So stellt man sich den perfekten Start in einen Citytrip vor: Blickst du vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof aus dem Zugfenster, begrüßt dich bereits das Wahrzeichen der Karnevalsstadt: der mächtige Kölner Dom. Dieser imposante Beginn gibt die Richtung für die weitere Besichtigung von Köln vor. Im Zentrum laden kleine Gässchen und versteckte Plätze zum Entdecken ein, dazwischen erinnern römische und mittelalterliche Spuren daran, dass Köln eine der ältesten Städte Deutschlands ist. Neben den Sehenswürdigkeiten sticht vor allem die zünftige Brauhausküche hervor – ein Kölsch ist hier mehr als nur ein kleines Bier. Folge mir in diesem Reisebericht zu den Top 10 in Köln!
DIE HÖHEPUNKTE AUS KÖLN IN DIESEM REISEBERICHT
Ein persönlicher Erfahrungsbericht über Köln mit Tipps zur Anreise, Unterkünften und Öffis
Eindrücke aus der Altstadt mit dem Kölner Dom, den Kölsch-Kneipen und versteckten Plätzen
Spektakuläre Architektur zwischen alt und neu, wie beispielsweise die Kranhäuser im Rheinauhafen
Die Vielfalt der Kirchen, von romanischen und gotischen Bauwerken bis hin zum Brutalismus
Viele Fotos mit GPS-Koordinaten, damit du schnell die besten Fotospots von Köln findest
Dieser Artikel wurde zuletzt am 7. August 2026 aktualisiert.
KÖLN
FAKTEN
Reisezeiten: mehrmals in den Sommermonaten, Februar, Dezember (1-3 Tage)
Anreise mit dem Flugzeug: vom Flughafen Wien-Schwechat (VIE) zum Flughafen Köln-Bonn (CGN) (ca. 1:20 h netto)
Anreise mit dem Zug: vom Hauptbahnhof Wien zum Hauptbahnhof Köln (ca. 9:30 h inkl. 1x umsteigen)
HOTELTIPP FÜR KÖLN
Unterkunft: 25hours Hotel Köln The Circle* (Im Klapperhof 22-24): großartiges Boutiquehotel im spektakulären, ehemaligen Verwaltungsbau eines Versicherungskonzerns. Sehr ruhige Lage im Viertel Altstadt-Nord, vom Hauptbahnhof mit der Stadtbahn 5 (Station Friesenplatz, dann fünf Minuten Fußweg) einfach zu erreichen. Vom Friesenplatz lassen sich mit fünf Stadtbahnlinien alle Viertel schnell erreichen, neben der Station ist auch ein großer Supermarkt. Inneneinrichtung des Hotels unter dem Motto Retro-Futurismus mit zahlreichen Weltraum-Motiven und vielen verspielten Details. Äußerst geräumige Zimmer, sehr bequeme Betten, tolle Aussicht entweder auf den Dom oder den Fernsehturm, super Dusche mit Pflegeprodukten von Soeder, kleiner Safe, Soundbox, Freitag-Tasche zum Ausborgen, kostenlose Minibar, schnelles WLAN, Klimaanlage (abschaltbar). Fantastischer Sauna- und Fitnessbereich. Im Dachgeschoss ist das Restaurant NENI beheimatet, wo morgens das sehr reichhaltige Frühstücksbuffet mit Ausblick über Köln angeboten wird. Weiterempfehlung?JA!
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TRANSPARENZHINWEIS
*Die mit Stern gekennzeichneten Verweise in diesem Blogartikel sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn dir mein Blogartikel bei der Planung deiner Reise geholfen hat, freue ich mich, wenn du über diese Links deine Unterkunft oder Freizeitaktivitäten buchst. Ich erhalte dadurch eine kleine Provision und du unterstützt den Erhalt dieses Blogs. Für dich entstehen dabei selbstverständlich keine Nachteile. Vielen Dank! 🙂 Auf einer meiner Recherchereisen nach Köln wurde ich vom 25hours Hotel unterstützt. Meine Eindrücke sind davon selbstverständlich nicht beeinflusst.
Ein Kölsch in Kölle geht immer
Ob es am süffigen Kölsch oder an der Schönheit von Köln liegt? Fünf Mal bin ich aus Wien nun schon hierher zurückgekehrt! Die Kölle genannte Stadt zählt nicht nur wegen ihrer Geschichte und den Sehenswürdigkeiten zu den bedeutendsten Orten in Europa, sondern ist auch aus zwischenmenschlicher Sicht ein Vergnügen – besonders während der Karnevalszeit. Ein oder mehrere Gläser frisches Kölsch ist Pflicht und dabei bekommst du ziemlich sicher die eigenwillige Sprache der Einheimischen zu hören. Die ebenfalls Kölsch genannte Mundart wartet mit zahlreichen Weisheiten auf, die eine gewisse „Wurschtigkeit“ andeuten (mir als Wiener sofort sympathisch!). „Et es wie et es“ („Es ist, wie es ist“), „Et kütt wie et kütt“ („es kommt, wie es kommt“) oder „Et hätt noch immer jot jejange“ („es ist noch immer gutgegangen“) – mit den Wirren des Alltags wird in Köln sichtlich entspannt und situationselastisch umgegangen. 😉
Köln von gestern bis heute
Köln zählt zu den ältesten Städten Deutschlands, die Ursprünge reichen bis in die römische Zeit zurück. Die Römer errichteten eine für die damalige Zeit hochmoderne Siedlung mit Straßennetz und einer Wasserleitung aus den umliegenden Bergen. Bei einem Rundgang durch die Innenstadt wirst du laufend auf Überreste stoßen, Informationstafeln klären über die Geschichte auf. Aus dem Mittelalter stammen unter anderem bedeutende Kirchen, das Alte Rathaus, das Stapelhaus, die Stadtmauer und mehrere Stadttore. Leider nur noch ansatzweise ist die ehemalige Pracht der Altstadt erkennbar: der bunte Mix aus Jugendstil, Historismus, Expressionismus und anderen Baurichtungen fiel großteils den beiden Weltkriegen und der Abrisswut danach zum Opfer. Deswegen ist die Innenstadt heute ein etwas unharmonisches Gefüge aus historisch bedeutenden Bauwerken und vielen schmucklosen Nachkriegsbauten.

Die Anreise nach Köln
Je nachdem, von wo aus du startest, wirst du wahrscheinlich entweder mit dem Flugzeug oder der Bahn nach Köln anreisen. Der Flughafen Köln/Bonn (CGN) ist der gemeinsame Airport von Köln (12 Kilometer entfernt) und Bonn (16 Kilometer entfernt). Nach der Ankunft folgst du den Schildern zum Flughafen-Bahnhof und fährst mit einer S-Bahn oder Regionalzug in Richtung Köln-Hauptbahnhof (deutlich beschildert). Tickets bekommst du an den Automaten, wobei ich mir hier gleich ein 24h-Ticket für die Zone 1b gekauft habe, das für ganz Köln inklusive des Flughafens gilt (vergiss nicht, es zu entwerten!). Reist du mit dem Zug nach Köln an, kommst du ebenfalls am Hauptbahnhof an. Die letzten Meter der Fahrt sind spektakulär, weil die Züge von Osten kommend immer über die Hohenzollernbrücke gleiten und sich gleich danach der Kölner Dom in seiner ganzen Pracht vor dir präsentiert.
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Wie viele Tage du in Köln benötigst
Köln ist eine Stadt, die sich hervorragend sowohl im Vorbeifahren als auch gemütlich über mehrere Tage erkunden lässt. Hast du wenig Zeit, kannst du in einem kompletten Tag durch die Altstadt rund um den Kölner Dom flanieren und einen guten ersten Eindruck bekommen. Möchtest du auch ein oder mehrere Museen einplanen (zum Beispiel das berühmte Museum Ludwig) und dich mehr durch die Straßen treiben lassen, dann bleib mindestens zwei Tage vor Ort. Meine klare Empfehlung ist aber, dir mindestens drei Tage in Köln Zeit zu nehmen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen zwar alle recht eng beieinander, doch das täuscht darüber hinweg, dass es auch abseits der Innenstadt jede Menge zu entdecken gibt. Fotografierst du gerne? Dann ist Köln mit seiner einprägsamen Skyline sowieso ein absolutes Mekka. In meinem Artikel Köln: Die 8 schönsten Fotospots habe ich dir die besten Orte für großartige Fotos zusammengestellt.
Die beste Reisezeit für Köln
Eine Städtereise geht ja prinzipiell das ganze Jahr über, so auch in Köln. Doch abgesehen von der Karnevalszeit im November und den empfehlenswerten Weihnachtsmärkten im Dezember empfehle ich dir eher, in den wärmeren Monaten in die Stadt am Rhein zu kommen. Köln ist eine perfekte Destination zum Flanieren und sich Treiben lassen. Die Skyline rund um den Kölner Dom lädt dazu ein, im Freien das Ensemble der Altstadtbauten entweder während eines ausgedehnten Spaziergangs entlang des Rheins oder in einem Gastgarten der zahlreichen Lokale sitzend zu genießen. Abseits vom Klima solltest du vor der Buchung deines Hotels* noch darauf achten, ob nicht gerade eine Großveranstaltung in Köln abgehalten wird. Die Stadt ist ein enormer Hotspot für Messen und Kongresse, währenddessen die Preise für Übernachtungen zu bestimmten Zeiten in die Höhe schnellen.
TIPP: Der Kölner Karneval
Der Wahnsinn hat einen Namen: Kölner Karneval! Wie es während dieser Zeit in Köln zugeht, was es bei den Umzügen zu sehen gibt und wie du am besten in der Masse mitschwingst, habe ich in meinem ausführlichen Artikel Kölner Karneval: Eine Stadt im Partyrausch beschrieben.

Öffentliche Verkehrsmittel in Köln
Prinzipiell gibt es in Köln ein recht dichtes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, bestehend aus S-Bahn, Stadtbahn und Bussen. Am häufigsten wirst du wahrscheinlich eine der zwölf Linien der Stadtbahn benutzen. Sie ist eine Mischung aus Straßenbahn, Hochbahn und U-Bahn – einen Netzplan findest du auf der Webseite kvb.koeln. Unterirdische Stationen sind mit einem klassischen blauen U gekennzeichnet. Einzeltickets, Kurzstreckentickets und 24h-Tickets gibt es an den Stationsautomaten und in den Fahrzeugen zu kaufen, wobei eine Kartenzahlung nicht immer an allen Geräten möglich war. Ärgerlich empfand ich während meiner Besuche in Köln den Umstand, dass Stadtbahnen immer wieder einfach ausfielen bzw. nicht kamen, obwohl sie auf den Anzeigetafeln pünktlich vermerkt waren. Besonders abends ist das wegen der ohnehin langen Intervalle frustrierend.
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TIPP: Weitere Städtereisen in Deutschland
Düsseldorf: Die unterschätzte Metropole
Frankfurt: 16 Tipps für die Stadt der Kontraste
Frankfurt: Die 16 schönsten Fotospots
Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von Dresden
KÖLN: DIE TOP 10 SEHENSWÜRDIGKEITEN UND AKTIVITÄTEN
1) Sehenswertes in Köln: Der Kölner Dom
Über den Kölner Dom kann man nur in Superlativen schreiben. Er ist das wichtigste Bauwerk der Stadt, zählt zu den bedeutendsten Kirchen Deutschlands, wurde 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt und bis zur Fertigstellung dauerte es mehrere Hundert Jahre. Die Grundsteinlegung erfolgte 1248, der Dom sollte damals nach französischem Vorbild zu einem Meisterwerk der Gotik werden. 280 Jahre später erfolgte wegen Geldmangels ein Baustopp und der Dom blieb jahrhundertelang ein unvollendetes Gebilde. Erst 1880 fand die endgültige Vollendung statt und der Kölner Dom durfte sich mit seinen 157 Meter hohen Türmen vier Jahre lang höchstes Gebäude der Welt nennen. Ein Blick in die Kirche ist spektakulär, leider ist seit Juli 2026 der bis dato kostenlose Zugang Geschichte: du musst nun ein 12 Euro teures Ticket kaufen. Willst du die Schatzkammer sehen oder den Südturm besteigen, werden weitere Gebühren fällig.

Das dunkle Erscheinungsbild des Kölner Doms
Der Kölner Dom ist von außen nur schwer komplett auf ein Bild zu bekommen – die Dimensionen sind einfach enorm. Auffallend ist die dunkle Farbe des Bauwerks mit dazwischen hervorblinzelnden hellen Elementen. Mehr als 40 verschiedene Gesteinsarten wurden beim Bau verwendet, die über die Jahrhunderte unterschiedlich auf Umwelteinflüsse reagierten. Luftverschmutzung, saurer Regen und die Kohleabgase der alten Dampfloks im daneben befindlichen Hauptbahnhof sorgten für das dunkle Erscheinungsbild des Kölner Doms.
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Die Schönheit des Kölner Doms
Nach dem Betreten des Kölner Doms empfinde ich den ersten Blick in das Kirchenschiff immer als extrem umwerfend. Dass wir uns heute an der Schönheit erfreuen können, ist keine Selbstverständlichkeit. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt fast komplett zerstört, nur der Dom ragte trotz schwerer Schäden optisch wie unversehrt über das Trümmerfeld. Dieser Umstand wurde als Wunder empfunden und der Dom stand fortan als Symbol für den Lebenswillen der Stadt. Übrigens: Falls dir die zwölf Euro Eintritt zu viel sind, kannst du für ein Gebet auch kostenlos den Seiteneingang benutzen. Dann allerdings erhältst du keinen Zugang zum Innenraum, sondern nur zu einem kleinen Gebetsraum.
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Die Highlights im Kölner Dom
Vier Motive faszinierten mich bei der Besichtigung des Kölner Doms am meisten. Das Hauptportal mit einer Breite von über neun Metern und einer Höhe von 28 Metern besticht durch eine Vielzahl an Details (Bild o. l.). Der Dreikönigenschrein ist ein Höhepunkt im Dom, er beherbergt die Gebeine der Heiligen Drei Könige (o. r.). Der Agilolphusaltar aus dem Jahr 1521 ist ein sogenanntes Antwerpener Retabel (ein Flügelaltar) und wurde in Antwerpen hergestellt (u. l.). Die Buntglasfenster sind aus meiner Sicht in jeder Kirche sehenswert, so auch im Kölner Dom (u. r.).
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2) Sehenswertes in Köln: Die Hohenzollernbrücke
Die Hohenzollernbrücke überquert den Rhein und verbindet den Hauptbahnhof mit dem Deutzer Bahnhof. Gemeinsam mit dem Kölner Dom bildet die mächtige Brücke das berühmte Stadtbild. Den besten Blick erhältst du vom Ufer des Stadtteils Deutz (siehe auch mein Artikel Köln: Die 8 schönsten Fotospots). Die Hohenzollernbrücke wurde zwischen 1907 und 1911 erbaut und war ursprünglich vorrangig für den Autoverkehr ausgelegt. Durch die Nähe zum Kölner Dom wurde besonderer Wert auf das Erscheinungsbild gelegt: neben den imposanten Stahlbögen wurden auch pompöse Portale gebaut, die leider nicht mehr erhalten sind. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Brücke zunächst unbeschadet, ehe die Wehrmacht selbst das Bauwerk sprengte, um den Alliierten die Rhein-Überquerung zu erschweren. Nach dem Wiederaufbau ist sie heute eine reine Eisenbahnbrücke mit Fuß- und Radweg auf beiden Seiten.

Die Hohenzollernbrücke als Postkartenmotiv
Der klassische Köln-Blick: vom Ufer des Stadtteils Deutz führt die Hohenzollernbrücke das Auge direkt auf den Kölner Dom. Egal, zu welcher Jahreszeit ich bisher auch nach Köln zurückgekommen bin, dieser Ausblick war immer ein fester Bestandteil für mich!
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Die Liebesschlösser auf der Hohenzollernbrücke
Das Ritual von Verliebten, ein kleines Schloss an eine Brücke zu hängen, kennst du ja sicherlich aus vielen Städten. Die Anzahl der Liebesschlösser auf der Hohenzollernbrücke stellt aber alles in den Schatten, was ich bisher kannte. Es müssen wohl ohne Übertreibung mehrere Millionen sein, die hier auf beiden Seiten der Brücke befestigt sind. Vom Gewicht her dürfte es nicht stören: wenn mehrere Züge gleichzeitig auf einer sechsspurigen Gleisanlage über die Hohenzollernbrücke fahren können, machen „ein paar“ Schlösser wohl auch nichts aus. 😉
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Erinnerung an die alte Hohenzollernbrücke
Auf Deutzer Seite gibt es eine Besonderheit zu entdecken. Am Boden findest du hier nämlich noch Überreste des alten Kopfsteinpflasters und der historischen Straßenbahnschienen – es sind Relikte aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.
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TIPP: Aktivitäten und Touren in Köln
Köln: 24h Hop-On Hop-Off Sightseeing Bus Ticket*
Köln: Top-Sehenswürdigkeiten Rheinfahrt am Tag*
Köln: Bootsfahrt auf dem Rhein am Abend*
Köln: Nachtwächter-Rundgang durch die Altstadt*
3) Sehenswertes in Köln: Die Altstadt
Die Altstadt von Köln präsentiert sich mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite warten malerische Plätze, historische Denkmäler, bildhübsche Hinterhöfe und jede Menge urige Gaststätten. Demgegenüber stechen aber viele Nachkriegsbauten mit langweiligen Fassaden und zweckmäßiger Architektur ins Auge. Die Ursache für diesen optischen Widerspruch liegt im Zweiten Weltkrieg, als fast die gesamte Kölner Altstadt zerstört wurde. Beim Wiederaufbau wurde nur vereinzelt darauf geachtet, die Häuser wieder in ihrem Originalzustand herzustellen und es kam großteils eine schlichte Formensprache zur Anwendung. Obwohl die Altstadt aus meiner Sicht zwar nicht den Reiz vergleichbarer Städte wie Frankfurt, Dresden oder Leipzig ausstrahlt, gefällt sie mir dennoch sehr gut. Die Altstadtsilhouette wirkt äußerst harmonisch – die besten Blicke darauf verrate ich dir im Artikel Köln: Die 8 besten Fotospots.

Der Fischmarkt in der Kölner Altstadt
Nicht nur ein weltbekanntes Motiv, sondern leider mittlerweile ein Bild der Vergangenheit ist diese Ansicht auf die bunten Giebelhäuser und die romanische Kirche Groß St. Martin am Fischmarkt. Schon seit dem 12. Jahrhundert wurde hier und in den Gassen rundherum Fisch verkauft. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bombenangriffe alle hier sichtbaren Gebäude bis auf die zwei linken Giebelhäuser. Genau diese beiden Originalbauten wurden aber 2024 wegen Einsturzgefahr abgerissen und bei meinem aktuellsten Besuch klaffte hier eine hässliche Baulücke. Deshalb zeige ich dir lieber dieses nostalgische Erinnerungsbild aus dem Jahr 2022.
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Der Alter Markt in der Altstadt von Köln
Der Alter Markt ist einer der Hauptplätze in der Kölner Altstadt – hier wurde im Mittelalter reger Handel betrieben. Den Status eines Marktplatzes hat der Alter Markt heute nicht mehr, vielmehr ist er ein autofreier Raum zum Flanieren und Schauen. Wie du am Bild siehst, laden vor allem die Schanigärten der zahlreichen Lokale zum Platznehmen ein, um unter anderem den prachtvollen alten Rathausturm zu bewundern.
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Der Heumarkt in der Kölner Altstadt
Der Heumarkt ist ein Platz, der mich optisch nicht sehr fasziniert hat, aber dennoch eine große Relevanz für die Kölner Altstadt aufweist. Hier finden regelmäßig Feste, Märkte und Veranstaltungen aller Art statt. Im Bild siehst du einen Eindruck der Kölner Weinwoche, aber auch einer der großen Weihnachtsmärkte wird hier abgehalten.
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Feierlaune in der Kölner Altstadt
Wann immer es das Wetter zulässt, verwandeln sich die Gassen der Kölner Altstadt zu einer großen Freiluftbar. Die Menschen versammeln sich dann vor den Lokalen an der frischen Luft, um gemütlich ihr Kölsch oder andere Getränke gemeinsam zu zelebrieren.
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How to Kölsch in Köln
Wenn du gerne Bier trinkst, kommst du in Köln auf jeden Fall auf deine Kosten. Kölsch ist ein helles, obergäriges Vollbier mit 4,8% Alkoholgehalt (Bild o. l.). Serviert wird es in 0,2-Liter-Gläsern (Stange genannt) und am besten passt es zu einer der deftigen Kölner Speisen. „Himmel und Äd“ (gebratene Blutwurstscheiben, Schmorzwiebeln, Kartoffelpüree, Senf und Apfelmus) kann ich dir beispielsweise sehr empfehlen, auch wenn die Zusammensetzung etwas bizarr klingt (o. r.). Ist dein Glas fast leer, kommt auch schon der Köbes (Kellner) mit einem Kranz voller Nachschub und stellt dir ein frisches Kölsch auf den Tisch (u. l.). Achte deshalb darauf, rechtzeitig den Bierdeckel auf dein Glas zu legen, wenn du kein Bier mehr willst! Auf dem Bierdeckel ist auch die Anzahl der getrunkenen Kölsch vermerkt (u. r.).
Bild o. l.: Aufnahmeort anzeigen
Weitere Bilder: Aufnahmeort anzeigen

Flanieren am Rheinufer in Köln
Es ist als Besucherin oder Besucher kaum zu glauben: wo du heute am Rheinufer flanieren und dich in der Wiese vor den Giebelhäusern der Altstadt entspannen kannst, war vor Jahrzehnten noch eine Verkehrshölle. Eine vierspurige Straße und die Schienen der Straßenbahn prägten das Bild, ehe der Verkehr 1984 in einen Tunnel verlegt und die Situation beruhigt wurde. Etwas ähnliches passierte übrigens auch in Düsseldorf und verhalf der nicht weit von Köln gelegenen Konkurrenzstadt zu einem verbesserten Image.
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Die Altstadtgassen von Köln
Die Altstadtgassen selbst empfinde ich (wie schon eingangs erwähnt) durch die große Menge an zweckmäßigen Nachkriegsbauten zu steril (Bild o. l.). Positiv fielen mir die versteckten Hinterhöfe auf, im Bild etwa der Ostermannplatz mit dem Ostermannbrunnen, der dem Volksdichter Willi Ostermann gewidmet ist (o. r.). Es lohnt sich, die zahlreichen Geschäfte und Lokale näher zu betrachten: für einen kleinen, leckeren Snack bietet sich etwa der Kiosk Rievkoochebud an, der Reibekuchen (Kartoffelpuffer) verkauft (o. l.). Bist du auf der Suche nach Glück, dann halte Ausschau nach den Bronzefiguren von Tünnes und Schäl. Sie verkörpern den Kölner Karneval und sind fester Bestandteil der Kölner Kultur. Das Reiben der Nase von Tünnes soll angeblich Glück bringen (u. r.).
Bild o. l.: Aufnahmeort / Bild o. r.: Aufnahmeort
Bild u. l.: Aufnahmeort / Bild u. r.: Aufnahmeort

Das Museum Ludwig in Köln
Ein Museum von Weltrang ist das Museum Ludwig in der Kölner Altstadt. Es befindet sich unmittelbar hinter dem Kölner Dom und ist ein Pflichtpunkt, wenn du an Kunstmuseen interessiert bist oder das Wetter einmal komplett mies ist (Infos und Tickets auf der offiziellen Webseite). Ausgestellt ist unter anderem die größte Pop-Art Sammlung Europas, die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt, Sammlungen zum deutschen Expressionismus und eine der bedeutendsten Sammlungen zur Fotografie. Ergänzt wird das Ganze von Sonderschauen, für die die Tickets auch schon mal weggehen wie warme Semmeln – die Yayoi-Kusama-Ausstellung war etwa in kürzester Zeit bis zum Ende der Laufzeit ausverkauft.
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4) Sehenswertes in Köln: Die Kirche St. Gereon
Wenn du eine Ergänzung oder Alternative zum Kölner Dom suchst, bist du in der Kirche St. Gereon richtig. Sie ist eine von zwölf romanischen Kirchen in Köln, die gemeinsam einen Halbkreis um die Innenstadt bilden und deren Ursprünge teils bis in die Römerzeit zurückreichen. Im Fall von St. Gereon geht die Geschichte bis ins 4. Jahrhundert nach Christus zurück. Aus dieser Epoche ist heute noch ein kleines Stück Bodenmosaik erhalten. Der Name der Kirche bezieht sich auf den römischen Offizier Gereon, der sich dem kaiserlichen Befehl zur Christenverfolgung widersetzte und daraufhin enthauptet wurde. Sein Blut soll an eine Säule gespritzt sein: diese „Blutsäule“ ist in der Kirche ausgestellt. Der Blickfang im Gebäude ist aber klar der zehneckige Kuppelbau, den du nach der Vorhalle betrittst. Ich kam hier aus dem Staunen nicht heraus und verrenkte meinen Kopf in alle Richtungen nach oben, um diese Schönheit im Detail zu erfassen!

Innenansicht von St. Gereon in Köln
Der Blick in den Langchor von St. Gereon ist spektakulär. Schau dich in Ruhe um, denn es gibt zahlreiche Schätze zu entdecken, etwa die Taufkapelle mit ihren Fresken oder die Krypta mit dem Sarkophag mit Gereons Gebeinen.
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Das spektakuläre Dekagon in St. Gereon
Mein Highlight in der Kirche St. Gereon war der Blick nach oben an die Decke im Dekagon. Die Kuppel wurde ursprünglich zwischen 1219 und 1227 mit beachtlichen Dimensionen erbaut: 21 Meter breit und 34,5 Meter hoch. Das heutige Aussehen ist aber erst relativ jung. Nach den schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg arbeitete ein Expertenrat für den Wiederaufbau ein Konzept mit neuen Fenstern und einer orangefarbenen Bemalung aus, das 1985 fertiggestellt wurde.
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5) Sehenswertes in Köln: Die Kirche Hl. Johannes XXIII.
Bleiben wir gleich bei sehenswerten Kirchenbauten in Köln, denn davon gibt es einige! Eine außergewöhnliche Architektur weist etwa die Kirche Hl. Johannes XXIII. auf. Der Bau liegt zwar etwas außerhalb der Innenstadt im Stadtteil Sülz, ist mit dem Bus aber schnell erreichbar. Der ursprüngliche Name lautet Kirche der katholischen Hochschulgemeinde Köln, aber nach der Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII. im Jahr 2014 wurde dieser in die offizielle Bezeichnung als Patron integriert. Erbaut wurde das Gebäude zwischen 1968 und 1969 nach Plänen und Entwürfen des Bildhauers Josef Rikus und des Architekten Heinz Buchmann. Erst seit 2016 steht sie unter Denkmalschutz. Die Architektur ist im Stil des Brutalismus ausgeführt, wofür ich eine besondere Liebe hege (mein persönlicher Tipp: die Kirche Monte Grisa in Triest). Ich kann aber auch verstehen, wenn einem die scheinbar wirr zusammengestellten Betonblöcke nicht gefallen. 😉

Innenansicht der Kirche Hl. Johannes XXIII.
Das Innenleben der Kirche Hl. Johannes XXIII. würde ich als geordnetes Chaos bezeichnen. Die scheinbar ohne erkennbares System ineinandergeschobenen, rohen Betonteile werden durch die modernen Fensterfronten und die symmetrisch aufgestellten Sitze im Kontrast perfekt in Szene gesetzt.
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Der Brutalismus in der Kirche Hl. Johannes XXIII.
Natürlich sind die Betonpfeiler nicht irgendwie platziert, sondern folgen einem Konzept, das hier im Bild gut erkennbar ist. Sie stellen einen Baum dar, deren mächtiger Stamm im Zentrum der Kirche steht und die Äste sich in alle Seiten des Raums ausbreiten. Schön finde ich, dass auch die Elemente aus Holz wie der Tabernakel, der Tisch und das Pult den brutalistischen Stil aufnehmen.
6) Sehenswertes in Köln: Der Melatenfriedhof
Der Melatenfriedhof ist der Zentralfriedhof von Köln und nicht nur eine Ruhestätte, sondern auch eine öffentliche Erholungsstätte (ähnlich wie der Zentralfriedhof in Wien). Erreichbar ist er einfach mit den Stadtbahn-Linien 1 und 7 (Station Köln Melaten) oder der Linie 13 (Station Köln Melatengürtel). Angelegt ist das Areal auf den Überresten eines ehemaligen Leprosenasyls, von dem heute noch die Kapelle aus dem Jahr 1245 erhalten ist. Die Einweihung des Melatenfriedhofs fand 1810 unter dem offiziellen Namen „Gottesacker der Stadt Köln“ statt. Damals noch der größte Friedhof, wurde der Platz schnell zu klein und es kamen mehrere weitere große Friedhöfe in allen Himmelsrichtungen hinzu. Besichtigen kannst du den Ort entweder auf eigene Faust oder du nimmst an einer geführten Tour durch den Melatenfriedhof* teil, um dir die wichtigsten Grabstätten erklären zu lassen.

Der Sensenmann auf dem Melatenfriedhof
Dutzende Denkmäler auf dem Melatenfriedhof sind eine Augenweide und symbolisieren den Reichtum und die Wichtigkeit der Verstorbenen. Das auffälligste Objekt und gleichzeitig das Wahrzeichen des Friedhofs ist der Sensenmann. Die furchteinflößende Figur wurde vom Bildhauer August Schmiemann für den Kaufmann Johann Müllemeister erschaffen. Die Patenschaft für die Grabstelle übernahm die Steinmetzfamilie Steinnus, die hier ihren mit nur 11 Jahren verstorbenen Sohn Martin beerdigen ließ. Am Fuße des Sensenmanns findest du einen Gedenkstein mit einem schlafenden Frosch – eine Erinnerung an „Fröschlein“, den Spitznamen des Jungen …
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Versteckte Wege und die Millionenallee auf dem Melatenfriedhof
Während eines Rundgangs durch den Melatenfriedhof kommst du an zahlreichen Gräbern von Prominenten und historisch bedeutsamen Persönlichkeiten vorbei. Insbesondere auf der „Millionenallee“ genannten Mittelallee reiht sich ein pompöses Grabdenkmal neben das nächste. Besser gefielen mir aber die kleinen, versteckten Wege mit ihren liebevollen und teils sehr persönlichen Andenken an die Verstorbenen.
Bild o. l.: Aufnahmeort / Bild o. r.: Aufnahmeort
Bild u. l.: Aufnahmeort / Bild u. r.: Aufnahmeort

Mächtige Bäume auf dem Melatenfriedhof
Was mir auf dem Melatenfriedhof in Köln besonders imponierte, waren die stellenweise riesigen und bis zu 200 Jahre alten Bäume. Die dadurch entstehende Allee bot sich als Fotomotiv an, denn das Licht schien nur an bestimmten Stellen durch das Dickicht und erzeugte so eine interessante Stimmung.
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7) Sehenswertes in Köln: Die Kranhäuser im Rheinauhafen
Alt und neu, das war schon immer eine sich ausgezeichnet ergänzende Kombination. Vor allem in der Architektur ist das Spiel aus historischer Bausubstanz und modernen Stahl-Glas-Bauten ein Leckerbissen für das Auge. In Köln besteht dieses Zusammenspiel aus den drei L-förmigen Kranhäusern im Rheinauhafen und der Altstadtsilhouette im Hintergrund (die Aussichtspunkte dazu zeige ich dir im Artikel Köln: Die 8 schönsten Fotospots). Die außergewöhnlichen Neubauten befinden sich im Süden der Kölner Innenstadt im Viertel auf dem Areal des alten Rheinauhafens, der in den 1970er-Jahren durch die umliegenden Häfen an Bedeutung verlor. Du erreichst die Kranhäuser am einfachsten zu Fuß: beginnend beim Fischmarkt benötigst du rund 15 Minuten entlang des Rheinufers. Zurück kannst du dann mit den Stadtbahnlinien 15 und 16 von der Haltestelle Ubierring fahren, die einige Minuten hinter dem dritten Kranhaus liegt.

Die spektakuläre Architektur der Krankhäuser
Schon aus der Ferne sind die drei rund 62 Meter hohen, 70 Meter langen und 34 Meter breiten Kranhäuser enorm spektakulär zum Ansehen. Doch je mehr du dich ihnen näherst, desto monströser ist die Wirkung. Entworfen wurden die Kranhäuser vom Aachener Architekten Alfons Linster und dem Hamburger Architekturbüro Bothe, Richter, Teherani (BRT). Die Form eines umgedrehten L soll an einen alten Hafenkran mit seinem Ausleger erinnern.
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Das Geheimnis der Kranhäuser
Die drei Bauten wurden nicht gleichzeitig, sondern im Abstand von jeweils einem Jahr errichtet und zwischen 2008 und 2010 eröffnet. Die Rückansicht (hier zu sehen der Blick von der Severinsbrücke) offenbart ein interessantes Detail: eines der Kranhäuser hat an der Außenseite Balkone installiert und wird als Wohnturm genutzt, während die anderen beiden als Bürobauten dienen. Über die Preise der Wohnungen hüllen wir besser den Mantel des Schweigens, aber alle Einheiten waren bereits lange vor der Fertigstellung des Gebäudes verkauft. Welche Promis darin tatsächlich wohnen, ist ein Geheimnis …
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8) Sehenswertes in Köln: RheinEnergieStadion des 1. FC Köln
Es gibt Städte, die man sofort mit einem Fußballverein verbindet – und Köln gehört zu dieser Gruppe dazu. Der 1. FC Köln ist ein Traditionsverein, hinter dem die ganze Stadt steht (ok, sagen wir fast: Fans von Fortuna Köln mögen mir verzeihen!). Aus österreichischer Sicht ist die Zeit unvergessen, als Toni Polster hier von 1993 bis 1998 Tor um Tor schoss. Wenn du also an Fußball interessiert bist, dann gehört ein Besuch des RheinEnergieStadion – besser bekannt unter dem historischen Namen Müngersdorfer Stadion – einfach dazu. Tickets für ein Spiel des 1. FC Köln zu ergattern, ist gar nicht so einfach. Schau am besten rechtzeitig auf der Webseite des Vereins, ob es noch offiziell Tickets oder Karten über die Ticketbörse gibt. Mit Sicherheit kommst du aber über eine Stadionführung in das Innere der Arena und kannst so zumindest hinter die Kulissen des leeren Stadions blicken.

Außenansicht des RheinEnergieStadion
Wenn du dich von außen dem RheinEnergieStadion des 1. FC Köln näherst (Anreise mit der Stadtbahn-Linie 1, Station Rheinenergiestadion), ist schon eine gewisse Magie spürbar. Das Stadion ersetzte das alte Müngersdorfer Stadion von 1975 und wurde ab 2001 im laufenden Spielbetrieb schrittweise umgebaut. Anfang 2004 erfolgte die Eröffnung der nun rund 50.000 Zuschauerinnen und Zuschauer fassenden Arena, die für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland errichtet wurde – vier Vorrundenspiele und ein Achtelfinale fanden hier statt.
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Innenansicht des RheinEnergieStadion
Stadiontouren gehören für mich schon seit vielen Jahren zu einem Fixpunkt in Städten – unabhängig davon, ob es bekannte oder nur unbekannte Fußballvereine vor Ort gibt. Mit der Zeit ist dabei eine große Sammlung an Stadionpanoramen zusammengekommen. Während einer geführten Tour durch das RheinEnergieStadion bekommst du Zugang und Einblicke in Bereiche, die normalerweise nur Spielern, VIPs und mitarbeitenden Personen vorbehalten sind. Neben mehreren verschiedenen Perspektiven auf das Spielfeld siehst du den Spielertunnel, die Kabinen, den VIP-Bereich und mehr.
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9) Sehenswertes in Köln: Das Europäische Astronautenzentrum (EAC)
Wenn du nach einer außergewöhnlichen Aktivität während deiner Städtereise in Köln suchst, dann ist eine Führung durch das Europäische Astronautenzentrum (EAC) etwas für dich. Die schlechte Nachricht: Führungen werden nicht für Einzelpersonen, sondern ausschließlich für Gruppen ab 10 bis 25 Personen angeboten und die Gesamtkosten betragen stolze EUR 800,- (alle Infos beim Köln Tourismus). Wenn du nicht selbst eine solche Gruppe anführst, bleibt dir nur die Möglichkeit, dich über Reisebüros, Internetforen oder andere Wege an eine anzuhängen. In meinem Fall schloss ich mich einer französischen Gruppe an, die über die Plattform Discord einen Besuch des EAC wegen der drei dort befindlichen „Space Invader“-Mosaike (siehe Punkt 10) organisierte. Eine Tour dauert zwei Stunden und gibt dir Einblicke in das Trainingszentrum aller Personen, die für einen Einsatz auf der Internationalen Raumstation (ISS) vorbereitet werden.

Das große Wasserbecken im EAC
Die Führung startet nach einer Sicherheitsüberprüfung am Eingang mit der Fahrt auf das Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das Europäische Astronautenzentrum (EAC) befindet sich ganz hinten auf der Anlage in einem von außen unscheinbaren Hallenkomplex. Im Foyer wirst du zuerst über das Raumfahrtprogramm, die Technik hinter der ISS und das Zusammenspiel mit den anderen weltweiten Weltraummächten informiert. Dann geht es ab zum Rundgang: Hier im Bild siehst du ein großes Wasserbecken, in dem ein Modul der ISS liegt. Unter Wasser lässt sich das Arbeiten in der Schwerelosigkeit recht gut simulieren.
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Die ISS-Trainingsmodule im EAC
Das Herzstück im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln ist die große Halle mit den verschiedenen Trainingsmodulen der International Space Station (ISS). Hier lernen die künftigen Astronautinnen und Astronauten die Gerätschaften sowie die Technik kennen und können an verschiedenen Stationen konkrete Aufgabengebiete simulieren und üben.
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Blick in ein ISS-Trainingsmodul im EAC
Du darfst die Module selbst besichtigen und dir ein Bild von der Vielfalt des Aufgabengebietes machen. Beim Betreten eines der ISS-Module fühlst du dich wie in einem Science-Fiction-Film – an jeder Seite Monitore, Kabel, steriles Licht und beengte Verhältnisse.
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Die Mondsimulationsanlage LUNA
Gleich gegenüber der Halle des EAC steht seit 2024 eine weitere: Die Mondsimulationsanlage LUNA (Luna Analog Facility). Astronautinnen und Astronauten lernen dort die Gegebenheiten auf der Mondoberfläche kennen. Zwar lässt sich hier keine Schwerelosigkeit simulieren, die restlichen Bedingungen mit Spezialsand und unebener Oberfläche sind allerdings laut Aussagen unseres Tourguides realistisch. Auch das Licht lässt sich so verändern, dass es den tatsächlichen Eigenschaften auf dem Mond entspricht.
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10) Sehenswertes in Köln: Suche nach den Space Invaders
Planst du, mit Kindern die Stadt zu erkunden oder bist du einfach ein verspielter Typ? Dann ist die Suche nach den „Space Invaders“ in Köln etwas für dich. Dabei handelt es sich um kleine Mosaike des französischen Künstlers Invader, der in über 80 Städten auf der ganzen Welt seine Werke im öffentlichen Raum hinterlassen hat. Als Motive orientiert er sich am Arcade-Computerspiel „Space Invaders“ aus den 1980er-Jahren mit seinen kraken- und tintenfischähnlichen Monstern. Lies am besten meinen Artikel Paris: Sightseeing mit Invader, um mehr über die Hintergründe zu erfahren. In Köln sind 27 Mosaike an Hausfassaden versteckt. Mit der App Flash Invaders kannst du ein gefundenes Mosaik „flashen“ (fotografieren) und Punkte sammeln – ähnlich wie bei Pokémon Go. Wie das funktioniert, habe ich im Artikel „Flash Invaders“: Sightseeing als Spiel beschrieben. Es ist eine sehr coole Art, eine Stadt spielerisch zu erkunden!

Space Invader KLN_07
Vielleicht sind sie dir in einer anderen Stadt schon einmal aufgefallen: an über 80 Orten auf der Welt hat der französische Künstler Invader seine Mosaike hinterlassen, zum Beispiel in Wien, Ljubljana, Brüssel, Basel oder München. Die meisten sind auf öffentlichen Hauswänden zu entdecken wie hier Space Invader KLN_07 nahe des Kölner Doms. Versuche ihn bei deiner Städtereise nach Köln zu finden!
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Space Invader KLN_22
Ich spiele „Flash Invaders“ auf meinem Smartphone schon seit mehreren Jahren und bin immer wieder aufs Neue entzückt, wie spannend sich so eine Stadterkundung durchführen lässt. Siehst du das Mosaik Space Invader KLN_22 hier im Bild? Die meisten Touristen gehen ohne Beachtung daran vorbei – doch du weißt jetzt, was dahintersteckt!
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Collage der Space Invaders in Köln
Hier habe ich dir meine Ausbeute der Space Invaders in Köln zusammengestellt. 25 von 27 Stück konnte ich aufspüren, zwei wurden zwischenzeitlich leider von den Wänden entfernt. Die letzten drei in der Collage kannst du nur während einer Führung im EAC (siehe Punkt 9) sehen. Die anderen verstecken sich jedoch mehr oder weniger gut sichtbar im Stadtzentrum von Köln. Wie viele kannst du finden? Schreib mir nach deiner Reise einen Kommentar!
FAZIT
Es hat schon seine Gründe, warum es mich regelmäßig nach Köln zurückzieht. Die Domstadt eignet sich perfekt für eine Städtereise, weil sie sich unkompliziert entdecken und genügend Spielraum für eigene Erkundungen zulässt. Der Kölner Dom ist das mächtige Wahrzeichen und Symbol für die Lebenslust der Stadt, umgeben von einer Altstadt voller Spuren der Geschichte. Dutzende urige Lokale laden zu einer Pause mit einem (zwei, drei, …) Kölsch ein. Meine Empfehlung für einen Besuch von Köln ist zwar klar die warme Jahreszeit, doch auch der Weihnachtszauber mit den Märkten rund um die Sehenswürdigkeiten sowie die Zeit rund um den Kölner Karneval sind absolut großartig und ein einmaliges Erlebnis! Ich bin auf deine Gedanken gespannt: warst du selbst schon in Köln oder verspürst du jetzt große Lust, sofort in Richtung Kölner Dom zu starten? Schreib mir gerne einen Kommentar!





























