Mehrere Hundert Jahre ist Antwerpen schon der zentrale Ort für den weltweiten Handel mit Diamanten. Ein ziemlich guter Grund, solch eine Stadt gleich als Startpunkt für meine sechstägige Rundreise durch Flandern einzuplanen! Antwerpen präsentiert sich als Ort der Kontraste mit spannenden Sehenswürdigkeiten, interessanten Museen und viel faszinierender Architektur zwischen Alt und Neu. Was du in der „Diamantenstadt“ unbedingt sehen und tun solltest, wo es köstliche Pommes Frites gibt und welche Fotospots einen Besuch lohnen, erfährst du in diesem Reisebericht!
DIE HÖHEPUNKTE AUS ANTWERPEN IN DIESEM REISEBERICHT
Die besten Sehenswürdigkeiten vom Hauptbahnhof über die zahlreichen Museen bis zur Liebfrauenkirche
Zwei weitere Kirchen, die eine große Rolle bezüglich Peter Paul Rubens spielen und am Programm stehen sollten
Konkrete Tipps, wo du köstliche belgische Pommes Frites und köstliches lokales Bier probieren kannst
Das Schokolademuseum Chocolate Nation als sündiger Zeitvertreib für alle Schokoladentiger
Viele Fotos mit exakten GPS-Koordinaten, damit du die schönsten Fotospots in Antwerpen schnell findest
Dieser Artikel wurde zuletzt am 18. August 2026 umfangreich aktualisiert.
ANTWERPEN
FAKTEN
Reisezeit: März, April (2 Tage, 2 Übernachtungen sowie ein Tagesausflug von Brüssel aus)
Anreise: Flug von Flughafen Wien-Schwechat nach Flughafen Brussel-Zaventem (ca. 1:40h netto), dann direkt vom Bahnhof Brussels Airport-Zaventem mit dem Zug weiter nach Antwerpen-Centraal (0:31 h)
HOTELTIPP FÜR ANTWERPEN
Unterkunft: Hotel Indigo Antwerp – City Centre* (Koningin Astridplein 43): Hotel direkt am Platz vor dem Hauptbahnhof, Fußweg ins Zentrum 10-15 Minuten, alternativ mit der Straßenbahn fünf Minuten. Modernes und stylishes Boutiquehotel mit sehr heimelig eingerichteten Zimmern, wir haben uns extrem wohlgefühlt! Supermarkt nebenan, ausgezeichnete Betten, super Dusche, schnelles WLAN, guter Ausblick. Verzichtet man auf das tägliche Reinigen der Zimmer, erhält man einen Fünf-Euro-Gutschein für die Hotelbar. Frühstück haben wir nicht gebucht. Weiterempfehlung? Klares JA!
Finde hier weitere schöne und zentral gelegene Unterkünfte in Antwerpen*
TRANSPARENZHINWEIS
*Die mit Stern gekennzeichneten Verweise in diesem Blogartikel sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn dir mein Blogartikel bei der Planung deiner Reise geholfen hat, freue ich mich, wenn du über diese Links deine Unterkunft oder Freizeitaktivitäten buchst. Ich erhalte dadurch eine kleine Provision und du unterstützt den Erhalt dieses Blogs. Für dich entstehen dabei selbstverständlich keine Nachteile. Vielen Dank! 🙂
Die große Lust auf Antwerpen
Die Internetrecherche im Vorfeld machte mir schon extrem Lust auf Antwerpen. Viele geniale Fotos zeigten mir prachtvolle Giebelhäuser, reich ausgestattete Kirchen, an jeder Ecke Chocolatiers und weitere kulinarische Sünden wie Bier oder Waffeln. Mit diesen Gedanken im Kopf begannen meine Freundin und ich unsere sechstägige Reise durch die belgische Region Flandern. Nach der Ankunft am spektakulären Bahnhof von Antwerpen und einem ersten Rundgang wurde mir schnell klar, dass ich zu den kitschigen Fotos des Internets auch Bilder der Realität hinzufügen muss. Denn Antwerpen ist nicht nur eine hübsche Touristenstadt, sondern vor allem ein äußerst lebendiger Ort mit buntem Stadttreiben. Überrascht hat mich das Diamantenviertel um den Hauptbahnhof: dass hier der weltweite Handel mit den Edelsteinen abgewickelt wird, kann man sich aufgrund der etwas schäbig wirkenden Gassen kaum vorstellen.

Antwerpen – perfekt zum Flanieren!
Eines kannst du in Antwerpen wirklich gut: Flanieren und Genießen! Vom Hauptbahnhof ausgehend lässt sich die Innenstadt ausgezeichnet zu Fuß erkunden. Meine Freundin und ich nutzten die Straßenbahn nur für die Fahrt zum Havenhuis von Zaha Hadid und nach dem Besuch des Museum MAS. Tickets für die Tram kaufst du einfach an den Automaten bei den Stationen oder in der App De Lijn (Download iOS / Android). Ansonsten lohnt es sich, dich einfach durch die Straßen und Fußgängerzonen treiben zu lassen. Geschäftsleute in Anzügen wuseln umher, Touristen konzentrieren sich auf die Shoppingmeilen und die Sehenswürdigkeiten, Einheimische gehen ihre Wege und auch soziale Härtefälle waren allgegenwärtig sichtbar. Kurzum: eine äußerst quirlige und lebendige Stadt!
Aufnahmeort anzeigen
TIPP: Weitere Artikel über Belgien
Gent: Das Highlight von Flandern
Ostende: Romantischer Kurztrip ans Meer
Brüssel: Schönheit im grauen Mantel
ANTWERPEN: DIE 11 BESTEN SEHENSWÜRDIGKEITEN
An Sehenswürdigkeiten mangelt es Antwerpen wahrlich nicht, weshalb ich dir zumindest eine Übernachtung* empfehlen würde. Was mir sehr gut von den Kontrasten innerhalb der Stadt gefiel, war die Mischung aus historischen Gebäuden und ultramoderner Architektur. Die monumentalen Kirchen waren allesamt in faszinierendem Detailreichtum ausgestattet und luden zu einer ruhigen Minute inmitten des Trubels ein. Darüberhinaus liebte ich es, überall in Antwerpen Kneipen und Geschäfte zu entdecken, in denen man genüsslich die belgischen Biere testen oder lokale Produkte finden kann. Die berühmteste Person Antwerpens darf natürlich nicht unerwähnt bleiben: Der weltbekannte Maler Peter Paul Rubens lockt jährlich Tausende Besucher in seine ehemalige Wohn- und Werkstatt. Diese und viele weitere Höhepunkte unseres Städtetrips nach Antwerpen möchte ich dir nun im Detail vorstellen! 🙂
1) Sehenswertes in Antwerpen: Der Hauptbahnhof
Ein Bahnhof als Sehenswürdigkeit? Absolut! Der Hauptbahnhof (Station Antwerpen-Centraal) ist eines der spektakulärsten Bauwerke der Stadt und zählt auch zu den schönsten Bahnhöfen weltweit. Nicht umsonst wird er als „Eisenbahnkathedrale“ bezeichnet. Das Hauptgebäude wurde zwischen 1899 und 1905 von Louis Delacenserie erbaut, er bediente sich dabei unterschiedlicher Stile. Inspiration holte sich der Architekt unter anderem vom Pantheon in Rom, was gut an der 75 Meter hohen Kuppel in der Haupthalle zu sehen ist. An die Haupthalle angeschlossen ist ein charakteristisches, langes rotes Dach aus Eisen und Glas, das die Bahnsteige überspannt. Es stammt von von Clement van Bogaert und wurde zwischen 1895 und 1899 errichtet. Ich empfehle dir, entweder nach der Ankunft oder vor der Abfahrt eine ausgiebige Runde durch dieses ganz besondere Bauwerk zu drehen!

Außenansicht des Hauptbahnhof Antwerpen
Die Frontfassade des Hauptbahnhofs in Antwerpen zeigt gut den eklektischen Baustil, in dem das Gebäude errichtet wurde. Mehrere unterschiedliche architektonischen Einflüsse vermischen sich zu einem spannenden Gefüge mit vielen Details.
Aufnahmeort anzeigen

Die Haupthalle im Hauptbahnhof Antwerpen
Die Haupthalle im Hauptbahnhof Antwerpen lässt dich garantiert ebenso sprachlos zurück wie mich. Ich fühlte mich wie in einem riesigen Filmset und staunte ungläubig über dieses absolute Meisterwerk aus Marmor, runden Bögen und pompösen Designelementen.
Aufnahmeort anzeigen

Le Royal Café im Hauptbahnhof Antwerpen
Bahnhofslokale verbreiten ja irgendwie immer einen eigenen Charme – mal abgeranzt und mal elegant. Zweiteres ist das Le Royal Café im Hauptbahnhof Antwerpen, das 2013 im ehemaligen Wartesaal eröffnete und durch eine prunkvolle Ausstattung in Neobarock punktet. So stilvoll wartet man gerne auf den Zug!
Aufnahmeort anzeigen

Denkmalschutz für den Hauptbahnhof Antwerpen
Bahnhof oder Kathedrale? Bei diesem Anblick fällt es schwer, einen Unterschied zu erkennen. Seit 1975 steht der Hauptbahnhof Antwerpen unter Denkmalschutz und 1986 fand eine grundlegende Renovierung dieses Kleinods statt.
Aufnahmeort anzeigen

Altes Dach und neuer Zubau im Hauptbahnhof Antwerpen
Die Gleishalle wird seit 1899 von einem roten Dach aus Stahl und Glas überspannt. Es ist 43 Meter hoch, 186 Meter lang und 66 Meter breit. Zwischen 2000 und 2009 fand ein großer Umbau statt: während an der Oberfläche der historische Kopfbahnhof erhalten blieb, wurden zwei neue Untergeschosse errichtet. Dadurch können Fern- und Schnellzüge einfach durch den Hauptbahnhof Antwerpen durchfahren.
Aufnahmeort anzeigen

Fotomotive im Hauptbahnhof Antwerpen
Aus fotografischer Sicht ist der Hauptbahnhof Antwerpen ein Traum. Abgesehen von der historischen Haupthalle bieten sich unzählige Motive an. Ich liebte beispielsweise die Formen und Farben der Überdachungskonstruktion mit ihrer Symmetrie.
Aufnahmeort anzeigen
2) Sehenswertes in Antwerpen: Die Liebfrauenkirche
Die gotische Liebfrauenkathedrale (Onze-Lieve-Vrouwekathedraal) ist die Domkirche und ein weiterer Höhepunkt, der auf deiner Städtereise nach Antwerpen nicht fehlen darf. Der 123 Meter hohe Turm ist Teil des UNESCO-Welterbes und von vielen Punkten der Stadt aus zu sehen (ursprünglich sollte der Dom übrigens zwei Türme erhalten). Leider ist es nicht möglich, ihn zu besteigen – die Aussicht von dort oben stelle ich mir sensationell vor! Ganze 169 Jahre sollte es dauern, bis der mächtige Bau 1521 schließlich vollendet war. Wenn du durch die Innenstadt zur Liebfrauenkathedrale spazierst, dann mach unbedingt einen kleinen Abstecher zum Platz Groenplaats. Dort steht nämlich die Statue des Malers Peter Paul Rubens, der berühmteste Bewohner Antwerpens. Rubens spielt auch in der Liebfrauenkathedrale eine große Rolle. Der Eintritt in die Kirche kostet EUR 12,-, die aktuellen Öffnungszeiten findest du auf dekathedraal.be.

Die Rubensstatue vor der Liebfrauenkathedrale
Als würde er die Liebfrauenkathedrale präsentieren, steht die Statue von Peter Paul Rubens auf dem Groenplaats von Antwerpen. Die Bronzefigur wurde anlässlich des 200. Todestags des Malers 1840 aufgestellt. Ein interessantes Detail: wegen finanzieller Schwierigkeiten musste man zuerst auf eine Gipsfigur zurückgreifen, ehe diese 1843 von der aktuellen, bronzenen Version ersetzt wurde.
Aufnahmeort anzeigen

Innenansicht der Liebfrauenkathedrale
Das Mittelschiff der Liebfrauenkathedrale von Antwerpen wird durch die riesigen Fenster mit Tageslicht durchflutet. Ein Rundgang offenbart zahlreiche Kunstschätze – und wenn du dich davon etwas ermüdet fühlst, kannst du samstags zwischen 11:00 und 15:00 Uhr sowie sonntags zwischen 11:00 und 17:00 Uhr eine Pause im Café De Plek machen. Es befindet sich direkt neben der Sakristei in der ehemaligen Johanneskapelle und ist überraschend modern gestaltet.
Aufnahmeort anzeigen

Rubens-Gemälde in der Liebfrauenkathedrale
Ein Highlight in der Liebfrauenkathedrale sind die vier Gemälde von Rubens. Du findest sie in den Seitenschiffen des gotischen Bauwerks. Im Bild siehst du das Gemälde „Die Kreuzaufrichtung“ (1609-10), die drei weiteren Meisterwerke sind „Die Auferstehung Christi“ (1612), „Die Kreuzabnahme“ (1612) und „Maria Himmelfahrt“ (1626).
Aufnahmeort anzeigen

Das Deckengewölbe in der Liebfrauenkathedrale
Egal ob ich in großen oder kleinen Kirchen stehe: ein Blick nach oben gehört für mich immer dazu. Das Deckengewölbe der Liebfrauenkathedrale ist ein echter Blickfang und ein grandioses Fotomotiv!
Aufnahmeort anzeigen
3) Sehenswertes in Antwerpen: Der Grote Markt
In jeder größeren Stadt in Belgien gibt es einen Marktplatz (Grote Markt), so natürlich auch in Antwerpen. Typischerweise wird der Markt von prächtig anzusehenden Zunfthäusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert umgeben. Besondere Schönheit verleiht dem Ambiente vor Ort noch zusätzlich das imposante Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Nach einer großen Generalsanierung erstrahlt es wieder in voller Pracht. Ebenfalls ein Blickfang ist der Brabobrunnen (Brabofontein), welcher sich in der Mitte des Platzes befindet. Rundherum laden zahlreiche Lokale und Cafés ein, die Atmosphäre bei einem Kaffee, einer Limonade oder einem belgischen Bier auf sich wirken zu lassen. Meine Freundin und ich folgten dem verführerischen Duft zu einem mobilen Kiosk und holten uns eine frisch gebackene Waffel. Diese lokale Köstlichkeit auf einem Platz wie dem Grote Markt zu genießen, das ist pure Emotion!

Der Brabobrunnen auf dem Grote Markt in Antwerpen
Das Ensemble aus Zunfthäusern, dem Brabobrunnen und der Liebfrauenkirche macht den Grote Markt in Antwerpen zu einem großartigen Ort zum Verweilen. Der Brunnen ist das Werk des Bildhauers Jef Lambeaux und bezieht sich auf die berühmteste Legende der Stadt. Der römische Held Brabo hackt dabei die Hand des Riesen Antigoon ab und wirft diese in den Fluss Schelde. Angeblich ist dieses „Handwerpen“ („Handwerfen“) die Grundlage für den Namen Antwerpen.
Aufnahmeort anzeigen

Zunfthäuser auf dem Grote Markt in Antwerpen
Die Zunfthäuser gehören für mich immer zu meinen Lieblingsmotiven auf Städtereisen, vor allem im strahlenden Sonnenlicht. Sie sind wunderschön anzusehen, beinhalten auf den Fassaden zahlreiche versteckte Details und erzählen vom Reichtum der Vergangenheit. Die Besitzer der Zunfthäuser waren einst mächtige Organisationen wie Zünfte und Handwerker.
Aufnahmeort anzeigen

Das Rathaus auf dem Grote Markt in Antwerpen
Viele Blicke zieht das Rathaus (Stadhuis) auf dem Grote Markt auf sich. Es ist ein Prachtbau von Cornelis Floris de Vriendt aus dem 16. Jahrhundert. Der Architekt bediente sich traditioneller Stile und ergänzte diese mit Elementen aus der italienischen Renaissance. Leider hatten wir keine Zeit, um an einer Führung teilzunehmen, denn die Innenräume sehen auf Fotos umwerfend aus!
Aufnahmeort anzeigen
4) Sehenswertes in Antwerpen: Das Rubenshuis
Das Rubenshaus (Rubenshuis) ist ein Palais in der Innenstadt und die ehemalige Wohnstätte sowie das Atelier von Peter Paul Rubens (1577–1640). Der Maler verbrachte fast sein gesamtes künstlerisches Leben in Antwerpen und wird deshalb auch als „Großer Sohn der Stadt“ bezeichnet. Die Pläne für das Stadtpalais entwarf Rubens sogar selbst, inklusive einem sehenswerten Garten im flämisch-italienischen Renaissancestil. Eine Besichtigung gehört während einer Städtereise nach Antwerpen unbedingt dazu – alle Infos zu Öffnungszeiten und Preisen sind auf der offiziellen Webseite rubenshuis.be zu finden. In der permanenten Ausstellung sind die Arbeiten des flämischen Meisters, seiner Kollegen und Lehrlinge zu bestaunen, von Rubens selbst finden sich nur wenige Gemälde. Update: wegen Renovierungsarbeiten ist der Ausstellungsbereich bis voraussichtlich 2030 geschlossen. Der Garten und die Rubens Experience sind aber zugänglich.

Außenansicht des Rubenshuis in Antwerpen
Rubens ließ das sehenswerte Palais in der Innenstadt von Antwerpen nach seinen Plänen 1610 erbauen und lebte darin mit einigen Pausen bis zu seinem Tod 1640. Die Stadt kaufte das Rubenshuis erst 1937 und richtete darin nach dem Zweiten Weltkrieg ab 1946 ein Museum ein.
Aufnahmeort anzeigen

Ausstellungsbereich im Rubenshuis in Antwerpen
Der Ausstellungsbereich im Künstlerhaus beherbergt einige Werke von Rubens und darüber hinaus eine Vielzahl an Gemälden, die Lehrlinge und Kollegen unter der Aufsicht von Rubens vor Ort anfertigten. Wegen Umbauarbeiten ist dieser Bereich im Rubenshuis bis 2030 geschlossen. Stattdessen gibt es die interaktive Ausstellung Rubens Experience, für die du auf der Webseite rubenshuis.be die Tickets kaufen kannst.
Aufnahmeort anzeigen

Der Garten im Rubenshuis
Während der Umbauarbeiten ist auch der Garten im Rubenshuis weiterhin zugänglich. Es ist ein herrlicher Ort mit über 22.000 Pflanzen, den Rubens ebenfalls selbst plante und sich dabei von den Barockgärten während seiner Italien-Reisen inspirieren ließ.
Aufnahmeort anzeigen
5) Sehenswertes in Antwerpen: Das Plantin-Moretus-Museum
Das Plantin-Moretus-Museum hatten meine Freundin und ich während unseres Besuchs in Antwerpen zuerst gar nicht am Plan. Vor Ort wurden wir aber auf die Bedeutung aufmerksam: Es handelt sich um die ehemalige Buchdruckerei der Verlegerfamilie Plantin-Moretus, die 1555 von Christoph Plantin gegründet wurde. Nach seinem Tod übernahm sein Schwiegersohn Jan Moretus den Betrieb. Damit ist sie die weltweit einzig erhaltene Buchdruckerei aus der Zeit der Renaissance und des Barock. Das wurde auch von der UNESCO gewürdigt, denn seit 2005 ist der sehenswerte Gebäudekomplex auf der Liste des Weltkulturerbes. Ein Rundgang zwischen alten Druckpressen, Setzkästen und die privaten Wohnräume ist wirklich lohnenswert! Alle Infos zum Plantin-Moretus-Museum findest du gesammelt auf der Webseite museumplantinmoretus.be.

Der Garten im Innenhof im Plantin-Moretus-Museum
Der Garten im Innenhof ist für Besucherinnern und Besucher der erste Berührungspunkt im Plantin-Moretus-Museum. Balthasar I. Moretus baute einen Teil des Hauses um, um Platz für einen Innenhof zu schaffen. Später wurde er zu einem Garten im flämischen Renaissancestil umgestaltet. Die Druckerfamilie empfing hier Gäste, Könige und andere wichtige Personen, um Geschäfte zu besprechen.
Aufnahmeort anzeigen

Die Buchdruckerei im Plantin-Moretus-Museum
Die historische Buchdruckerei ist das Herzstück des Plantin-Moretus-Museum. Es handelt sich hier nicht um Nachbildungen, sondern um Originale aus dem 16. Jahrhundert. Mit kleineren und größeren Bleilettern wurden Buchstaben und Zeichen auf einer Platte zusammengesetzt. Diese wurde dann in die Druckmaschinen eingespannt – ein faszinierendes Handwerk, das du hier hautnah bestaunen kannst!
Aufnahmeort anzeigen

Die alte Bibliothek im Plantin-Moretus-Museum
Die alte Druckereibibliothek im Plantin-Moretus-Museum beeindruckte mich ebenso. Christophe Plantin legte sie im 17. Jahrhundert an und lagerte darin über die Zeit gemeinsam mit seinen Nachfolgern rund 40.000 Bücher sowie 69.000 Einblattdrucke ein. Der Raum diente auch als Kapelle, was an den religiösen Gemälden an den Wänden erkennbar ist.
Aufnahmeort anzeigen
ESSEN UND TRINKEN IN ANTWERPEN
Wie man Pommes Frites wirklich macht, zeigte der Kiosk Fritkot Max (Groenplaats 12) vor. Geschmacklich ausgezeichnet, leider gab es die typisch niederländische Fritessaus (eine Art Mayonnaise) nicht dazu, nur normale Mayonnaise. Das dürfte aber ein genereller Umstand in Belgien sein, denn wir fanden in keiner Stadt Fritessaus.
Eine herrlich spontane Bierpause legten wir bei der Karl Borromäuskirche (siehe Punkt 9) im Muziekcafé De Kroeg (Wolstraat 46) ein. Dort entspannten wir uns mit einigen Gläsern der Antwerpener Brauerei De Koninck und einem Stella Artois und philosophierten über Gott und die Welt. 😉
Bevor wir den Sint-Annatunnel (siehe Punkt 6) betraten, machten wir noch eine weitere Bierpause im Cafe Kleine Tunnel (Hoogstraat 76). Das Lokal erinnert eher an ein Beisl in Wien, aber draußen sitzt man sehr nett mit Blick auf einen ruhigen und schattigen Platz.
Ein kleiner Geheimtipp, falls du zufällig in der Gegend bist: Das Café Starfish & Coffee (Bresstraat 9) ist herrlich unkompliziert, alternativ und kreativ. Es gibt viele vegane Speisen und eine Hauskatze. Wir nutzten die Zeit dort, um unsere Notizen und Gedanken für den Blog einmal zu Papier zu bringen. 😉
Kaum zu glauben, aber eine der besten Waffeln in Antwerpen bekam ich tatsächlich von einem kleinen Kiosk im Hauptbahnhof zwischen der historischen Haupthalle und dem Zugang zu den Bahnsteigebenen!
6) Sehenswertes in Antwerpen: Der Sint-Annatunnel
Eine besondere Attraktion aus der Vergangenheit, die immer noch in Betrieb und eine wichtige Verkehrsverbindung darstellt, ist der Sint-Annatunnel (Sankt-Anna-Tunnel). Der unterirdische Tunnel für Fußgänger und Radfahrer verbindet den Stadtkern mit dem anderen Ufer der Schelde. Schon 1874 war man sich in Antwerpen einig, dass es eine Verbindung der beiden Stadtteile brauchen würde. Für die Untertunnelung entschied man sich schließlich, um den Schiffsverkehr nicht durch eine Brückenlösung zu stark einzuschränken. Die Eröffnung des denkmalgeschützten Sint-Annatunnels fand 1933 statt und bis heute wird die Unterführung intensiv von Einheimischen genutzt – für Touristen ist es dagegen eine beliebte Sehenswürdigkeit. Die mächtigen Zugangsbauwerke erinnerten mit an den alten Elbtunnel in Hamburg.

Die Holzrolltreppen im Sint-Annatunnel
Radfahrer können mit einem Großraumaufzug in die Tiefe fahren, doch als Besucherin oder Besucher von Antwerpen ist natürlich eine Fahrt mit den charakteristischen Rolltreppen aus Holz das große Erlebnis im Sint-Annatunnel. Überall hängen noch die Originalschilder, zusätzlich versprühen der Geruch nach Schmieröl und die klappernden Antriebsgeräusche nostalgisches Flair.
Aufnahmeort anzeigen

Die Röhre im Sint-Annatunnel
31 Meter unter der Oberfläche blickst du dann in eine 572 Meter lange und 4,30 Meter breite Röhre. Platzangst sollte man eher nicht mitbringen, denn der Spaziergang hat sogar mir einige mulmige Momente beschert, obwohl ich kein Problem mit engen Räumen habe. Es dauert eine gewisse Zeit, bis du endlich das Ende des Tunnels siehst – ab dann fühlt man sich auch wieder etwas wohler und sicherer. Aufpassen muss man auf die vielen Radfahrer und E-Scooter-Fahrer, die an den Fußgängern vorbeizischen.
Aufnahmeort anzeigen

Ausblick auf die Innenstadt von Antwerpen
Auf der anderen Seite der Schelde gelangst du wieder an die Oberfläche. Dort gehst du einfach in Richtung Flussufer und erhältst den wohl schönsten Ausblick auf die Innenstadt von Antwerpen. Für den Rückweg gibt es eine gute Alternative zum Sint-Annatunnel. Rund 300 Meter nördlich des Tunnelzugangs ist die Anlegestelle „Linkeroever“ einer kostenlosen Fähre, die alle 30 Minuten an das andere Ufer zur Anlegestelle „Het Steen“ übersetzt.
Aufnahmeort anzeigen
7) Sehenswertes in Antwerpen: Das Museum MAS
Der Titel dieses Artikels von mir erwähnte Mischung aus historischer und moderner Architektur macht sich mit dem außergewöhnlichen Gebäude des MAS (Museum aan de Stroom) bemerkbar. Der rote Bau in Form mehrerer verschachtelter Ebenen steht seit 2011 im Stadtteil Eilandje im Antwerpener Hafenviertel. Erreichbar ist das Museum mit der Straßenbahnlinie 7, Station Antwerpen Brouwersvliet oder Antwerpen MAS. Auf den Etagen sind mehrere, teils kostenlose Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen untergebracht (aktuelle Besucherinfos auf der offiziellen Webseite mas.be). Abgesehen von den Ausstellungen lockt das Museum MAS mit seiner Aussichtsplattform auf dem Dach. Das Panorama von dort oben ist sensationell und gratis zugänglich! Empfehlenswert ist auch der Museumsshop mit einer gut sortierten Auswahl an Literatur und Souvenirs.

Außenansicht des MAS
Das Museum aan de Stroom (MAS) macht optisch wirklich einiges her. Die Fassade besteht aus rotem indischen Sandstein und der 62 Meter hohe Turm umfasst zehn Stockwerke. Das Hauptthema des Museums ist der Hafen von Antwerpen, die Schifffahrt und die Stadt, wobei immer wieder Wechsel- und Sonderausstellungen das kulturelle Angebot ergänzen.
Aufnahmeort anzeigen

Aufstieg mit Aussicht im MAS
Der Aufstieg in Richtung Dach ist ein Erlebnis. Über Rolltreppen fährst du von Ebene zu Ebene, wobei jedes Stockwerk um 90 Grad gedreht ist. So blickst du auf jeder Etage durch gewellte Glasflächen in eine andere Richtung der Stadt.
Aufnahmeort anzeigen

Die Aussichtsterrasse auf dem MAS in Antwerpen
Die Dachterrasse des MAS ermöglicht einen ungestörten Ausblick in alle Himmelsrichtungen – im Bild siehst du die Innenstadt mit der Liebfrauenkathedrale und der Sankt Pauluskirche. Zugänglich ist die Panoramaetage täglich außer Montag von 9.30 bis 22.00 Uhr. Von April bis Ende Oktober ist das Panorama sogar bis Mitternacht geöffnet, wodurch du perfekt den Sonnenuntergang miterleben kannst.
Aufnahmeort anzeigen

Aussicht vom Museum aan de Stroom in der blauen Stunde
Besonders schön ist es natürlich, der Sonne beim Untergehen zuzusehen und mitzuerleben, wie die Stadt in der blauen Stunde langsam zu leuchten beginnt. Die Aussichtsplattform auf dem Museum aan de Stroom (MAS) ist von einer Glaswand eingerahmt, in der sich einige Aussparungen befinden. Durch diese Löcher kannst du mit einer Kamera problemlos durchfotografieren, ohne qualitative Einschränkungen durch das Glas befürchten zu müssen.
Aufnahmeort anzeigen
8) Sehenswertes in Antwerpen: Das Havenhuis von Zaha Hadid
Architektonisch geht es gleich zum nächsten Schmuckstück. Das Havenhuis (Hafenhaus) steht wie das Museum aan de Stroom (MAS) im Stadtteil Eilandje und ist von dort zu Fuß in rund 15 Minuten zu erreichen. Alternativ nimmst du die Straßenbahn-Linie 24 zur Endstation Antwerpen Havenhuis. Das spektakuläre Bauwerk entstammt der Idee der Stararchitektin Zaha Hadid, die 2016 – im Jahr der Fertigstellung des Gebäudes – im Alter von 65 Jahren an einem Herzinfarkt verstarb. Mehr zu ihren Werken kannst du im Artikel Wien: Das Erbe von Zaha Hadid nachlesen. Auftraggeber für das Havenhuis war die Hafenbehörde, die in den 1990er-Jahren ihre verschiedenen Standorte im historischen Haus einer ehemaligen Feuerwache bündeln wollte. Da das Gebäude zu klein war, wurde für den Erweiterungsbau ein Wettbewerb ausgeschrieben, den Zaha Hadid Architects gewann.

Alte Feuerwache trifft moderne Architektur
Da die einheitliche Fassade der alten Feuerwache im hanseatischen Stil erhalten bleiben sollte, überlegte sich das Team von Zaha Hadid Architects eine Lösung mit einem Zubau über dem Bestandsgebäude. Die futuristische Form des Havenhuis erinnert sowohl an ein Schiff als auch an einen Diamanten – passend zum in Antwerpen ansässigen Diamantenhandel.
Aufnahmeort anzeigen

Die Kontraste rund um das Havenhuis von Zaha Hadid
Für Fotografinnen und Fotografen ist das Havenhuis natürlich ein Traum. Aus allen möglichen und unmöglichen Perspektiven kannst du dich hier kreativ austoben und die Kontraste zwischen dem alten und neuen Stil kombinieren.
Aufnahmeort anzeigen
9) Sehenswertes in Antwerpen: Kirchen mit Rubens-Bezug
Neben der Liebfrauenkathedrale (siehe Punkt 2) bieten sich noch zwei weiteren Kirchen für einen Besuch an, die eine große Rolle bezüglich Peter Paul Rubens spielen. Die Sint-Jacobskerk (Jakobskirche) ist einerseits der Antwerpener Startplatz für Pilger nach Santiago de Compostela. Andererseits befinden sich in ihrem Inneren sehr viele Kunstwerke sowie eine kleine Ausstellung mit einer sehenswerten Monstranz. Nicht verpassen dürft ihr das Grab von Rubens, dem „Großen Sohn von Antwerpen“. Die Jesuitenkirche Sint-Carolus-Borromeuskerk (Karl Borromäuskirche) trägt den weiteren Namen „Rubenskirche“. Der flämische Meister hatte nämlich während des Baus im 17. Jahrhundert seine Finger als Maler, Dekorateur und Architekt im Spiel. Leider wurden die 39 Deckengemälde bei einem Brand völlig zerstört.

Die Sint-Jacobskerk (Jakobskirche)
Die römisch-katholische Sint-Jacobskerk (Jakobskirche) ist eine Basilika im gotischen Stil und voll von barocker Ausstattung. Ich mag Barock zwar sehr gerne, fühlte mich aber von der visuellen Wucht der schier unendlichen Zahl an Details etwas erschlagen. Erbaut wurde die Kirche zwischen 1491 und 1656, sie berherbergt zahlreiche Kunstschätze und ein Gemälde von Rubens. Bekannt ist sie vor allem für die Grabkapelle des berühmten Malers, der Rubenskapelle. Sie wurde fünf Jahre nach seinem Tod 1645 fertiggestellt, unter der Marmorplatte befinden sich die sterblichen Überresten von Peter Paul Rubens und seiner Familie.
Aufnahmeort anzeigen

Die Sint-Carolus-Borromeuskerk (Karl Borromäuskirche)
Die Sint-Carolus-Borromeuskerk (Karl Borromäuskirche bzw. einfach Rubenskirche) wurde zwischen 1615 und 1621 erbaut. Sie ist ebenso in barocker Ausstattung ausgeführt, gefiel meinem Auge aber weitaus besser. Vor allem das Bodenmuster und das helle Mittelschiff empfand ich als nüchterner und angenehmer. Dieses Aussehen geht auf einen Brand nach einem Blitzschlag 1718 zurück, bei dem die Kirche schwer beschädigt und danach nicht mehr so pompös wie davor ausgestattet wurde. 39 Deckengemälde von Peter Paul Rubens fielen dem Feuer zum Opfer.
Aufnahmeort anzeigen
10) Sehenswertes in Antwerpen: Chocolate Nation
Ein sehr netter Zeitvertreib ist das Schokolademuseum Chocolate Nation gegenüber des Hauptbahnhofs. Nachdem wir noch etwas Zeit übrig hatten und unser Hotel Indigo Antwerp – City Centre* gleich schräg gegenüber lag, besuchten meine Freundin und ich diese Attraktion. Immerhin ist Belgien ja das Land der Schokolade und so wollten wir das natürlich auch ausgiebig zelebrieren! Der Eintrittspreis ist etwas happig, dafür bekommst du mehrmals auf dem Rundgang eine Kostproben. Durch die langen Öffnungszeiten (alle Infos auf chocolatenation.be) wählten wir einen späten Besuchstermin und hatten das Museum so fast komplett für uns allein. Der Rundgang dauert rund 60 bis 90 Minuten und führt durch 14 Räume, die unterschiedlichen Themen gewidmet sind. Du erfährst so alles vom Anbau und der Herkunft der Kakaobohnen, der Ernte und Verarbeitung sowie vieles mehr über die Erzeugung von Schokolade.

Interaktives Erlebnis im Museum Chocolate Nation
Das Museum Chocolate Nation ist eine Mischung aus Ausstellung, interaktiven Bereichen sowie Erlebnisstationen. Die Aufbereitung hat uns sehr gefallen und war äußerst stimmungsvoll, fast schon etwas mysthisch und geheimnisvoll. Ein wenig erinnerte uns die Aufmachung an den Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Sehr interessant war beispielsweise eine Station, wo man bei der Herstellung von Pralinen zusehen konnte und auch gleich eine Kostprobe erhielt. Der Höhepunkt für Schokofans ist aber sicherlich ein Bereich am Ende der Tour, in dem man an mehreren flüssigen Schokobrunnen verschiedene Geschmacksrichtungen ausprobieren kann.
Aufnahmeort anzeigen
11) Sehenswertes in Antwerpen: Die Innenstadt
Während eines Rundgangs durch die Innenstadt von Antwerpen kommst du natürlich an vielen weiteren sehenswerten Orten, Plätzen und Fotospots vorbei. Ich habe dir in diesem Absatz noch einige Motive zusammengestellt, die mir in Erinnerung blieben und die ich gerne mit dir teilen möchte. Es handelt sich um die große Einkaufsstraße Meir mit dem Stadtfestsaal, die entzückende Bodenskulptur Nello & Patrasche, der mystische Vlaeykensgang, die alte Burg Het Steen und die bunte Street Art an allen Ecken und Enden von Antwerpen.

Die Einkaufsstraße Meir in Antwerpen
Die Einkaufsstraße Meir ist eine wunderschöne Flaniermeile ohne Autoverkehr. Zwar sind in den Rokoko-Gebäuden hauptsächlich große internationale Ketten eingemietet, das trübt aber das Shoppingerlebnis nicht wirklich. Es gibt auch genügend Lokale und Cafés, um die Atmosphäre hier gebührend zu zelebrieren.
Aufnahmeort anzeigen

Der Stadtfestsaal (Stadsfeestzaal) in Antwerpen
Der Stadtfestsaal (Stadsfeestzaal) von Antwerpen ist in einem neoklassizistischen Gebäude aus dem Jahr 1908 zu finden. Das Bauwerk mitsamt diesem grandiosen Saal brannte im Jahr 2000 vollkommen aus. Viele Jahre später wurde das Gebäude nach einer aufwenigen Renovierung in ein Einkaufszentrum umgewandelt. Für den wunderschönen historischen Stadtfestsaal ist solch eine Nachnutzung aus meiner Sicht jedenfalls mehr als ungeeignet und eine vergeudete Chance.
Aufnahmeort anzeigen

Die Bodenskulptur Nello & Patrasche
Die Bodenskulptur Nello & Patrasche ist absolut rührend zum Ansehen und erinnert an eine traurig-schöne Geschichte. Der arme Waisenjunge Nello und der ausgesetzte Zughund Patrasche sind die Protagonisten im englischen Roman „A Dog of Flanders“ aus dem Jahr 1872. Die beiden schließen Freundschaft und besuchen täglich Antwerpen, wo sie sich oft in der Liebfrauenkathedrale aufhalten und Nello die Werke von Rubens bewundert. Das Leben der beiden endet nach einer Reihe von Rückschlägen auch in dieser Kirche, weswegen die Bodenskulptur des Künstlers Batist Vermeulen direkt vor der Liebfrauenkathedrale zu finden ist.
Aufnahmeort anzeigen

Der Vlaeykensgang in Antwerpen
Der Vlaeykensgang (Vlaaikensgang) ist ein ehemals geheimer Verbindungsweg aus dem Jahr 1591 zwischen Hoogstraat, Oude Koornmarkt und Pelgrimstraat. Wenn du nicht weißt, wo er ist, findest du ihn auch nur per Zufall. Jedenfalls scheint dort die Zeit stehengeblieben zu sein und die Atmosphäre ist wirklich speziell! Vor allem ist es faszinierend, wie ruhig der Ort ist, während es nur einige Meter weiter auf den Einkaufsstraßen richtig wurlt und rumort.
Aufnahmeort anzeigen

Die Burg Het Steen in Antwerpen
Die Burg Het Steen ist das älteste erhaltene Gebäude Antwerpens, die ersten Steine stammen aus dem 11. Jahrhundert. Es steht am Innenstadtufer der Schelde und hat eine umwerfende Wirkung. Im Inneren ist ein Informationszentrum für Touristen, ein Kreuzfahrtterminal und eine kostenpflichtige Ausstellung über die Stadt Antwerpen zu finden.
Aufnahmeort anzeigen

Street Art und Murals in Antwerpen
An verschiedensten Arten von Street Art, Murals und Graffitiwänden läufst du in Antwerpen sehr oft vorbei, wenn auch nicht in der Dichte von anderen Städten. Zum Ansehen sind sie jedenfalls super und Farbe bringen die kleinen Kunstwerke ebenfalls in die Stadt.
Bild o. l.: Aufnahmeort / Bild o. r.: Aufnahmeort
Bild u. l.: Aufnahmeort / Bild u. r.: Aufnahmeort
FAZIT
Antwerpen sollte die erste Station unserer sechstägigen Rundreise durch Flandern mit dem Zug sein – und es wurde ein mehr als spannender Auftakt! Meine Freundin und ich genossen die Sehenswürdigkeiten der Stadt, wobei mir vor allem die Liebfrauenkathedrale, das Rubenshaus und das Plantin-Moretus-Museum besonders im Gedächtnis blieben. Ebenfalls als sehr einprägsam empfand ich die vielen Kontraste in der Stadt, vor allem in Bezug auf die historische und moderne Architektur. Unbedingt empfehlen kann ich dir, auf dem Grote Markt eine Waffel zu kaufen und einfach die Stimmung auf diesem großartigen Platz zu genießen. Nicht fehlen darf natürlich eine Bierpause in einer der zahlreichen Kneipen mit köstlichem (aber starkem) belgischen Bier. Schreib mir gerne deine Meinung in einem Kommentar, ob du nun auch Lust auf Antwerpen hast! 🙂





























[…] Beeindruckt hat mich Antwerpen durch seine Museen, das Wohnhaus des weltberühmten Malers Peter Paul Rubens und vor allem durch seinen Mut zur modernen Architektur. Wer gerne shoppen geht, wird durch die großen und kleinen Einkaufsstraßen ebenfalls mehr als fündig werden. Zahlreiche Bars und Kneipen laden ein, sich kurz (oder lang) den belgischen Bieren zu widmen, während man das Stadttreiben rundherum beobachtet. Antwerpen ist einfach eine spannende Stadt, in der es viel zu entdecken gibt und die für Besucher vielleicht etwas herausfordender ist. Meinen detaillierten Reisebericht könnt ihr jedenfalls hier lesen: Antwerpen – Die Stadt der Kontraste. […]
Wie immer ein toller Artikel mit super Bildern – du hast mir definitiv Lust auf Antwerpen gemacht 🙂 Das die Realität nicht mit dem Eindruck, den man durch Fotos bekommt, nicht ganz übereinstimmt, ist mir auch schon das ein oder andere Mal passiert!
Danke Christine! 🙂
Viele Grüße
Christian
Och nee, Het Steen zur Dekoration eines Kreuzfahrterminals zu degradieren, hat die Burg nun wirklich nicht verdient. Ich habe sie zum Glück 2017 noch ohne Gerüst erlebt.
https://lostfort.blogspot.com/2017/04/dominated-by-cathedral-antwerps-old-town.html
Ja sehr ärgerlich der Trend! Während anderswo der Kreuzfahrttourismus zurückgedrängt werden soll, wird er dort unterstützt. 🙁
Viele Grüße
Christian
Hallo Christian,
für unsere anstehende Reise nach Flandern habe ich mal wieder zig Pinterest Beiträge durchgeschaut und danach (bewusst erst) Deinen Beitrag gelesen (dem Hochgenuss gebührt der Schluss ;-)).
Die Art, wie Du blumig Dinge beschreibst, die gut recherchierten Hintergrundinfos und die individuellen Tipps zollen mir immer wieder ein Lob ab. Weiter so!
Einzig Deine Bilder sind meist „better than reality“ – aber die Standortdaten helfen mir sehr als Orientierung.
Vielen Dank für Deine Mühen, nun hoffe ich lediglich, dass bis zum September Dein Beitrag über Gent online geht, denn das ist die 3. Stadt auf unserer Tour 😉
Viele Grüße
Frank
Hallo Frank,
danke für deinen netten Kommentar, habe mich sehr gefreut!
Der Artikel zu Gent geht am 27. August online, das geht sich also aus für deine Reise! 😉
Viele Grüße
Christian
Super, da leg ich mir doch ein Maßband an, von dem ich bis zum 27.8. jeden Tag einen cm abschneide 😉
[…] Antwerpen – Die Stadt der Kontraste […]
[…] Antwerpen – Die Stadt der Kontraste […]
[…] Der Tunnel ist relativ eng, aber nicht so beklemmend wie etwa der in Antwerpen (siehe mein Beitrag Antwerpen – Die Stadt der Kontraste). Das Ende ist schnell sichtbar, wodurch keine großen Angstgefühle aufkommen […]
[…] Antwerpen – Die Stadt der Kontraste […]
[…] Antwerpen – Die Stadt der Kontraste […]
[…] Antwerpen – Die Stadt der Kontraste […]
[…] nicht mit der Realität. Ich bin gespannt, wie ihr Antwerpen bei eurem Aufenthalt erleben werdet! Antwerpen – Die Stadt der Kontraste (Reisebericht) Flandern: Sechs Tage Genuss und Kultur (Übersicht über eine Flandern-Rundreise […]
[…] Belgien, Francis Wellesplein 1)Eines der schönsten Treppenhäuser in Europa befindet sich in Antwerpen in einem Gebäude aus dem Jahr 1953. Es gehörte früher der Telefongesellschaft Bell Telephone […]
Hallo Frank
Wir haben genau die Tour per Zug vor im August:) Bin auf der Suche nach den Highlight für den Tag des Geburtstags meines Mannes, was würdest du Vorschlagen (Stadt und Restaurant)
Danke und schönen Tag
Elke
In meinem Artikel findest du viel Inspiration und Tipps, schöne Reise Elke!
Viele Grüße,
Christian