPDO steht für I Pixel Di Oplontis („Die Pixel von Oplontis“) und wurde vom Brüderpaar Francesco und Bruno aus Süditalien erfunden. Oplontis ist die römische Bezeichnung für die Gemeinde Torre Annunziata bei Neapel, wo die Brüder herkommen. Ursprünglich hieß das Projekt „I Puffi die Oplontis“, doch „Puffi“ („Schlümpfe“) musste aus rechtlichen Gründen geändert werden, um die App iflashipdo (Download iOS / Android) veröffentlichen zu können. Mit dieser lassen sich die Mosaike von IPDO „flashen“ und sammeln. Die Ähnlichkeiten zu Invader und seiner App „Flash Invaders“ sind kein Zufall, denn der berühmte Künstler diente als direktes Vorbild – das sorgte für böses Blut unter den Fans von Invader.

Street-Art-Mosaike von IPDO in Paris
Die Mosaike von IPDO finde ich optisch sehr erfrischend und jedes Mal, wenn ich ein Werk des italienischen Brüderpaars entdecke, freue ich mich richtig! Das Universum der Schlümpfe bietet genügend Möglichkeiten, um sich kreativ auszutoben. In den Beispielen oben siehst du aber auch andere Motive wie das Queen-Mosaik, das IPDO anlässlich des Todestags der britischen Königin in Paris anbrachte. Unten rechts ist die Figur Mega Man dargestellt, die wie im Computerspiel im Jump-&-Run-Stil über einen Grabstein springt. Was mir in Paris nicht unterkam, sind die Fußballikonen darstellenden Kunstwerke, welche eher im italienischen Raum zu finden sind.
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7) Mosaikkunst in Paris: Megamatt
Den Künstler Megamatt (Instagram-Profil) kannte ich bereits aus Budapest und Wrocław (Breslau), bevor ich ihn auch in Paris entdeckte. Sein Pseudonym setzt sich aus dem Videospielklassiker „Mega Man“ aus den 1980er-Jahren und seinem Vornamen zusammen. Inspiriert durch Invader begann er ab 2008, Mosaike zu erstellen. Zu Beginn wählte er für seine Werke die Figur „Mettaur“ aus Mega Man. Dabei handelt es sich um kleine, kugelförmige Gegner mit einem Schutzhelm auf dem Kopf. Ab 2014 setzte er dann eine andere Figur um, nämlich Conrad B. Hart aus dem Videospiel „Flashback“ aus dem Jahr 1992. Darin spielt man in „Jump & Run“-Manier den Spezialagenten Conrad, der sich geschickt und akrobatisch durch die Welten kämpft. Megamatt lässt Conrad mit seinen minimalistischen Mosaiken in die reale Welt eintauchen und setzt die Werke so an Hausfassaden, dass sie optisch mit der Umgebung interagieren.

Street-Art-Mosaike von Megamatt in Paris
In Paris lassen sich sowohl die alten als auch die aktuellen Motive des Mosaikkünstlers Megamatt finden. Auf der linken Seite sind die kleinen Soldaten „Mettaur“ aus dem Videospiel „Mega Man“ abgebildet, die Megamatt früher nachbaute und auf den Straßen anbrachte. Ironischerweise wirken die Figuren als Mosaik relativ bedrohlich, während sie im Spiel eher dümmlich anmuten und einfach gestrickt sind. Das zweite Hauptmotiv von Megamatt ist der Actionheld Conrad B. Hart, der sich in Paris scheinbar wie im Computerspiel „Flashback“ durch die Hindernisse der Stadt kämpfen muss. Ich finde diesen Stil absolut fantastisch!
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8) Mosaikkunst in Paris: The Mosaist
Ebenso anonym wie andere Künstler, bringt The Mosaist (offizielle Webseite) seit Anfang 2021 seine Werke in Paris an. Die über 500 Mosaike sind zumeist recht klein und unauffällig. Für seine Arbeiten verwendet The Mosaist immer dieselbe Art von Glasmosaiksteinen: 1×1 Zentimeter, abgeschliffen und glänzend, sodass dir die Arbeiten von den Wänden kräftig entgegenstrahlen. Von den Motiven her orientiert sich The Mosaist ebenso an Videospielen aus den 1980er-Jahren, darüber hinaus aber auch Themen wie „Ghosts“ oder „Cryptopunks“, mit denen er die Retrozeit mit der aktuellen Blockchain-Technologie kombiniert. In Ausstellungen ist er mittlerweile Stammgast und seine Arbeiten verkaufen sich laut der Galerie Montorgueil ausgezeichnet. Moderne Ansätze wie NFT hin oder her – ich erfreue mich primär an den sehenswerten Popkultur-Mosaiken auf der Straße!

Street-Art-Mosaike von The Mosaist in Paris
Das Motiv der Cryptopunks ist einer der Schwerpunkte des Mosaikkünstlers The Mosaist – von dieser Serie findest du auf den Hauswänden von Paris viele Werke. Eine Ähnlichkeit zu Invader ist hier wieder einmal gegeben, denn auch er hat zuvor bereits eine größere Reihe von Cryptopunk-Mosaiken erstellt. Besser gefallen mir die klassischen Videospiel-Motive von The Mosaist. In den Beispielen siehst du den Gorilla aus Donkey Kong, einen Wurm mit Bazooka aus dem von mir heißgeliebten Spiel Worms Armageddon und die Manga-Figur Astro Boy.
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9) Mosaikkunst in Paris: 4LFR3D N3W M4D
Welchen ungewöhnlichen Themen man sich als Street Artist annehmen kann, zeigt eindrucksvoll 4LFR3D N3W M4D (Instagram-Profil). Der Künstler erstellt kleine Ganzkörper-Avatare von Spielern und Spielerinnen der App „Flash Invaders“, mit der sich die Mosaike von Invader sammeln lassen. Die „Tinyflashers“ genannten Werke sind Teil des Projekts p1x4tt4ck, äußerst liebevoll gestaltet und in der Nähe des jeweiligen Wohnortes zu finden. Das Pseudonym 4LFR3D N3W M4D ist in der sogenannten Leetspeak verfasst und von der fiktiven Figur Alfred Newman aus dem ikonischen US-Satireheft Mad Magazine inspiriert. Der Künstler aus Paris ist nicht nur für seine Mosaike bekannt, sondern auch ein äußerst aktives Mitglied des „Reactivation Team“ von Invader. Für meinen Artikel „Flash Invaders“: Sightseeing als Spiel habe ich ihn interviewt und sogar ein Foto erhalten, auf dem du ihn während einer Reaktivierung siehst.

Street-Art-Mosaike von 4LFR3D N3W M4D in Paris
Alleine die Idee, Mitgliedern der Community rund um Invader Tribut zu zollen, finde ich schon mehr als bemerkenswert. Doch wie der Künstler 4LFR3D N3W M4D seine bereits über 100 Avatare von Flashern und Flasherinnen der App „Flash Invaders“ umsetzt, macht mich sprachlos. Ich bin extrem fasziniert davon, wie er es mit nur wenigen Mosaiksteinen schafft, die persönlichen Merkmale der Personen so gut zu imitieren. Den Avatar des Künstlers selbst konnte ich auch zufällig aufspüren, du siehst 4LFR3D N3W M4D unten links im Bild.
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Weitere Mosaikkünstler in Paris
Die Liste an Mosaikkünstlerinnen und Mosaikkünstlern in Paris ließe sich wohl ewig fortführen. Die Straße als größte Galerie der Stadt ist einfach ein äußerst verlockendes Gebiet, um sich kreativ zu verwirklichen. Neben den oben vorgestellten Künstlern sind mir bei meinen Spaziergängen noch unzählige weitere Mosaike vor die Linse gekommen, deren Urheber ich nach teilweise langer Recherche herausfinden konnte. Dennoch schlummern auf meiner Festplatte immer noch einzelne Bilder von Mosaiken, die ich keinem Künstler zuordnen konnte (unter anderem das Waschbär-Mosaik oben) – ich bleibe natürlich dran und ergänze sie hier, sobald ich schlauer bin! 😉

10) Street-Art-Mosaike in Paris: In The Woup
Ein Mosaikkünstler mit einem wundervollen Portfolio ist In The Woup aus Lyon (offizielle Webseite), dessen Werke ich auf den ersten Blick liebte. Er hat sich unter dem Projektnamen MARIO WORLDZ die Figur aus dem Videospielklassiker Super Mario ausgesucht und versieht sie mit verschiedensten Kostümen und Berufen. Als ich vor Jahren erstmals in Paris ein Werk von In The Woup zu Gesicht bekam, wusste ich noch nichts vom Urheber. Mir gefiel aber das Mosaik in Anspielung an das berühmte Hope-Poster von US-Präsident Barack Obama (Bild Mitte) so sehr, dass es mir nicht mehr aus dem Kopf ging. In The Woup ist weltweit aktiv und hatte zum Erscheinungszeitpunkt meines Artikels 12 Länder, 56 Städte und über 220 Mosaike mit Mario verschönert.
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11) Street-Art-Mosaike in Paris: Hansel Pixel
Der Künstler Hansel Pixel (Instagram-Profil) stammt aus Straßburg und die Geschichte hinter dem Pseudonym ist faszinierend. Er suchte nach einem geeigneten Wort, das mit „Pixel“ harmoniert. Seine Frau schlug „Hansel“ in Anspielung auf Hänsel & Gretel vor: im Märchen hinterlassen die Kinder Brotkrümel im Wald, während er quasi dasselbe mit Mosaiken in der Stadt macht. Außerdem unterstreicht es, dass zwei Personen hinter dem Projekt stehen, auch wenn Hansel Pixel alleine arbeitet. Die Motive seiner Arbeiten sind breit gefächert und er liebt Schnitzeljagden, die er für seine Fans auf Instagram aufbereitet. Viele seiner über 100 Mosaike in Frankreich sind entweder (wie in den Bildern oben) mit dem vollen Pseudonym, dem Kürzel HP oder einer handschriftlichen Signatur gekennzeichnet – ohne solch einen Hinweis sind seine Werke aber manchmal schwierig zuzuordnen.
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12) Street-Art-Mosaike in Paris: Strombo
Der Mosaikkünstler Strombo (Instagram-Profil) ist für viele der Werke an Hauswänden verantwortlich, die ich mangels Signatur anfangs niemandem zuordnen konnte. Seine Motive sind äußerst vielfältig mit verschiedensten Symbolen, auch wenn einige Elemente wiederkehrend sind. Seit ca. 2020 lässt er sich laut seinem Instagram-Profil von „Reisen, Meer, Ozean, Schmutz und Quallen“ inspirieren. Seine Quallen (Bild rechts) finden sich tatsächlich oft in Paris, dazu auch Seesterne (Bild links), Vogelfedern, Kronen und das Symbol eines ausbrechenden Vulkans in unterschiedlichsten Farben. Neben diesen einfach zu erkennenden Kunstwerken gibt es aber eine Reihe an allgemeinen Motiven, die optisch auch von anderen Mosaikkünstlern stammen könnten.
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13) Street-Art-Mosaike in Paris: LA GRENOUILLE MASQUÉE
Ein weiterer Fall von mir anfangs rätselhaft erscheinenden Mosaiken sind die Arbeiten des Künstlerkollektivs La Grenouille Masqée (dt. „Der maskierte Frosch“). Auch hier ergeben die aus dem Jahr 2015 stammenden, einzelnen Werke scheinbar keinen wirklichen Sinn, doch sie sind Teil eines großen Gesamtwerks in Paris, das aus 50 Teilen besteht. Es ist zwar schwierig zu erkennen, aber jedes dieser Mosaike soll die Frontansicht eines Elefantenkopfes darstellen. Hat man alle Werke gefunden und die Standorte auf einem Stadtplan eingezeichnet, ergeben die mit Linien verbundenen Orte ebenfalls einen Elefantenkopf. Auf dem Facebook-Profil des Kollektivs kannst du das in einem der Beiträge gut sehen. Meine beiden Fundstücke zeigen die Puzzleteile mit der Nummer 15 (Bild links) und Nummer 17 (Bild rechts).
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14) Street-Art-Mosaike in Paris: RV2011
Ein Veteran unter den Street-Art-Künstlern ist RV2011, dessen Stil ich lange Zeit als sehr schwierig zuzuordnen empfand. Wenn du dich aber etwas mit seinen Werken beschäftigst, erkennst du ein Muster in seinen Arbeiten. Viele der Motive ähneln den „Space Invaders“ von Invader. Sehr oft kommt die oben in den Bildern sichtbare Monsterfigur vor, aber auch die von Invader bekannten Tintenfische sind ein beliebtes Symbol von RV2011. Manche Mosaike weisen eine unscheinbare Signatur auf: vier Ministeine, die ein kariertes Muster formen (in meinen Beispielen nicht zu sehen). Der Künstler lässt manche seiner Kreationen auch mit Fremdwerken interagieren. Im Bild links siehst du das schon lange Zeit beschädigte Mosaik PA_155 von Invader. RV2011 ergänzte es mit seinem Werk, das scheinbar das Mosaik des „Konkurrenten“ auseinanderreißt.
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15) Street-Art-Mosaike in Paris: SOLRAC
Es gibt Street-Art-Mosaike, die zwingend Hintergrundwissen benötigen, um verstanden und eingeordnet werden zu können. Der Mosaikkünstler Solrac (Instagram-Profil) ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Als ich erstmals ein Werk von ihm mit einer scheinbar seltsamen Anordnung von Mosaiksteinen sah, dachte ich mir nur: „Was soll das sein oder darstellen?“ Doch es steckt ein System dahinter: unter dem Projektnamen „Watch Out For Black Holes„ (dt. „Achtung vor schwarzen Löchern“) stellt er in sehr vereinfachter Form das Sternensystem mit blauen und weißen Mosaiksteinen und Schwarze Löcher mit schwarzen Mosaiksteinen nach. In Paris brachte der Künstler 88 solcher Sternenbilder an, von denen ich bisher nur eines entdeckte. Im Bild siehst du das Kunstwerk mit der Nummer 73, welches das Sternenbild des Perseus darstellt.
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16) Street-Art-Mosaike in Paris: WALDO
Schon seit 2009 aktiv ist Waldo, ein Mosaikkünstler aus Angers (Instagram-Profil). Bei meiner Recherche wurde er mir sofort sympathisch, denn er hält in seiner Heimatstadt Workshops in Schulklassen ab, wo er das Genre der Videospiele heranzieht, um Kindern das Thema Kunst verständlich näherzubringen. Außerdem führt er Touristen und Einheimische regelmäßig durch Angers und stellt die Bandbreite von Street Art vor. Seine Arbeiten außerhalb von Angers zu finden, ist kein leichtes Unterfangen. In Paris sind mir nur 18 Mosaike bekannt, einige davon bereits zerstört. Viele weitere Einzelstücke brachte Waldo in ganz Frankreich verstreut an. Vom Stil her decken die Mosaike eine breite Palette an Videospielmotiven ab, was die Zuordnung zum Künstler manchmal schwierig macht. Zum Glück sprayt Waldo zu den meisten (aber nicht allen) Kunstwerken noch seine Signatur dazu.
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17) Street-Art-Mosaike in Paris: LOY
Ein großes Geheimnis schwebt über der Präsenz des Künstlers LOY. Es gibt nur ca. ein Dutzend Mosaiken von ihm in Paris und seine wahre Identität ist ungeklärt. Solltest du aber an einem von seinen Arbeiten vorbeikommen, wirst du seinen Stil sofort erkennen. Alle Mosaike von ihm zeigen fratzenartige Gesichter, die an afrikanische Holzmasken erinnern. LOY verwendet ausschließlich schwarz-weiße Mosaiksteine und hinterlässt immer eine eindeutige Signatur.
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18) Street-Art-Mosaike in Paris: D3C4Y
Auch über den Street-Artist D3C4Y (Instagram-Profil) konnte ich nur sehr spärlich Informationen zusammentragen. Der aus Paris stammende Künstler hat sich einem sehr ungewöhnlichen, aber aus meiner Sicht reizvollen Thema verschrieben: der Erstellung von Sneakers in Mosaikform. Zwar gibt es nur wenige Werke von ihm, doch die verschiedenen Modelle in unterschiedlichen Farben ergeben sehenswerte Resultate. Wenn du auf sein Instagram-Profil schaust, wirst du auch feststellen, dass er ein großer Fan von Invader ist.
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FAZIT
Paris ist vollgepflastert mit den Mosaiken von Invader. Doch dieser Artikel zeigt deutlich, dass der weltbekannte Künstler nicht der einzige Kreative ist, wenn es um Street-Art-Mosaike geht! Beim Verfassen des Textes war ich selbst erstaunt, wie vielfältig und breitgefächert die Kunst der kleinen Mosaiksteine ist – und dabei gibt es noch viele weitere Künstler, deren Werke ich noch nicht zu Gesicht bekommen habe. Im Schatten von Invader bildete sich über die vergangenen Jahre ein richtiges Biotop mit Street Artists wie Zigom, MifaMosa, Mr Djoul oder The Mosaist, um nur einige zu nennen. Mit meinem Artikel über die Street-Art-Mosaike von Paris konnte ich dir hoffentlich einen ersten Überblick geben und dir dabei helfen, beim nächsten Städtetrip in die französische Hauptstadt das eine oder andere Mosaik dem richtigen Künstler zuzuordnen. Schreib mir gerne einen Kommentar mit deinen Gedanken dazu!




































Spannend, wie vielfältig Mosaikkunst in Paris ist. Kannte auch eher nur Invader. Spannend! Danke dafür.